Hat wohl jemand nen Tipp? :-) - Lasius oder Messor

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Hat wohl jemand nen Tipp? :-) - Lasius oder Messor

Beitragvon Nuharlesh » 27. Jun 2006 23:22

Nahmd :)

Ich hab ja nun die letzten Tage einiges an Infos hier sammeln koennen. Wenn ich Zeit hatte, hab ich hier gelesen *g* Nu hab ich aber doch noch nen paar kleine Fragen.
Im Moment bin ich dabei, mir nen Formicarium zusammenzustellen (Hatte das ja in nem anderen Thread angeschnitten - Aquarium - 60x30x30cm umgebaut mit ner eingebauten Farm als Nest etc)
Jetzt bin ich nur am ueberlegen, was fuer ne Kolonie da dann demnaechst einziehen soll.
Als "absolute Anfaengerrassen" werden ueberall Lasius niger oder Myrmica rubra empfohlen ... Wenn ich aber so weiterlese, dann find ich die Messor barbarus gar nicht mal so uninteressant.
Vom Platz her sollte jede der drei Rassen ja min. 1-2 Jahre gut auskommen denk ich. Oder habt ihr andere Erfahrungen gemacht?
Was fuettert ihr, wenn ihr ne Kolonie Messor barbarus habt? In Beschreibungen steht was von "Hauptsächlich Körner verschiedener Wildpflanzen (auch Gräser)" ... und natuerlich auch Zucker/Honigwasser und Insekten wie bei den meisten anderen Arten auch.
Waere nett wenn der/die ein oder andere was genaueres zu Messor barbarus im Vergleich zu den beiden anderen Arten hier berichten koennte :-) Was ich bisher so gefunden habe ist mir nen bissl mager ...

so long :-)
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Beitragvon HeldGoP » 27. Jun 2006 23:51

hi,

um den ersten ameísen hunger zu stillen ;) ist messor nix. selbst in einer etwas größeren kolonie ist sehr wenig action. auserdem sind messor total stressempfindlich und wenn du in das nest schaust rennen erstmal alle tiere wild hin und her.

ich würde dir zu einer großen Myrmica kolonie raten, die kannst du dir selber fangen (in der suche stehen garantiert einige tipps und tricks dazu) und sie sind viel leichter zu halten als messor.

wenn du nebenbei noch eine messor queen kaufst und zu einer kleinen kolonie großziehst (vorher is das nämlich stinklangweilig) ist die arme queen auch nicht so gestresst weil du dauernd nachschaust ;)

mfg
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Beitragvon Bud Spencer » 28. Jun 2006 08:16

Hallo Nuharlesh,

ohne besserwisserisch erscheinen zu wollen, will ich Dich darauf aufmerksam machen, dass es sich bei L. niger, M. rubra, etc. nicht um Rassen, sondern um Arten handelt. Rassen finden sich innerhalb von Arten, z. B. sind alle Hunde eine Art, sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Rasse.

Gruß,

Bud
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Beitragvon Rhubarb » 28. Jun 2006 17:28

Hallo, da möchte ich mich gerne gleich mal einschalten... :grin:

Ich hatte mir eigentlich auch erst überlegt, mit Lasius niger einzusteigen, aber nachdem ich die letzten Wochen viel recherchiert habe, ist mir aufgefallen, dass ich anscheinend einer Kolonie Messor capitatus viel eher gerecht werden könnte als Lasius niger. Das langsame Kolonie-Wachstum halte ich für einen Vorteil.

Welche Schwierigkeiten können denn bei Messor capitatus auftreten, sodass sie nicht als Anfängerart empfohlen wird?
Worauf muss man besonders achten?
In welchen Bereichen hat sie höherer Ansprüche als Lasius niger?

(Ich meine abgesehen von der Schreckhaftigkeit bzw. der Temperatur und Beleuchtung...)
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Beitragvon matze94 » 28. Jun 2006 18:47

Hi!
Naja das mit der Brut dauert halt ein bisschen.
Sonst nur das sie sehr schreckhaft sind.
Höhere ansprüche hat siebei der Luftfeuchtigkeit. Ansonsten sind sie genauso Leicht zu halten wie LN.
Aber ich würde dir eine Kolonie raten,keine Königin das dauert dann nämlich 1-2 Monate bevor sie Arbeiterinnen hat. Und auch dann is nicht viel los bis die Kolonie größer wird.

Mfg Matze
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Beitragvon Rhubarb » 28. Jun 2006 20:08

Das mit der Luftfeuchtigkeit kaufe ich dir jetzt nicht ab! :shock: Überall, wo ich nachgelesen habe, stand, dass sie es lieber etwas trockener mag.

