Temnothorax sp.

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Temnothorax sp.

Beitragvon Ratinger » 5. Jun 2006 14:32

Hallo
in meinem Garten versammeln sich auf einem halben meter Geweg
hunderte Themnos.
Sie sehen aus wie die die hier als Kolo angeboten werden (http://www.antstore.net/auction_offer_view.php?ao=99) und deshalb schätze ich es sind sp.<was heist sp.?

also wie gesagt, sie kommen zu hunderten aus ihren Nestern
und wuseln so durcheinander, es sind 3Stellen an denen sie besonders dicht zusammen sind (ich schätze Nesteingänge)
Geschlechtstiere sind keine da.

meine Frage: was machen die da?
ist das eine riesen Kolo oder sind das 3?

mfg Marco

P.S.:sorry ich hatte es eilig, Fotos folgen (hoffentlich)
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Beitragvon Frey » 5. Jun 2006 14:45

Hi,

sp. heisst Spezies. ( Unbestimmt ).

Es könnte sein das du eine Art vor deiner Tür hast, welche demnächst schwärmt. Es gibt zumindest Temnothorax Arten wie affinis die jetzt schwärmen.
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Beitragvon HeldGoP » 5. Jun 2006 14:55

hi,

sp. ist kurz für species, also ist die art nicht genau bestimmt.

bist du dir denn sicher das es Temnothorax sind? nicht eher Tetramorium?

mfg
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Beitragvon earlant » 5. Jun 2006 20:05

Autsch, und nochmals autsch!

Themnothorax heißen nicht so, sondern Temnothorax.

Sie treten nie zu Hunderten auf und nie auf einem Garten-Gehweg, weil sie nicht im Boden leben.
Ratingers „Temnothorax“ dürften Tetramorium sp. sein („sp.“, weil allenfalls ein Hellseher die Art benennen könnte), aber es könnten nach der Beschreibung auch Lasius sein.

Die in der „auction“ angebotenen „Temnothorax“ sind Leptothorax. Wenn sie auf den Antennenschäften und den Tibien abstehende Haare haben, sind es L. acervorum, andernfalls L. muscorum. (Gute Lupe erforderlich!).

Laut Bild und Beschreibung haben sie bereits Geflügelte. Das ist viel zu früh im Jahreszyklus, die müssten dann bereits etwa Mitte Juli (!) in ihre nächste Überwinterung gebracht werden. Richtig überwintert, also bei etwa täglichem Wechsel von tagsüber +10 Grad C und nachts um die null bis minus 2 Grad, könnten sie dann Ende Oktober wieder Frühjahrsbedingungen bekommen, um Weihnachten hätten sie den nächste Jahrgang Geschlechtstiere. In jedem Fall sind sie bereits jetzt gründlich aus ihrem natürlichen Jahreszyklus gebracht. - Ihr dürft mir glauben, ich habe gerade L. acervorum über sehr viele Jahre hindurch gehalten!

Temnothorax affinis schwärmt im Freiland noch lange nicht, vor allem nicht in diesem kalten Frühsommer.

Es ist mit Ameisen und ihren Klimaansprüchen halt nie so ganz einfach wie mit Meerschweinchen oder Goldhamster!

MfG Earlant
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Beitragvon Krümel » 6. Jun 2006 09:14

Guten Tag.
Ich möchte mich dazu äußern da ich diese Kolonie anbiete. Für die frühen Geschlechtstiere kann ich nichts, ich fand diese Kolonie Mitte März zwischen Stamm und Rinde einer alten abgestorbenen Fichte, und da war diese Brut schon vorhanden. Da ich die Kolonie jetzt aber nicht einfach so sterbenlassen will: was könnte man tun? Würde es nützen wenn ich die Kolonie einfach wieder aussetzte? Oder müsste ich sie bei mir überwintern?
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Beitragvon earlant » 6. Jun 2006 13:56

@ Krümel

Du bist schon „schuld“ daran, dass die Kolonie jetzt bereits Geflügelte hat! Im Freiland, zumal in diesem kalten Frühjahr, hätte die Entwicklung der überwinterten Larven frühestens im April begonnen (Ende März hatten wir noch Schnee!), und dank überwiegend kühler Tage und kalter Nächte wäre sie wesentlich langsamer vorangeschritten als im warmen Zimmer. – Von den Haltern weiß das nur kaum einer! Es betrifft aber alle einheimischen Arten, die oftmals zu früh ausgewintert werden und denen man dann ein andauernd „schönes“ Wetter vorgaukelt.

