@ Sahal:
"warum sollten stigmatisierte Tiere nicht auf dem Wasser laufen ?"

„Stigmatisiert“ – soll das heißen, dass sie Stigmen, also die Atemöffnungen eines Tracheensystems haben? – "Stigmatisiert" wäre dafür eine unübliche Formulierung. Besser: "Stigmen tragende Tiere" oder Tracheenatmer.
Oder bezieht es sich auf die Bemerkung von Sindbad 709
"Meine Lasius Niger Kolonie macht grade den Jesus und geht über`s Wasser" ?
Der lief zwar mal übers Wasser, aber die „Stigmen“, die Wunden in Händen und Füßen, erhielt er erst viel später, bei der Kreuzigung.
Ansonsten tauchen immer mal wieder meist weibliche Scharlatane auf, die mit irgendwelchen Tricks sich schlecht heilende Wunden an den passenden Stellen zufügen. Ein Beispiel aus meiner Erinnerung war die „stigmatisierte Therese von Konnersreuth“ im Fichtelgebirge. Hat sich außerdem angeblich nur von Hostien ernährt. Spötter fanden hinter ihrem Haus große Mengen leerer Margarinedosen.
Der Fehler solcher „Stigmatisierter“ ist stets, dass sie die Wunden in den Handflächen tragen. Bei einem durch die Handflächen festgenagelten Gekreuzigten (war zu Jesu Zeiten eine nicht unübliche Hinrichtungstechnik) wären die Handflächen ausgerissen. Anatomisch ist ein haltbares Nageln nur durch die Handwurzeln möglich. Die meisten Darstellungen des Gekreuzigten sind in diesem Punkt falsch.
„Stigmatisiert“ kann man schließlich sein, wenn einem andere Menschen eine Untat oder schlimme Eigenschaft nachweisen oder auch fälschlich andichten. Jeder „weiß“ dann: Der Sowieso ist ein z.B. Tierschinder. Oder: "Nach seinem Gefängnisaufenthalt geht er als Stigmatisierter durchs Leben".
Kleine Deutschstunde für Deutsche
Back to topic:
Es ist richtig, dass viele sonst auf dem Land lebende Insekten und auch Spinnen dank der Oberflächenspannung über Wasser laufen können. Spülmittel usw., was die Oberflächenspannung erniedrigt, führt dazu, dass diese Insekten dann einsinken und absaufen. Die Oberflächenspannung verhindert aber auch, dass Wasser in die engen Stigmen eindringt, so dass Insekten auch nach längerem Aufenthalt unter Wasser noch ein mit Luft gefülltes Tracheensystem haben und allenfalls durch die CO2-Anreicherung in der Tracheenluft betäubt sind.
mfg, Earlant