Camponotus micans Haltungsbericht

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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 3. Mär 2011 15:05

Die beiden großen Larven haben sich vor zwei drei Tagen verpuppt.

Die Eierzahl muss ich wohl relativieren, da es auch der Sand sein könnte, den ich in der Arena habe.
Muss also warten, bis die Eier größer werden bzw. daraus Larven werden.
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 14. Mär 2011 19:43

Hier mal ein paar Fotos von der Anlage und den Ameisen.

Inzwischen sind es übrigens:
3 Puppen
1 Larve
mehrere Eier

Bild

Bild

Bild

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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 26. Mär 2011 10:42

Den Ameisen geht es gut.
Alle 4 Larven haben sich verpuppt und die ersten Beiden müssten jetzt die Tage schlüpfen.

Es sind 5-10 kleine Larven vorhanden. Es ist schwer eine genauere Anzahl anzugeben, da sie noch zu klein sind, um sie gut zählen zu können.

Ich habe mir gestern in der Zoohandlung eine Packung Maden gekauft, diese überbrüht und eingefroren.
Eine zerkleinerte und angebotene Made, wurde über Nacht komplett ins Reagenzglas verfrachtet.
Ich bin also voller Hoffnung, endlich Nahrung gefunden zu haben, die sie gerne essen.

Ich muss sagen, dass ich es nicht bereut habe, mir Ameisen zuzulegen. Trotzdem muss ich anmerken, dass es ein großes Geduldsspiel ist, eine Kolonie von der ersten Arbeiterin an aufzuziehen. Menschen, die von sich wissen, dass sie nicht so viel Geduld haben, sollten mit größeren Kolonien anfangen oder es ganz sein lassen.
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 21. Apr 2011 13:20

Die Maden kommen weiterhin gut an.
Drei der vier Ameisen sind in den letzten Wochen aus ihren Puppen gekommen, die letzte müsste auch bald soweit sein.

Bild

Aktueller Stand:

Eier: ?
Larven: ca. 5
Puppen: 1
Imago: 6

Es geht aufwärts, langsam, aber stetig.

Mir ist aufgefallen, dass die Ameisen stark vibrationsempfindlich sind.
Niesen, Tür zuschlagen oder etwas fallen lassen und schon ist die Hölle los.
Wobei sie manche Dinge aber gar nicht stören. Z.B. Staubsaugen oder gegen das Arenaglas klopfen.
So ganz werde ich daraus nicht schlau.

Sie sind weiterhin äußerst nachtaktiv. Am Tage sehe ich sie nur sehr selten.
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 2. Mai 2011 20:46

So, alle Puppen sind geschlüpft. Trotzdem sind es nur 6 Damen.
Ich musste gerade die 7. erlösen. Sie lief zuckend, ständig auf den Rückenfallend u.ä. durch die Arena. Wie bei einem Krampfanfall.
Ebenso war sie von einem weißen Flaum bedeckt, wie auch die anderen zwei Toten.

Den restlichen geht es augenscheinlich gut.

Vllt. war es eine Pygmäe, die das Ende ihrer kurzen Lebensspanne erreicht hatte oder so. Ich weiß es nicht.

Hat vllt. jemand eine Idee? Ich würde mich über Gedanken freuen.
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 8. Jun 2011 16:29

Hier ein kurzer Zwischenbericht:

Eier: vorhanden
Larven: ca. 5
Puppen: 2
Arbeiterinnen: 6

Wie es scheint, steigt die Eierlegerate meiner lieben Meta (<--Name der Königin).
Wird ja auch Zeit. :)
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 10. Jul 2011 09:59

Mittlerweile gab es wieder Nachwuchs.

Eier: vorhanden
Larven: ca. 10
Puppen: 3
Arbeiterinnen: 8

Es ist schön zu sehen, dass es nach fast einem Jahr merklich aufwärts geht.

