Atta cephalotes Haltung

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Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Fraaap » 24. Mai 2011 00:52

Hi,

nun stelle ich auch hier mal meine Anlage vor.. leider verteilen sich die Bekanntschaften untereinander ja auf viele verschiedene Foren, ständig muss ich woanders posten... :( Nunja, ich kopiere jetzt einfach mal meine Beiträge aus den anderen Foren hier hinein.

Los geht es mit dem Aufbau des Röhrensystems!

Als Besitzer einer Kolonie Atta cephalotes steht man mehr oder weniger in der Pflicht für möglichst viel Laufwege zu sorgen, um wenigstens dem enormen Laufdrang dieser Tiere annähernd gerecht zu werden. Die weit verbreiteste Variante dürften einfache Schläuche sein, die zum günstigen Preis im Baumarkt gekauft werden können. Diese werden an die Becken angeschlossen und irgendwo im Zimmer verlegt. Selbstverständlich ist diese Methode vollkommen ausreichend, dennoch habe ich mich entschieden, mit einem Röhrensystem aus Acrylglas den Anfang meiner Laufwege zu gestalten. Diese Variante sieht sehr schick aus und kann ein wahrer Blickfang für Ameisenfreunde sein. Schläuche sind doch eher die magere, wenn auch sehr viel günstigere Variante ;)

Nun gut, was habe ich alles benutzt?

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Das wichtigste an diesem System sind natürlich die Röhren. Ich benutze Acrylglasröhren mit einem Aussendurchmesser von 32mm, der Innendurchmesser beträgt 28mm. Für den Anfang habe ich mir 6 Stück à 1 Meter und 6 Stück à 50 Zentimeter gekauft. Insgesamt sind das also gut 9 Meter Laufweg. Der Preis für die Röhren alleine betrug etwa 70 Euro inklusive Versand.
Um die verschiedenen Röhren miteinander zu verbinden habe ich mir Rohrverbindungen aus PVC gekauft. An die Wand bringe ich die Rohre mit PVC Rohrklemmen. Warum ich so viele davon habe? Die nächste Erweiterung wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen ;)

Nach dem alle Teile beisammen waren habe ich auf dem Boden ausprobiert wie die Rohre letztendlich an der Wand verlegt werden sollen. Nach einiger Zeit rumgetüftel hatte ich dann die für mich optische ansprechendste Variante gefunden. Angebracht wird das ganze jedoch spiegelverkehrt, aber das tut ja nichts zu Sache:

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Da die Winkel natürlich nicht von alleine aneinander haften musste ich sie zuerst einmal miteinander fest verkleben. Dazu nutze ich einen speziellen PVC Kleber namens Cepex. Der Umgang damit ist nicht schwer.. einfach auftragen, zusammen drücken und 24 Stunden trocknen lassen.

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Damit kein 'Sanitärrohrleitungsfeeling' aufkommt habe ich mich dazu entschlossen die Rohrverbinden glänzend schwarz anzusprühen. Das passt natürlich sehr schön zu meinen sonstigen Möbeln :) Benutzt habe ich eine Dose Universal Spraylack in dem Farbton tiefschwarz-glänzend.

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Nach einem Tag sind die Verbinder trocken und können verarbeitet werden.. hier ein Bild direkt nach der Montage:

Bild

Gefällt, oder?
Die Löcher in der Wand stammen von einem Hängeregal das weichen musste... die werden natürlich noch zugespachtelt. Ansonsten bin ich bisher ziemlich zufrieden. Momentan hat das Rohrsystem einen Meter weniger als geplant da es nicht so gepasst hätte wie gedacht. Macht aber nichts, bau ich das Rohr halt bei der nächsten Erweiterung mit ein.

