Pheidole pallidula

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Beitragvon Markus » 22. Mai 2005 20:37

Ach so.
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Beitragvon Scooby » 1. Jul 2005 00:03

Hey ho!!
Ich war gerade unterwegs, traf auf diesen Thread und möchte hiermit mal was allg. zu Pheidole pallidula loswerden:
Wer sich diese Art zulegt, genauer gesagt, wer sich mit der Gattung Pheidole haltungstechnisch auseinandersetzen möchte, der soll bitte bereits über Erfahrung in Sachen Ameisenhaltung verfügen, sprich bereits erfolgreich einheimische "Anfängerarten" wie Lasius niger, -flavus und oder auch Myrmica rubra gehalten haben, bzw. halten.
Pheidole pallidula (Pp) sind zwar sehr vermehrungsfreudig, stellen aber auch Ansprüche an den Halter, was bei der Nahrung (reichlich Eiweisse) anfängt, über die Feuchtigkeit weitergeht und in einer entsprechenden Wärmeregulierung incl. Winterruhe (Oktober - März) endet.

Ich habe in der Vergangenheit zu dieser Art einen entsprechenden Thread mit Haltungserfahrungen eröffnet. Bitte nehmt ihn euch zu Herzen, ehe ihr mit der Haltung einer Art der Gattung PHEIDOLE beginnt.
Wichtig, nein [glow=red]unverzichtbar[/glow]ist das Thema Ausbruchsperre!! Parrafinöl hat sich bei mir als sehr wirksam erwiesen, ansonsten eine Abdeckung, die komplett das Formicarium verschließt und nicht aus weichen Materialien ist, das die Soldaten (nicht Soldatinnen) bearbeiten können.
Danke für Eure Aufmerksamkeit und Verständnis!

Scooby 8)
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Beitragvon de_dogda » 17. Jul 2005 01:20

Hallo!
Das ist mein erster Eintrag in diesem sehr informativen Forum.
Ich schreib ihn hier rein, weil mein Freund eine Pheidole pallidula Königin aus Frankreich mitbringt und ich gerne - besonders von Scooby, da er scheinbar sehr viel Erfahrung mit dieser Art hat - noch mehr über das Verhalten und v.a. die Haltung von Pp erfahren.
@Scooby:Dein Haltungsbericht hat mir übrigens sehr gut gefallen!!!
Und weil ich es schon oft gelesen habe möchte ich der Frage nach der Erfahrung vorgreifen:
Ich halte jetzt schon einige Jahre einheimische Ameisenarten (u.a Camponotus ligniperda, Lasius niger, Myrmica rubra) und freue mich schon total eine fast-einheimische Pheidole zu halten.
Leider finde ich nicht allzu viel , wobei mir dieses Forum noch am meisten geholfen hat.
Ich habe vor Pp in einem Glasbecken (60x30x30 cm) zu halten, habe mir auch schon Gedanken um eine "verbesserte"Ausbruchssperre gemacht, mir fehlen aber vor allem noch die visuellen Eindrücke vom Becken.
Es wäre schön , wenn jemand hier aus dem Forum ein oder zwei Bilder zeigen könnte, in dem er Pp erfolgreich hält.
@Scooby: es wäre nett wenn auch du ein Bild deines Pp-Beckens zeigen könntest.

Danke schon im Voraus :wink:
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Beitragvon gerhard » 17. Jul 2005 22:27

Hallo de_dogda,

herzlich willkommen hier im Forum.

Pheidole pallidula ist eine nicht so schwer zu haltende Ameisenart, wobei man unbedingt ein paar Notwendigkeiten beachten sollte. Dazu gehört auch, dass man, wie in Deinem Fall ja auch, Vorerfahrungen mit anderen Ameisenarten haben sollte

Pheidole ist eine Myrmicinenart, welche im gesamtem Mittelmeerraum verbreitet ist, bis in die Südschweiz. Sie ist normalerweise in trocken-heißem Lebensraum beheimatet, kann bei genügender Wärme aber auch feuchter gehalten werden. Sie verträgt ohne Probleme auch eine Winterruhe. Als Bodensubstrat akzeptiert sie fast alles: Sand, Lehm, Humus,Steine Holz usw. Als Nahrung nimmt sie Honigwasser / Zuckerwasser, Insekten, sammelt aber auch kleine Körner. Die Kolonie
entfaltet sich sehr schnell, deshalb sollte man sie nicht mit anderen Ameisen vergesellschaften. Große Kolonien werden recht räuberrisch und kampfstark. Man sollte eine gute Ausbruchssicherung haben, wobei das neu angebotene Flüssigteflon sehr brauchbar ist.

Bei der Terrarieneinrichtung sollte man an eine Heizquelle denken. Die Bepflanzung des Beckens bleibt der eigenen Fantasie überlassen, da sie in der Natur in Dünengebieten, Steppengebieten,Gärten, Steinhängen usw. vorkommt. Schön wäre vielleicht ein Becken mit sandigem Substrat, einzelnen Steinen (oder Steingruppen) und einigen Steppengewächsen.
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Beitragvon de_dogda » 18. Jul 2005 11:11

Danke für deine schnelle Antwort, gerhard!
Weil du die Ausbruchssicherung so betont hast, hab ich mir mal Gedanken gemacht und das ist dabei rausgekommen: (aufs Bild klicken zur größeren Ansicht)
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wie auf der Zeichnung beschrieben will ich rund um das Becken an der Innenseite ein U-Profil ankleben, das mit Wasser gefüllt einen Wassergrabn ergibt, der durch die zusätzliche Rutschschicht ziemlich sicher sein sollte.
Das Profl sollte so 1-1,5 cm breit sein.
Ihr könnt ja mal eure meinung dazu äußern.
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Beitragvon o_O » 18. Jul 2005 13:51

Hi,
genau diese Ausbruchsicherung habe ich auch. Zufällig auch P.p.
Ich habe allerdings die Scheiben schräg angebracht. Soweit finde ich eine gute Lösung. Man muss halt regelmäßig das Wasser wieder auffüllen. Nach einer Zeit bilden sich Kalkablagerungen, die sollte man entfernen, da sonst die Ants drüber laufen können. Bei mir ist bisher noch keine ausgebrochen. Liegt aber auch an den Ameisen selbst, da sie nicht die besten Kletterer sind.
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Beitragvon de_dogda » 27. Jul 2005 09:43

Hat jemand Bilder seines Pp. Formikariums?
Bin sehr daran intreressiert!
@gerhard:
du hast Steppengewächse erwähnt, welche wären geeignet?
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Beitragvon gerhard » 4. Aug 2005 10:28

Hallo de_dogda,

im Gartencenter werden viele Trockengewächse angeboten, welche man nach seinem eigenen Geschmack verwenden kann. Für die Ameisen ist das nicht von großer Bedeutung.
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