Haltungsbericht - Camponotus ligniperdus

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Haltungsbericht - Camponotus ligniperdus

Beitragvon shar » 14. Aug 2008 20:41

Hallo zusammen.

Nachdem nun Nachwuchs geschlüpft ist, möchte ich zum Feier der Woche (die aller erste Arbeiterin schlüpfte am Anfang der Woche, da war ich aber mit den Problemen bei meinen Temnothorax unifasciatus zu sehr eingespannt) nun mein Haltungsbericht mit diesem Ereignis eröffnen; ich wollte solange warten, da sich in der Zeit, bis die ersten Pygmäen schlüpfen eh nicht wirklich viel tut.

Als erste Gattung/Art halte ich ja meine Lasius niger, ein Volk das ich mit 14 Arbeiterinnen bekommen habe und zur Zeit auf ein Bestand kommt, wie folgt: >35 Arbeiterinnen, >20 Kokons, >40 Larven (Eier nicht zählbar).
Nach längerem überlegen und als ich dann noch eine private Anzeige sah, dir ansprechend war, konnte ich schließlich meine Neugier und Interesse für eine größere Gattung, im speziellen eben o.g. nicht mehr zügeln und entscheid mich, noch in meinem Limit (zwei Gattungen/Arten in je einem Formicarium + Erweiterung) befindend, diese von dem Anbieter, der die Gyne in dem diesjährigen Schwarmflug eingefangen hatte (inkl. Video und Daten) abzunehmen.
Die dritte Gattung/Art, die ich kürzlich noch dazu genommen habe, Temnothorax unifasciatus kamen nur deswegen noch in Frage, da ich sie mit Camponotus ligniperda zusammen in einem ausreichend großen Becken halten kann bzw. in einem Zweigbecken - da kann es auch gut sein, daß ich irgendwann noch Temnothorax nylanderi, die leichter zu Halten sind als Temnothorax unifasciatus, in einem anderen Erweiterungsbecken dazu nehme.


Nun erstmal ein paar Daten zu den Ameisen:

Camponotus ligniperda (Rossameise)
Wärmelampe:
Eine Erwärmung vom Nest oder auch des gesamten Formicarium kann zur Folge haben, daß das Volk frühzeitig in Winterruhe geht, welches ja, bedingt durch den endogener Rhythmus der Ameisen selber einleitet und nicht durch niedrigere Temperaturen hervorgerufen wird.
D.h. es kann passieren, daß das Volk verfrüht störrisch in die Winterruhe geht, obwohl es noch viel zu früh bzw. zu warm dazu ist.
Auch sollte man beachten, daß es in der Wohnung im Schnitt eh schon wärmer ist, als in der freien Natur, wo u.a. auch Temperaturstürze zwischen Tag und Nacht massiver ausfallen.


02.07.2008
Ich habe die Gyne mit Brut wie folgt bekommen (siehe auch Bilder im Anhang):

Gyne: 1
Eier: ca. 7
Larven: 2 (1 große, 1mittlere)
Kokons: 4
Imago: 0

Entsprechend hatte ich nun noch etwas Zeit, um das Formicarium und das Hybrid-Nest zu bauen, welches ich hier im Forum ja bereits vorgestellt hatte. >>>Hybrid-Nest für meine...<<<

Sonst gibt es in der ganzen Zeit nicht all zuviel zu berichten. Zweimal habe ich ihr Honigwasser angeboten, was sie auch angenommen hatte.
Desweiteren hat sie, um wohl den Larven beim Verspinnen Halt zu bieten, aus dem Papierähnlichen Stopfen Stückchen heraus gezupft, sodaß der Stopfen innen fast wie ein Wattebausch aussah.
Ansonsten schaute ich etwa alle 4-5Tage nach ihr um sie nicht zu sehr zu stören, da man oft lesen kann, daß sie dann zum Auffressen der Brut neigen.

Zwischenzeitlich belief sich der Bestand dann auf:
Gyne: 1
Eier: ca. 2 -3
Larven: 4 - 5 (1 große, 1mittlere, 2-4 kleinere)
Kokons: 4
Imago: 0

Später dann verpuppten sich zwei der Larven noch, womit sie schließlich auf sechs Kokons kam.




28.07.2008
Als ich heute kurz kontrollierte, bracht Freude aus - die erste Pygmäe ist geschlüpft.
Sie hält sich noch dicht an der Gyne, muss aber schon mindestens etwa 2 Tage alt sein, da ihr Chitinpanzer bereits ausgefärbt war.

Gyne: 1
Eier: ca. 7
Larven: 4
Kokons: 5
Imago: 1

Ebenso konnte ich erkennen, daß zwei der Kokons schon recht dunkel waren, sprich es nicht mehr lange dauern würde, bis weitere schlüpfen.



01.08.2008
Nachdem nun etwas Ruhe bei meinen Temnothorax unifasciatus einkehrt, warf ich heute nochmal ein Blick in das RG-Nest und stellte mit Freuden fest, daß weitere drei Pygmäen geschlüpft sind. Entsprechend beläuft sich der Bestand auf:

Gyne: 1
Eier: ca. 7
Larven: 4
Kokons: 2
Imago: 4

Ich werde nun an diesem Wochenende Platz für das C.l.-Formicarium schaffen und sie schließlich dort einsetzten.
Bin schon gespannt wie sie sich verhalten werden; von anderen Berichten her ließt man ja, daß sie zu Beginn noch recht ängstlich sind.
Soweit es sich durch die Folie erkennen lässt, ist einer der Kokons auch wieder deutlich dunkler als der sechste, womit wohl bald die fünfte Pygmäe schlüpfen dürfte.

