Eure Meinung zu diesem Thema

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Eure Meinung zu diesem Thema

Beitragvon Darkness » 1. Mär 2007 19:41

Hi

Obwohl ich nicht zu den Menschen gehöre die Philosophie studieren, so setzte ich mich trotzdem des öfteren während meiner Freizeit mit der Welt und dem Leben auseinander.
Ich habe auch einen eigenen Beitrag bezüglich dem Thema „Hoffnung“ und dem „Menschen“ gewidmet, auch wenn dieser auf den letzteren bezogen etwas provokativ wirken mag:




Die „Hoffnung“, ein zweifelhafter „Vorteil“


…… Was ist positiv an einem Leben auf einer Welt, die von den menschlichen Parasiten jeden Tag mehr zerfällt, von denen die Mehrheit nicht im Stande ist die Auswirkungen, nämlich die stetig vorangehende Vernichtung ihrer essenziellen Umwelt und somit die Auslöschung ihrer selbst auf der Erde vorherzusehen, sondern weiter in einer von ihnen aufgebauten Illusions-Welt dahin zu vegetieren ?

Durch ständiges egoistisches, dekadentes, meist exzessives nicht adäquates Handeln, vernichtet der Mensch das ihn umgebende, am Leben erhaltende, nur um selbst am Leben zu bleiben.
Eine Welt welche langsam aber kontinuierlich an einer unheilbaren Krankheit dahingerafft wird, die Krankheit Mensch, die sie nur schon durch ihre anthropogen, irreversiblen Eingriffe schädigt.

Beispiele sind das Scheitern des Kommunismus, Liberalismus und Sozialismus, die Korruption in der Politik, der am besten zu veranschaulichende Imperialismus, oft gefolgt von einer Assimilation, der von der früher und teilweise noch heute von den Kolonialvölkern hervorgetrieben wurde durch die wachsende Machtgier der Menschen verkörpert in dem Begriff „Kapitalismus“.
Die Bereicherung und Plünderung anderer Länder, ethnische Säuberungen, welche Millionen von Menschen den Tod brachte während ein weitaus geringerer Teil davon profitierte. Das Unvermögen eine ausreichende Lebensgrundlage ohne eine Hegemonie für alle Menschen zu behalten. Der vorhandene Rassismus, Diskriminierung, Unzufriedenheit, Ungerechtigkeit….
Die angerichteten Schäden an der ganzen Umwelt durch die Schädigung der Ozon-Schicht, die Ressourcenplünderungen usw. Das sinnlose streben nach einer für jeden anders definierte Ideologie.

Auch wenn die Menschen glauben zu einer utilitaristischen Handlung fähig sein, so sind sie dazu meist durch ihre Eingeschränkte Selbstkontrolle nicht in der Lage.
Wir können uns zwar genug einreden um unser Gewissen zu beruhigen, unter anderem indem wir fragwürdige Sachen legitimieren ohne jedoch der Tatsache bewusst zu sein welchen Schaden wir anrichten.

Man kann das apodiktische Ende niemals aufhalten, man kann es nur hinauszögern und das ist auch schon alles wir Menschen machen. Wir versuchen nur kläglich das unvermeidliche hinauszuzögern in der Hoffnung den Tag des Unterganges nicht selbst erleben zu müssen.
Wobei ich hier die Hoffnung als das wohl Lebensnotwendigste ansehe. Ohne Hoffnung hat der Mensch nicht den Willen zu Leben, ohne Hoffnung sind sein Wissensdurst, seine Bemühungen usw. nicht von jeglicher Bedeutung.

Um die Hoffnung eines Menschen zu eliminieren, müsste man ihm alles nehmen was für ihn von Bedeutung ist. Doch das werden wir uns früher oder später selbst nehmen, auch wenn die Erkenntnis dessen erst folgen wird wenn es schon zu spät sein wird.
Die Hoffnung sehe ich als eine Art „zweideutiges Lebenselixier“ (alles hat seine positiven sowie negativen Aspekte deren Definition sich lediglich durch den Betrachter unterscheidet), welches uns mitgegeben wurde.
Sie ist jenes was unserer Rasse die vorübergehende Existenz gewährt und uns ironischerweise vernichten wird, sie ist unter anderem dafür zuständig unseres absterben hinauszuzögern wie eine unscheinbare Folter.
Was wir machen ist simpel ausgedrückt nichts anderes als ein Grab zu schaufeln, ohne dem Bewusstsein, das es unser eigenes Grab sein wird !

Auch wenn alles geschriebene keinen Sinn ergeben wird, so stellt sich die Frage ob es überhaupt einen Sinn benötigt. Denn um in etwas einen Sinn sehen zu können, dafür ist unter anderem die „Hoffnung“ zuständig……






Ich würde mich über relevante Rückmeldungen, welche sowohl positiv als auch negativ ausfallen freuen. :wink:
Darkness
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Beitragvon S.T.K » 18. Mär 2007 00:39

Hallo

Ich versuche jetzt mal eine etwas , nunja, angemessenere Antwort zu geben :roll: . Obwohl das zu so später Stunde nicht wirklich leicht fällt (warum bin ich überhaupt noch wach?).