Ich denke, Du kannst die Kolonie jetzt noch ins Freie setzen. Ich weiß nicht genau, wie weit die L. acervorum im Freiland mit der Brutentwicklung sind (um das zu kontrollieren müsste ich ein oder ein paar Nester öffnen, denen das aber nicht gut tut). Bleibt es weiterhin kühl, werden die L. acervorum gegen Mitte oder Ende Juli schwärmen. Das kann sich dann auch noch bis Ende August hinziehen. Je nach Lage der Nester (sonnig, schattig) und Meereshöhe (sie kommen von der Ostseeküste in Schweden, null Meter) bis auf 3.000 m vor (Gornergrat im Schweizer Wallis). 2-3 Wochen heiße Witterung würden alles sehr beschleunigen. Jedenfalls ist es nicht ausgeschlossen, dass Deine Geschlechtstiere noch den „Anschluss“ bekommen und „warten“ bis sie parallel zu anderen aus dem Freiland schwärmen können.

Sie künstlich zu überwintern ist im normalen Haushalt schwierig. Bevor ich professionelle Kühlbrutschränke fürs Labor kaufen konnte, habe ich behelfsmäßig einen normalen Kühlschrank mit einer Zeitschaltuhr gesteuert: Etwa 18:00 angeschaltet, dann hat er die Nacht durch gekühlt („Herbstphase“ und „Frühjahrsphase“ im Gemüsefach, ca. 8-10 C; „eigentliche Winterphase“ näher am Verdampfer: 0 bis -3 C), morgens gegen 10:00 ausgeschaltet, dann heizt sich der Innenraum bis abends allmählich auf 10-12 C auf. Wenn es zu warm wird, muss man früher wieder einschalten, oder zwischendurch mal für ½ Stunde kühlen.

Hört sich kompliziert an, aber es war letztlich die Möglichkeit, über diese Tiere wissenschaftlich zu arbeiten. Bis ich diese Temperatursteuerung entdeckt hatte, habe ich Leptothorax-Völker auf einem Institutsbalkon in einer wettergeschützten Kiste unter völlig natürlichen Klimabedingungen gehalten.

MfG

Earlant

PS: Ich glaube, der ganze thread sollte aus den "Haltungserfahrungen" in die "Allgemeinen Diskussionen" verschoben werden. :)
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Beitragvon Krümel » 6. Jun 2006 14:15

Ok, ich denke ich werde die Kolonie am Fundort wieder aussetzen.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
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Beitragvon Ratinger » 6. Jun 2006 16:39

hallo und sorry für den Schreibfehler.
@ earlant:Sie treten nie zu Hunderten auf und nie auf einem Garten-Gehweg, weil sie nicht im Boden leben.
auf Ameisenhaltung.de steht unter Temnothorax unifasciatus
das sie knapp unter der Erdoberfläche unter Steinen usw. lebt!

Also ich habe weiter beobachtet das es sich um einen Kampf zweier Kolonien handelt, man sieht viele ameisen im zweikampf un auch einige Leichen auf dem Boden.
Eingige Ameisen laufen zwischen Nesteingang und Schlachtfeld hin und her
andere sind am kämpfen und andere laufen zwischen den kämpfenden Ameisen her oder um sie herum.
Allesdings geht das ganze jetzt den dritten Tag,
ich habe keine Erklärung dafür.
earlant da du ja sehr bewandert zu sein scheinst in sachen Ameisen
frage ich dich nochmal warum die das machen?
mfg
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Beitragvon Darkness » 6. Jun 2006 16:58