Heute konnte ich auch eine Arbeiterin beobachten, die ca. 1/3 der Arena erkundet hat.
Das ist das erste mal, dass ich sie bei so einer ausgedehnten Wanderung erleben durfte.
Die Aktivität hat auch im Allgemeinen leicht zugenommen. Mittlerweile sehe ich sie sogar am Tage draußen rumlaufen.
Interessant war, dass die Arbeiterin an der Scheibe nicht hoch kam, nicht mal in der Ecke. Das liegt wohl daran, dass sich am Sand-Glas-Übergang ein ganz feiner Sandstaub abgelegt hat, der immer wegbröckelt, wenn er belastet wird.
Das nächste Mal, muss ich den Sand wohl vorher auswaschen.
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 24. Jul 2011 22:17

Die letzten zwei Tage waren sie recht dämmerungsaktiv.
Eine Arbeiterin hat die komplette Arena erkundet und dabei auch gleich meinen PTFE-Ausbruchsschutz getestet.
Die Stelle auf die ich besonders stolz war, hat ihre Funktion nicht erfüllt... -.-
Ansonsten scheint es recht gut zu funktionieren.

Gestern hat eine Arbeiterin sogar die freie Kammer des Ytong-Nestes erforscht.
Seit heute vormittag sitzt eine (andere?) Arbeiterin in jener Kammer und geht nicht mehr raus. Als ich eben nachgeschaut habe, war sie immernoch drin.
Habe keine Ahnung, warum das so sein könnte. Verlaufen wird sie sich wohl kaum haben und sie sieht auch nicht so aus, als ob sie bald sterben wird.
Mal gucken, ob sie morgen früh immernoch da ist.

Aprospros Sterben.
Vor ein paar Tagen war eine Arbeiterin wieder so unnatürlich weiß. Habe das ja schon desöfteren beschrieben. Wie ihre Vorgängerinnen auch, lief sie ziellos in der Arena umher und hat sich dann irgendwann in eine Ecke verkrochen und nicht mehr bewegt. Am nächsten Tag war sie weg. Keine Tote zu finden und auch keine im Reagenzglas dabei, die unnatürlich weiß aussieht. Spontanheilung? :-) Die Sache wird immer konfuser.

Eier: vorhanden
Larven: mehrere (schlecht zu zählen)
Puppen: mind. 2
Arbeiterinnen: 9
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon StrayFire » 19. Feb 2012 19:42

update?
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 19. Feb 2012 20:16

Sie kommen langsam (verlustfrei) aus der Winterruhe heraus.
Eine Lampe habe ich schon wieder angemacht.

Mehr gibt es noch nicht zu sagen.
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 17. Mär 2012 18:32

Seit einiger Zeit sind meine Camponotus micans vollständig aus der Winterruhe heraus. Beide Lampen sind wieder an und ich kann fast jeden Tag eine Arbeiterin in der Arena beobachten.
Im vergleich zu den Vorjahren ist sehr viel Brut vorhanden, die merkbar wächst.
Ich kann also hoffen dieses Jahr viel Zuwachs zu bekommen.
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 13. Sep 2012 07:12

Sechs Monate sind vergangen und es ist einiges passiert.

Mir ist z.B. klar geworden, dass der "weiße Flaum" nichts anderes als eine Alterserscheinung ist und ein Zeichen dafür, dass die entsprechende Arbeiterin nicht mehr lange auf dieser Welt weilt.


Hier mal ein Bild vom 20.06.2012

Bild

Wie man sieht, ist einiges an Brut vorhanden, die auch einige Zeit später ausgereift war.


Das freudigste Ereignis des Jahres war der Umzug der kleinen Kolonie in das Ytong-Nest. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass das dieses Jahr geschieht
Aber anscheinend hat den Ameisen das Reagenzglas nicht mehr ausgereicht. Jedenfalls bin ich eines Nachmittags nach Hause gekommen und der Umzug war schon so gut wie vollzogen. Nur die Königin saß noch am Wasserspender und rührte sich nicht. Ich war mir nicht sicher, ob sie nicht weiter wollte oder konnte, habe sie deswegen erst mal in Ruhe gelassen.
Als sie am nächsten Tag immer noch dort unten saß und ich ihre erfolglosen Versuche sah, die Scheibe empor zu klettern, beschloss ich ihr zu helfen. Ich reichte ihr ein Stück Watte, an dem sie sich festhalten konnte und hob sie dann auf die Höhe des Gummipfropfens und setzte sie auf dem Ast ab. Sofort bewegte sie sich weiter und ging ins Nest.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich leider keine Kamera.
Ein paar Tage später konnte ich aber ein Foto machen.