>>>Nestvorstellung<<<

Über Lob und Tadel würde ich mich freuen:

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Beitragvon shar » 14. Aug 2008 20:58

03.08.2008

Gyne: 1
Eier: ca. 7
Larven: 4
Kokons: 2
Imago: 4

Ich hatte mir für meine Temnothorax unifasciatus und für meine C.l. bei Conrad jeweils einen Temperaturmesser gekauft, der einen 2. Sensor an einem längeren Kabel hat (Messe hier direkt am Nest), sowie die Maximal und Minimal erreichten Werte speichert. So habe ich nun auch eine Kontrolle bzw. Überblick über die Spitzenwerte, verteilt über den Tag und die Nacht.
Die Luftfeuchtigkeit messe ich, wie bei allen über einen extriges Messgerät, welches direkt im Formicarium steht. Der Angegebene Wert dafür beszieht sich immer auf den Zeitpunkt meiner Kontrolle, unter der Woche i.d.R. Abends.

Klima (von Heute, 04.08):
minimale Temperatur: 25,6 °C
maximale Temperatur: 28,5°C
Luftfeuchtigkeit: 47%

Nach einer größeren Umräumaktion in meinem Zimmer, um einen guten Platz für meine Camponotus ligniperda und meinen Lasius niger zu bekommen, hatte ich nun auch einen festen Standort für das Formicarium meiner C.l., womit sie gestern in dieses nun eingesetzt wurde.
Verplant wie ich bin, hatte ich vorher nochmal kurz übers Formicarium geschaut, ob alles eingerichtet ist, sprich Honigwasser und Wasser etc. waren bereits hinein gegeben damit ich erstmal nichts mehr am Formicarium arbeiten müsste um bei der Erkundung nicht zu stören, vergaß ich dann doch die rote Folie bzw. allgemein die Abdunklung des Nestest, was mir leider erst aufgefallen war, als das RG bereits offen im Formicarium lag.

Daß der Stopfen am RG auf einmal fehlte, wurde natürlich sofort bemerkt. Als erstes standen alle Fünf fast auf selber Höhe hinten im RG und streckten die Fühler fast schon gerade Richtung Ausgang.
Es hat einige Minuten gedauert, bis sich die vier Arbeiterinnen, bzw. letztlich dann doch nur eine zum Ausgang wagten. Dies passierte immer Schrittweise. Also erstmal eine einige Zentimeter vorsichtig Richtung Eingang gelaufen, bis es ihr dann doch nicht zu geheuer war und wieder zurück lief. Dann kam eine andere und traute sich etwas weiter. Dies ging einige Male so, bis sich erstmal gar keine mehr traute und die Königin selber mal nach dem Rechten schauen musste, wobei sie sich auch nur soweit traute, daß sie noch ca. 3cm bis zum Ausgang hatte.
Es hat aber nicht lange gedauert, bis sich dann eine doch ganz heraus traute, wo sie dann doch, entgegen der vorherigen Vorsicht recht unbefangen anfing, die Umgebung zu erkunden und so recht schnell auf den angebotenen Honig traf.

[align=center]Bild Bild
(Zum Vergrößern, auf das Bild klicken)[/align]

Sie lief aber nach der Aufnahme, der Gaster weitete sich schon recht stark, nicht sofort zurück in das Nest sonder ging erstmal weiter, etwas auf Erkundungstour.
Als sie wieder im Nest war, wurde sie sofort von den drei Arbeiterinnen auf Futter angebettelt - dazwischen wurde auch die Königin versorgt.
Nachdem der erste Hunger gestillt war, ging es wieder raus auf Erkundung, wobei ich zwischenzeitlich eine ganze Stubenfliege in der Nähe des RG-Nestes legte, die aber erstmal nicht gefunden wurde.
Zu meinem Erstaunen wurde doch ein recht großes Gebiet um das RG-Nest herum erkundet!

[align=center]Bild Bild
(Zum Vergrößern, auf das Bild klicken)[/align]

Und so wurde auch alsbald die Fliege gefunden und, wenn man bisher nur Lasius niger kannte und beobachtet hatte, versetzt es zumindest mich doch etwas in Erstaunen, daß eine einzige Arbeiterin mal eben eine ganze Stubenfliege einfach mal so mit nimmt, ohne auch nur im Ansatz irgendwelche Probleme zu haben. Im Vergleich, meine Lasius niger Pygmäen brauchten schon mindestens zwei bis drei Frauen, um eine ganze Fliege im Ansatz und mit viel Mühe in Richtung Nest zu bekommen.

[align=center]Bild
(Zum Vergrößern, auf das Bild klicken)[/align]

Die ´Meisen hatten ja bevorzugt aus diesem RG-Stopfen, keine Ahnung welches Material das genau ist (ist weiß und weich, aber doch von fester Konsistenz) Phaserflocken heraus gerissen, wohl um den Larven das Verspinnen zu erleichtern. Die Reste dieser Flocken gab ich auch ins Formicarium, um diese für die Larven weiter zur zur Verfügung zu stellen.
Dieser Flockenhaufen wurde ebenso gefunden und ich nehme an, da dieser Haufen noch Nestgerucht an sich hatte, galt diesem eine längere Zeit die Aufmerksamkeit der Arbeiterin.

Heute, 04.08.08 konnte ich sehen, daß sie angefangen hatten, Korkbrösel in das RG-Nest zu tragen, um wohl den Eingang zu verbauen.


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Beitragvon shar » 14. Aug 2008 21:08

04. - 05.08.2008

Bestand:
Gyne: 1
Eier: ca. 7
Larven: 4
Kokons: 2
Imago: 4

Klima: (von heute, den 05.08)
Temperatur (max): 25,1 °C
Temperatur (min): 24,3 °C
Luftfeuchtigkeit: 56%

Von der Nacht vom 04. auf den 05. hat eine Arbeiterin in Windeseile das RG verbarrikadiert.
Sie lief raus, schnappte sich den ersten besten Korkkrümmel und lief wieder in das RG um ihn dort lieblos, einfach auf dem Korkkrümmelhaufen fallen zu lassen, um anschließend gleich wieder raus zu laufen und einen neuen zu holen.
Heute früh (05.08) war dann der Eingang ganz zu gebaut, wobei sie sich wohl von den Verschlussstopfenflocken vom RG etwa die Hälfte geholt hat, um diesen an der Innenseite des RG zu der Korkkrümmelmauer hin anzubringen.



