ich bin seit Anfang des Jahres "Herr" über eine Lasius niger Kolonie.
Leider musste die kleine Kolonie viele Anfängerfehler ertragen, wie eine nicht ausreichend abgedichtete Arena (Verlust einiger Arbeiterinnen), zu viel Honigwasser bzw. Wasser im Futtertrog (was zum Ertrinken einiger Exemplare führte) und Schimmel, während des Winterurlaubs.
Die Kolonie hat sich auf die Königin und nur noch eine Arbeiterin reduziert.
Die gute Nachricht, in den letzten 1 1/2 Monaten hab ich keine mehr verloren und die Puppen werden immer größer -> langsam krieg ich den Bogen raus. Hoffe ich.
Lasius niger wohnt in einer Farm mit Arena, aller Ant-Store-Starterset- aufgerüstet um eine Belüftung und liebevoll eingerichtet.
Seit 2 Monaten habe ich auch noch eine Kolonie Camponotus ligniperda (der Ameisenspaß hat mich gepackt). Die Tiere wohnen in einem Antworks-Gelnest (ja, ja, schlagt mich!), mit Arena, ebenfalls belüftet.
Die Tiere sind zu Beginn recht schnell und aus dem Reagenzglas und der Arena in das Gelnest gezogen und haben dort bis vor ca. 3 Wochen auch fleißig ein hübsches Nest mit mehreren großen Gängen gegraben.
Seit etwa drei Wochen scheinen sie damit "fertig" zu sein.
Die meisten der ca. 11 Tiere sitzen in der gröten Höhle bei der Königin und fertig. 3 Krabbler verbringen die meiste Zeit in der Arena. Und schauen nur ab und zu bei der Kolonie vorbei. Die anfängliche Betriebsamkeit hat sich jedenfalls drastisch reduziert.
Jetzt meine gesammelten Fragen:
1) Ist die reduzierte Betriebsamkeit meiner Ligniperdas normal? Erhöht sich die wieder, wenn es mehr werden? Oder liegt es vielleicht an dem so stark kritisierten Gelnest? (wie gesagt, bis vor kurzem hatte ich den Eindruck sie fühlen sich Pudelwohl).
2) Da sich 3 Ligniperdas fast immerzu in der Arena aufhalten und beim Öffnen des Deckels in sofort Richtung Ausgang rennen, muss ich beim Füttern aufpassen wie ein Schießhund, dass mir keine entkommt. Wird das bei mehr Tieren schlimmer oder sollten die Normalerweise nicht so fluchtlustig sein?
3) Die Lasius niger Königin sitzt in einer kleinen Kammer kurz unter der Oberfläche und verlässt diese nie. Die Arbeiterin scheint sich gut um sie zu kümmern - läuft fleißig in die Arena zum Futterholen und so. Kann ich hoffen, dass die Königin mit nur einer Arbeiterin die Kolonie wieder auf die Beine kriegt?
4) Ich hab keinen soo perfekten Blick auf die Eier und will nicht stören, um den zu verbessern. Demnächst sollten ja eigentlich die ersten der nächsten Generation schlüpfen oder?
Wieviele neue Krabbler könnte ich den in der ersten Runde ungefähr erwarten? (es fällt mir echt schwer einzuschätzen, wieviele Eier da drin sind. 10? 15? 100?)
5) Ich habe überlegt, dass ich gerne beide Arenen verbinden würde.
Fürchte aber, dass Ligniperda meine kleinen Lasioten killt.
Ist eine Koexistenz ausgeschlossen? Oder kommen die miteinander aus, solange sie genug Freiraum haben?
6) Derzeit fütter ich meine Ameisen hauptsächlich mit Honigwasser, getrockneten Fliegen und (zusätzlich) einem Dessert aus was frischem: Weintraube, Erdbeere, Apfel, Käse, Wurst.
Tue ich denen mit einem Lebenden Tier, wie einnem Mehlwürmchen oder einer Stubenfliege etwas gutes?
Ich war mal gezwungen eine Wespe zu erschlagen und habe diese dann den Ligniperdern gegeben. Die wurde weiträumig ignoriert.
Auch in der Menge bin ich mir nicht sicher. Zuviel Honigwasser führt bei den Lasiuten zu Ertrinken - habe ich gelernt. Aber wieviele Fliegen braucht eine 12 köpfige Ligniperda-Kolonie, um satt zu sein?
Viele Fragen auf einmal.
Würde mich freuen, wenn ihr mir bei einigen davon Eure Meinung sagen könntet. Bleibt bitte nicht nur am Bösen Gelnest hängen.
Beste Grüße und herzlichen Dank im Vorraus,
Greyfox



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