Mehlwürmer und Honig?

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Beitragvon Scooby » 24. Mai 2003 01:46

>Kann Dir aber nur den Tip geben, die Larven, Würmer... was auch immer Du an "Eiweißnahrung" anbietest mit heißen Wasser abzubrühen, damit sich Deine Kolonie keine Parasiten einfängt.<
Huuh, das wußte ich nicht! Nice to know. Tja Du siehst Trajan, man lernt doch nie aus. Danke gonzobey! Das war ein wertvoller Input. Ich hoffe meine Kleinen haben sich nicht schon was gefangen.
Jetzt hab ich da aber doch mal ne Frage: Woran erkenne ich, wenn sich meine Pflegekinder einen Parasiten eingefangen haben?? War mir, soweit ich weiß, noch nie passiert. Gibt es Methoden (außer abbrühen), um Parasiten zu unterbinden??

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Beitragvon Nazghoul » 24. Mai 2003 09:13

Meine Lasius Niger haben schon viele Insekten vertilgt, aber bei Rindermett war der Schwarm wie wild.
Da habe ich selbst meine Herculeanus zum ersten mal Fleisch fressen sehen.
Seit ich das so mache ist die Milbengefahr natürlich stark gesunken.
Es ist aber klar das man um das Füttern von Insekten nicht ganz herum kommt. Egal ob man Milch oder Fleisch füttert.
Ich füttere konservierte (Mehlwürmer) oder abgebrühte Insekten (Mikroheimchen)

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, das grade sehr kleine Kolonien (z.B. Gründerkolonien) das Fleisch den lebenden Insekten vorziehen. Ich nehme an weil die Gefahr von Arbeiterinnenverlusten so geringer ist. Sowas stecken Gründerkolonien nicht so gut weg.

Na ja, wer geht nicht gerne den Weg des geringsten Wiederstands?! :-)
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Erkennen von Milbenbefall

Beitragvon gonzobey » 25. Mai 2003 08:20

Also wenn Du Deine Ameisen unter einer Lupe anschaust sieht man den Milbenbefall. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Milben. Laut Buschinger handelt es sich um Ektoparasiten, d.h. die heften sich an den Chitinpanzer von aussen. Das gefährliche daran ist, dass sie die Brut aussaugen.
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Nachts

Beitragvon Trajan » 25. Mai 2003 12:18

Frisst Lasius niger eigentlich nur nachts?
Denn tagsüber sehe ich nicht ein Tier das an dem Honig
schleckt.
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Beitragvon Nazghoul » 25. Mai 2003 12:53

Also meine Lasius Niger sind am Tag sehr aktiv. Eingeschlossen die Futtersuche.
Die meisten Arbeiterinnen sind allerdings mit Brutpflege beschäftigt. Es sind nie mehr als 5 Arbeiterinnen im "Außendienst".
Wie fütterst du denn den Honig. Ist er leicht verdünnt?
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Beitragvon Markus » 25. Mai 2003 12:57

Das hängt von der Koloniegröße ab, kleinere Kolonien fressen bei mir auch nur einmal die Woche, aber dann richtig.
Auch hängt es logischerweise davon ab, wann du ihnen das Futter gibst, probier doch mal aus, sie 3 Tage ohne leben zu lassen, oder gib ihnen dann nur Futterinsekten, sind diese weg, kannst du ziemlich sicher sein, dass sie während deiner Abwesenheit gefressen haben.
Auch kannst du durch einen Größeren Abstand mehr Aktivität erziehlen.
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...schleck schleck!!