Ein paar Bilder wie das Rohrsystem an die Becken verbunden ist:

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Die Variante 'Plastikbox auf Bechern' lief am Anfang zwar sehr gut, bedeutete letztendlich aber ein Problem: Abfallreste, die unter der Box zwischen den Bechern gelagert wurden, fingen an zu schimmeln. Diese Reste zu entfernen wäre nicht möglich gewesen ohne jedes Mal die Box anzuheben und somit eine riesen Panik auszulösen.
Aus diesem Grund habe ich mich jetzt schon frühzeitig in die Umsiedlung in das eigentlich geplante 'Pilzbecken' entschieden.
Hierbei handelt es sich (Sahal und Co. lesen bitte weg :D ) um einen 'Acryl Ant Zylinder' vom Antstore. 20*20cm groß, welchen ich mit dem 30*20er Becken verbunden habe.

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Da der Pilz im Idealfall wohl nicht in Kontakt mit Substraten kommen sollte habe ich die spätere 'Pilzabdeckung' bereits vor dem Einbringen des Perlites hineingestellt. Dadurch konnte ich dann ganz einfach das Perlite mit einem Löffel rund herum verteilen und mit dem Finger einigermaßen glatt streichen.
Bei der Pilzabdeckung handelt es sich um eine Schale vom so genannten Spaghettieis, erhältlich in fast jedem Supermarkt. Zwei Löcher als Eingänge zurecht schneiden und sie ist wie gemacht für diesen Zylinder.

Soweit war alles erledigt.. der Pilz musste rüber. Ich habe mir dafür Handschuhe aus Naturkautschuklatex aus dem Supermarkt besorgt und die oberen Enden mit Paraffinöl bestrichen. Wollte nicht unbedingt in näheren Kontakt mit wütenden Arbeiterinnen geraten. ;)
Der Pilz selbst ist zwar durchaus stabil, aber extrem weich und.. wie soll man sagen... verformbar. Die Königin und ein Großteil des Volkes blieb die ganze Zeit am Pilz hängen, während ich ihn auf die Glasfläche gestellt habe. Auch Attacken der Arbeiterinnen hielten sich stark in Grenzen.. zum Glück besitzen sie noch keine Majore, dann wäre es wohl weitaus komplizierter geworden.
Die Plastikbox in der der Pilz ursprünglich war habe ich noch in das 30*er nebenan gelegt, damit auch die anderen Arbeiterinnen, die dort noch herum irren den Weg ins neue Becken finden können.
Das ganze sieht nun so aus:

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Und natürlich noch Bilder vom Pilz und der Königin:

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Die Luftfeuchtigkeit liegt dauerhaft bei 80%, Temperatur ungefähr 25 Grad.

Zuletzt noch drei kleine Bilder:


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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Erne » 24. Mai 2011 15:57

Prima gemacht mit viel Aufwand, gut soll ja auch schön aussehen. =D>
Bin schon gespannt wie sich die Sache weiter entwickelt.

Zuerst eine Frage, lassen die Ameisen die Perliteschicht in Ruhe oder kramen sie diese durcheinander?

Vielleicht ein Tipp, in meinem Rohrsystem habe ich viele kleine Löcher eingebracht (0,4 mm), um Kondenswasser weitestgehend zu vermeiden.

Grüße Wolfgang
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Fraaap » 24. Mai 2011 16:33

Hallo Wolfgang,

ich hoffe mal die Sache entwickelt sich gut.. hat bisher ja auch einiges an Arbeit und vorallem Geld gekostet ;)

Die Perliteschicht wird bei mir bisher nur zum Verschließen des Nesteingangs benutzt.. Versuche den Pilz einzugraben gab es bislang nicht. Die beiden Eingänge die gestern noch frei standen habe ich mal markiert:

Bild

Bild

Vielleicht ein Tipp, in meinem Rohrsystem habe ich viele kleine Löcher eingebracht (0,4 mm), um Kondenswasser weitestgehend zu vermeiden.


Wie bekomme ich denn so kleine Löcher durch Acrylglas?

