Ameisen und die Biotechnologie

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Ameisen und die Biotechnologie

Beitragvon Rohri » 8. Dez 2007 11:10

Hallo Liebe Ameisenfreunde,

Ich studiere Biotechnologie in Senftenberg und im Rahmen eines Vortrages beschäftige ich mich mit dem Leben der Ameisen im Allgemeinen und ihrer möglichen Bedeutung für die Biotechnologie im Speziellen.

Ich habe schon einige Interessante Artikel im Internet (und auch in eurem Forum) gefunden, die sich zum Beispiel auf die Produktion von Antibiotika, Pheromone, oder die Immunisierung gegen bestimmte Pilze beziehen.

Doch praktische Anwendungen habe ich bis dato kaum entdeckt. (Von der großindustrielen Erzeugung und Nutzung von Ameisensäure mal abgesehen)

Vielleicht sind euch praktische Umsetzungen bekannt? Es können auch Dinge genannt werden, die möglicherweise noch nicht praktisch genutzt werden. (Man kann ja auch einen Ausblick auf die Chancen und Möglichkeiten geben) Lasst euch bitte nicht von den schon oben genannten Themen abschrecken. Damit meine ich, dass ihr gerne noch etwas zu Antibiotika, usw. schreiben könnt. Vielleicht habe ich ja noch nicht alle Artikel gefunden. :)

Ach so, ich habe oben nur biochemische Aspekte aufgezählt. Physiologische Besonderheiten sind auch interessant. (eventuell Haftfähigkeit, Pheromonrezeptoren,...) Aber ich will euch da gar nicht so sehr in eurer Kreativität beschränken. :)
Ich bedanke mich schon im Voraus für eure Mühen. :D
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Beitragvon The_Paranoid » 8. Dez 2007 11:37

Naja, hat wohl nicht viel mit Biotechnologie zu tun. Aber zum Teil hat man sich dieses Pheromon-Wege-markier-System bei den Ameisen abgeschaut um intelligente Routing-Algorithmen für das Internet zu entwickeln ... Also eben Algorithmen die die Daten-Pakete auf einem möglichst intelligenten Weg durchs Internet schicken ....
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Beitragvon Necturus » 8. Dez 2007 13:47

Hallo Rohri,
Mein Anlaufpunkt für derartive Informationen ist das PubMed:
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Fütter es einfach mal unter der Auswahl PubMed mit "Ant" und lass dich überraschen:)
Denke englische Texte werden dir keine Probleme bereiten? Ansonsten würde ich dringend anraten, deine Sprachfestigkeit zu vertiefen, im Studium kommst du um sowas nicht herum.
Gruß,
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Beitragvon Jan-Hendrik » 10. Dez 2007 14:58

Ohne ameisen gäbe es sehr wenig Waldhonig... Ameisen sind zur gewinnung diesem wichtig, da ansonsten Marienenkäfer due Läuse aufressen, welche den Honig Poduzieren.(Waldhonig ist zum teil Läusekacka welches von Bienen augelesen wird...)

oder irre ich mich?
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Beitragvon Dr.House » 10. Dez 2007 15:41

Hmm, ich könnte auch sagen ... wenn es weniger Ameisen gäbe, würde es mehr (wie du sagtest :-) ) Läusekacka für die Bienen geben und wir hätten mehr Waldhonig ^^
Die Natur ist halt irgendwie mit allem verknüpft ... ... wenn wir weiter die Umwelt so verpesten, dann gibt es keine Bäume mehr und auch keinen leckeren Waldhonig ... und auch keinen Bienenhonig weil die Läuse ohne Bäume an den Blumen trinken und diese sterben. (Sag mir wo die Blumen sind ... wo sind sie geblieben :D)

Jedes Glied ist eben wichtig, ob Laus, Ameise oder Grizzly ^^

@Rohri: Genau, außer Pubmed gibt es eben noch Zeitschriften ... gerade wenn man studiert. oft haben die Rechenzentren für die studenten kostenlosen Zugang zu bestimmten Zeitschriften. Am besten bei Arbeitskreisen oder der Bibliothek informieren was möglich ist.
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Beitragvon Rohri » 12. Dez 2007 11:08

Ich danke euch für eure Mühen. Die NCBI-Seite ist wirklich gut. Man braucht eine Weile um alles zu sichten. Das die Beiträge auf Englisch sind ist auch nicht schlecht, da ich den Vortrag sowohl in englischer, als auch in deutscher Sprache halten und abgeben muss. (Also nicht parallel, sondern zu unterschiedlichen Terminen. :D )
Das mit den Routing-Algorithmen kann man bestimmt auch einbringen. Vielleicht hat es auch noch was mit Bio-Informatik zu tun.
Die Sache mit den Rindenläusen habe ich schon von Doktor Scheurer gehört. (Der beschäftigt sich seit über fünfzig Jahren mit den Tierchen)
Danke auch für den Tipp mit den Zeitschriften. Ich werde die alsbald einmal sichten.
Wenn euch noch etwas einfällt,…
:D
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Beitragvon Jan-Hendrik » 12. Dez 2007 19:53

Dr.House hat geschrieben:Hmm, ich könnte auch sagen ... wenn es weniger Ameisen gäbe, würde es mehr (wie du sagtest :-) ) Läusekacka für die Bienen geben und wir hätten mehr Waldhonig ^^


falsch, Ohne Ameisen gäbe es weniger ^^Läusekacka^^, da dann Marienenkäfer die Läuse fressen würden...
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Beitragvon Dr.House » 12. Dez 2007 21:18

@Jan: ... Was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte ist, daß es weder falsch noch richtig gibt. Das System ist zu Komplex um es auf eine 1:1 Beziehung zu begrenzen.

Z.B. sollen Ameisen ja das Flügelwachtum der Läuse verhindern können. Insofern stoppen sie damit ja eigentlich die Ausbreitung der Läuse. Würden sie sich ausbreiten können, könnten sie sich sicher stärker vermehren und und und ... sag ja, es ist zu Komplex.

MfG
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Beitragvon sven2436 » 20. Jan 2008 10:02

Also in der aktuellen Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar ist ein Artikel zum Thema Schwarmintelligenz und deren Abbildung in Algorithmen in der Informatik.

Die Ameisen kommen zwar etwas kurz, aber interessant ist es, denke ich, trotzdem.
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