Bild

Die aktuelle Anzahl der Arbeiterinnen beträgt nun 20 Stück.

Die Anlage sieht ohne das Reagenzglas nun so aus:

Bild

Schön ist es, dass meine ursprüngliche Idee aufgegangen ist und die Arbeiterinnen nun den Ast als Weg benutzen, um zum Wasser zu gelangen, so dass man sie schön beobachten kann.

Brut ist noch recht zahlreich vorhanden, wächst aber nicht mehr wirklich. Dieses Jahr ist damit wohl vorbei. :)
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Gast » 19. Okt 2012 20:55

Hallo Rhodan,

Glückwunsch zur erfolgreichen Gründung und Haltung!

In anderen Berichten zur Haltung von Camponotus micans wird gelegentlich von Major-Arbeiterinnen gesprochen, die als Speichertiere ("Honigtöpfe") fungieren und in ihrer Gaster Kohlenhydrate speichern. Dabei kann die Gaster locker mal auf die 10-fache Größe der Gaster einer normalen (gut genährten) Major-Arbeiterin anschwellen.

Frage:
Kannst du ähnliches bei deiner Kolonie beobachten?
Weiß sonst jemand etwas über dieses Phänomen?

Danke für evtl. Infos,
docwood (aka stefan87)
Gast
 

Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Rhodan » 21. Okt 2012 08:34

Das konnte ich noch nicht beobachten. Wobei ich auch der Meinung bin, dass das bei dieser Art gar nicht vorkommt.
Ich glaube, dass du das mit den Myrmecocystus-Arten verwechselst. Denn diese sind eigentlich die sogenannten "Honigtopfameisen".
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Re: Camponotus micans Haltungsbericht

Beitragvon Gast » 22. Okt 2012 19:18

Hi Rhodan:

Wobei ich auch der Meinung bin, dass das bei dieser Art gar nicht vorkommt. Ich glaube, dass du das mit den Myrmecocystus-Arten verwechselst. Denn diese sind eigentlich die sogenannten "Honigtopfameisen".


Da scheinen die Meinungen erheblich auseinander zu gehen:

Der Begriff „Honigtopfameisen“ bezieht sich nicht auf eine spezielle Ameisenart, sondern ist ein Sammelbegriff.
Beispiele:
Myrmecocystus spec. in Nordamerika. In einem Nest von Myrmecocystus melliger wurden mehr als 1.500 Honigtöpfe gezählt.
Camponotus inflatus
einige Arten von Leptomyrmex in Australien, Neukaledonien und Neuguinea
Plagiolepis trimeni in KwaZulu-Natal
Melophorus bagoti und Melophorus cowlei in den australischen Wüsten.

Zwischenformen treten in den Gattungen Erebomyrma, Pheidologeton, Prenolepis, Proformica und Oligomyrmex auf.
Wenn von Honigtopfameisen die Rede ist, sind aber meist jene gemeint, die von den australischen Ureinwohnern, den Aborigines verzehrt werden. Besonders bevorzugt wird die Ameisenart Camponotus inflatus, weil diese den süßesten Honig besitzt.


Quelle: Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar bzw. Hölldobler & Wilson: The Ants. Springer (1990) ISBN 3-540-52092-9

Werde meine Camponotus micans beizeiten mal bestimmen lassen, um sicher zu gehen.
Hier mal ein Bild eines der Speichertiere, rechts daneben eine normale Arbeiterin:

Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar

grüße,
Gast
 

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