von Ulrich_W » 13. Mai 2007 11:48
Hallo zusammen,
eine schon so oft gefragte und m.E. immer wieder falsch beantwortete Frage!
Das Tongranulat u.A. Seramis Ton-Granulat, Blähton für Hydrokulturen oder auch Tonziegel-Splitter sind nur dazu da,
um Feuchtigkeit zu speichern.
Das durch grobkörniges Material eine bessere Drainagewirkung (Drainage von engl. to drain = abfließen, entwässern)
erzielt wird stimmt zwar, ist in diesem Fall aber egal, da das Wasser sowieso nicht abfließen kann!
Staunässe entsteht nur, wenn die zugegebene Wassermenge das maximale Speichervolumen
des Sand, Lehm und Ton Gemisches übersteigt!
@Kessler:
Die Antwort auf deine Frage ist meiner Meinung nach nein,
man braucht weder Tongranulat noch einen Strohhalm oder ein Bewässerungsröhrchen,
um seine Ameisen zu pflegen!
Aber es gibt dadurch gewisse Vorteile, die einem die Pflege erleichtern!
Durch das Einfüllen von Tongranulat als unterste Schicht erhöht man das Speichervolumen für Wasser,
muß also das Nest nicht so oft befeuchten, und kann auch die Wassermenge leichter dosieren.
Ein Beimischen von ein wenig Tongranulat zum Sand-Lehm-Gemisch, erhöht ebenfalls die Speichermenge und kann,
da der Ton wenn er feucht ist dunkler erscheint, als Feuchtigkeitsindikator dienen.
Der Strohhalm oder das Bewässerungsröhrchen dienen dazu, das Wasser zur Befeuchtung direkt zum Tongranulat
oder zu einer der untersten Schichten zu leiten, wo die Feuchtigkeit dann an die restliche Farm
abgegeben werden kann. Eine Bewässerung von oben hat den Nachteil,
dass die Oberfläche nach dem Trockenen steinhart wird,
und durch das Wasser eventuell Tunnels zum Einsturz gebracht werden können!
Auch kann schon mal bei zuviel Wasser der Eine
oder andere Tunnel vorübergehend vollaufen, alles eine Frage der Handhabung!
Gruß
Ulrich