Befeuchtung Glas-Apartment

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Befeuchtung Glas-Apartment

Beitragvon Reduan » 28. Mär 2007 13:57

Hallo zusammen,

ich weiss zwar, dass hier in vielen Threads schon sehr viel über die Befeuchtung von Formicarien (Farmen) geschrieben worden ist, trotzdem bin ich mir nicht wirklich sicher, ob ich das so alles richtig verstanden habe.

Ich habe es bisher so verstanden, dass ein Schlauch von unten mit Watte verstopft, darauf mit Wasser gefüllt, von oben mit Watte "verschlossen" und anschließend an einer Seite in den Farmbereich integriert wird.

Da würde ich z.B. gerne wissen, ob der untere Teil des Schlauchs bis zum Farmboden reichen, bis in den "Seramis"-Bereich vorstoßen oder aber auf diesen aufliegen soll? Oder macht das keinen Unterschied?

Wie finde ich heraus, ob zu wenig oder zu viel befeuchtet wird. Kann man ungefähr sagen, wie lange ein gefüllter Schlauch mit 8mm Durchmesser und ca. 15mm Länge halten sollte, bevor er wieder gefüllt werden muss???

Was ist die beste Methode, um den Schlauch wieder aufzufüllen? Schließlich sollte doch der Schlauch dabei möglichst wenig bewegt werden, um die Ameisen nicht zu stören. Mit Spritze und Kanüle durch die obere Watteschicht auffüllen?

Ich hoffe, dass ihr Verständniss habt, dass ich hier an dieser Stelle noch einmal auf dieses Thema eingehe. Wenn ich mir die Berichte und das Forum hier so durchlese, scheinen Fäulniss und die Entstehung von Schimmelpilzen durch zu starke Bewässerung ernsthafte Probleme der Ameisenhaltung zu sein. Daher möchte ich schon gerne genau wissen, was zu tun ist, um diese Vorkommnisse zu vermeiden, bevor ich mir diese "Haustiere" zulege.

Schönen Gruß,

Reduan
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Beitragvon FatalError » 28. Mär 2007 16:39

ich weiß leider nicht genau, welche nestart du verwenden möchtest.

ich geh mal von nem erdnest aus, als farmbereich?

die kombination aus schlauch und seramis klingt irgendwie komisch.

wenn der schlauch mit watte verschlossen ist, wird das seramis doch kaum nass, oder hab ich was falsch verstanden...?

den schlauch verwendet man eigentlich, um nur einen kleinen bereich eines nestes zu befeuchten, zum bsp nur eine feste kammer, bspw in einem korknest, holznest , whatever.

und seramis dient als großflächiger wasserspeicher, den kann man mit spritze oder pipette auffüllen, wenn er trocken wird.

um schimmel vorzubeugen, muss halt die durchlüftung stimmen.

man kann sich vorstellen, zwischen zwei glasplatten staut sich die luft und die feuchtigkeit, der schimmel kommt bestimmt...

bei lasius niger wird der ganze erdnestbereich feucht gehalten, weil die sandlehmgemische sonst zu fest werden, um von den ameisen bearbeitet werden zu können.

bei fest-nest-varianten reicht es, nur eine feuchte kammer anzubieten.


überleg dir halt, wie du sie halten willst, lasius niger - erdnest wäre schon gut...(:

(:
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Beitragvon meisi » 28. Mär 2007 19:42

Ausgehend vom Erdnest in einer (Acryl-)Glasfarm, füll das Seramis (aber nicht alles!) ein, nimm einen Strohhalm (ich hab einen Pinken, hoffentlich stört dass die kleinen nicht ;-) ) stell diesen dann an die Seite des Nestes, so dass er auf dem Seramis auflegt, vergiss dann dass mit der Watte und füll den Halm mit Seramis auf.

Damit fällt auch keine Ameise mehr in den Halm und das bewässern ist ganz einfach.

Edit:
Mit der Wassermenge muss ich selber noch Erfahrungen sammeln.

Edit 2:
Habe ein Bilder meines Aufbaus hier eingestellt: http://www.antstore.net/viewtopic.php?p=38668
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Beitragvon Reduan » 29. Mär 2007 10:36

Vielen Dank für die Antworten!

Ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher, was nun wirklich die beste Lösung ist, aber die "Seramis in Strohhalm Lösung" hört sich schon einmal ganz gut an...

Tipps zur Dosierung des Wassers würde ich weiterhin gerne entgegen nehmen. Ansonsten muss man sich wohl einfach selbst ein wenig an die richtige Dosierung herantasten...

Bei mir geht es im übrigen um den Farmbereich in einem Glasapartment...

Eine Frage hätte ich aber noch:

Könnte mir bitte kurz jemand die Vor- u. Nachteile von Pflanzenöl als "Ausbrechschutz" nennen? Oder anders, gibt es einen bestimmten Grund, weshalb ich ein anderes "Mittel" bevorzugen sollte?

Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe!

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Beitragvon meisi » 29. Mär 2007 11:13

Öl wird irgendwann ranzig und ist kleberig, es verläuft und trocknet nicht fest.

Ich habe das PTFE Pinselzeugs ausprobiert und mit ein wenig Übung lässt sich das super auftragen.

Vorher genau ansehen wie man das auftragen soll (bei dem Artikel im Shop ist ein Beispiel).

Ich hab es beim dritten Versuch ziemlich ordentlich hinbekommen :-)
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Beitragvon twister » 29. Mär 2007 15:00

Und ihr verratet mir jetzt noch was seramis ist ?
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Beitragvon meisi » 29. Mär 2007 15:20

Das Tongranulat was da unten drin ist. Das grobkörnige Zeugs da.
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