@ Ratinger

Also für Gründe einer Auseinandersetzung gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Viele solcher Konflikte zwischen anderen oder gleichen Arten basiert auf die von ihnen benötigten Nahrungsquellen oder Nistplätze. Ausserdem sind die Lebensweise der jeweiligen Art und die Anforderungen welche sie benötigt auch nicht zu vernachlässigen. Oft ist ein Kampf gleicher Arten häufiger da sie die gleichen Anforderungen an die Umwelt haben.
Nehmen wir mal als simples Beispiel zwei Menschen die sich um ein Stück Apfelkuchen streiten. Nur solange beide eine gewisse Vorliebe und Verlangen nach diesem Nahrungsmittel hegen, kann es zu Auseinandersetzungen kommen, mag aber einer der beiden gar keinen Apfelkuchen gerne und wird er auf ihn verzichten können.
Sicherlich gibt es noch mehr Gründe, möglicherweise verstärkt durch die kommenden Schwarmflüge oder das verlangen nach grösserem Territorium. Da bin ich mal gespannt was earlant so alles darüber weiss. :D

@ Krümel

Mir ist durchaus bewusst das hinter dem Namen earlant eigentlich Prof. Dr. Alfred Buschinger steht. Er gehört ja nicht zu denen die mit ihren Titeln preisen, deshalb wollte ich mich auf den von ihm hier im Forum genutzten Übernamen earlant beziehen.

Mfg Darkness
Zuletzt geändert von Darkness am 6. Jun 2006 17:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Krümel » 6. Jun 2006 17:03

Ja, das ist richtig, aber Temnothorax und Leptothoraxvölker werden nie sehr groß. Warum glaubst du hätte mein Volk sonst schon mit weniger als 100 Arbeiterinen Geschlechtstiere? UNd earlant ist Herr Prof. Buschinger. Hoffe es ist ok wenn ich das sag.
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Beitragvon earlant » 6. Jun 2006 17:24

@ Ratinger,

auf Ameisenhaltung.de steht unter Temnothorax unifasciatus
das sie knapp unter der Erdoberfläche unter Steinen usw. lebt!
Ganz einfach: Das ist falsch! Da steht so manches, das nicht stimmt, aber es ist für einen Fachmann allein einfach unmöglich, die Falschangaben von –zig Laien auf –zig Webseiten zu korrigieren. :(

T. unifasciatus lebt zwischen flachen Steinen, etwa in einer Trockenmauer, oder einem Felsabbruch, aber auch an manchen Orten in der Borke von Bäumen. Es gibt in D eine Temnothorax-Art, T. albipennis, die gelegentlich unter kleinen, flachen Steinen wohnt, dann aber in natürlichen Trockenrasen. Die ist auch sehr selten.

earlant da du ja sehr bewandert zu sein scheinst in sachen Ameisen frage ich dich nochmal warum die das machen?

Ja, bewandert bin ich sozusagen :D (siehe letzten Beitrag hier, von Krümel)
Dass Deine Tiere kämpfen, verstärkt den Verdacht, dass es sich um eine Tetramorium-Art handelt. Es wird immer wieder beobachtet, dass Völker dieser Gattung im Frühjahr (alle Territorialmarkierungen sind durch Schnee und Regen weggewaschen) ihre Territorien neu ausfechten. Es dürfte sich also um mehrere jüngere Kolonien handeln, die im letzten Sommer stärker herangewachsen sind, und deren im Herbst noch junge Arbeiterinnen jetzt als „Außendiensttiere“ auch das Territorium vergrößern möchten.
Merkwürdig ist, dass in den USA und in Japan die dort aus Europa eingeschleppten Tetramorium (caespitum???) viel heftiger kämpfen als bei uns, eben auch besonders auffällig im Rinnstein an Straßenrändern. Amerikanischer Name daher „pavement ant“, Pflasterameise.

Ich möchte jetzt allerdings darum bitten, dass Du ein Bild von der Szenerie postest. Muss nicht Makro sein; sogar ein Handy.Foto könnte ausreichen: Ich weiß ja, wie solche Kämpfe bei Tetramorium aussehen. Da zeigt oft schon die Anordnung der Gruppen kämpfender „Pünktchen“, ob es sich um diese Gattung handelt. Natürlich: Ein Makro-Foto wäre besser!