07.08.2008

Bestand:
Gyne: 1
Eier: ca. 7
Larven: 4
Kokons: 2
Imago: 4

Klima:
Temperatur (max): 27,5 °C
Temperatur (min): 24,2 °C
Luftfeuchtigkeit: 55%

Eine weitere Pygmäe ist geschlüpft und wird gerade im Moment von einer Arbeiterin gepflegt, wobei die Neue sich flach an den Boden drückt und die Gyne fast schon wachend über ihr steht.

Auch ist mir etwas aufgefallen, was ich hoffentlich richtig interpretiere. Unter und neben der Gaster der Gyne befindet sich die Brut, wobei der letzte verbliebene Kokon, wahrscheinlich zum Wärmen dicht an der Gaster der Gyne anliegt und sich zusätzlich zwei Arbeiterinnen ganz dicht an diesen gezwängt haben.
Auch liegt die gesamte restliche Brut sehr dicht unter der Gaster der Gyne, der wenig bis keinen Zwischenraum zur Brut lässt.
Zum jetzigen Klima, es hat gut runter gekühlt und ein entsprechend kühler Wind zieht sanft durch das Zimmer; die Temperaturmessung in der Nähe ergibt 26°C, wobei der Sensor mehr windgeschützter liegt als das RG-Nest.

Anhand des Korkkrümmelhaufens dürfte heute irgendwann mal eine Arbeiterin draußen gewesen sein, da der Hügel jetzt oben etwas lichter ist, als an den Tagen nach der Errichtung.




10.08.2008

Bestand:
Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 2
Pygmäen: 6

Klima (09.08):
Temperatur (max): 26,2 °C
Temperatur (min): 22,8 °C
Luftfeuchtigkeit: 54%

Klima (10.08):
Temperatur (max): (noch nicht ermittelt, wird heute Abend nachgetragen)
Temperatur (min): 22,9 °C
Luftfeuchtigkeit: 51%

Eine weitere Pygmäe ist gestern geschlüpft!
Ebenso hat sich die eine große Larve versponnen.

Gester auf Heute haben teilweise bis zu zwei Arbeiterinnen versucht, wieder aus dem Nest zu kommen - dies bis heute früh scheinbar ohne Erfolg.
Jetzt am Vormittag muss dann eine raus gekommen sein, da der Honigtropfen, der heute früh noch da war, weg war.
Ebenso war eben eine am RG-Ausgang, ist aber nach meiner Störung (habe aus versehen mit der Taschenlampe an das Formicarium geklopft) sofort wieder rein. Dabei konnte ich zuvor beobachten, daß sie sich beim Verlassen mit Mühe und Not an der Decke des RG haltend heraus geschoben hat.
Mir kam das Verhalten gestern schon etwas komisch vor, dacht mir dann aber, die werden schon wissen was sie tun.

Ein Verhalten, was mir gestern und vorhin bei der Störung aufgefallen ist: Die Ameisen halten in so einem Fall alle, auch die im Nest völlig inne und verharren regungslos. Sie stellen sich scheinbar irgendwie tot, so wie es teilweise meine Schwarzkäferlarven machen, wenn ich sie mit der Pinzette mal wieder umquartiere.

Dann ist mir gestern Abend noch aufgefallen, wie die Gyne auf der Seite liegend im RG lag, neben ihr die gesamte Brut, hinter ihr eine Arbeiterin fast eingeklemmt zw. der Gaster der Gyne, der Brut und der Watte zum Wassertank hin (die kauerte bis vorhin immer noch dort). Dann zwischenzeitlich auch mal eine Arbeiterin auf ihr, jedoch immer ohne Reaktion der Gyne. Zuerst dachte ich schon, sie hat etwas, besinnte mich aber und ließ sie einfach in Ruhe. Heute morgen dann saß sie wieder aufrecht, in die andere Richtung blickend über ihrer Brut, also wohl alles i.O..

Nachdem langsam wieder Bewegung in das Nest kommt und Tendenzen zum Verlassen aufkommen, werde ich ihnen nachher wieder etwas tierische Nahrung anbieten.

Daß die Eier klebrig sind, hat sich vorhin wieder gezeigt. So blieb eines der Eier an der Gaster der Gyne kleben, als sie sich umdrehte; auch immer wieder bemerkenswert, wie gelenkig Ameisen sind, schließlich hat das RG gerade mal 1/3 bis 1/2 der Länge der Gyne an Durchmesser.

Nahrungsaufnahme:
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. 6Tage
Wasser: (keine Beobachtung bisher)


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Beitragvon shar » 14. Aug 2008 21:13

11.08.2008

Bestand:
Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 2
Pygmäen: 6

Klima (10.08):
Temperatur (max): 24,8 °C
Temperatur (min): 22,9 °C
Luftfeuchtigkeit: 51 %

Klima (11.08):
Temperatur (max): 25,8 °C
Temperatur (min): 23,0 °C
Luftfeuchtigkeit: 55 %

Wie angekündigt, hatte ich ihnen bei der gestrigen "Raubtierfütterung" (=Fütterung von meinen vier aktiven (=Arbeiterinnen vorhanden) Kolonien) wieder proteinhaltige Nahrung in Form eines vorher eingefrorenes Heimchen angeboten.
Es hat sich natürlich, wie zu erwarten war, niemand am helllichten Tag heraus getraut, jedoch hat sich dann letzte Nacht, im Schutze der Dunkelheit, die "Saubande" das Heimchen klammheimlich geschnappt, welches nun angeknabbert am Anfang der Brutkammer liegt.

Nachdem augenscheinlich dann noch Honigwasser aufgenommen wurde, haben sie sich wieder im Nest verbarrikadiert und damit meine ich richtig verbarrikadiert. Ich weis zwar nicht, wie sie es geschafft haben, aber das RG ist nun komplett mit Korkkrümmel zu gebaut, d.h. es ist von Anfang bis Ende der Barrikade randvoll aufgefüllt und abschließend mit diesen Fasern von dem Verschlussstopfen zur Kammer hin noch ausgekleidet.
Ich hatte schon den Verdacht, daß eine Arbeiterin alleine draußen geblieben ist, da sowas bereits von einem anderen Halter einmal berichtet wurde, jedoch saßen die Ameisen bisher zu eng beieinander, als daß ich sie hätte sicher zählen können, ob es nun fünf oder sechs sind.
Ich habe auch das Formicarium soweit es ging abgesucht, aber eine einzige Arbeiterin findet man darin halt nur schwer.

