von earlant » 5. Mär 2007 15:41
Hallo Eric,
Das sieht nicht direkt schlimm aus! Mit Futterresten zwischen Scheibe und Ytong (das Bröckelige rings um die Nestkammer) muss man leben; die stecken die Ameisen überall hin, wo Fugen sind, um diese abzudichten. Nach innen, zu den Ameisen hin, erkenne ich einen braunen, gebogenen Streifen aus (wahrscheinlich) Kot. Und darauf wächst ein Schimmelpilz, der aber für die Ameisen nicht unbedingt schädlich ist. – Nach Wochen oder gar mehreren Monaten sieht so ziemlich jedes bewohnte Ameisennest so aus!
Den Ytong trockener zu halten würde das Schimmelwachstum bremsen, aber dann besteht das Risiko, dass die Ameisen vertrocknen. Wie groß ist denn das gesamte Ytong-Nest? (Möglichst Bild!). Wo hält sich die Hauptmasse der Kolonie auf, wo ist die Brut gelagert? Ist das eine nicht bewohnte Nebenkammer? Die wird bei zu viel Platz im Nest gerne als Abfallspeicher benutzt. Deshalb wird ja auch immer empfohlen, dass man die Größe der Wohnkammern bzw. des Nestes der Koloniegröße anpassen muss.
In meinen (einfacher gestalteten!) Ameisennestern sah es oft auch so aus, aber dann habe ich immer ein neues Nest angeboten und die Tiere umziehen lassen, notfalls mit sanfter Gewalt: Glasdeckel weg und das Völkchen in eine Arena mit dem neuen Nest geschüttet. Das macht den Tieren viel weniger aus, als in den Foren immer spekuliert wird, nämlich gar nichts! Mit Myrmica geht das sehr gut. Mit „schnellen“ Polyrhachis etwa würde ich es allerdings nicht machen.
MfG
Earlant