Myrmica rubra

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Myrmica rubra

Beitragvon holgi » 19. Aug 2006 10:04

hi, habe seit 2 wochen ein Myrmica rubra-volk mit ca. 100 workern und queen, im Ytonnest ettliche gänge, steht im wasserbad nicht auf der festerbank, zum teil mit roter folie abgedunkelt, mit arena, habe vor einer woche eine fliege durch den arenaschlauch ins nest laufen lassen, die war am nächsten tag in 1000 teile zerissen und zerpflückt, doch seit dem sitzen alle ameisen nur noch faul rum, keine bewegt sich, wenns hoch kommt, sehe ich 2 mal täglich eine an der scheibe rumkrabbeln, das wars dann auch schon, habe eben aber mit der lupe gesehen, das sie einen haufen eier gelegt haben, kann sie nicht zählen, oder liegt es an der brutpflege, dass jetzt keiner mehr läuft?
gruß und danke für ne antwort holgi
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Beitragvon Ulrich_W » 19. Aug 2006 10:20

Hallo Holgi,

könntest du deinen Aufbau ein bisschen präziser beschreiben oder sogar ein Bild machen?
Gut zu wissen wäre auch was du sonst noch wie oft fütterst?

Gruß

Ulrich
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Beitragvon holgi » 19. Aug 2006 10:31

auf dem ersten bild siehst du die komplette anlage, auf dem 2 das nest mit den eiern
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Beitragvon holgi » 19. Aug 2006 10:31

auf dem ersten bild siehst du die komplette anlage, auf dem 2 das nest mit den eiern
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Beitragvon holgi » 19. Aug 2006 10:32

habe die eine fliege verfüttert, sonst noch nix, biete immer insekten an wie fliegen, heimchen, mal ein würmchen, wasser und honiglösungen, aber wie gesagt ausser der fliege wurde noch nichts angerührt... siehe fotos
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Beitragvon Ulrich_W » 19. Aug 2006 15:54

Hallo Holgi,

es nicht unbedingt ungewöhnlich, das deine Ameisen zeitweise wenig Futter annehmen, oder nur ab und zu mal eine Arbeiterin aus dem Nest kommt und Futter sucht, wenn deine Kolonie gut genährt ist! Vielleicht kommen sie auch nur zu einer Zeit z.B. zur Honiglösung in der du sie gerade nicht beobachtest? Überprüfen könntest du das, indem du ihnen ca. 1 Woche nichts anbietest auser Wasser, bei mir stürzen sich danach die Myrmica rubras dann förmlich aufs essen!

Ich bin mir nicht sicher, aber in deinem Fall tippe ich eher darauf, dass dein Ytong zu feucht ist und deine Ameisen deshalb so apathisch sind.
Dadurch, dass der Ytong im Wasser steht ist er immer voll mit Wasser gesättigt, das ist wahrscheinlich zu feucht.
Versuch den Ytong einfach stetig ein bisschen trockener zu halten und beobachte deine Ameisen wie sie sich verhalten! Vergiss aber nicht ihnen immer separat frisches Wasser anzubieten!

Gruß

Ulrich
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Myrmica rubra

Beitragvon earlant » 19. Aug 2006 16:57

Hallo Holgi,

Habe das 2. Bild etwas heraus vergrößert.
Wenn das so ziemlich alle Tiere sind (sieht nach dem 1. Bild so aus!), so komme ich auf schätzungsweise höchstens 30-35. Außerdem sehe ich zwei Königinnen (unter den roten Pfeilspitzen), kann ein paar Larven erahnen (m.o.w. grau), aber keine Eier (die sind bei M. rubra schneeweiß).

Ich möchte auch fragen, ob die Ameisen vor dem Erwerb (?) vor 2 Wochen im Freiland gesammelt wurden, oder schon längere Zeit in Haltung waren:
Mir kommt letzteres wahrscheinlicher vor, denn sonst müssten noch weiße – gelbliche - hellbraune Arbeiterinnenpuppen im Volk sein. Waren sie vorher schon in Haltung, hatten sie vielleicht über längere Zeit höhere Temperaturen als im Freiland (da reichen im Schnitt 2-3 Grad C höher über 1-2 Monate!) und sind dadurch schon im Jahreszyklus weiter fortgeschritten, "fühlen sich" also jetzt schon wie Anfang Oktober.