Beitragvon Scooby » 25. Mai 2003 12:59

Hallo Trajan!
Natürlich futtern die Lasiusse tagsüber. Du mußt zwischen tag- und nachtaktiven Insekten unterscheiden. Die Lasius niger kannst Du am Tag beobachten, d.h. sie gehen auch tagsüber auf die Futtersuche und fressen dementsprechend. (nachts aber auch) Du solltest Dir mal die Frage stellen, ob sie vielleicht nicht gerade satt sind, oder etwas wichtigeres zu tun haben, wie Nestbau, Brutpflege, etc. Es gibt mehrere Gründe, muß aber nix schlimmes sein.
Wenn Du ihnen Honig gibst, vermische ihn mit etwas Wasser, das hält dann auch den benötigten Wasserhaushalt, den die Tiere brauchen im Gleichgewicht. Mach Dir aber keine Sorge, diese Gattung liebt Honig und wird ihn früher oder später auch...schlecken :-)

Gruß

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Beitragvon Trajan » 25. Mai 2003 13:04

Also meine Kolonie ist noch nicht gross und es sind auch nur die kleinen Arbeiterinnen da die grösseren Arbeiterinnen kommen glaub ich erst noch.
Ich gebe zum Honig ein wenig Wasser dazu.


Danke für den Tipp!
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Beitragvon Markus » 25. Mai 2003 13:08

>Natürlich futtern die Lasiusse tagsüber. Du mußt zwischen tag- und nachtaktiven Insekten unterscheiden

Da sich Ameisen im Dunklen aber sicherer fühlen, dürften sie eher zur Nachtaktivität neigen, was ich bei meinen L.n. auch beobachten konnte.
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Beitragvon Scooby » 25. Mai 2003 13:13

Die, die ich in freier Natur beobachtete, fraßen auch tagsüber. Es ist letztlich eine Streitfrage.

Sicher ist bei unserem Kompanjero -Trajan- allerdings, daß es sich hier um andere Beweggründe handeln muß. Wie er schon schrieb, ist es noch ne kleine Kolonie, vornehmlich mit Pygmähen. Somit werden die erst mal wichtigeres zu tun haben.
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Beitragvon Markus » 25. Mai 2003 13:26

>Die, die ich in freier Natur beobachtete, fraßen auch tagsüber. Es ist letztlich eine Streitfrage.

Eine Streitfrage ist es nicht, in der Natur sind die Kolonien meist sehr groß, wenn man sie überhaupt bemerken soll, da brauchen sie halt viel Futter, außerdem bekommen sie in der Natur ja nicht den Luxus, den sie bei uns bekommen und müssen ständig Futter suchen. ,-)
Außerdem sprach ich von dem "Bevorzugten", da ist natürlich noch etwas anderes zugelassen. ;-)

>Sicher ist bei unserem Kompanjero -Trajan- allerdings, daß es sich hier um andere Beweggründe handeln muß. Wie er schon schrieb, ist es noch ne kleine Kolonie, vornehmlich mit Pygmähen. Somit werden die erst mal wichtigeres zu tun haben.

Vor allem werden sie nicht so viel Futter benötigen, wie ich schon schrieb geht es hier auch größtenteils um die Koloniegröße.
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Beitragvon Trajan » 26. Mai 2003 13:01

Nach Fliegen sind die verrückt.
Da kamen die mit 10 Mann und haben die weggeschleppt.



Übrigens:Danke für das Wort:Pygmähen danach habe ich gesucht!
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Beitragvon Trajan » 28. Mai 2003 13:44

Wann werden die Pygmähen eigentlich von den grossen Arbeiterinnen abgelöst?
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Beitragvon Scooby » 28. Mai 2003 17:47

>Wann werden die Pygmähen eigentlich von den grossen Arbeiterinnen abgelöst?<

Sobald die Pygmähen geschlüpft sind, sind sie für alles an Arbeit zuständig, übernehmen also das, was die Königin vorher übernahm. Die Königin legt jetzt nur noch die Eier. D i e Arbeiterinnen, die d a n n schlüpfen sind größer als ihre Vorgängerinnen, packen aber genauso mit an.
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Beitragvon Markus » 29. Mai 2003 12:00

Die Pygmähen werden im Grunde erst abgelöst, wenn größere Arbeiterinnen da sind und sie selbst sterben, ansonsten arbeiten die Pygmähen immer mit und sind an sich recht fleißig. ;-)
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