Viele Grüße,
Earlant
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Beitragvon Ratinger » 6. Jun 2006 20:16

also ich habs versucht mit den Fotos, ich weiß nicht ob es geklappt hat mit dem reinstellen.
meine Kamera hat leider kein makro :(

noch etwas zu Temnothorax, ich halte eine kleine Kolonie Temnothorax (ich gehe davon aus das es Temnos sind weil ich die Kolonie in einer Haselnuss gefunden habe).
Diese Kolonie lebt jetzt in einem Kunsstoff Formicarium in der Erde[U]
unter einer kleinen Moospflanze.
Ok, sie haben auch keine Alternativen, da ich ihnen das Holznet wieder weggenommen habe als sie es nach einem Monat nicht angenommen haben und es anfing zu schimmeln.

Wenn es sich wirklich um eine Tetramorium-Art handelt wäre ich dir sehr Dankbar wenn du mir Schwärmzeit und möglichst viele ander Infos geben könntest, da ich möglichst viel über die Ameisen in meinem Garten wissen möchte.
mfg

kann es sein das ich die Bilder nicht einfügen kann weil sie größer als 256kb sind?
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Beitragvon Krümel » 6. Jun 2006 21:16

Also hier wäre schonmal die Infoseite von Ameisenhaltung über caespitum :Tetramorium caespitum,
und hier das Schwärmzeitenverzeichnis ( die Tetramorium Arten sind ganz unten) : Schwarmflugverzeichnis.

Hier noch Threads aus anderen Foren: Klick ,Klick, Klick.

Hier in diesem Forum wirst du bestimmt auch was finden.
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Beitragvon Cephalothorax » 7. Jun 2006 07:37

@ Ratinger:

Ich vermute auch stark, dass es sich bei den von dir beobachteten Kämpfen um Tetramorium sp. handelt. Sie sind kurz vor dem Schwarmflug und wie oben bereits von earlant erwähnt im Frühjahr besonders aggressiv. Ich beobachte in letzter Zeit auch viele Kämpfe unter ihnen. Tetramorium ist außerdem sehr aggressiv insb. gegenüber fremden Völkern der selben Art. Viele Leptothorax-Arten, so zumindest meine Beobachtung verhalten sich gegenüber Mitgliedern der selben Species zwar feindlich, aber sie gehen ohne Kampf auseinander.
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Beitragvon earlant » 7. Jun 2006 08:49

Vorsicht! Und „mal langsam mit die Pferde“!

Noch wissen wir nicht mal sicher, ob es Tetramorium sind.

(@ Ratinger: Foto kann man in einem Bildbearbeitungsprogramm skalieren, z.B. auf eine Breite von 600 Pixel. Dann mit der Funktion „für web speichern“ auf komfortable 50-100 kb reduzieren und schließlich hochladen).

Falls es Tetramorium ist, so könnte es sich auch um „T. impurum“ handeln, die 6-8 Wochen später als "T. ceaspitum" schwärmt. Die Unterscheidung der beiden nach Arbeiterinnen war schon bisher extrem schwierig.

Und zu allem Überfluss weiß man jetzt, dass sich in Mitteleuropa unter den beiden Namen T. impurum und T. caespitum nicht weniger als 7 (wahrscheinlich noch mehr) Arten verbergen. Ausführlich habe ich das im Ameisenwiki beschrieben:

- ameisenwiki.de > Tetramorium_caespitum/impurum-Komplex

Alle Detailangaben, Schwarmzeiten usw., unter den Namen T. impurum bzw. T. caespitum sind damit Makulatur! Ebenso alle Angabn über die Vorkommen der beiden Arten in Faunenlisten (Deswegen habe ich auch bei den amerikanischen „T. caespitum“ ein paar Fragezeichen hinter den Namen gesetzt).

Es ist möglich, die beiden Namen zweien aus den sieben Formen zuzuordnen. Dafür ist aber ein erheblicher Mess- und Rechenaufwand erforderlich, mit einer Präzision, wie sie nicht mal mir möglich ist, weil mein Binokular „nur“ 50 x vergrößert. Schafft man es, hat man entweder Ameisen vor sich, die tatsächlich T. i. oder T. c. sind, oder man hat eine Art, die vorläufig z.B. „Tetramorium B“ oder „Tetramorium A“ genannt werden muss, weil sie noch nicht unter einem „richtigen“ Namen beschrieben ist.

Forschung erleichtert nicht unbedingt das Leben; so tun als gebe es die neuen Ergebnisse nicht, ist aber in jedem Fall falsch.

MfG
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