Atta bringen sich selbst um; dies durch ein Kabel

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Atta bringen sich selbst um; dies durch ein Kabel

Beitragvon ohrene » 4. Mär 2007 20:07

Nach dem ich bei mir die Heizkabel provisorisch befestigt habe, d.h. mit einem draht umwickelte, hingen schon wenige Stunden später viele Atta an diesem Kabel.

Erst nach weiteren 2 Tagen betrachtete ich dies noch einmal genauer und musste mit entsetzen Festellen was für ein Drama sich dort abspielte. Es ging so gar so weit das sich die Atta auch in sich selbst verbissen, vereinzelte Tiere neben her krabbelten die von anderen Artgenossen gebissen worden waren.

hier Fotos:


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Beitragvon SimGee » 4. Mär 2007 21:03

Uiuiui...

wie passiert denn sowas?! Die werden so´n Kabel doch wohl kaum für einen "Feind" halten, den es anzugreifen gilt...

Beileid :priest:
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Beitragvon ohrene » 4. Mär 2007 23:31

gute frage es ist jedenfalls nur am Ende bei den feinen Drähten... vor allem das es bei beiden Seiten der Fall ist irritiert sehr stark...
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Beitragvon sobek » 5. Mär 2007 16:42

Hm, vl gehen von den Kabeln elektromagnetische Wellen aus die die Tiere irritieren? Ich weiß nicht wie empfindlich Ameisen in derer Hinsicht sind, doch möglich wärs doch?
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Beitragvon SimGee » 5. Mär 2007 16:50

Vllt. waren das auch die Elektriker Deiner Kolonie... hatten aber keinen vernünftigen Vorarbeiter :-k

Hab mal wegen Ameisen und derren evtl. Fähigkeit Spannungen wahrzunehmen gegoogelt, aber nix gefunden... evtl. weiss earlant was dazu...
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Beitragvon Markus » 5. Mär 2007 17:24

Falls die Tiere die Isolierung für Blattwerk gehalten haben, verwundert es mich nicht, dass sie sie entfernt haben...
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Beitragvon ohrene » 5. Mär 2007 22:18

sorry hätte es genauer beschreiben sollen... jedenfalls das Kabel war nicht unter Strom, es diente einfach nur als "schnurr" um das Heizkabel zu umwickeln. Auch die Isolierung war nicht mehr vorhanden.
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Beitragvon NoMa » 5. Mär 2007 23:55

Wenn die Isolierung schon ab war und kein Strom floss, könnte es vielleicht was mit dem Kupfer zu tun haben.
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Beitragvon ohrene » 6. Mär 2007 18:16

hm wer weiß ^^ werde es jedenfalls noch mal versuchen nach zu vollziehen in dem ich ein Kabel ins Hauptbecken lege...
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Beitragvon Radon » 6. Mär 2007 21:25

Wenn das Heizkabel während des Betriebes umwickelt war kann es zu einer induktiven Kopplung gekommen sein (selbes Prinzip wie beim Transformator), allerdings dürfte eine solche Induktionsspannung nur ein paar Volt betragen. Ob die Ameisen nun derart empfindlich auf eine so geringe 50Hz-Wechselspannung reagieren weis ich nicht. Für uns wirds erst ab 50V gefährlich, aber Ameisen sind ja demensprechend kleiner.

Mögliches Szenario: Das Heizkabel hat eine Spannung von 1,2V im Draht induziert. Durch die Feuchte im Becken wurde der Draht kurzgeschlossen, bzw es kam zu Kriechströmen von einem Ende zum anderen. Möglicherweise ist das Nervensystem der Tiere so empfindlich um bereits eine sehr geringe Wechselspannung als Berührung oder "Biss" warzunhmen. (Wer sich schon mal eine am Lichtnetz gefangen hat weis das man das durchaus als unangenehm emfinden kann, wobei ich mich als angehende Elektrofachkraft schon mehr oder weniger dran gewöhnt habe ;) ) Nach und nach können sich so immer mehr Ameisen ins kabel und ineinader verbissen haben, da die Spannung von einem Individuum zum anderen weitergegeben wurde. (Merke: Falls mal jemand in die Steckdose langt und rumzappelt, immer mit einem nichtleitendem Gegenstand abdrängen, nie direkt zugreifen. Ansonsten giebts eine Polonaise wie oben zu beobachten; nur in menschlicher Form^^)

Gruß Radon
Zuletzt geändert von Radon am 6. Mär 2007 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Philsen » 6. Mär 2007 21:31

@Radon
ohrene hat geschrieben:sorry hätte es genauer beschreiben sollen... jedenfalls das Kabel war nicht unter Strom, es diente einfach nur als "schnurr" um das Heizkabel zu umwickeln. Auch die Isolierung war nicht mehr vorhanden.


Das Kabel an dem die Ameisen hängen ist lediglich ein Kabel
das man beispielsweise für Hifi-Boxen nimmt und nicht das
Heizkabel.

Genauer lesen ;)

Edit: Ok, ich hab wohl nicht genau gelesen :oops:

Aber zu induktiven Kopplungen kann es nur kommen
wenn zwei offene Pole neben einander liegen, da das bei
einem Heizkabel aber nicht der Fall sein kann würde ich das aus-
schließen.

Bei Leuchtstoffröhren die man mit Zsu betreibt kommt so
etwas häufig vor, da man in Deutschland nur einen durch-
gänigen Pol hat. Da aber die Leiter bei einem heizkabel
eigentlich von Werk aus fertig montiert sind sollte man das
echt ausschließen können.
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Beitragvon Radon » 6. Mär 2007 21:44

Habe ich, aber bei wechseltrömen, wie dies bei einem einem heizkabel für 230V aus der steckdose üblich ist, giebt es den effekt der Induktionsspannung. Jeder stromdurchflossene leiter ist mit einem Magnetfeld umgeben. Bei Wechselstrom logischerweise mit einem wechselndem Magnetfeld, dass sich in naheliegende andere leiter einkoppeln kann. Transformatoren arbeiten nach diesem prinzip, nur effektiver.

Gruß Radon
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Beitragvon Radon » 6. Mär 2007 21:49

Ok bist mir zuvorgekommen^^ Wie meinst du das mit dem offenen pol? Induktive kopplung findet nicht über blanke stellen am kabel stadt, sondern über ein elektromagnetisches feld durch die luft falls du das gemeint hast. In den betrieben müssen wir (ich) z.B. höllisch darauf achten das Frequenzumrichter und deren Leitungen in einen faradeyschen Käfig "gesperrt" werden, da die mistdinger bauartbedingt ein so hohes Störpotential besitzen dass sie ansonsten sofort allerhand störsignale z.B in Datenleitungen induzieren würden.

Gruß Radon
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