Das Volk macht den Eindruck, als würde es sich bereits auf die Winterruhe vorbereiten: Keine Puppen mehr, und kaum noch Futteraufnahme. Kann das sein?

Außerdem hat Ulrich_W wohl Recht damit, dass der Ytong zu feucht ist.

Mf G
Earlant

Edit: Bild anklicken, dann in der Adressleiste "Zoom" auf 200% stellen, dann sieht man's am besten!
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Beitragvon holgi » 19. Aug 2006 17:27

nein es sind knapp 100 tiere, 3 königinnen, und mit dem vergrösserungsglas sehe ich so gut und gerne 25 eier welche neu sind und 2 graue puppen, die könnten sie dabei gehabt haben, und der yton ist doch nur unten so feucht, ne etage weiter oben ist er doch trocken, suchen die sich dann nicht den besten platz für sich aus? dann werde ich wohl gleich mal trockenlegen müssen... danke für die tips.. gruß holgi
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Beitragvon Darkness » 19. Aug 2006 18:24

@ holgi

......suchen die sich dann nicht den besten platz für sich aus?

In meisten Fällen suchen sich die Ameisen die ihnen am besten bestimmten Verhältnisse automatisch aus. Das kann man unter anderem einfach feststellen in dem man spezielle Teilstücke des Ytong-Steines erwärmt, die meisten Arten verfrachten dann ihre Brut in die etwas erwärmten Kammern.
Auch bei den Blattschneideameisen sieht man das perfekte Zusammenspiel der Feuchtigkeitsbedingungen unterschiedlichster Kammern.
Na ja, wie gesagt, eigentlich sollten sie selber den best geeigneten Standpunkt wählen. Ausnahme hab ich nur mal mit einer Reagenzglaskolonie von Lasius niger erlebt, welche sich strikt weigerten das überfällige Reagenzglas trotz nicht idealer Bedingungen zu verlassen.
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Beitragvon earlant » 20. Aug 2006 08:34

Hallo Holgi,

hi, habe seit 2 wochen ein Myrmica rubra-volk mit ca. 100 workern und queen,
Daraus schloss ich, dass Sie von einer queen (deutsch = Königin) sprachen. Nachdem viele user hier Schwierigkeiten mit der Unterscheidung Königin-Arbeiterin bei Myrmica haben, hielt ich es für angebracht, darauf hinzuweisen, dass auf dem Bild zwei Königinnen zu sehen sind. Entschuldigung!

„2 graue Puppen“: Wenn diese wirklich „grau“ sind, dürften daraus Männchen (schwarz) schlüpfen, denn in der Ausfärbungsphase von Arbeiterinnen und Jungweibchen kommt kein graues Stadium vor. Bitte berichten, wenn die Tiere geschlüpft sind.

Weder im ersten, noch im zweiten post haben Sie etwas von Larven gesagt. Was ich als „graue Larven“ interpretiert hatte, sind dann vielleicht die Puppen. Genau zu sehen ist es nicht, dazu ist die Auflösung zu gering. Die Kolonie muss aber jetzt, Mitte August, eine Menge Larven verschiedener Größe haben. Zumindest ist das in Nestern im Freiland so. Wie steht’s damit?

Ich gehe (wieder einmal) so ausführlich auf diese Angelegenheit ein, weil bei den Haltern eine Kenntnislücke zu schließen ist: Bei vielen einheimischen Ameisenarten (nicht bei allen; da gibt es noch Forschungsbedarf) weiß man recht gut über den Jahreszyklus Bescheid, wann im Jahresablauf also die verschiedenen Brutstadien, Puppen, Geschlechtstiere etc. in den Freiland-Nestern vorhanden sind und entsprechend in der Haltung auch präsent sein müssten.