Gruss
Sebastian
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Kendoras » 24. Mai 2011 16:49

Akkuschrauber + passend kleinen Bohrer. :)

Aber solange es sich um so eine Anlage handelt halte ich es für nicht erforderlich.
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Erne » 25. Mai 2011 18:39

Schon alleine aus Belüftungsgründen (Luftaustausch) gibt es bei mir Belüftungslöcher in längeren Rohren/Schläuchen (schon ab 0,5 m).
Sicherlich sind Belüftungslöcher bei einem kleinen Volk noch nicht besonders wichtig, was sich mit steigender Arbeitsrinnenanzahl ändert.
Bei meinen Acromyrmex aus 2 Gründen.
Als größeres Volk tragen sie beachtliche Mengen an Grünzeug ein, das darin enthaltene Wasser verteilt sich als Feuchtigkeit in der ganzen Anlage, auch in den Rohren.
An kühleren Stellen bildet sich Kondenswasser bis hin zum Heruntertropfen.
Gibt eine herrliche Mansche, von all den Blattteilen, die den Ameisen darin festkleben.
Auch bei zur Verfügung stehenden Becken, bauen sie gerne Pilzteile ins Rohrsystem, auch dort bildet sich Kondenswasser, ohne Belüftung ist an den Stellen der Pilz bald Gammel.
Hier ein Bild, Pilz im Rohrsystem, trotz Belüftung noch leichte Kondenswasserbildung, hoffe ist zu erkennen.

Acro.jpg

Kann mir nicht vorstellen, das sich bei einem größeren Atta Volk, nicht ähnliche Kondenswasserbildungen einstellen.
Dazu kann sicherlich Kenndoras noch Genaueres schreiben.
Selber habe ich mich nie an die Haltung von Atta rangetraut.

Löcher bohre ich mit einem 0,4-mm-Bohrer und Handbohrmaschine.
Solche Bohrer sind schwer zu bekommen, hatte mal das Glück sie in einem Elektronikerladen zu finden.
Wurden angeboten für Leiterplattenfertigungen.

Würde mich über weitere Bilder zu Deiner Anlage freuen, ist schon ein dolles Ding.

Grüße Wolfgang
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Creature » 25. Mai 2011 19:19

Der Erne hat recht. Solche Bohrergröße sind zur Fertigung von Platinen gedacht.

(bin gelernter Elektroniker) wir haben bei uns auf der Arbeit diese Bohrer auch nur in kompletten Sätzen. Einzeln wirst du
die sehr wahrscheinlich nicht bekommen.
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Moonman » 25. Mai 2011 20:36

0,4mm Bohrer sind echt sau klein, wiklich was besonderes. den kleinsten den ich habe ist 1mm. Löcher mit 1mm sind sicherlich viel zu groß?!

Eine Nadel heiß machen und damit Löcher "stechen" ob das möglich ist bei solchen Rohrer?
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Gast - ehem. User » 25. Mai 2011 20:53

Echt schöne Anlage und Kolonie. Mich würden auch Blattschneiderameisen reizen, aber leider habe ich dafür momentan zu wenig Platz und Zeit.
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Fraaap » 26. Mai 2011 00:03

Hallo,

danke für deine Erläuterung Erne. Ich habe mal nachgeforscht... diese Bohrköpfe nennen sich tatsächlich 'Platinenbohrer' und sind im Elektronikfachmarkt erhältlich. Denkst du ich kann eine solche Bohrung später einfach während die Anlage in Betrieb ist durchführen, sobald ich merke das Kondenzwasser wird zu einem Problem, oder muss ich die Rohre nun lieber vorsorglich abnehmen und jetzt bohren? Ich habe damit keinerlei Erfahrungen, weiß also auch nicht ob ich die Rohre irgendwie besonders fixieren muss damit ich ein solches Loch hinkriege...

Hier mal ein Bild wo die aktuelle Brut zu sehen ist:

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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Erne » 26. Mai 2011 07:26

Diese Löcher sind leicht zu bohren, aus meiner Sicht braucht dafür nichts abgenommen werden.
Auch kein Problem diese später, bei auftretendem Kondenswasser, einzubringen.
Bringt ordentlich Aufregung und Ansturm der Ameisen die sich allerdings auch schnell wieder legt.

