von Waldläuferin » 18. Jun 2007 22:35
Ich finde es ein bisschen schade, dass hier immer wieder das Gleiche erklärt wird. Obwohl es in vielen Themen schon beschrieben wird.
So wird eine Farm aufgebaut:
Unten kommt eine 2 - 3 cm hohe Schicht wasserspeicherndes Granulat.
An einer Seite bastelt man sich aus einem Strohhalm oder dünnen Schlauch ein Bewässerungsschlauch, der oben und unten mit Watte verstopft wird.
Die Farm wird jetzt locker bis etwas 2/3 mit einem Sand-Lehm-Gemisch (Farbe nach Belieben) befüllt.
Jetzt wird bewässert (durch den Schlauch), bis das Tongranulat komplett dunkel gefärbt ist und das Sand-Lehm-Gemisch sich dunkel färbt. Bitte ein wenig warten, das muss erstmal langsam hochsteigen. Bei zu wenig Geduld wird es zu feucht.
Die Farm mit roter oder schwarzer Folie abdecken, um den Kleinen ein Untertagegefühl zu geben. (Die meisten Ameisen sind rotlichtblind.)
Jetzt kann es los gehen.
Die Farm muss erst wieder ebwässert werden, wenn das Granulat heller wird (Lasius niger), wenn das Sand-Lehm-Gemisch heller wird (Myrmica rubra). Das erkennt man dann! Das Granulat hält sehr lange durch.
Was man sonst noch machen kann:
Ich habe meinen Strohhalm nicht mit Watte bestückt, weil diese schimmeln kann. Mein Strohhalm ist mit Tongranulat gefüllt.
Neben dem Strohhalm buddeln die Kleinen am liebsten, weil es dort schön locker ist. Dort habe ich etwas Granulat oben auf gelegt und sie können dort nicht mehr graben.
Den Strohhalm kann man durch den einen Eingang der Farm ziehen. Die Freiräume vorsichtig mit Watte verstopfen, dann kann keiner fliehen. Wenn man die Farm öffnen will und da wohnen schon Ameisen, dann gehen die in den Angriffsmodus und es kann zu Verlusten kommen. Voll das Gewusel!
Man kann ein kleines Loch vorgraben, so dass die Kleinen schon mal einen Anfang finden.
Von oben würde ich nicht befeuchten, weil damit die kleinen Lehmteilchen aufgeschwemmt werden. Gerade kleine Ameisenarten haben Schwierigkeiten, die dann trocknende Oberfläche wieder aufzubrechen. (Außerdem sieht es nicht schön aus, denn man verschmiert sich damit die Scheiben.)
Mein persönlicher Erfolg:
Sowohl meine Lasius niger als auch meine Myrmica rubra sind innerhalb einer Woche vom Reagenzglas in die angebotene Farm gezogen.