Bei längerer Haltung verschiebt sich das oft, die Kolonie kommt jahreszyklisch „außer Tritt“. Ursache ist sehr wahrscheinlich, dass die Kolonien meist in durchschnittlich zu hohen Temperaturen gehalten werden (es fehlen die häufig mehrwöchigen Perioden mit Regen und niedrigen Temperaturen, die wir ja oft auch mitten im Sommer haben!). Die Brutentwicklung usw. läuft dann zu schnell; ich vermute stark (für die ganze Tribus Formicoxenini weiß ich es sogar sicher, aus eigenen Forschungen!), dass solche Kolonien dann bereits Ende Juli-Anfang August ihr sommerliches Pensum erfüllt haben und reif für die nächste Überwinterung sind. Hält man sie weiter warm, kommt es noch zu einigen Verpuppungen, Eiablage usw., aber die Kolonien entwickeln sich nicht normal weiter, mit evtl. fatalen Konsequenzen.

Diesen thread nehme ich nur mal wieder zum Anlass, darauf hinzuweisen, und zwar nicht nur den Themenstarter! Andere user sollten ruhig auch ihre Konsequenzen daraus ziehen, nämlich beim Kauf und bei der späteren Haltung darauf zu achten, dass die Kolonien im Jahreszyklus sind und bleiben. Oder aber den Jahreszyklus bewusst und absichtlich verkürzen. Dazu gehört allerdings einige Erfahrung. Im Ameisenwiki wird das Thema abgehandelt und auch immer mal wieder aktualisieren. Es ist als Informationsquelle zum Nutzen für die Ameisenhalter gedacht!

Bei dieser Gelegenheit sollten auch diejenigen, die mir immer wieder unterstellen, ich sei gegen jede Ameisenhaltung, zur Kenntnis nehmen, dass ich seit Beginn des Ameisenhandels (2000) kontinuierlich bis heute hilfreiche Tipps zur Haltung einheimischer Ameisen gegeben habe und weiterhin gebe. Die sind nicht immer im Sinne und zum Vorteil der Ameisenverkäufer. Aber die Halter sollten ja vorrangig ihre eigenen Interessen sehen. Im Gegenzug dürfen auch Verkäufer ihre Konsequenzen ziehen, mit entsprechend behandelten Kolonien ihre Kunden zufrieden stellen, so dass diese nicht, durch vermeidbare Verluste enttäuscht, den Ameisen gleich wieder den Rücken kehren.

MfG, Earlant
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Beitragvon holgi » 20. Aug 2006 09:17

nein, es sind königinnen, 2 graue larven, und ettliche eier, die sind alle neu, doch leider kann ich heute nicht genau nachsehen, sie sind umgezogen, ich habe ein etw 2 cm grosses loch im yton, wo der schlauch zur arena eingeklebt ist, jetzt sitzt das komplette volk in dem loch rund um den schlauch, von aussen kaum einsehbar, ich hoffe die wollen da nicht überwintern, wie mache ich das eigentlich, der yton ist n halben meter lang, den kann ich ja schlecht im kühlschrank überwintern lassen, reicht das, wenn ich sie im winter ins gartenhaus stelle? oder wird es da zu kalt?
danke für die antwort gruß holger
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Beitragvon b0unc3r » 20. Aug 2006 10:39

Hier bitteschön:

Klick mich

Is zwar schon dein Thema aber is ja egal ;) weiß zwar nich warum du dann nochma fragst...

Ansonsten benutz die Suche.

Das Formicarium muss einfach frostgeschützt stehn und dabei gleichzeitig kühl. Die besten Temperaturen weiß ich nicht sicher... benutz einfach nochma die Suche :)

Thx
b0unc3r
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Beitragvon NuEM » 20. Aug 2006 14:13

Entschuldigt, wenn ich den Thread ein wenig vom eigentlichen Thema lotse, aber eine Sache interessiert mich schon etwas mehr. Die "vorgezogene" Winterruhe. Da stellt sich mir eine Frage:

Wozu machen die Ameisen das? Das warum ist ja noch nachvollziehbar, aber der "Zweck" ist mir schleierhaft. Bei uns gibt es warme Sommer und kalte, "lange" und "kurze". Heißer Sonnenschein bis Ende Oktober, und kühle Nieselregen-Tage ab August. Jedes Jahr anders.