Was ich hin und wieder noch beobachten kann ist, daß sie immer wieder an der Watte zum Wasser hin herum knabbern wird und manchmal sogar die Königin mit hilft. Dürfte im Grunde ja nur ein Zeichen sein, daß es ihnen zu trocken im Nest ist?! Werde mir dahingehend aber erstmal keine Sorgen machen, da ich weis, daß sie über die Mitteln verfügen dahingehend die Umgebung, sprich die Watte an ihre Bedürfnisse anzupassen.
Um ganz sicher zu gehen, habe ich den Wasserspender näher an das RG gestellt und zwar dorthin, wo eine Arbeiterin am Anfang bereits paarmal lang gelaufen war.

Was ich noch hoffe ist, daß ich ihre "Müllhalde" bald finde, den ich kann weder im RG noch in der näheren Umgebung Reste der Fliege finden.

Ansonsten sind alle, zumindest die sichtbaren, wohl auf.

Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel

Gedanken zur Gestaltung des Formicariums:
Zugegeben, die Gestaltung des Formicariums ist nicht gerade Beobachterfreundlich - dies war mir auch im Vorfeld schon bewusst - jedoch wollte ich ihnen doch eine Umgebung bieten, die ihrem Vorkommen in der Natur grob entspricht und dies sind nunmal sonnige Fleckchen im Wald, Waldränder etc. (z.B. Lasius niger kommt ja auch in den eher kahlen Großstädten vor). Ebenso sieht es als Kontrast zu meinem Lasius niger-Formicarium schöner aus und es hat auch einen Reiz, finde ich, wenn man die Ameisen nicht auf dem Präsentierteller hat und auch mal Suchen muss, was sich dann mit zunehmender Koloniegröße und entsprechend steigender Außenaktivität dank ihrer Körpergröße auch nicht zu einem unmöglichen Unterfangen werden sollte.


Es gibt auch einen ausführlichen Baubericht bzw. Formicariumvorstellung, inkl. Bilder:

>>>Nestvorstellung<<<

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Beitragvon shar » 16. Aug 2008 23:17

16.08.2008

Bestand:
Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 2
Pygmäen: 6

Klima (12.08):
Temperatur (max): 24,8 °C
Temperatur (min): 23,3 °C
Luftfeuchtigkeit: 52 %

Klima (13.08):
Temperatur (max): 24,3 °C
Temperatur (min): 22,3 °C
Luftfeuchtigkeit: 61 %

Klima (14.08):
Temperatur (max): 23,6 °C
Temperatur (min): 22,9 °C
Luftfeuchtigkeit: 62 %

Klima (15.08):
Temperatur (max): 24,2 °C
Temperatur (min): 21,0 °C
Luftfeuchtigkeit: 64 %

Klima (16.08):
Temperatur (max): 24,4 °C
Temperatur (min): 21,9 °C
Luftfeuchtigkeit: 44 %

Die vom letzten Bericht vermeintlich fehlende Arbeiterin befand sich ebenso im RG-Nest und war nicht, wie erst vermutet auf Erkundungstour außerhalb des Nestes. Ich fand sie kurz darauf bei einer intensiveren Absuche des RG zwischen Gyne und Brut kauernd.

Nachdem die letzten Tage recht kalt waren, und, bis auf ein oder zwei Arbeiterinnen, wovon eine immer den Eingang bewacht und eine Andere sich hin und wieder um die Reste des Heimchens kümmerte, alle dicht aneinander über der Brut kauerten, habe ich mich entschlossen heute mal wieder die 50W-Wärmelampe an zu machen. Diese habe ich so angebracht, daß sie die Temperatur um ca. 1 bis maximal 2°C anhebt. Nach und nach entspannten sich auch die vier dicht aneinander "klebenden" Arbeiterinnen + Gyne etwas und man ging wieder merklich mehr der sonstigen Brutpflege nach.

Ich bin echt heil froh, daß ich vorhin in mein Zimmer bin, um nach den Ameisen zu schauen, den so hatte ich glatt eine Arbeiterin dabei "erwischt", wie sie gerade in Begriff war, den Müll zu entsorgen.
Entsprechend bin ich natürlich, da "mal wieder was passiert", gespannt wie ein kleines Kind ganz leise vor dem Becken gesessen, u.a. auf der Hoffnung, daß sie zu dem evtl. angelegten Müllhaufen läuft. War dem natürlich nicht so, warum auch. Entweder haben sie noch keinen Müllhaufen und laden das Zeug wahllos irgendwo ab oder sie haben die Fliege restlos verwertet, was ich aber nicht glaube.

Bei der Suche nach einem für sie ausreichend geeigneten Platz, wurde sie scheinbar, von was auch immer, zweimal gestört - hatte zumindest den Eindruck. Sie ließ den Müll plötzlich fallen und stieß sehr schnell ein zwei "Schritte" zurück, "fühlerte" die Umgebung vor ihr gründlich und schnell ab, dreht sich um ca. 90° im Uhrzeigersinn, fühlerte, dann wieder etwa um 90°, bis sie schließlich die 360° voll hatte und wieder in die ursprüngliche Richtung blickte, um sodann den Weg mit den Resten fortzusetzen.
Dies passierte kurz darauf noch ein weiteres mal, wobei sie bei diesem zweiten Mal nicht so "gründlich" die Gegend mit ihren Fühler "abtastete".
Als sie sodann einen scheinbar akzeptablen Platz, ca. 10cm vom RG-Eingang weg, zur Ablage gefunden hatte, ließ sie die Überreste des mittelgroßen Heimchens einfach liegen, von dem nicht mehr viel Übrig war; bisschen Kopf, etwas Thorax und damit doch deutlich mehr "ausgeschlachtet" als wie es meine Lasius niger zu pflegen machen.

