Bienen

Hier kann über alles andere diskutiert werden.

Beitragvon Fathom » 27. Jul 2003 16:04

Also dann wollen wir mal weiter machen:

Heute behandeln wir Krankheiten und Seuchen... ;)

Also Bienen haben extreme Probleme mit Faulbrut, Nosmatose, Acriose, Kalkbrut und Varoamilben.

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Varoatose: Die Varoamilbe ist ein kleines Zeckenähnliches Insekt das sich unter die "Chitin-Schuppen" der Bienen setzt und sie anknabbert.

Eingeschleppt wurden diese Viecher aus Indien weil irgendwelche Schlaumier meinten sie müssten mit produktiven tibetanischen Bienen arbeiten. Die indischen Bienen können mit diesen Schmarotzern umgehen da sie grösser und wiederstandsfähiger sind doch die Einheimischen leiden sehr darunter.
Verbreiter dieser Milben sind mal wieder die Drohnen wie bei allen Bienen Säuchen.

Bekämpft werden diese Milben mit Ameisensäure oder Oxahlsäure (aus rahbaber) aber auch mit Syntetischen mitteln wie peryxin.
Doch ich denke die meisten Imker behandeln mit Ameisensäure. Ich halte aber Ameisensäure für zu agressiv daher schwöre ich auf Oxahlsäure.
Die Säuren verdampfen und töten somit die Milben.
Perizin dagegen wird auf die Bienen getropft und beim ableken und gegenseitigem Säubern gelangt direkt ins blut der Bienen.

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Faulbrut

die Faulbrut ist eine krankheit ausgelöst durch schwächung des Volkes (z.B. zu viel Ameisensäure verwendet) die Brut der Bienen stirbt durch eine Ansteckung. Angesteckt wird die Brut bei der Fütterung. deshalb sollte man auch keinen Fremden Honig verfüttern. Vorallem in Amerika ist diese Krankheit weit verbreitet deshalb kann der Honig von dort Sporen der Faulbrut enthalten. Auch die Drohnen Übertragen diese Krankheit. Bei Faulbrut muss man das Veterinär amt einschalten die dann in einem Umkreis von 4 -6 Km (3km reichweite einer Biene) einen Sperrbezirk einrichten. Ausserdem werden alle befallenen Völker vernichtet (ausgeschwefelt oder verbrannt)

D.H. existenzvernichtung von Berufsimkern deshalb ist diese Krankheit so verhasst.

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Nosematose

Ist eine art durchfall aber mehr weiss ich auch nicht

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Acariose

Milben die sich in den Luftroöreh (Tracheen) der Bienen einisten

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Kalkbrut

ein Pilz der die Brut befällt und tötet (sieht aus wie eine Mumie)
hir kann man seine Völker noch retten indem man sie auf andere Waben umsiedelt und sie Umwaiselt (neue Königin) und ihren Stoffwechsel anregt indem man sie Füttert.

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so das waren alle Krankheiten der Bienen die ich kenne.


so ich hab mal ein paar gute Bücher rausgesucht in denen man mehr lernt wenn man lust hat.


Autor/Titel/beschreibung
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Franz Lampeitl/ Bienen halten / gutes buch für leute die gerade anfangen wollen Bienen zu halten.

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Dr. Gerhard Liebig / Einfach imkern / Leitfaden für Bienen haltung besonders das Thema Varoatose wird hervorragend behandelt.

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H. Storch / Am Flugloch / hir wird beschrieben wie man ein Bienenvolk schon am Flugloch kontrollieren ohne das man in den kasten gucken will eine sehr gute führung durch das "Bienenjahr" also ein Buch für leute die nicht unbedingt imkern wollen sondern einfach freude an Bienen haben also echte liebhaber

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so ich denke das wars für heute mal wieder.
und trajan es wär echt gut wenn du dir die oberen beiden Bücher mal durchgelesen hättest (wenn du nicht kaufen willst villeicht in der Bibleotek) das letze muss nicht sein aber es ist schön um Bienen besser kennen zu lernen

MFG
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Beitragvon Fathom » 29. Jul 2003 15:22

so leute mir fällt leider irgendwie nichts mehr ein ;(

aber ihr könnt mich fragen was ich genauer erklären soll das werde ich dann gerne turn.
also stellt mir fragen damit ich spezifischer antworten kann

oder ihr könnt mir einfach sagen über was ich mehr erzählen soll dann werde ich das tun (z.B. wildbienen arten oder so)

MFG
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Beitragvon Predator » 30. Jul 2003 13:11

verdammt, jetzt interessiere ich mich auch noch für bienen!!! dein post war einfach zu gut und hab schon das web nach bilder und händlern durchsucht

wen meine familie erfährt das ich mich dafür auch noch interessier komm ich in die klapse ;)

ps: was ich eigentlich sagen wollte sehr guter post hut ab, bin schon am überlegen ob ich nicht ein nest für wildbienen bzw hummeln anlegen sollte
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danke für das Lob

Beitragvon Fathom » 30. Jul 2003 18:44

Find ich toll das du dich für Wildbienen interressirst.... ;)

ein bischen mehr zu Wildbienen und Hummeln:

Tja das is wohl die einfachste art der Imkerei ;)

etwas zum nestbau steht ja im 1. post.
Aber man sollte die "Nester" möglichst weit weg von terasse hängen sonst hat man die wespen und Bienen dauernt in der Cola ;) aber wenn ichs mir so recht überlege... die meisten Wildbienen sind mehr auf Blumen als auf Coke aus nur wespen stehn auf so nen süsskram. Wenn du willst das sie sich erfolgreich ansiedeln oder das du wenigstens einen ort hast an den sie oft zurückkommen kannst du eine Bienentränke aufstellen: einfach eine flache schale voll Wasser füllen und ihnen dann noch eine art Insel aus nem stück Holz oder Stein machen damit sie nicht ins wasser Plumpsen.
Ich habe auch gemerkt das sie mit vorliebe den Tau aus den Spielsachen meines Hundes saugen (also stofftiere)
wenn sie die Tränke annehemn sollen löse ein wenig Honig im wasser (auch bei Honigbienen) aber man sollte das Füttern nicht übertreiben da die Binen sonst in einen "Honigrausch" verfallen und anfangen zu Plündern...
Naja aber das is mehr bei Honigbienen als bei wildbienen...