Grüße Wolfgang
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Fraaap » 28. Mai 2011 21:53

Atta cephalotes beim Blätter schneiden:


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Und noch ein kleines Video (Verbesserungswürdig, ich weiß ;) )

[youtube]pVr5h2tahoE&ap=%2526fmt%3D18[/youtube]
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Fraaap » 4. Jun 2011 01:00

Bislang läuft alles perfekt... Bevorzugt nehmen sie Haferflocken an, Brombeerblätter werden fast nur geschnitten und eingetragen falls sich keine Haferflocken mehr finden lassen.
Ein Bild von gestern:

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Über Nacht kam jetzt aber nochmal einiges an Pilz hinzu. Die kleine Box ist also bald voll.. wie weiter vorgehen? Einfach gar nichts machen und die Ameisen selbst bauen lassen, oder aber das Substrat etwas zur Seite schaffen damit sie dort besser den Pilz kultivieren können? Noch eine weitere kleine Box über die mit Pilz gefüllte Box stellen?

Gruss
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Fraaap » 10. Jun 2011 21:11

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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Kendoras » 11. Jun 2011 00:21

Hehe, siehst Du, war kein Nachteil den Becher wegzulassen.^^
Weiterhin viel Erfolg!
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Re: Atta cephalotes Haltung

Beitragvon Fraaap » 23. Jul 2011 21:05

Ein neues Bild vom Pilz:

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Und mal ein 'Gesamtbild' des Behälters um die Pilzgröße zu sehen:

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Na wenn die dicke Dame weiterhin so viele Eier legt erwartet mich wirklich etwas... :-)

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Auf diesem Bild ist schön zu sehen wie die Blätter zerkleinert und überall am Pilz fein säuberlich auf kleinen Häufchen abgelegt werden... Unscharf aber man sieht alles nötige ;)

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Nochmal das 'Hauptbrutdepot'... eine Kammer nebenan haben sie übrigens noch ein Lager, habe ich vorhin entdeckt.. dort wird offenbar ein Großteil der Puppen gelagert. Kann ich leider nicht fotografieren, komme da nicht ran mit der Kamera..

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Fleißig am Pilz versorgen...

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Damit ihr die Höhe vom Pilz mal einschätzen könnt ;)

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Und zuletzt ein kleiner Schnappschuss:

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Was, das letzte Update ist schon über einen Tag her? Da muss ich ja glatt mal berichten was sich die lange Zeit über getan hat!

Diesmal gibt es tatsächlich Neuigkeiten... über Nacht ist der Pilz der Atta einfach mal ein wenig zur Seite gekippt. Damit steht fest: Gute Statiker sind die Ameisen jedenfalls nicht!

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Das ganze scheint aber nicht weiter schlimm zu sein, es wird nach wie vor geschnitten, Brut gepflegt und Blätter in den Pilz eingearbeitet. Momentan scheinen sie wohl die jetzige Rückseite vom Pilz besonders viel Aufmerksamkeit zu widmen, wie man hier sehen kann:

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Hier nochmal die Brutdepots markiert:

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In der roten Linie werden überwiegend Eier und Larven aufbewahrt, in der blauen Linie überwiegend die Nacktpuppen.

Hier noch ein Bild aus der Vogelperspektive... schön zu sehen der kleine Blätterhaufen den sie anlegen, nach dem sie die Blätter geschnitten haben.

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Das wars wohl mit dem Hygrometer... die Anzeige hat ihnen wohl nicht gefallen.. :fluchen:

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Eine kurze Pilzeinsicht:

[youtube]AMua0o2of_o&ap=%2526fmt%3D18[/youtube]


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Der Pilz wächst... gute 9 bis 9,5cm ist er mittlerweile groß.. zusätzlich wird er auch noch breiter...

