Tongranulat: Wichtig?

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Tongranulat: Wichtig?

Beitragvon Kessler » 11. Mai 2007 18:15

Hi hab jetzt alles eingerichtet aber meine Lasius niger sind noch im RG. Arena ist alles OK jetzt hab ich erfahren das ich in meiner farm unter der sand/lehm mischung tongranulat mit einem strohhalm brauche. Habe jetzt schon alles drin nur das tongranulat und den strohhalm unwissentlich nicht reingemacht. Wie schlimm ist es muss ich noch mal alles raus schütten und neu machen oder ist es nicht so schlimm?Freu mich auf eure Antworten aber bitte schnell nicht das sie noch nisten bevor ich weiß wie sein muss!

mfg Kessler
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Beitragvon Philsen » 11. Mai 2007 18:23

Moinsen,

also der Strohhalm ist kein muss, beim Granulat
wird es schon heikler. Das soll ja der besseren
durchlüftung des Bodens dienen und somit Schimmel
vorbeugen. Auch die Drainage wird so verbessert,
es ist also deutlich schwerer Staunässe zubekommen.

Ich würde das Granulat noch einfügen ;)
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Beitragvon Ulrich_W » 13. Mai 2007 11:48

Hallo zusammen,

eine schon so oft gefragte und m.E. immer wieder falsch beantwortete Frage!

Das Tongranulat u.A. Seramis Ton-Granulat, Blähton für Hydrokulturen oder auch Tonziegel-Splitter sind nur dazu da,
um Feuchtigkeit zu speichern.
Das durch grobkörniges Material eine bessere Drainagewirkung (Drainage von engl. to drain = abfließen, entwässern)
erzielt wird stimmt zwar, ist in diesem Fall aber egal, da das Wasser sowieso nicht abfließen kann!
Staunässe entsteht nur, wenn die zugegebene Wassermenge das maximale Speichervolumen
des Sand, Lehm und Ton Gemisches übersteigt!

@Kessler:
Die Antwort auf deine Frage ist meiner Meinung nach nein,
man braucht weder Tongranulat noch einen Strohhalm oder ein Bewässerungsröhrchen,
um seine Ameisen zu pflegen!
Aber es gibt dadurch gewisse Vorteile, die einem die Pflege erleichtern!

Durch das Einfüllen von Tongranulat als unterste Schicht erhöht man das Speichervolumen für Wasser,
muß also das Nest nicht so oft befeuchten, und kann auch die Wassermenge leichter dosieren.
Ein Beimischen von ein wenig Tongranulat zum Sand-Lehm-Gemisch, erhöht ebenfalls die Speichermenge und kann,
da der Ton wenn er feucht ist dunkler erscheint, als Feuchtigkeitsindikator dienen.

Der Strohhalm oder das Bewässerungsröhrchen dienen dazu, das Wasser zur Befeuchtung direkt zum Tongranulat
oder zu einer der untersten Schichten zu leiten, wo die Feuchtigkeit dann an die restliche Farm
abgegeben werden kann. Eine Bewässerung von oben hat den Nachteil,
dass die Oberfläche nach dem Trockenen steinhart wird,
und durch das Wasser eventuell Tunnels zum Einsturz gebracht werden können!
Auch kann schon mal bei zuviel Wasser der Eine
oder andere Tunnel vorübergehend vollaufen, alles eine Frage der Handhabung!

Gruß

Ulrich
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Beitragvon Kessler » 13. Mai 2007 19:50

Thanks
füre eure Antworten ich hab jetzttongranulat drin und passt! Danke nomma.
Kessler
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Beitragvon sven2436 » 14. Mai 2007 17:13

@Ulrich_W

Also würdest Du eine Tröpfchenbewässerung wie hier schonmal diskutiert und hier dargestellt eher nicht empfehlen??
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Beitragvon Ulrich_W » 14. Mai 2007 19:34

@sven2436

Nein, so würde ich das nicht sagen!
Die Tunnel laufen nur mit Wasser voll oder stürzen ein,
wenn man unachtsam zuviel Wasser auf einmal auf die Oberfläche gibt!
Dies ist u.a. vom gewählten Sand-Lehm-Gemisch und von der Handhabung abhängig.

Ebenfalls entsteht die steinharte Oberfläche immer dann wenn viel Wasser
auf einmal die Oberfläche aufschwemmt. Dadurch setzen sich die groben
Teilchen unten ab und die Feinen oben, wodurch die harte Deckschicht entsteht.

Verhindert man ein Aufschwemmen, so hat man dieses Problem nicht.
Dies lässt sich ganz einfach dadurch erreichen, dass man das Wasser auf ein paar Kiesel
oder auch Tongranulatstückchen und nicht direkt auf den Sand tropfen lässt!

Gruß

Ulrich
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Beitragvon sven2436 » 15. Mai 2007 06:37

Puh, danke, ich dachte ich kann meine Konstruktion wieder in die Tonne haun...

Ich berichte weiter über den Aufbau *g*.
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