Set 2

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Set 2

Beitragvon NiceGuy » 14. Jul 2006 16:08

Hi leute, bin nach langer zeit auch mal wieder hier im forum. Hab mir vor ca. 9 monaten eine lasius niger königin zugelegt. DIe kolonie ist mitterweile auf gut 30 und mehr tiere angewachsen und es macht immer noch sehr viel spass. Nun aber zu meiner frage. Habe mir damals ein starterset zugelegt, war set2 glaube ich, jedenfalls das mit der arena und mit der farm. habe nun vor die farm anzuschließen, hat bisher auch ohne gut geklappt. Mein problem ist nun der sand. WIe soll ich den regelmäßig feucht halten, denn ist er nicht feucht, ist er doch viel zu fein und die "bauten" der ameisen haben keinen halt oder vertue ich mich da jetzt. zur zeit ist die kolonie noch im reagenzglas untergebracht bzw ist zu faul auszuziehen, was ich mit dem anschluss der farm ändern will.
Ich hoffe ihr versteht meine frage und könnt mir schnell helfen.
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Beitragvon delirium » 14. Jul 2006 19:54

Du wirst wahrscheinlich das Starter Set 1 besitzen, da nur dort eine extre Farm bei war.

Sand allein eignet sich nicht als Füllung für die Farm, da er nicht fest würde und die Kammern und Gänge einstürzen würden. Deswegen solltest du auf alle Fälle eine Sand-Lehm Mischung verwenden, da Lehm Festigkeit in die Sache bringt und Stabilität bildet.
Zum Feuchthalten: Da du wahrscheinlich nur einen Zugang der Farm verwendest, kannst du den zweiten zur Befeuchtung benutzen. Du kannst ihn bei Zeiten öffnen und mit einer Spritze Wasser einfüllen, welches sich dann Stück für Stück verteilt. Eine weitere Möglichkeit ist eine Schlauch/Strohhalm-Drainage. Stecke den Schlauch bis zum Boden und dann die Farm mit Sand. Später kannst du Wasser durch den Schlauch einfüllen und das Wasser verteilt sich genauso.
Andererseits ist diese Methode langfristig aufwendig, da du den Deckel immer wieder abnehmen musst und die Ameisen in Panik geraten, da ihr Nest attackiert wird (siehe meinen Haltungsbericht)

So...

Achja...mit dreißig Arbeiterinnen ist deine Kolonie aber recht klein...für neun Monate...gibst du ihnen regelmäßig Proteine?
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Beitragvon PoWa » 15. Jul 2006 11:08

Mal ne Rückfrage in Sachen befeuchtung:

Man kann doch bestimmt die nicht benutzte Öffnung des formicariums wiefolgt nutzen: man steckt einen knickbaren strohhalm der an beiden enden mit watte verstopft ist in die farm. das knickbare ende das nach oben aus der farm rauszeigt, schiebt man durch die nicht benutzte öffnung aus dem formicarium. heraus, jetzt könnte man theoretisch imemr von außen wasser durch eine pipette ins formicarium leiten.

Jetzt nur die fragen:

1.fressen die ameisen sich durch die watte wenn sie mal in die regionen des unteren strohhalms gelangen sollten?

2. Wie krieg ich den bereich zwischen Strohhalm und Ausgang am besten ausbruchssicher, also zu?
Zuletzt geändert von PoWa am 15. Jul 2006 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon NiceGuy » 15. Jul 2006 11:35

das ist lustig powa, die gleiche idee hatte ich gestern abend auch und ich denke, das es gut klappt.
durch die watte fressen die sich nicht, wenn sie "dicht" genug ist, soweit ich das bisher beurteilen kann(hab beide anschlusse zur arene auch mti watte "verstopft" und bisher ist keine entkommen :-)
hab mich grad noch was durchs forum gelesen und hab gelesen, dass man die untere schicht aus tonkügelchen machen soll und darauf dann das sand lehm gemisch.

ps: sind übrigens um die 40 arbeiter, hatte gestern nu r grob geschätz, ist vielleicht immer noch was wenig, liegt aber wohl daran, dass ich nicht gerade großzügig mit dem futter war, ausserdem habe ich die volle winterruhe eingehalten
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Beitragvon PatmaN » 17. Jul 2006 08:32

Ich stand vor einer Woche vor dem gleichen Problem. Bis jetzt lebt meine Kolonie Myrmica rubra in einem Ytong-Nest, finde ich aber alles andere als Praktisch. Also habe ich mir die Mini-Antfarm bestellt um sie besser beobachten zu können und ich hatte die Hoffnung das sich die Farm besser bewässern läst.

Habe auch einen knickbaren Strohhalm an einer Seite in die Farm gesteckt (vor dem Befüllen) und das kürzere Ende guckt am Schlauchanschluss raus (Lücke mit Watte verstopft). Wollte dann per Spritze Wasser in den Strohhalm drücken, hat aber absolut nicht geklappt. Die Luft im Strohhalm kam an dem Wasser nicht vorbei, das Wasser hat sich an der Spritze vorbei nach "draussen" gedrückt.
Dann stand ich da. Die Farm jedes mal zu öffnen halte ich für keine gute Idee, die Ants werden es nicht mögen und können in dem Moment (wo sie warscheinlich auch in Panik geraten) aus der Farm nach oben rauslaufen.

