Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

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Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 27. Apr 2020 08:35

Hallo, die Kolonie hat den Umzug nun gänzlich abgeschlossen. Die Baumaßnahmen wurden weites gehend eingestellt. Es ist ruhig geworden. Nur noch vereinzelt erblicke ich eine einzelne Venatorin im Outback bei der Jagd. Gefühlt jagen sie jetzt weniger. Das würde schlichtweg bedeuten, das weniger Brut derzeit vorhanden ist. Was ich jedoch nicht glaube. Vielmehr vermute ich, das auch unterirdisch nun gejagt wird. Die Nymphen leben bekanntlich versteckt im Erdreich. Die Biomasse im Tropenbecken ändert sich zu Gunsten der Schokoschabe. Die nächste Pest kündigt sich an. Zwar hat die Kolonie Geschmack an ihnen gefunden, man gewinnt den Eindruck es wird speziell nach ihnen gejagt, obwohl das Heimchen noch die dominierende Spezies ist. Das wird sich in den nächsten Wochen ändern. Die Reproduktionsrate der Schaben ist zu groß, als das meine Kolonie einen wirklichen Einfluss auf das Wachstum haben wird. Sie sind auch ziemlich clever. Aufgestellte Fallen, die vor ein paar Wochen noch gut funktionierten, werden jetzt gemieden.
Nicht nur das Jagdverhalten hat sich durch den Umzug verändert. Direkt nach dem Auszug reduzierte sich der Schlupf der Drohnenbrut deutlich, von 2-3 Individuen in der Woche ( im alten Nest), auf anfangs 1 ( im neuen Nest) und seit etwa 14 Tage gibt es keine Drohnen mehr. Das was an Brut da war, ist geschlüpft, doch wurde anscheinend keine weitere Drohenbrut mehr angelegt. Die Nestgröße scheint Einfluss darauf zu haben, ob Geschlechtstiere produziert werden. Natürlich immer unter der Annahme es gibt überhaupt noch Brut. Wie bereits erwähnt , hatte ich mit dieser Kolonie wirkliches Glück gehabt. Ein Händler verriet mir das 90 % der angebotenen Kolonien, die Gynen unbegattet seien. Er deshalb nicht mehr mit ihnen handelt.
Meine koloniefremde Arbeiterin geht es gut und lebt versteckt, meine regelmäßigen Futtergaben nimmt sie jedoch an.
Die isolierte Gyne, rebellierte etwa noch 14 Tage. Sie zeigte mir, sie wolle raus. Nun ist auch sie verschwunden. Ich hoffe, sie gründet nun.
Gruß :)
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Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 11. Mai 2020 23:21

Hallo, das Experiment ist gescheitert. Die fremde Arbeiterin und die isolierte Gyne sind verstorben. Schuld war ein technischer Defekt, der zu einer dauerhaften Überhitzung führte, welche ich zu spät bemerkt hatte.
Gruß :(
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