Vor gut zwei Wochen habe ich bei der Rückkehr nach Ljubljana - von einem privaten Besuch in München - in den Karawanken (an der ersten Raststatt nach dem Karawankentunnel) ein alates Weibchen gefunden und mitgenommen. Es ist eine grosse Myrmicinae, nachgemessen habe ich 11 - 12mm, wonach ich ausgehe, dass es sich wohl nur um Manica rubida handeln kann?
Ich habe natürlich gehofft das Ihre Hoheit die Flügel abwirft und damit ihre Koloniegründungswilligkeit preisgibt. Sie hat zwar Anstalten gemacht, die mich aus persönlichen Erfahrungen darauf schliessen lassen, dass sie die Flügel abwerfen wollte. Irgendwie gelang es ihr aber nach langen Bemühungen trotzdem nicht. Mittlerweile sehe ich sie nur hin und wieder an ihren Flügeln streifen.
Sie hat sich schnell in einem RG angesiedelt, fouragiert seitdem umher und frisst fleissig verschiedene Standardfutterangebote (Honigwasser, Insekten u.A. Gliederfüssler).
In den letzten paar Tagen hat sie ungefähr ein Dutzend Eier abgelegt.
Es ist mir klar, dass manchmal unbegattete Königinnen in der Gefangenschaft (vielleicht auch in der Natur?) Eier legen, die dann entweder absterben oder sich zu Männchen entwickeln.
Meine Frage ist allerdings ob es möglich ist, dass es zu einem mechanischen Fehler gekommen sein mag, der der Königin den Flügelabwurf irgendwie verwehrt hat?
Ich glaube mal gelesen zu haben, dass die Möglichkeit einer erfolgreich begatteten Königin befruchtete Eier zu legen, physiologisch durch den Flügelabwurf bedingt ist. In dem Fall wäre meine Frage natürlich beantwortet, obwohl zu meiner Unzufriedenheit
Vielen Dank für Eure Beiträge!