Nach dieser "anstrengenden" Arbeit ging es auf dem Rückweg gleich noch an dem bisher gefüllten "Honigwasser-Angebotsstelle" vorbei, wo sie die letzten wenigen Reste des Honigs von der Alufolie und dem darin befindlichen Stein auf nahm.
Nachdem dort aber nicht mehr viel zu holen war, ging es erstmal weiter im vertrauten Terrain auf Erkundung; d.h. in der Näheren Umgebung des Eingangs, sprich etwa in einem 5cm Radius um selbigen, jedoch ohne Erfolg, worauf sie schließlich in das Nest zurück kehrte, wo sie schon gleich von einer Innendienstlerin empfangen, angebettelt und schließlich versorgt wurde.

Selbstverständlich habe ich gleich neues Honigwasser angeboten und in dem Zuge auch gleich die Reste des Heimchens entnommen.
Das neue Honigwasser habe ich nun mal auf das Hybridnest gelegt, ich hoffe sie finden es dort, sollte aber schon der Fall sein, da es nicht wirklich weit weg von "heimischen Gefilden" ist, sprich im Grunde nur etwa 3cm weiter nach oben. Mal sehen, zum Glück entgeht einem ja bei dieser Gattung/Art nicht, wenn sie einen Honigwassertropfen besucht haben, sofern er nicht zu groß ist, da sie doch deutlich mehr aufnehmen, als z.B. meine Lasius niger.

Nachdem ich nun keine Überreste mehr im Nest sehen kann, dies kontrolliere ich aber zuvor nochmal genauer, werde ich ihnen morgen dann eine von zwei heute "frisch" gefangenen Fliegen anbieten.

Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel

Gedanken zur Gestaltung des Formicariums:
Zugegeben, die Gestaltung des Formicariums ist nicht gerade Beobachterfreundlich - dies war mir auch im Vorfeld schon bewusst - jedoch wollte ich ihnen doch eine Umgebung bieten, die ihrem Vorkommen in der Natur grob entspricht und dies sind nunmal sonnige Fleckchen im Wald, Waldränder etc. (z.B. Lasius niger kommt ja auch in den eher kahlen Großstädten vor). Ebenso sieht es als Kontrast zu meinem Lasius niger-Formicarium schöner aus und es hat auch einen Reiz, finde ich, wenn man die Ameisen nicht auf dem Präsentierteller hat und auch mal Suchen muss, was sich dann mit zunehmender Koloniegröße und entsprechend steigender Außenaktivität dank ihrer Körpergröße auch nicht zu einem unmöglichen Unterfangen werden sollte.


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Beitragvon shar » 21. Aug 2008 18:59

18.08.2008

Bestand:
Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 2
Pygmäen: 6 (davon evtl. sogar schon eine größere Arbeiterin)

Klima (17.08):
Temperatur (max): 24,5 °C
Temperatur (min): 21,4 °C
Luftfeuchtigkeit: 44 %

Klima (18.08):
Temperatur (max): 25,8 °C
Temperatur (min): 21,7 °C
Luftfeuchtigkeit: 48 %

Wie ich erwartet hatte, wurde das Honigwasser natürlich gefunden, welches ich heute erneut frisch anbieten musste, nachdem es von gestern auf heute ganz leer getrunken wurde.

Bei der heutigen Raubtierfütterung habe ich ihnen dieses mal eine frisch gefangene Stubenfliege, sowie die andere (s. Haltungsbericht, Lasius spc.), etwas kleinere Hälfte der PinkyMade angeboten.
Bin mal gespannt, ob beides geholt wird oder, wenn nur eins von beiden, was davon.
Voraussichtlich werden sie sich wieder heute Nacht auf Futtersuche begeben.

Bei meiner gestrigen Beobachtung ist mir im übrigen aufgefallen, daß eine der Arbeiterinnen, die auch einen helleren Mesosoma haben muss, diese "leuchtet" durch die Rote Folie mehr oder weniger heraus, während alle anderen eher dunkel gehalten sind, doch etwas größer/länger ist, als die anderen.
Um eine noch in der Aushärtung befindlichen Ameise kann es sich, denke ich nicht mehr handelt, da sie schon vor einer guten Weile geschlüpft ist.

Ansonsten habe ich mich dabei erwischt, daß ich mich nicht ausreichend und vor allem regelmäßig genug um die Befeuchtung der Nester kümmere - ist aus Mangel an Benutzung noch nicht weiter schlimm, jedoch ist dahingehend ganz klar Nachbesserung erforderlich. So kam es, daß der Ytongbereich gänzlich durchgetrocknet ist, sah zumindest so danach aus.


Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege, ca. 1/3 Pinkymade


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Beitragvon shar » 21. Aug 2008 19:14

21.08.2008

Bestand:
Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 1
Pygmäen: 7

Klima (19.08):
Temperatur (max): 25,9 °C
Temperatur (min): 23,6 °C
Luftfeuchtigkeit: 54 %

Klima (20.08):
Temperatur (max): 24,9 °C
Temperatur (min): 21,5 °C
Luftfeuchtigkeit: 54 %

Klima (21.08):
Temperatur (max): 22,9 °C
Temperatur (min): 21,7 °C
Luftfeuchtigkeit: 57 %

Am 20.08 gab es Nachwuchs!!
Eine weitere Arbeiterin ist geschlüpft.

Am Honigwasser waren sie auch.

Ansonsten ist mir heute noch aufgefallen, daß die Gyne seitlich im RG liegt ; man könnte sogar sagen, sie lehnt "lässig" am RG.
Bis auf die zwei üblichen, liegen sonst alle nebeneinander/aufeinander hinten im RG über der Brut, die sich nahe der Watte zum Wassertank befindet.

Der Gang über der Korkbrösselbarriere wurde zwischenzeitlich komplett mit diesen Fasern vom Verschlussstopfen ausgekleidet.


Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege


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Re: Haltungsbericht - Camponotus ligniperda

Beitragvon shar » 4. Sep 2008 23:43

04.09.2008

Heut gab es wieder einen lang ersehnten Nachwuchs!!
Eine weitere Arbeiterin ist geschlüpft, entsprechend ergibt sich folgender Bestand:

Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 1
Pygmäen: 8

Sonst gibt es nicht viel zu berichten, es ist nach wie vor sehr Ruhig im Staate Campos.
Wie gewohnt sitzen/liegen alle, bis auf 1-2 auf- und nebeneinander über der Brut.
Auch legt sich die Gyne nach wie vor immer wieder mal richtig hin, sprich sie liegt entweder "aufrecht" oder manchmal auch seitlich im RG.

Was mir noch aufgefallen ist. Die Ameisen scheinen manchmal so, als würden sie eine Siesta halten und regelrecht vor ich hin dösen. Von meiner Neugier gepackt, habe ich da mal leicht gegen das RG geklopft, erst nach einigen Widerholungen sind sie auf einmal alle "wach" geworden und haben gescannt, was Sache ist.
Natürlich habe ich auch eine Gegenprobe gemacht. In einer Phase, wo sie "wach" waren, hab ich den Versuch wiederholt und da gab es sofort eine Reaktion. Weis nicht, ob es hinsichtlich "Schlaf" bei Insekten schon aussagekräftige Versuche gab, aber es scheint fast so, als wäre dies der Fall, da ich ähnliches Verhalten z.B. auch bei meinen Temnothorax beobachten konnte.

Ich hatte ihnen mal zwischenzeitlich eine aufgeschnittene PinkyMade angeboten, die wurde aber irgnoriert und das kurz darauf zusätzlich angebotene Heimchen bevorzugt.
Gerade eben, als ich mein Aufzeichnungsblock holte, war wieder eine am Honig. Um sie nicht zu verschrecken, was mir schonmal in so einem Fall passierte, hab ich mir vorsichtig den Block geholt und bin dann schnellstens wieder raus um das Licht wieder aus zu machen.
Bei dem einen Mal als ich sie verschreckte, habe ich mal gesehen, wie schnell die Biester werden können, fast schon so als würden sie sich teleportieren - wie soll das erst werden, wenn die zu mehreren sind und deutlich mehr Mut aufbringen. :pale:

Anbei, in der folgenden Auflistung gebe ich nur Nahrung an, die wie der Name schon sagt, angenommen wurde.

Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen

Nicht angenommene Nahrung:
2x PinkyMade

Das neue Hybridnest (man gibt ja nicht so schnell auf), habe ich nun auch soweit fertig, warte im Moment nur noch auf eine Bohrkrone, damit ich noch zwei Löcher in das Becken setzten kann, wobei ich dies wohl dieses Jahr definitiv nicht mehr brauchen werde und nächstens war vermutlich auch noch nicht.
Das neue Nest habe ich diesmal einfacher gestaltet, will sagen ich habe mir weniger Mühe gegeben als vorher und habe mich versucht auf Funktionalität zu versteifen.
So gibt es deutlich weniger Kammern (yo, habs endlich eingesehen :) ); 2,5 im Holz und eine im Ytong. Desweiteren eine einsehbaren Wassertank. Die Kammer im Ytong, die komplett mit Kies aufgefüllt ist, habe ich so angelegt, daß ich nicht die gesamte Seite abdunkeln muss und so immer Einblick auf den Stein und dessen Färbung habe, woraus sich ja der Feuchtigkeitsgrad schließen lässt.
Im Holz gibt es zwei Mittelgroße Kammern und eine ganz kleine - habe mal gelesen, daß die Gynen kleine Kammern bevorzugen - vielleicht gefällt es ihr ja. Die oberste Kammer ist mit Kork aufgefüllt.
nest2 003.jpg
nest2 005.jpg

Die verbliebende Mittelgroße Kammer besitzt eine Bohrung, um einen Temperatursensor aufzunehmen, mit dem ich nun die Temperatur im Nestmittelteil überwachen kann. Um das Kabel außen weitestgehend vor den Ameisen geschützt verlaufen zu lassen habe ich eine Fase in das Holt gearbeitet in die ich das Kabel dann mit etwas Silikon einleben werde. Damit das Ganze für sich Mobil bleibt, habe ich die Leitung von dem Messgerät an der entsprechenden Stelle gekappt und einen Stecker eingefügt.
nest2 004.jpg
nest2 006.jpg
nest2 002.jpg

Um eventuell dadurch entstehende Verfälschungen der Meßergebnisse durch Übergangswiderstände vorzubeugen habe ich das Messgerät neben ein weiteres gleiches (nicht getrenntes) und einem ganz anderen gelegt um so die Ergebnisse abzugleichen.
Die Ergebnisse aller drei Geräte haben mit einer max. Toleranz von 0,4°C das gleiche angezeigt, ergo für so einen Zweck vollkommen ausreichend.
nest2 001.jpg

Ansonsten besitzt das Nest wieder zwei Ausgänge, wobei ich auch hier wieder die Zugänge etwas größer gestaltet habe, als erforderlich, dafür aber so angelegt, daß die Ameisen sie selber mit Substrat verkleinern können (ok im Holzteil nicht ganz so optimal ausgefallen). Dies klappt ja bei den RG-Nestern auch, sowie bisher bei meiner Lasius cf. niger-Mini-Kolonie, deren Gyne ich in einem Ytong hab gründen lassen (denen scheint es auch ordentlich zu taugen - die Kokons werden nicht weniger, dafür werden die Ameisen mehr - kein Scherz - dies trat ab 12 Frauen ein und hält sich bisher beständig; im Moment sind es 18).


Es gibt auch einen ausführlichen Baubericht bzw. Formicariumvorstellung, inkl. Bilder:

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Re: Haltungsbericht - Camponotus ligniperda

Beitragvon shar » 13. Sep 2008 09:28

13.09.2008

Gestern oder vorgestern gab es den letzten und ersehnten Nachwuchs. Aus dem letzten Kokon ist nun die Arbeiterin geschlüpft, entsprechend ergibt sich abschließender folgender Bestand:

Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 0
Pygmäen: 9

Ob und wieviel Eier vorhanden sind kann ich nicht erkennen, da, wie schon so oft beschrieben alle bis auf die obligatorischen ein bis zwei alle aufeinander hocken und durch die fast gänzlich runter gefahrene Nestaktivität man nun auch keine Gelegenheit mehr bekommt, mal ein Blick auf die verbliebene Brut zu werfen.
Das wichtige ist nun eingetreten, die Arbeiterin ist noch geschlüpft, womit ich die Kolonie, ungeachtet der Eier die die Winterruhe nicht überstehen werden, nun langsam runter kühlen werde und ihnen das ermögliche, worauf sie die letzten knapp zwei Woche bereits warten, die Winterruhe.

