Ytong Projekt

Tipps und Ideen zum Formicarienbau

Ytong Projekt

Beitragvon Roptem » 23. Mär 2012 18:56

Da ich es einfach nicht lassen kann, habe ich auch heuer wieder ein neues Projekt gestartet.
Natürlich musste ein neues Sommerquartier her, da das alte zu klein war.
DSCF2555.JPG


Mit dem Nest habe ich einfach einmal angefangen, der Rest folgt.
Bitte macht Vorschläge, welche Art hinein kommen soll.
Ich persönlich tendiere zu Lasius flavus, finde den Haltungsbericht von Erne, welchen ich immer verfolge, einfach sensationell. Diese riesigen Massen und so aktiv.
Da ich aber nicht sicher bin, ob ich ein solches Treiben auch hinbekomme und mich auch andere Arten sehr reizen, stelle ich das ganze zur Diskussion.

Folgende Punkte sind Vorgabe
Ytong-Nest: 30 x 22cm Gänge ca.2,5cm tief.
Arena: soll 30X20cm werden, eventuell ein wenig größer möglich.
Haltungsklasse: HK1
Temperatur kein Problem, alles möglich, Luftfeuchtigkeit soll mitteleuropäisch sein.
Perfekt wäre eine Art ohne Winterruhe, die aber dennoch aktiv ist.
Das ist auch der Hauptgrund, warum ich nicht Lasius flavus von Haus aus nehme.

Anbei die Bilder:
Nach dem Einkauf.....oh 3,06€ das geht ja
DSCF2552.JPG


Erste Schritte:
DSCF2553.JPG


Und schon ist es passiert, Nest gebrochen aber schon wieder zusammen gegipst.
DSCF2556.JPG
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Re: Ytong Projekt

Beitragvon Roptem » 24. Mär 2012 18:28

Nachdem ich nun viele weitere Berichte mit Ytong Nestern gelesen habe, befürchte ich ist mein Nest zur groß.
Werde also vielleicht ein kleines Starter-Nest machen und ihnen später dieses zum Umzug anbieten.
Wie oben beschrieben sind die Masse des Nestes:
Ytong-Nest: 30 x 22cm Gänge ca.2,5cm tief.

An den Bildern von Erne habe ich, denke ich ein ähnlich großes Nest gesehen.
Markus hingegen nützt eher kleinere.
Entwickeln sich die Ameisen in einem zu großen Nest nicht so gut?
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Re: Ytong Projekt

Beitragvon Erne » 24. Mär 2012 20:09

Entwickeln sich die Ameisen in einem zu großen Nest nicht so gut?

Ein klares Nein, wie gut sich ein Ameisenvolk entwickelt, wird von anderen Dingen beeinflusst.
Selber verwende ich überwiegend zu große Nester, der Hintergrund dafür ist einfach.
Habe keine Lust ständig neue Nester anzubieten und mühselig Ameisen aus zu klein gewordenen Nestern heraus zu bekommen.
Denke meine Berichte, zeigen auf, dass es durchaus gleich mit übergroßen Nestern funktioniert.

Grüße Wolfgang
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Re: Ytong Projekt

Beitragvon Markus » 25. Mär 2012 10:09

Wie schon erwähnt, benutze ich eher kleinere Nester - gemessen am Platz, den die Kolonie darin einnimmt.
Ich persönlich habe damit einfach gute Erfahrungen gemacht, finde sie praktischer zu bauen, man kann sich auch mal umentscheiden,
vom Handling her auch, sie sind weniger schnell verdreckt (eigene Erfahrung).
Außerdem verwende ich ja gerne auch mal Module, da kann man dann austauschen und abkoppeln - wären die Module zu groß, wäre das unendlich schwerer!
Auch beim Umzug erscheint es mir besser, wenn das Alte Nest schon überfüllt ist, sie erkunden dann ja schon eigenständig neue Nistmöglichkeiten,
auch beim Anschließen eines neuen Elements: zack ist es da.
Hinzu kommt der regelmäßige Austausch der Nester, so kommen sie schnell wieder zu einer sauberen Behausung.

Da geht aber sicher jeder Halter nach seiner Facon.

