von Markus » 3. Jan 2006 17:22
Wie die meisten Lebewesen, so haben auch die Ameisen das Grundziel, die eigene Art möglichst weit zu verbreiten und sich eine möglichst große nachkommenschaft zu sichern.
Arbeiterinnen können das natürlich nicht, da sie sich kaum bis gar nicht fortpflanzen können, daher tuen dies die Geschlechtstiere.
Kolonien sind jedoch meist sehr einseitig, was die Genetik betrifft und so generieren (bei uns in der Regel einmal im Jahr) Kolonien auch neue Geschlechtstiere.
Die begattete Königin hat zwar keine Flügel, aber diese hat sie ja nach dem Hochzeitsflug abgebrochen.
Die unbegatteten jungen Geschlechtstiere (Drohnen=Männchen und Jungköniginnen) haben dagegen Flügel, mit denen sie sich während des Hochzeitsfluges zu riesigen Schwärmen in die Lüfte erheben, um sich dort oder etwas abseits des Nestes mit möglichst nicht verwandten Partnern zu paaren.
-Das erklärt auch das massenhafte Auftauchen von Ameisen zu einer bestimmten Zeit, da dieses Ereigniss aber nur kurz ist, werden die panischen Bekämpfungsversuche der Bevölkerung meist als erfolgreich tituliert.-
Relativ kurz nach der Kopulation sterben die Drohnen, die Königinnen speichern jedoch eine große Menge Spermien in ihren "Spermataschen" und brechen ihre Flügel ab, da sie nicht mehr gebraucht werden.
Bei monogynen Arten versuchen diese begatteten Königinnen nun ein neues Nest zu gründen, viele polygyne Arten können dazu manchmal noch in ein Artgleiches Nest aufgenommen werden (Sozialparasiten lasse ich jetzt mal außen vor...).
Das ist in etwa die Erklärung für den Hochzeitsflug...