So wurde das Heimchen auch nur vielleicht zur Hälfte gefressen, der Rest landete auf dem Müllhaufen. Entsprechend wurde auch sonst keine Proteine mehr angenommen und die Aufnahme an Honig ging ebenso gegen Null zurück.
Die Reste des Kokons liegen auch nach wie vor noch im Nest.

Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde nur noch zur Hälfte gefressen)

Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
Stück Tunfisch

Das Nest hatte ich auch nicht mehr angeboten, da sie wohl eh nicht mehr umgezogen wären. Davon abgesehen ist eine Überwinterung im RG wohl mit am unkompliziertesten.


Damit beende ich nun diesen Haltungsbericht für dieses Jahr - man sieht sich, hoffentlich in alter Frische und Vollzählig im nächsten Jahr um dem März herum wieder.



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Re: Haltungsbericht - Camponotus ligniperda

Beitragvon shar » 14. Sep 2008 20:44

14.09.2008

Tja, zu früh "gefreut".
Mal wieder haben sich meine Biester es sich scheinbar anders überlegt. War der Tunfisch erst knapp 2Tage nicht interessant, ändern sie mal eben ihre Meinung und schleppen ihn, kurz bevor ich ihn raus nehmen wollte doch noch ins Nest.
Wollte ihn eigentlich heute früh entfernen, ebenso Honig etc. erneuern, was seh ich, WEG!
Ins Nest geschaut und da liegt er auch. Und, ich würde sagen er wird auch als Nahrung betrachtet und nicht als Baumaterial da er genau an der Stelle liegt, wo sie bisher immer die Beute hingelegt und dran gefressen haben.

Manchmal hab ich das Gefühl, die wollen mich ärgern. *spaß*

Bestand hat sich natürlich nicht geändert, ebenso nicht die Tatsache, daß ich keinen Blick auf die Brut gewährt bekomme, nein man legt jetzt zusätzlich noch die regelrecht ausgebreitete und platt gelatschte Kokonhülle drüber. (kein Scherz)

Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 0
Pygmäen: 9

Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch

Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden



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Re: Haltungsbericht - Camponotus ligniperda

Beitragvon shar » 26. Okt 2008 13:22

26.10.2008

Hallo zusammen.
Viel gibt es logischer Weise nicht zu berichten.
Das kleine Volk befindet sich, trotz normaler Zimmertemperatur (ich habe sie noch nicht "kalt gestellt") in Winterruhe. D.h. absolut keine Außenaktivität. Auch im Nest tut sich im Grunde, bis auf die eine oder andere Positionsänderung einzelner Individuen nix.
Eine Ausnahme gibt es dazu aber zu berichten. An einem Tag, wo es wieder recht warm war, konnte ich eine leicht erhöhte Aktivität im Nest feststellen. Dies zeichnete sich insofern ab, daß die Arbeiterinnen nicht still und regungslos zusammen saßen (bis auf die eine am bzw. mittlerweile nur noch in der Nähe des Eingangs). Die Fühler bewegten sich oft, hin und wieder lief eine an einen anderen Standort, putze sich mal etc... Diese Aktivität beschränkte sich aber auf nur einen einzigen Tag.
Evtl. ist dies aber auch nur eine Reaktion auf einen Fehler von mir zurück zu führen. Da ja bekanntlich die Bahn der Sonne in den Wintermonaten flacher ausfällt als sonst, schien die Sonne mittlerweile für kurze Zeit durch das Fenster auf Formicarium und erwärmte dies deutlich. Die Reaktion, über die ich mich zu Anfang noch wunderte war, daß die Ameisen sich stark an der Watten drängten. Da mir dies nicht "normal" vorkam, machte ich mir Gedanken dazu und kontrollierte was mir dazu einfiel und kam so dann drauf, daß die Sonne am späten Nachmittag mal kurz auf das Nest schien.
Ich änderte daraufhin die Position, soweit möglich und sorgte für zusätzlichen Schatten. Dies machte sich gleich am nächsten Tag an der Position der Ameisen bemerkbar, die nun wieder auf sozusagen einen Haufen vor, und eben nicht an der Watte hockten. Verluste scheint es dadurch nicht gegeben zu haben, bleibt nun noch der Frühling abzuwarten.
In das kalte ungeheizte Zimmer, in dem ich bereits über einige Wochen die Temperaturen messe um festzustellen, ob es zur Überwinterung geeignet ist, werde ich sie nun Ende diesen Monats auch stellen, nachdem in der Natur die Temperaturen bei uns jetzt auch deutlich gesunken sind - ich hatte mich ja dazu entschlossen an den Außentemperaturen zu orientieren was die Winterruhe betrifft.

Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 0
Pygmäen: 9

Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch

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Re: Haltungsbericht - Camponotus ligniperda

Beitragvon shar » 6. Dez 2008 20:46

06.12.2008

Hallo zusammen.
Gibt logischer Weise nicht viel zu berichten, jedoch machte ich vor wenigen Tagen eine Beobachtung, die ich hier doch gerne eintragen möchte, da teilweise doch wieder die eine oder andere "panische" Fragen dahingehend auftauchen.
Die Gyne lag eines Tages auf dem "Rücken" im RG, ohne Bewegung. Die neun Arbeiterinnen saßen größtenteils regungslos über/nebeneinander; an und ab mal eine Bewegung eines Fühlers, alles wie immer nur eben die Gyne wie erstarrt auf dem "Rücken".
Natürlich war ich erstmal kurz erschrocken, da meine Madam aber schon mehrmals derartige "Ich-schock-mal-das-große-Etwas-über-dem-Nest" -Aktionen gebracht hatte, besinnte ich mich schnell wieder, da sie darüber hinaus auch nicht die übliche Toten-Stellung eingenommen hatte.
Ja, wie dann zu erwarten war, ein Tag drauf, war alles wieder so, wie es sein sollte - Gyne auf den Beinen/"Bauch", die Arbeiterinnen auf/übereinander und immer wieder mal eine kurze Regung aller Beteiligten.

Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 0
Pygmäen: 9

Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch

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Re: Haltungsbericht - Camponotus ligniperda

Beitragvon shar » 7. Dez 2008 19:35

07.12.2008

Hallo zusammen.
Ok, jetzt gibs noch etwas zu beichten. :oops:
Hab erst heute die Kolonie kalt gestellt. :oops:
Hatte mich bisher nicht so recht getraut und auch kaum Zeit gefunden in meinem ungeheizten Arbeitszimmer Platz zu schaffen, was ich aber heute endlich geschafft habe.
In Winterruhe waren sie ja schon länger, sprich keine Außenaktivität, kaum/wenig Nestaktivität, keine Entwicklung der Larven etc.....seit ich sie ins Zimmer gestellt habe, wo es bisher gemessene Temperaturen von 6-14°C seit Wintereinbruch hatte und die Temperatur im Formicarium/Nest nun langsam fällt, sind sie deutlich näher zusammen gerückt. So wurde u.a. der Larvenhaufen komplett von Arbeiterinnen "bedeckt" und, wie geschrieben, sind jetzt alle ganz nahe zusammen gerückt.

Gyne: 1
Eier: -
Larven: ca. 7-12
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Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
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Re: Haltungsbericht - Camponotus ligniperda

Beitragvon shar » 1. Jan 2009 23:05

01.01.2009

Hallo zusammen.
Bei einer heutigen Kontrolle gab es einen Schockmoment!
Was war los. Mein Kontrollblick ins RG ließ mir im ersten Moment das Herz in die Hosen rutschen. So gut wie alle Ameisen zusammen geknüllt, als wären sie tot, vertrocknet, was weis ich. :shock:
Erstmal Schock. Der Blick glitt sofort zur Gyne, die zwar auch recht zusammen gekauert da lag sich aber mit zwei Beinen noch an der Watte fest hielt - aufatmen, die Gyne scheint soweit noch OK zu sein.
Dann gleich wieder auf die Arbeiterinnen, die wie kleine schwarze Kügelchen nebeneinander lagen. Viele Gedanken schossen mir in dem Moment durch den Kopf, alles mögliche, warum wieso weshalb - natürlich gleich noch ein Blick auf den Wassertank. In diesem war zwar nicht mehr viel drinnen aber er war nicht leer, die Watte war auch feucht, also was war passiert, zu kalt, zu warm, verhungert....
Dann plötzlich, bei zwei dicht aneinander liegenden Arbeiterinnen wo der Lichtkegel der Taschenlampe sich durch die rot Folie auf die beiden Kleinen gebahnt hatte, wie wenn man einen Schalter umgelegt hätte Bewegung - herrliche Bewegung, schöne herrliche Bewegung von lebenden Arbeiterinnen. Erst die Fühler und dann plötzlich, wie wenn man z.B. einen schlafenden zusammen gekauerten Hund weckt, schnelles aufrichten und sofort "fühlern" was los ist - beide wie synchron, absolut gleichzeitig.
Ab dem Moment war die Welt wieder in Ordnung, ist bei dieser Art in der Gründungsphase doch jeder einzelne Verlust ein herber Rückschlag. Aufatmen war angesagt. Kurz beruhigen und meine Lasius cf. niger kontrollieren, was die noch für Überraschungen parat halten.

Hatte ja diverses schon gelesen gehabt, u.a. eben, daß sich Ameisen in Winterruhe durchaus auch zusammen "rollen" als wären sie tot bzw. eben auch die typische Totenhaltung von Insekten annehmen, womit ich es eigentlich gleich hätte besser wissen müssen aber wenn man sowas dann mal live bei seiner eigenen gepflegten Kolonie erlebt ist es dann doch gleich nochmal etwas anderes.


Gyne: 1
Eier: 0
Larven: ca. 7-12
Kokons: 0
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Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
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Re: Haltungsbericht - Camponotus ligniperda

Beitragvon shar » 3. Apr 2009 17:35

03.04.2009

Es ist soweit.
Der Ameisenfrühling steht an, die Temperaturen sind im Zimmer auf 18°c angestiegen, allen Grund für die Kolonie, aktiv zu werden.
Vermutlich von gestern auf heute haben sie sich aus dem RG gegraben, was sie letztes Jahr für die Winterruhe fein säuberlich, alle Ritzen und Spalten verschließend, den kompletten Eingang dicht gemacht haben.
Daß sie "raus" wollen hat sich ein paar Tage vorher bereits durch eine Zunahme der Nestaktivität angekündigt, in dem die Arbeiterinnen deutlich öfter die Position gewechselt haben und die Gyne sich bereits geputzt und "gestreckt" hat.
So stand auch für die "Ausbrecher" bereits Zuckerwasser bereit - Proteine werde ich heute Abend dann zum ersten Mal im neuen Jahr anbieten.
Auch an ihren Gaster erkannte man die letzten Tage deutlich, daß die Nahrungsvorräte zu neige gehen, so den sie extrem klein zusammen geschrumpft sind - kaum wieder zu erkennen sind sie. :)
So wie es bisher aussieht, haben alle Arbeiterinnen und natürlich die Gyne die Winterruhe überstanden. Die Larven machen ebenso den Eindruck, daß es keine Verluste zu beklagen gibt.

Naja, da ich mir doch mehr Zeit gelassen habe, als mir eigentlich zur Verfügung stand, ist leider der neue Bodengrund für die Arena noch nicht fertig; nein ich hab noch nicht einmal angefangen, da ich im Moment noch mit dem Bau des neuen Beckens für meine Temnothorax unifasciatus beschäftigt bin und meine kürzliche Leistenbruch-OP auch nicht gerade hilfreich dabei ist.


Gyne: 1
Eier: 0
Larven: ca. 7-12
Kokons: 0
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- 27.08 Falter
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