Wozu sollten die Ameisen auf einen langen Sommer verzichten, und vorzeitig "ins Bettchen" gehn? Warum nicht die weiterhin warmen Tage ausnutzen, so lange wie möglich. Auf den ersten Blick erscheint mir die Strategie dere Ameisen nicht besonders vorteilhaft, unabhängig vom warmen Wetter draußen (oder in der Haltung) die Winterruhe einzuleiten.

Vielleicht ein Schutzverhalten, um nach einem langen warmen Sommer nicht plötzlich im November mit Eiern und Puppen vom Frost überrascht zu werden?
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Beitragvon Darkness » 20. Aug 2006 17:20

Na ja, die meisten heimischen Tierarten halten eine Winterruhe oder Starre. Die Gründe dafür sind meist relativ simpel.
Es wird ziemlich schwierig sein noch bei tiefen Temperaturen, eventuell sogar Schnee andere Futterinsekten zu ergattern. Ausserdem wird der Kreislauf und Stoffwechsel heimischer Arten bei kalten Temperaturen stark gesenkt. Man sieht sie dann sich auch nur ganz langsam zu Bewegen. Hingegen bei wärmeren Temperaturen wird alles beschleunigt, manche Arten legen sogar eindeutlich aggressiveres Verhalten bei warmen Temperaturen an den Tag, aufgefallen ist mir das jetzt speziell bei gewissen Camponotus Arten wie ligniperda und vagus.
Die Wärme fördert also von den Ameisen einiges ab, auch was die Legeleistungen der Königin anbelangen, welche bei erhöhter Temperatur auch mehr Eier produzieren, allerdings sollte man dies Versuche umgehen da sie von der Natürlichen Umfeldtemperatur abweichen und nur Stress und negative Auswirkungen zur Folge haben. Genau so absurd wäre es den Europäischen Arten eine Winterruhe zu entnehmen indem man sie in der Wohnung lässt.
Anfang denkt man schon das die Entwicklung besser läuft, auch die Zeitdauer verkürzt sich etwas, jedoch wie gesagt trägt es ausschliesslich negative Folgen mit sich.
Es wäre etwa das gleiche als müsste man ein Jahr lang ohne Pause Arbeiten. :roll:
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Beitragvon earlant » 20. Aug 2006 20:02

@ NuEM
Vielleicht ein Schutzverhalten, um nach einem langen warmen Sommer nicht plötzlich im November mit Eiern und Puppen vom Frost überrascht zu werden?
- Irgendwo in dieser Richtung liegt wahrscheinlich die Erklärung!
Eine Ameisenart wird über Jahrtausende darauf hin selektioniert ("ausgelesen"), dass ihre Kolonien 10 oder 20 oder mehr Lebensjahre überdauern. In so vielen Jahren gibt es vom Klima her immer ein paar "gute" und "schlechte" oder "durchschnittliche". Das Volk kann nicht immer flexibel darauf reagieren, zumal es nicht vorhersehen kann, wie das folgende Jahr aussehen wird. Den zufällig langen Sommer nutzen um übermäßig viel junge Brut zu erzeugen? Wenn es im Folgejahr zu kalt ist, kaum Insekten zu erbeuten sind, wird es eng mit der Aufzucht der überwinterten Larven.
Dank Selektion wird ein sich "durchschnittlich" verhaltendes Volk, das auf jeden Fall rechtzeitig vor dem Winter seine Eiproduktion und die Verpuppung von Larven zurück fährt, auf lange Sicht mehr junge Geschlechtstiere in die Population entlassen (seine Fitness erhöhen) als eines, das opportunistisch bis zum Maximum reproduziert und dann aufgrund einer Wetterkapriole den größten Teil seiner Geschlechtstierbrut einbüßt.
Leider ist es arg schwierig, solche Wetterverläufe zu messen und ihre Auswirkungen auf die Kolonien abzuschätzen. Die Simulation im Labor ist fast noch schwieriger: Zu viele Variable können verändert werden, so dass eine viel zu große Zahl von Experimenten notwendig wird.

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