Ameisen-"WG"

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Ameisen-"WG"

Beitragvon Formica_sedula » 3. Jul 2007 18:32

Hallo an Alle :wave:
naja wie schon im Titel angekündigt würde es mich interessieren ob und welche Arten man gemeinsam Halten kann ohne ,dass die einen die anderen verspeisen :eat03:

Also ich meine dass man 2 seperate Nester mit einer bzw. mehreren Arenen verbindet, sodass zwei unterschiedliche Kolonien hin und wieder aufeinander treffen und sich gegenseitig tolerieren!

Ist so etwas überhaupt möglich oder gehört es zur "Ameisennatur" die jeweils andere Kolonie zu zerstören? Ich bin nämlich nicht auf ein Gemetzel aus!!!!

Ich weiß ja, dass normalerweise eine fremde Ameise (andere Kolonie=anderer Geruch) von den ansässigen getötet wird aber vllt gibt es ja Ausnahmen...

LG und danke für die Antworten im Vorraus :D
Sophie

PS: Hab bei der Suche nichts anständiges Gefunden
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Beitragvon Gubischubi » 3. Jul 2007 18:51

Soweit ich weiß kann man Camponotus spec. mit Temnothorax spec. vergesellschaften, was mit dem Größenunterschied zu tun hat.
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Beitragvon Kessler » 3. Jul 2007 19:30

Formica (Raptiformica) sanguinea und Formica (Serviformica) cinerea o. fusca.
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Beitragvon Formica_sedula » 3. Jul 2007 19:42

@ sebastian:
naja an diese Kombination hab ich auch erst gedacht, aber Problem:
von meinen Serviformica wäre nach einiger Zeit nichts mehr übrig!
Denn Raptiformica raubt die gesamte Brut und tötet in einigen Fällen die Königin.

Hatte auch schon an eine seperate Tictacdose in der Farm gedacht in der die Königin drin hockt und sie nicht raus und raptif. nicht rein kann. Aber überleg mal was das für ein Stress für die Servis bedeutet.

Meiner Meinung also eine schlechte Idee

LG sophie
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Beitragvon The Master » 3. Jul 2007 19:53

Hi, welche Kolonie kann man mit LN halten?

Danke
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Beitragvon Gubischubi » 3. Jul 2007 20:51

Garkeine :) Lasius niger ist nicht zu vergesellschaften. Sind viel zu aggresiv dafür.
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Beitragvon ohrene » 3. Jul 2007 21:53

@ Kessler ich hoffe das war nicht dein ernst es :) würde ein tödliches Gemetzel geben

Lasius flavus, Myrmica rubra etc, Formica fusca, Temnotorax, Camponotus ligniperda etc, Tetramorium ..etc.,
Diese Arten werden sich gegenseitig nicht Angreifen wenn genügend Platz zur Verfügung steht. Auch ist es stark vom Futter abhängig.
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Beitragvon sobek » 3. Jul 2007 21:57

Also das Raptiformica und Formica fusca überhaupt nicht gehen würde, stimmt nicht.

Ich selbst habe zwar keine, bzw. wenig Erfahrung damit, jedoch weiß ich von zwei zuverlässigen Haltern, welche beide Arten zusammen hielten, über 3 Jahre, und es gut ging. Die Becken waren durch Schläuche verbunden, die in eine gemeinsame Arena mündeten.

Es kam gelegentlich zu Raubzügen, jedoch wurde nie eine gesamte Kolonie vernichtet.

Es hängt eben von der Größe ab, die man zur Verfügung hat.

Deine oben genannten Arten würden sich nicht angreifen Ohrene? Wie du schon gesagt hast, es kommt auf den PLlatz an, jedoch trifft dies auf alle Arten zu ;)
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Beitragvon ohrene » 4. Jul 2007 00:32

Die Arten die ich aufgezählt habe sind sehr passiv.... vor allem Camponotus ligniperda sind wie viele denken auf grund ihrer größe nicht sehr aggressiv. In der Natur nehmen sie sehr oft abstand von anderen Ameisen Arten.

Bei den Raptiformica werden größere Kolonien zu einem nicht unwesentlichen Problem!
In der Natur heben sie ganze Lasius niger Nester und anderes aus. Sie graben sich regelrecht in die Fremden Nester rein.
Wiederum Raptiformica und Camponotus l. würden zwangsweise auch zu Recht kommen. Camponotus sind erst spät aktiv Raptiformica am Abend kaum… bloß hierbei wieder das Problem die Beleuchtung muss den Tagesrhythmus angeglichen werden genau so wie die Temperaturen einen Rhythmus unterliegen müssen. Auch kann es sein das die Camponotus l. regelrecht aussteigen und sich nur so auf die Raptiformica stürzen… Wenn das Becken nicht größer als 1,2m u. mehr ist gibt es wahrscheinlich ein Gemetzel.

sobek das glaube ich gern jedoch werden diese Halter extrem viel Platz für Ihre Tiere gehabt haben. Auch fraglich ob sich die jeweiligen fusca immer wieder gut genug erholen.....