Die Bienen werden sich ganz sicher ansiedeln wenn du ihenen genügend Holräume lieferst.

Ach ja noch was zu Hummeln:

Hummeln können im gegensatz zu bienen im Gewächshaus gehalten werden da sie nicht gegen die Scheiben fliegen sondern mehr aufs Nektarsammeln speziallisiert sind. Bienen fliegn Weiter und wollen desahlb immer raus. Ich glaub man kann Hummeln deshalb auch kaufen (um in gewächshäusern Blumen zu bestäuben) aber wo da bin ich überfragt.

so ich muss los (aber ich sag dir das nächste mahl mehr über wildbienen arten)

Wenn du noch was wissen willst frag einfach.

MFG
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Beitragvon Trajan » 31. Jul 2003 09:53

Bei uns im Park ist so ein Stand für Wildbienen!
Man hat sich einfach Holzplatten genommen und hat Löcher reingebort!Das Ganze ist auch überdacht!
Und direkt daneben ist ein Bienenstock!
Gemacht wurde das Alles vom Imkerverein!
Weisst du vielleicht welche Bienen sich da ansiedeln könnten?
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Beitragvon Fathom » 31. Jul 2003 13:13

Also:

In einem einfachen Brett mit Löchern (die Überdachung ist gut ) Können sich folgende Bienen ansiedeln:

1. Mauerbiene (Löcher: 4-6 mm )
2.Blattschneiderbiene ( Löcher5-6 mm
3. Scherenbiene (Löcher 3-4 mm)

Das sind die drei Häufigst vorkommenden Wildbienen Arten in Deutschland


Mauerbiene(OSMIA RUFA):
Die Mauerbiene siedelt sich beinahe Überall an.
Sie reguliert die Eingänge wie viele anderen Bienen auch indem sie sie "zumörtelt" also mit Lehm. Im Loch sieht es dann so aus:
Sie sammelt Pollen und Nektar. Jetzt legt sie auf den Vollständigen Futtervorad ein Ei und baut dan aus Speicheldurchmischten Lehm eine Trennwand, nun sammelt sie wieder Futter und zieht eine trennwand nach dem anderen hoch.

2.Blattschneiderameise(Megachile centucularis)

Sie sind Ähnlich wie die Mauerbienen doch sie nehmen stadt Lehm einfach Blätter um den eingang zu verschließen

3.
Shcerenbiene (Chelostoma Arten)
Nester werden mit Körnigem zuckerartigem Mörtel verschlossen (Ameisen kosten oft auch mal davon)


So das isnd so die Arten die ich In meinen Bienennestern schon mal hatte und mich deshalb darüber Informiert habe.

MFG
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Beitragvon Predator » 1. Aug 2003 17:13

was ich nicht ganz verstehe ist wie die bienen/hummeln aus ein paar löchern einen nest machen oder wohnen die alle einzeln?
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Beitragvon Markus » 1. Aug 2003 19:39

Ganz einfach, diese Bienen sind sozusagen Einzelgänger, sie bilden keine Staaten, sondern legen Neströhren für die Brut an und stopfen Nahrung rein, und wenn die Brut dann ausgewachsen ist, fliegen sie aus, um sie zu ernähren, zu Paaren und die Weibchen noch zusätzlich, um Nachkommen vorsorglich einzubunkern, so hab ich das verstanden.
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Beitragvon Predator » 2. Aug 2003 12:44

axo,dann wäre so an so einem nest wahrscheinlich nicht viel los, da es ja keinen staat gibt oder seh ich das wieder falsch?
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Beitragvon Fathom » 3. Aug 2003 21:14

eigendlich wäre sogar viel los
du kannst die bienen beim nesteingansbau beobachten und beim sonnen ausserdem fliegen sie auch dauernt ein und aus. Also ist genausoviel zu beobachten wie bei einem staat bloß halt nur mit weniger bienen
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Beitragvon Predator » 4. Aug 2003 18:54

also ich hab mir überlegt ich nehme einen holzstamm(naja eigentlicht is es wohl eher nen ast ) mit 160mm durchmesser und bohre da löcher rein und mache ein dach drüber, das ganze wird dann auf einem stiel befestigt so das es ca. 1,5m über den boden ist

die frage ist nur mögen die bienen viele dichte löcher oder eher wenig und wie tief sollten sie sein?
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Beitragvon Sulmann » 9. Sep 2007 19:14

Ich finds cool das es hier jetzt auch was über Bienen gieb, denn ich bin auch Imker und so kann mensch sich hier gut austauschen

Hält denn jemand von euch Honigbienen?
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Beitragvon Markus » 10. Sep 2007 09:30

Bitte achte auf deine Rechtschreibung!

Zum Thema: nein, aber ich versuche, Solitärbienen Nistraum anzubieten.
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