Dass der Text zu lang sein soll finde ich überhaupt nicht, wenn schon zu kurz. Wegen deines sehr angenehm zu lesenden Schreibstils würde man wirklich gerne noch mehr lesen, und nicht nur der Stil sondern (vor Allem) der Inhalt ist lesenswert. Aber der letzte Satz ist wirklich genial, und lässt auch auf eine Fortsetzung hoffen.

Mfg Stefan
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Beitragvon nr.103683 » 18. Mär 2007 09:59

Also ich habe zzt auch das Fach Philosophie als Wahlpflichtfach.Ich denke du solltest vllt mal einiges von Kant lesen,der dieses Thema "Hoffen" auch oft verwendete.Eine von Kants aufgestellten Fragen (wer sich vllt erinnert: die Kant'schen Fragen...), bezieht sch direkt aufs Hoffen (Was darf/kann ich hoffen?).Also wenn du dich noch weiter dafür interessierst kann ich dir Kant nur empfehlen.
>line<
Aber dein Text ist echt gut, wäre wahrscheinlich sogar mein Philosophielehrer der Meinung.Wenn du so weiter machst, kommste vllt mal in 20Jahren in ein Philosophie-Lehrbuch^^Also weiterhin viel Glück damit(Was ist glück? :D ).
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Beitragvon Darkness » 18. Mär 2007 20:40

Vielen Dank für eure Rückmeldungen.
Na ja, mit einer Vortsetzung hatte ich eigentlich nicht gerechnet, vielleicht ergibt sich noch was, des weiteren steht euch je die Möglichkeit offen selbst ein paar Fragen los zu werden. :grin:

Was Kant anbelangt, so werde ich mich mal nach seinen Büchern umsehen. Danke für den Hinweis.

Noch zu deiner Frage nr.103683, habe versucht zu antworten, hatte leider wie gesagt nicht viel zeit heute darüber nachzudenken.



Was ist „Glück“?


Mit dem Begriff „Glück“, bezeichnen wir meist eine spezifische Situation welche nach unserer Auffassung eine für uns gewünschte/gehoffte Wirkung erfüllt, obgleich die Bedingungen, welche für eine solche Situation vonnöten wären, so jedenfalls meinen wir es zu interpretieren, nur möglichst gering waren im Vergleich zu einem Scheitern des gewünschten/gehofften.
(Das „gewünschte“ bestätigt sich durch das eintreten des „Erhofften“,
 keine Hoffnung = keine Wünsche, aber nicht umgekehrt.

Die meisten, wenn nicht gerade alle Fatalisten, sind gegen die Verwendung des von dir erwähnten Begriffes. Schliesslich ist nach ihrer Meinung alles „Schicksal“, folglich kann kein „Glück“ existieren. Allerdings könnte man streng genommen, natürlich als Aussenstehender sagen, dass ein Fatalist mit einem erfüllten Leben, ein „glückliches“ Schicksal hatte.

Denke man könnte es noch andres definieren, habe aber eben nicht viel zeit zum nachdenken, falls weitere Fragen bestehen, auf welche ihr solch skurrile Antworten wollt, einfach nur schreiben. :wink:
P.S Habe es grad selbst durchgelesen, habe die Sätze etwas zu sehr verschachtelt mit den vielen Kommas…falls was falsch ist, bin immer für Kritik bereit.
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Beitragvon nr.103683 » 18. Mär 2007 20:49

Naja,streng philosophisch wäre Glück etwas, was das Ziel einer Zielsetzung ist...lol,ganz einfach erklärt.Nein,ist komplizierter, bin aber gerade etwas schreibfaul.
@Darkness: wenn du icq, msn, yim,skype,ts oder nen japanischen messenger, dessen Namen ich nicht mehr weiß, wo ich allerdings einen Account hab,würde ich mich freuen wenn du mich mal addest.
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Beitragvon sven2436 » 18. Mär 2007 22:03

Ich muss gestehen ich kann dem Ganzen nichts abgewinnen.

Meiner Ansicht nach kann derart nur jemand rumphilosophieren der vom Leben noch nichts mitbekommen hat.
Prinzipiell ist es auch pures "Glück" für ihn, wenn er sich nur aus reiner Spass an der Freude mit soetwas auseinander setzen muss...

Aber es gibt Menschen, die haben keine Hoffnung mehr, hatten und haben nie mehr Glück.
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Beitragvon Darkness » 19. Mär 2007 01:02

Meiner Ansicht nach kann derart nur jemand rumphilosophieren der vom Leben noch nichts mitbekommen hat.


Ja, das mag ja deine Ansicht sein, aber demzufolge wären ja fast alle Philosophen Leute, welche nichts vom leben mitbekommen. Und wenn ich jetzt ein Philosoph wäre, würde ich dir sagen, dass aus einem solchen Induktionsschluss nichts folgt.