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Ach, und fällt euch was auf? Das Substrat in dem Pilzbecken ist so gut wie nicht mehr vorhanden.. tragen sie alles raus..


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Eine kleine Beobachtung, für diejenigen die meinen die Atta beheizen zu müssen und sich dann wundern wenn es nicht so läuft wie gewünscht:

In den letzten zwei Wochen war es immer wieder wechselnd sehr heiß. Einige Tage waren es in dem Zimmer hier knapp über 30 Grad, eine Temperatur, die bei zusätzlicher Beheizung eines Formicariums locker zustande kommt. Zwar ging die Entwicklung der Atta weiter, allerdings war ich mehrmals sehr beunruhigt über das extreme Absterben von Pilzteilen, die dann als eine Art 'schwarzbraun stinkender Matsch' auf dem Müllhaufen gelagert wurde. Diese Menge an Abfällen gab es zuvor noch nie, weswegen ich das ganze sehr skeptisch beobachtet habe.
Gestern gab es einen radikalen Temperaturwandel: Von 31 Grad ging es runter auf 23. Auf diesen Temperaturwechsel nach unten haben die Atta sofort reagiert, und zwar absolut positiv!! Es wurde über Nacht fast der gesamte Blättervorrat geschnitten und ins Pilzbecken getragen, auch wuchs der Pilz sowohl in die Breite als auch in die Höhe nochmals an.


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Soo, mal wieder ein Update.

Mir persönlich kommt die ganze Entwicklung ja wie eine Ewigkeit vor... nun schau ich mir diesen Thread an und sehe: Gerade einmal 14 Tage vergangen seit dem letzten Bild. Erstaunlich wie extrem falsch mein subjektives Zeitempfinden im Bezug zur Atta-Entwicklung doch ist!

In den 14 Tagen ist einiges passiert:

Eine kurze Zeit lang haben sie mal wieder nur Haferflocken angenommen, deutlich zu sehen am Pilz.

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Was ist da passiert? Der Pilz ist mal wieder umgefallen.. und lehnt nun gegen die Scheibe.

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Bild von heute:

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Also bleibt festzustellen, der Pilz wächst kontinuierlich weiter. Auch wenn mir dieses Wachstum relativ langsam vorkommt (was aber offenbar auf einer falschen subjektiven Wahrnehmung beruht), so ist Brut doch sehr beeindruckend.

Ich kann davon leider nur ein unscharfes Bild liefern - man kann aber erkennen was ich meine. Diese Brutlager sind auch nur ein Teil, es gibt noch mehr davon.

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Gestern haben sie überwiegend Haferflocken genommen... stark sichtbar am Pilz, außerdem ist er weiterhin gut gewachsen:

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Doch auch für Blätter haben sie gesorgt:

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Die erste große Larve ist in Sicht.. links daneben sind die bisherigen 'normalen' Größen:

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[youtube]1yZ48bhApPQ&ap=%2526fmt%3D18[/youtube]

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Vorgestern

Huch, was ist denn da passiert? :eek:
Offenbar ist die Spitze vom Pilz nach unten gesackt.
Soweit so gut... was tun?

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Erstmal eine Nacht drüber schlafen... der Anblick am nächsten Morgen war dann aber nicht wirklich besser :angst:

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Also habe ich schnell Rücksprache mit einigen anderen Atta-Haltern gehalten. Die Meinungen über dieses 'Zusammenbrechen' vom Pilz sind sehr verschieden. Von 'wird absichtlich getan um den Pilz zu vergrößern' bis zu 'offenbar falsche Luftfeuchtigkeit/Wärme' ist alles vertreten...
Die Luftfeuchtigkeit habe ich nun erst einmal erhöht, sie dürfte nun etwa 90% betragen. Weiterhin gebe ich nun durch zwei kleine Dosen die Möglichkeit den Pilz zur Seite hin etwas zu stabilisieren.

Bild

So sah es heute morgen aus... Blätter haben sie jedenfalls wieder in Hülle und Fülle heran geschafft.

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