Was man jedoch auch immer wieder mal sieht, sind viel zu groß gestaltete Nester, nicht auf die Koloniegröße bezogen, sondern auf die Größe der jeweiligen Ameisen.
Beispielsweise ein Nest, in dem eine Myrmica-Kolonie an den Wänden kauert, weil die Kammern einfach viel zu groß sind, schon die Größe einer kleinen Arena haben.
Da kann man dann natürlich auch gerne beobachten, dass die Tiere die eigentlichen Gänge als Kammern nutzen, weil ihnen diese eher Kammergröße haben.
Ich persönlich finde das sehr ungünstig, ein Nest sollte den Tieren Sicherheit geben, Ruhe bieten und auch relativ normales Verhalten ermöglichen...
Das versuche ich natürlich auf jeden Fall zu vermeiden (Grundregel habe ich ja in die Bauanleitungen gestellt, geht dann mehr auf die Kammergröße ein, als auf die eigentliche Nestgröße) und wie ich das jetzt von Bildern entsinne: andere Halter auch! :grin:

Aber wie gesagt: ist was, das man nach Jahren der Haltung so langsam zu erspüren beginnt! :)
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Re: Ytong Projekt

Beitragvon Roptem » 30. Mär 2012 19:26

Heute hatte ich wieder einmal eine Idee die ich gleich umsetzen wollte.
Wie schon beschrieben habe ich vor noch eine Kolonie in Ytong nisten zu lassen.
Nun die Idee!
1.) Das Ding soll Platz sparen.
2.) Es soll ausbruchssicher sein
3.) Das Problem mit der nicht gut klebenden Platte am Nest soll gelöst werden.
4.) Es soll toll aussehen.
5.) Die Ameisen sollen dennoch schön viel Platz haben.

Logische Konsequenz, Nest in die Arena die einen Deckel hat. SO ist es ausbruchssicher und es reicht die Scheibe auf das Nest zu legen.
Das Ganze auf Pfahlbauten um keinen Platz in der Arena zu verlieren.
Und so sieht das ganze erst einmal aus.
Landschaft folgt noch und ist ebenfalls auf einer Platte kann also jeder Zeit in eine größere Box integriert werden.
Auch das Nest ist herausnehmbar mit oder ohne Pfahlaufbau.
Also sehr flexibel.

Bild 1.JPG
Nach dem Zuschnitt und dem Anzeichnen

Bild 2.JPG

Bild 3.JPG
Bild 4.JPG
Fix und fertig, ohne Landschaft


Am Nest ist oben die Nestarea unten ist ein kleines Tunnelsystem das nicht zu tief ist, so dass man schön hineinsehen kann.
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Re: Ytong Projekt

Beitragvon Roptem » 3. Apr 2012 20:48

So, da habe ich gleich noch eine Frage dazu was man da drinnen alles halten kann.

Ich dachte zum einen an Messor barbarus oder an Myrmica rubra.
Bei Myrmica rubra denke ich sollte das Ytong Nest gehen, aber wie sieht das bei Messor aus.
Fühlen sich die wohl im Ytong, wenn ich zwei ketrennte Nester einrichte?
Habe leider kaum Haltungsberichte gefunden mir Messor barbarus im Ytong Nest.
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Re: Ytong Projekt

Beitragvon MrIglo » 4. Apr 2012 07:36

Fühlen sich die wohl im Ytong, wenn ich zwei ketrennte Nester einrichte?

Falls du "getrennte" Nester in einem Ytong meinst, ich würde davon abraten 2 Arten oder Kolonien in einem Ytong zu halten.

Habe leider kaum Haltungsberichte gefunden mir Messor barbarus im Ytong Nest.

Messor beißen sich durch Ytong. Sie sind dabei schneller als andere Arten. Deshalb gibt es kaum Halter die sie in Ytong halten.

LG
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Re: Ytong Projekt

Beitragvon Roptem » 8. Apr 2012 08:28

Da Messor scheinbar schnell den Ytong durchfressen und ich das nicht möchte bzw. dessen Zwischenwände etwas dünn sind, liebäugle ich derzeit mit Camponotus ligniperdus für das neue Nest.
Ist es dafür groß genug?
Die Arena ist ca. 20x30 cm groß und das Nest demnach 18x18cm, eben dreieckig wie man sieht.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass dann irgendwann ein Umzug ansteht bei dieser Nestgröße?
Danke für eure Antworten ;-)
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