Ihr schreibt immer alle, dass man in erster Linie darauf achten muss, dass es den Ameisen gut geht, aber ihr scheint sie alle nur zur Unterhaltung zu halten... "Da ist nicht viel los" und so. Das finde ich irgendwie traurig.
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Beitragvon HeldGoP » 28. Jun 2006 20:26

was hast du denn von deinen ameisen wenn du sie in den ersten monaten nicht zu gesicht bekommst?

und wiso sollte man ameisen denn halten wenn nicht zur unterhaltung? ok, vllt für wissenschaftliche zwecke, aber sonst?

mfg
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Beitragvon Rhubarb » 28. Jun 2006 23:44

Was hast du denn von deinen Ameisen, wenn sie ein halbes Jahr Winterschlaf halten? Was hast du denn von deinen Ameisen, wenn sie den ganzen Tag nur im Formicarium herumkrabbeln?

Ich finde es einfach unsinnig, sich Ameisen nur anzuschaffen, damit sie den ganzen Tag spannend sind. Auch langsame Veränderungen können interessant sein und Geduld braucht man ohnehin.

Wegen der Luftfeuchtigkeit habe ich auch nochmal nachgesehen. Messor capitatus lebt u.a. auf Malta. Diese Insel ist so trocken wie die Wüste... :!:

Wäre übrigens für weitere Antworten dankbar... :D
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Beitragvon HeldGoP » 29. Jun 2006 11:24

hi,

die ameisen suchen sich in der natur (zb auf malta) den feuchtigkeitsbereich der ihnen passt, wenn es zu trocken wird buddeln sie sich weiter in die erde, die körner lagern nahe der oberfläche damit sie nicht wegen zu viel feuchtigkeit keimen.

wenn du dich nach der luftfeuchte auf malta richtest weist du noch lange nicht bei wieveil feuchtigkeit zb de brut gelagert wird bzw sich am besten/überhaubt entwickelt.

und selbst wenn du das wüsstest, wenn deine königinn dann nicht von malta kommt kannst du das wieder vergessen.

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Re: Hat wohl jemand nen Tipp? :-)

Beitragvon Nuharlesh » 29. Jun 2006 12:52

Nuharlesh hat geschrieben:Was fuettert ihr, wenn ihr ne Kolonie Messor barbarus habt? In Beschreibungen steht was von "Hauptsächlich Körner verschiedener Wildpflanzen (auch Gräser)"


Kann mir die Frage evtl. noch jemand beantworten, bevor der Thread hier in ner Diskussion ueber die Luftfeuchtigkeit auf Malta endet?
btw: Da wir hier in ner ganz anderen Klimazone leben, wuerden wir das eh nich so hinkriegen wie auf Malta - so what?!
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Beitragvon Rhubarb » 29. Jun 2006 14:46

@HeldGoP: Wie mich das aufregt, wenn die Leute meine Posts nicht anständig lesen :!: und dann dumme Antworten geben...

Es ging um die Luftfeuchtigkeit, nicht um die Feuchtigkeit des Nests :idea:
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Beitragvon HeldGoP » 29. Jun 2006 14:53

die luftfeuchtigkeit hängt aber von der feuchtigkeit des nestes ab, wenn du schon mal ameisen gehalten hättest wüsstest du das....
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Beitragvon Rhubarb » 29. Jun 2006 23:18

Das ist wiederum auch nicht richtig, da es z.B. bei tropischen Arten sicher nicht reicht, dass Nest klitschnass zu machen, damit die Luftfeuchtigkeit steigt...
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Beitragvon Darkness » 30. Jun 2006 12:38

@ Rhubarb

Die Feuchtigkeit des Nestes hängt in gewissen Fällen schon mit der Luftfeuchtigkeit zusammen, aber sie wird auch sehr stark von der Nestumgebung beeinflusst. Ist der Boden der Arena beispielsweise feucht und es herrschen hohe Temperaturen hat das einen deutlichen Luftfeuchtigkeitsanstieg zur Folge. Das kennt man ja wenn man auch schon exotische Ameisen gehalten hat, welche oft eine bestimmte Luftfeuchtigkeit vorziehen. Es stimmen also beide Aussagen teilweise, das was HeldGoP gesagt hat ist insofern richtig da die Feuchtigkeit eines Nestes sich auch auf die Luftfeuchtigkeit auswirkt. In freier Natur kann dies allerdings von den Ameisen wesentlich beeinflusst werden. Sie können ja mithilfe ihrer sehr speziellen Architektur, ich beziehe mich bei diesem Beispiel auf den Nestbau der Atta sexdens, welcher ihnen erlaubt Feuchtigkeit, Temperatur und den Sauerstoffgehalt durch die Tiefe der Nestkammern und speziellen Entlüftungskanäle zu regeln. Natürlich ist es fast unmöglich den Ameisen in der Haltung gleiche Bedingungen wie in der Natur zu widerspiegeln, deshalb kann es gut sein das bei einem einfachen Formicarium im Nest sowie in der Arena nahezu die gleiche Feuchtigkeit herrscht.
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