Pygmäen - Und jetzt?

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Pygmäen - Und jetzt?

Beitragvon Rhubarb » 29. Aug 2006 09:48

Ich habe die Suchfunktion benutzt und das halbe Forum durchgeklickt, aber merkwürdigerweise nichts passendes gefunden... :-s

Gestern Vormittag sind endlich die ersten Pygmäen der einen meiner beiden Königinnen geschlüpft (Lasius niger). Es sind 3 Stück und die restlichen Puppen müssten auch bald soweit sein. Es hat mich sehr überrascht, wie winzig die sind :!: Und sie bewegen sich auch kaum.

Meine Frage ist aber eigentlich, wie es nun weitergeht. Soll ich sie mit Insekten füttern? Aber sie bewegen sich ja kaum und sind doch auch viel zu klein, um Maden zerlegen zu können, oder? Soll ich sie weiterhin in Ruhe lassen? Aber dann verhungern sie doch, oder? Zum umsiedeln ist es ja noch zu früh, aber was soll ich bis dahin machen?

Danke schonmal für eure Antworten! :)
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Beitragvon uta » 29. Aug 2006 10:19

Hallo Rhubarb,

erstmal Gratulation zum "Nachwuchs"! :D

Füttere die kleinen Pygmäen jetzt mit Honig-Wasser und Insekten. Ob nun Fliegen, Mücken, Pinkies o.ä. bitte zerteile die zuvor überbrühten Insekten, so dass die Pygmänen diese dann auch besser bewältigen können.
Ansonsten lasse sie in Ruhe gewähren. Der Standort ist hoffentlich ein wenig dunkel. :). Die Ameisen werden selbst wissen, wenn der Zeitpunkt für sie zum Umziehen gekommen ist.

Weiterhin viel Freude und interessante Beobachtungsmomente.

Viele Grüsse
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uta
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Beitragvon Rhubarb » 29. Aug 2006 10:26

Super, danke! :sun02:

Aber die kleinen Pygmäen bewegen sich ja gar nicht. Oder ist das nur, weil sie noch so "frisch" sind? Und soll ich das Futter im oder außerhalb des Reagenzglases anbieten?
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Beitragvon Marco Ricciardi » 29. Aug 2006 11:21

Hallo!

Also ich würde es vor dem Reaglas in einem Stückchen Schwamm oder Ähnliches anbieten, damit die kleinen nicht dran kleben bleiben...

MfG!
Marco
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Beitragvon NuEM » 29. Aug 2006 12:19

In der Regel dauert es 2-4 Tage, bis die Pygmäen anfangen, das Nest zu verlassen. Bis dahin ist auch ihre Cuticula ausgehärtet.

So lange die Kolonie klein ist, wird der größere Teil der Aktivitäten aber bei Nacht stattfinden. Die junge Kolonie ist in dieser Phase sehr schutzlos, und eine Entdeckung durch andere Tiere, vor allem andere Ameisen, würde wahrscheinlich ihr Ende bedeuten. Darum kann es sein, dass du tagsüber die Arbeiterinnen "faul" im Nest hocken siehst, während sie im Schutz der Nacht fleißig sind.

Kurz gesagt, das Verhalten deiner Pygmäen ist vollkommen normal. Ameisenhaltung ist ein Geduldsspiel. Gib den Mädels ein paar Wochen Zeit, dann geht der Trubel los.

Oder die Winterruhe. :P
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Beitragvon Gaster » 29. Aug 2006 13:00

Ähm... härtet nicht der Chitinpanzer aus und nicht die Cuticula...? Die Cuticula ist doch nochmal etwas anderes, sie hält doch die Feuchtigkeit in dem Tier, oder?


MfG Jan

Ps: Das Verhalten deiner Tiere ist vollkommen normal ;)
Gaster
 

Beitragvon NuEM » 29. Aug 2006 13:29

"bei Häutungstieren (Ecdysozoa) die außen liegende Körperdecke. Sie gibt dem Körper Form und Stabilität und ist ein in der Regel mehrlagiges Sekretionsprodukt der Epidermiszellen. Bei Insekten und anderen Gliederfüßern ist die Cuticula durch Chitin, teilweise auch Kalk zu einem selbst tragenden Exoskelett verstärkt, das vor Austrocknung schützt und den Gliederfüßern überhaupt erst ein Landleben ermöglicht."

Quelle: Wikipedia
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Beitragvon Rhubarb » 29. Aug 2006 13:44

:laught: Also bei dem Expertenstreit mische ich mich jetzt nicht ein...

Dass das Verhalten normal ist, habe ich auch gar nicht wirklich bezweifelt. Meine Frage bezog sich eher darauf, was ich unter Beachtung des Verhaltens tun soll. Nach dem, was bis jetzt geantwortet wurde, werde ich mir jetzt ein paar Maden besorgen und immer Nahrung anbieten. Eventuell werde ich das RG schon an die Arena des Gipsnestes anschließen.

Vielen Dank auf jeden Fall für die Antworten :thumright: Für weitere Tipps und Anregungen bin ich auch dankbar.
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Beitragvon NuEM » 29. Aug 2006 17:26

Richtig, einfach Futter und Wasser anbieten. Wenn sie so weit sind, werden die Arbeiterinnen es schon finden.
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Beitragvon Rhubarb » 6. Sep 2006 22:19

Ich habe nochmal eine neue Frage, die aber auch ganz gut reinpasst... :-k
Ich habe ja zwei kleine Kolonien Lasius niger. Beide wohnen noch im Reagenzglas. Sie entwickeln sich allerdings ziemlich unterschiedlich und das macht mich ratlos. :?
Eigentlich hatte ich mich entschieden, die aktivere der beiden Kolonien auszusetzen, weil ich dachte, denen fällt es leichter, in der Natur zu überleben als der anderen, langsameren und auch etwas kleineren Kolonie. Erstere rennt wie wild herum, schichtet die Brut um und versucht, durch die Watte zu buddeln. Letztere bewegt sich wenig und bricht nicht einmal zu Erkundungsgängen auf. Ich weiß, dass die Winterruhe näher rückt, aber hier in der Wohnung ist es noch schön warm und ich kann mir das nicht so recht erklären.

Soll ich mich umentscheiden und die aktivere Kolonie umsiedeln? Die kann ich nämlich kaum noch irgendwie füttern, weil sie alle so wild herumrennen.
Ich bin irgendwie gerade verwirrt, tut mir Leid, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine... :questionmark:
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