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Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Straßenmeisterei mit vollem Körpereinsatz - Eciton burchelli

Beitragvon Ulrich_W » 1. Jun 2007 20:17

Hallo zusammen,

fast jede Tageszeitung hat heute kurz über diese Online-Vorabveröffentlichung im "Animal Behaviour" berichtet.

Thema ist, dass bei Eciton burchelli "Schlaglöcher" durch Arbeiterinnen aufgefüllt werden,
damit die schwerbeladenen Artgenossinnen diese problemlos passieren können!


Hier der link zur Veröffentlichung:

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Oder hier der link zum Original in englisch:

http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6W9W-4NNPCJ0-3&_user=10&_coverDate=05%2F07%2F2007&_rdoc=10&_fmt=summary&_orig=browse&_srch=doc-info(%23toc%236693%239999%23999999999%2399999%23FLA%23display%23Articles)&_cdi=6693&_sort=d&_docanchor=&view=c&_ct=20&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=7efb069669af3088b67a9fbfc75220c0#cor1

Gruß

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Beitragvon JayB1983 » 7. Jun 2007 14:17

Hi!

Das ist ja echt irre, bei diesem Einsatz könnten sich die menschlichen Vertreter mal was abgucken :)

Kommt mir auch so vor, als hätten die Ameisen in den Löchern längere Beine als die Vorbeiziehenden!

Kluge Tierchen...:)

Zumindestens kommt mir das auf dem 2. Bild so vor, kann mich allerdings auch täuschen...
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Beitragvon Eaglesword » 20. Jun 2007 16:15

Ameisen stopfen Schlaglöcher - mit sich selbst
(dpa) - Um mehr Beute nach Hause zu bringen, stopfen tropische Ameisen "Schlaglöcher" auf ihrem Weg mit dem eigenen Körper.

Auf der so geglätteten Route kommen die übrigen Arbeiter schneller voran, berichtet eine Gruppe um Scott Powell von der Universität Bristol (Großbritannien) im Journal "Animal Behaviour". Die Gruppe hatte Ameisen (Eciton burchellii) in Experimenten unter anderem über schmale Holzleisten laufen lassen, in die zuvor Löcher gebohrt wurden. Ameisen passender Größe krabbelten über die Löcher - und verharrten dort. War ein Insekt zu klein, kooperierten mehrere. Der Verkehrsfluss der mit Beute beladenen Ameisen in Richtung des Nestes beschleunigte sich daraufhin, berichten die Forscher.

Obwohl die "wandelnden Pfropfen" nicht direkt an der Futtersuche der Gruppe teilhaben, sei ihr Beitrag für das ganze Volk von Vorteil, heißt es in dem Journal weiter. Insgesamt führe dieses hoch spezialisierte Verhalten zu einer Steigerung der Nahrungsaufnahme.

Sobald die Karawane auf dem Weg zurück ins Nest und damit zur Brut vorbeigezogen sei, kämen auch die "niedergetrampelten" Artgenossen aus ihren Löchern hervor und folgten der Gruppe. Die in Zentral- und Südamerika lebenden Ameisen brechen von Zeit zu Zeit zu spektakulären Raubzügen mit bis zu 200 000 Tieren auf.
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