Aber es gibt Menschen, die haben keine Hoffnung mehr, hatten und haben nie mehr Glück.


Dazu muss ich nur noch zitieren:
keine Hoffnung = keine Wünsche, aber nicht umgekehrt.

Wenn man keine Hoffnung mehr sieht, weil man glaubt das nichts mehr besser werden kann, dann wird man auch kein „Glück“ wahrnehmen, wie die anderen es tun, bei welchen noch Hoffnung im Bewusstsein existiert. Ob jedoch auch noch Hoffnung im Unterbewusstsein der „Hoffnungslosen“ existiert, könnte gut möglich sein.
Ohne die Hoffnung im Unterbewusstsein, welche man nicht wahrnimmt, gebe es im Leben keine Enttäuschungen und das ist leider so, deshalb habe ich die Hoffnung oben auch als eine Art der „nicht bewusst wahrgenommenen Folter“ beschrieben.
Also ist deine Aussage nicht ganz richtig. Zwar pflichte ich dir bei, dass sie keine Hoffnung bewusst wahrnehmen, jenes muss aber noch lange nicht bedeuten, dass sie nie "Glück" wahrgenommen haben. :wink:
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Beitragvon sven2436 » 19. Mär 2007 07:48

Ich meine nicht das Philosophen nicht das Leben gelebt haben und nicht Weise sein können, aber...

Auch Hoffnung mit Wünschen zu Vergleichen ist irreführend, wenn nicht schlichtweg falsch.

Der Text ist doch auch gut geschrieben und spricht viele Wahrheiten an, da will ich nicht dran rütteln, also nicht persönlich nehmen, ist ja nur ein Gefühl/eine Meinung von jemanden der mal die Schattenseite am eigenen Leib spüren durfte!
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Beitragvon Darkness » 19. Mär 2007 15:43

Auch Hoffnung mit Wünschen zu Vergleichen ist irreführend, wenn nicht schlichtweg falsch.


Hm, ich habe das so gemeint, dass die Hoffnung auch als desillusionierendes Gefühl in Kraft treten kann und im Menschen eine gewisse Resignation hervorruft.

ist ja nur ein Gefühl/eine Meinung von jemanden der mal die Schattenseite am eigenen Leib spüren durfte!


Was das anbelangt, so kann ich deine Schlussfolgerung schon nachvollziehe. Ich selbst, hatte und habe noch solche Empfindungen, worüber ich jetzt auch nicht mehr sagen möchte. Auf jeden Fall ist mein etwas Menschenverabscheuender erster Beitrag in einem solchen Gefühlszustand entstanden… :?
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Beitragvon nr.103683 » 19. Mär 2007 17:52

Ja, solche Geschehnisse reißen uns zu solchen Taten sehr schnell hin....Somit haben die Schattenseiten ja auch ihre Vorteile.Wer weiß was uns ohne diese verborgen biebe?
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Beitragvon ShIeLa » 12. Apr 2007 19:13

Bin ziemlich beeindruckt über die exellente und ausdrucksstarke Schreibweise von Darkness. :sun02: Habe mir dieses Thema ausgedruckt und alleine, aber auch mit meiner Familie durchgelesen. Dabei sind wir, trotz größtenteiliger Zustimmung des Inhaltes, zu der Feststellung gekommen daß es auch für einen Hobbyphilosophen wie dich Darkness wohl kaum gelingt so einen Text ohne ein dickes Fremdwörterbuch neben sich liegen zu haben, zu verfassen..
Sicher gibt es dem Ganzen einen Gewissen Umfang, allerding hast du dich an manchen Stellen wirklich verstrickt und etwas undurchsichtig gestaltet. ](*,)
Aber trotzdem sehr eindrucksvoll! Mach weiter so..

lg Shiela
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Beitragvon ShIeLa » 12. Apr 2007 19:16

Zu diesem Thema auch nochmal n paar Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar zum nachschlagen!
Dateianhänge
weltbevölkerung.jpg
Die Weltbevölkerung altert im Eiltempo
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Beitragvon Sulmann » 2. Sep 2007 18:33

Also
1. Finde ich den Text sehr gut und stimme mit den Aussagen fast zu 100% überein
2. Es gibt nicht nur eine Wahrheit. Die Wahrheit ist diejenige die der Betrachter versteht, die ihm/ihr gefällt (nicht immer zutreffend), und mit der er/sie am besten leben kann. Kurtz gesagt die Warheit liegt im Auge des Betrachters.
3.
Durch ständiges egoistisches, dekadentes, meist exzessives nicht adäquates Handeln, vernichtet der Mensch das ihn umgebende, am Leben erhaltende, nur um selbst am Leben zu bleiben.

Zu dieser Stelle möchte ich behaupen, hast du den Kapitalismus vergessen und nich das "am leben erhaltende" sondern das vermeintlich am leben erhaltende. Oder meintest du die Umwelt damit? dann wär es natürlich (meinermeinung nach ) richtig.

Ps.: Würd mich echt gern mal mit dir Philosophisch auseinandersetzten
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