Anfaenger mit Fragen zu Ytong

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Anfaenger mit Fragen zu Ytong

Beitragvon hoernchen » 26. Jul 2007 19:37

Hi,

Nach langem Überlegen ob ich mir Ameisen zulegen soll, habe ich noch ein paar Fragen.

.) Als Art würde ich Lasius Niger nehmen, da anfängerfreundlich und trotzdem nicht langweilig. Oder gibt es ähnlich robuste Arten die keinen Winterschlaf halten ? Der wäre an sich kein Problem da mein Kühlschrank groß genug ist. Ich habe nur Bedenken wegen der Feuchtigkeit, siehe unten.

.) Als "Gebäude" habe ich mir vorgestellt, einen Ytong-Ziegel zu bearbeiten, allerdings auf allen vier Seiten und Gaengen die diese Seiten verbinden. Ich nehme mal an, das macht nichts. Ich würde nicht nur kleine sondern auch große Kammern machen und diese mit Sand befüllen damit die Kleinen was zu Buddeln haben. Oder ist das wegen der Feuchtigkeit schlecht ? Ich kann mir auch einen "Wohnytong" und einen "Arenaytong" vorstellen, mit einem Schlauch verbunden. Wäre für die Überwinterung sicher praktisch.

.) Was ist bei Ytong besser, in Wasser einstellen oder von oben befeuchten ? Vor allem in Hinsicht auf die geplanten Buddelkammern. Ersteres wäre praktisch, dann stell ich den Ytong in ein Wasserbecken und stelle "Inseln" als Arena rein bzw. baue ich mir auch eine Konstruktion in einem Aquarium, damit die Hochzeitsflüge so es mal welche geben sollte nicht meine Wohnung vernichten (meine zwei Kater erwischen jede kleine fliege... nicht auszudenken was da bei einem Flugschwarm Ameisen droht !).

.) Wenn ich den Ytong in den Kühlschrank zum Überwintern stelle, muß ich ihn dann befeuchten ? Generell ist es in einem Kühlschrank ja schon feucht und der Ytong nimmt ja Wasser gut auf... kann es dann nicht sein daß er mir zu feucht wird ?
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Beitragvon Tomek^^ » 26. Jul 2007 20:58

Hallo und Willkommen im Antstore Forum.

1)Lasius niger ist eine gut Entscheidung ich muss dir darüber nicht viel sagen du hast dir das Meiste nehmlich selbst beantwortet.

2)Ich würde nur die Gänge mit Sand befüllen und nicht noch die Kammern sonst würde das Ytongnest die Bedeutung verlieren er ist ja dazu da das die Ameisen nich mehr so viel Buddeln müssen.

3)Lieber von oben es soll ja nicht so nass werden das du da ein Aquarium hast.

4)Da kann ich dir nicht mehr weiter helfen.
Tomek^^
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Beitragvon Raimund » 26. Jul 2007 21:18

Tomek^^ hat geschrieben:er ist ja dazu da das die Ameisen nich mehr so viel Buddeln müssen.

Nicht wirklich.^^ Der Ytong ist dazu da, die Ameisen möglichst gut beobachten zu können. Dadurch das man Sand oder ähnliches in den Ytong füllt, gibt man den Ants die Möglichkeit, die Scheiben mit Sand zu pflastern und so den Einblick stark zu vermindern. Gerade Anfänger wären da wohl sehr enttäuscht. Daher rate ich von dem befüllen des Ytongs ab. Was man machen kann, wären kleine Steinchen, wie Seramisgranulat, welches die Ants dann raustragen.

Gruß
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Beitragvon hoernchen » 26. Jul 2007 21:20

Danke mal fürs schnelle Antworten :)

ad 2) Der Sinn dahinter wäre daß ich nicht zuviel auf einmal anbiete und die Ameisen sich dann selber ihr Nest so erweitern können wie sie es brauchen. Aber auch nur die Gänge mit Sand zu "verstopfen" würde diesen Zweck erfüllen, denke ich.

Die Idee mit den Steinchen finde ich auch nicht schlecht, da können sie sich auch austoben. Ich werde allerdings die Seiten auch mit roter Folie abdecken, damit sollten sie den Sand nicht zum Verkleistern benutzen.

ad 3) Gut, dann von oben mit Seramis. Damit würde ich dann eher zur Zwei-Ziegel-Form übergehen. Ich denke auch es wäre besser, nicht alle vier Seiten zu behauen und mit Plexiglas abzudecken, sonst gibts zuviel Kondenswasser und habe am Ende eine Sauna oder die Ameisen brauchen Schwimmflügel.

Wäre fein wenn noch jemand wegen der Kühlschranksache bescheid wüsste :)
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Beitragvon Raimund » 26. Jul 2007 21:28

Eben.

Wenn du Lasius niger hälst, musst du schwarze Folie verwenden, da diese zu den rotlichtsehenden Ameisen gehört.

http://www.antstore.net/viewtopic.php?p=20264
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Beitragvon hoernchen » 26. Jul 2007 21:34

Hoppala, das hab ich doch glatt wieder vergessen beim vielen stöbern. Gut, dann eben keine Lasus niger, immerhin mag ich ja doch beobachten. Jetzt muß ich nur noch nachlesen welche rotblinden Arten ähnlich robust sind...
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Beitragvon Raimund » 26. Jul 2007 21:40

Also sehr gut zu beobachten sind Formica fusca. Die sind auch recht anspruchslos, recht groß und sehr aktiv.

Allerdings kannst du dennoch Lasius niger nehmen. Ich halte selber mehrere kleine Kolonien (welche ich übrigens abgeben will =) ), und diese flippen jetzt zum Beispiel bei Lichteinfall nicht so dermaßen aus, wie meine Myrmica rubra.
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