Hier geht es auch doch um ein G e m e i n s c h a f t s b e c k e n damit ist ein Becken für alle Arten gemeint....

Ich empfehle jedenfalls 1x Camponotus l., 1x M. rubra, 1x L. flavus, 1x tetramorium, (kleine KOlonie!!!!! ;) ) 1x F. fusca, in ein ab 1,2m großen Becken. Am Anfang wichtig bitte mehrere Futterstellen bis die Tiere sich aneinander gewöhnen.
Diese Arten würden sich sicher nicht vernichtend angreifen. Ok sicher ist nichts :)
Hatte auch schon ein gemeinschaftsbecken a 1m wo der Platz eher zu dürftig war aber es ging bei ligniperda flavus tetramorium rubra gut.

Bei tetramorium aber bitte aufpassen ^^ große Kolonien können aber ein ziemliches Problem darstellen vor allem weil diese kleine Art andere Nester regelrecht durchwandert und einzelne Tiere aus dem verkehr zieht :) hatte selbst dann fast Angst um meine Camponotus gg
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Beitragvon Formica_sedula » 4. Jul 2007 10:15

Ich denke das es ne gute Idee ist Camponotus spec. mit Temnothorax spec. zu vergesellschaften. Ist ne überlegung wert :)

@ohrene

Ich dachte nicht umbedingt an ein Gemeinschaftsbecken sondern eher an mehrere Becken die miteinander verbunden sind.
Vllt würden sich die Ameisen so seltener begegnen, wer weiß.

LG
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Beitragvon sobek » 4. Jul 2007 12:01

ohrene, da sieht man mal wieder, das Meinungen auseinander gehen. Finde deinen Besatz viel zu hoch. Es geht am Anfang gut, würde später aber zusammen brechen.

Man kann Formica fusca und Formica sanguinea sehr gut zusammenhalten, und so den natürlichen Raubzug beobachten.

Empfehlenswert ist diese Haltung aber nur, wenn man sie in getrennten Becken haltet, die um eine gemeinsame Arena erweitert sind. So kann man das ganze Geschehen kontrolliert beobachten.

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Beitragvon Formica_sedula » 4. Jul 2007 12:59

aber sobek, würde das nicht erheblichen Stress
für die Serviformica bedeuten?
Und wie kann man sicher sein dass sich die kolonie
nach einem Raubzug richtig erholt, denn wie gesagt
Raptiformica stehlen die gesamte Brut und verschonen
nicht immer die königin.
Ich würde dieses Risiko nicht eingehen, denn wenn
meine Königin stirbt wars das wohl mit meinen Serviformicas.

Wie gesagt hab ich über diese Vergesellschaftung (raptiformica+serviformica) nachgedacht, auch wie ich die
Königin vllt voreinem Raubzug schützen kann.
Von b0unc3r kam dann die Idee mit einer seperaten Kammer
(Tictacdose in diesem Fall) in der die die Königin geschützt ist,
denn der Eingang wäre zu groß für sie und die Raptiformica,
jedoch groß genug für Arbeiterinnen und Eier der Serviformica.

Wir sind dann aber doch zu dem Entschluss gekommen,
dass der damit verbundene Zwangsumzug und die Raubzüge
zu viel stress bedeuten würden (für die servis)
und wer möchte das seinen Emsen antun?

LG
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Beitragvon sobek » 4. Jul 2007 15:41

Verstehe ich natürlich. Ich selbst habe ja, wie oben schon gesagt wenig Erfahrung mit dieser Art der Vergesellschaftung. Werde aber mal bei den Leuten nachfragen, die so eine Haltung schon seit ein paar Jahre praktizieren.

lg
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Beitragvon Formica_sedula » 4. Jul 2007 18:05

Das ist nett.
Vllt kannst du dich dann hier nochmal melden und berichten was diese Leute dazu sagen. Würde mich interessieren, auch was die Maße und sonstigen Beschaffenheiten des Formicariums angeht. :-k
naja...
LG
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Beitragvon ohrene » 4. Jul 2007 20:37

@ Sophie wenn die getrennten Becken einigermaßen groß genug sind dürfte es keine Probleme geben. Nur vielleicht eins wenn sie gedenken zur Nachbar Kolonie ins andere Becken zu ziehen wird es problematisch werden daher lieber ein riesiges Becken als viele kleine. Tatsache ist ja auch das die Arten sich nach wie vor an einander gewöhnen werden. Vieles weitere solltest du einfach mal in der Praxis selbst herausfinden. Die Maße selbst bei getrennten Becken sollten bei einem a 1m Liegen. Bei kleineren wenn die jeweiligen Kolonien umziehen adee ^^
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