Ich habe dann Watte in den Strohhalm gesteckt, so das noch ein paar cm rausgucken. Habe dann ein Glas, das etwas höher ist als der Schlauchanschluss, mit Wasser befüllt, den Strohhalm leicht nach oben geknickt und die überstehende Watte in das Glas gehängt. Das ganze hat den Vorteil das die Bewässerung sehr gleichmässig passiert und man nur ab und zu mal das Wasser im Glas nachfüllen muss (alle paar Tage).

Tjoa, was soll ich sagen. Es läuft immernoch im "Testbetrieb". Ich weiss auch nicht genau wie ich testen soll ob die Feuchtigkeit ausreicht oder gar zu viel ist, aber es sieht gut aus anhand der Wassermenge die aus dem Glas verschwindet. Bei dem Seramis-Granulat unten in der Farm ist Kondenswasser zu sehen und das Sand-/Lehm-Gemisch scheint gut zu "backen". Habe mit einem anderen Strohhalm einen kleinen "Tunnel" gegraben der sehr stabil zu sein scheint.

Was meint ihr, ist das eine brauchbare Lösung?
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Beitragvon sobek » 17. Jul 2006 09:21

Hm, ja, scheint gut zu sein, nur würd ich UNBEDINGT aufpassen das nicht zu viel Wasser tropft.
Ich habe das mal mit einem Tropf versucht (mit welchen z.B Infusionen verabreicht werden) und ich dachte, das scheint genau die richtige Menge zu sein.
Und wirklich, es war auch nur ab und an ein Tropfen. Doch in Summe gesehen, war nach einer Woche die Farm überschwemmt :(

Also, immer gut aufpassen. Am besten bewässert man die Farm trotzdem durch einen 8mm Schlauch. Da hat man normalerweiße keine Probleme.
KLappte bei mir sehr gut.
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Beitragvon PatmaN » 17. Jul 2006 09:49

Also nach 2 Tagen war deutliche Kondenswasserbildung im Tongranulat zu sehen (kein "stehendes Wasser"), und rein optisch scheint die Menge seit dem Konstant zu sein.
Die Methode hat auch noch den Vorteil das die Feuchtigkeit ziemlich Konstant sein sollte (Theorie: "Selbstregelnd" durch den Kapillareffekt(?)), eine deutliche Verbesserung gegenüber meinem Ytong-Nest.
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Beitragvon PoWa » 17. Jul 2006 13:01

@ Patman:
Warum warst du mit nem Ytong-Nest nicht zufrieden, bin nämlich eigentlich inzwischen von der Idee mir eine Farm zu kaufen zu einem Ytong Nest geschwankt, weil man darin die ameisen doch eigentlich viel besser sehen kann. In der farm kann es doch passieren dass die ants die gänge und kammern nicht unbedingt an die scheibe legen.
auch die bewässerung müsste doch in einem ytong leichter sein, da man dort einfach einen wassertank bohren kann, sodass man nie die farm öffnen oder sich so ein kompliziertes konstrukt bauen muss.
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Beitragvon PatmaN » 17. Jul 2006 14:36

... da man dort einfach einen wassertank bohren kann ...

Das hatte ich auch gemacht, sogar ein ziemlich großes wie ich finde. Trotzdem muss ich da locker das 5-fache von dem reinkippen was sich die Farm pro Tag "ansaugt", und trotzdem ist es nach 24 Std. verdammt trocken. Meine Myrmica rubras sind davon nicht allzu begeistert, jetzt im Sommer muss ich 2-3 mal täglich Wasser reinkippen damit es zwischendurch nicht föllig austrocknet. Die Feuchtigkeit ist auf jeden Fall alles andere als konstant.

Des weiteren habe ich ein "liegendes" Nest gebaut, wo man von oben in das Nest sehen kann (bei einem 30cm hohen Becken eh nicht allzu praktsch). Da hat sich schnell Dreck drauf angesammelt wenn die Ants drüber gelaufen sind. Sauber wischen war auch nicht soo der hit, die Ants sind da gleich in Panik geraten. In letzter Zeit hab ich da fast gar nichts mehr durch gesehen. Dazu kommt noch das ich die Kammern ziemlich "tief" gebaut habe. Meistens quetschen sich alle Ants inkl. Brut in 2 der Kammern, da sieht man nurnoch ein großes Kneul.

Ich weiss nicht genau wieviel man in der Antfarm von den Ants selber sieht, aber weniger als bei meinem Ytong-Nest kann es kaum sein.
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Beitragvon NiceGuy » 17. Jul 2006 20:52

hm sind ja nun schon einige neue ideen. gibt es denn keien "musterlösung", das forum gibt es doch nun schon einige zeit und mit diesem probmen müssen sich die die meisten leute auseinander setzen.
das problem, was ich sehe ist, dass man die farm nicht öffnen sollte, da sonst die ameisen rauslaufen, hab das problem jetzt schon in meiner arena mit nur 40 ameisen, vond enen max 10 rumlaufen, dass immer eine oder 2 ausbrechen oder es zumindest versuchen. wenn meine kolonie nun noch größer wird, stehe ich vor einem ehten problem.
also ich halte die idee mit dem strohhalm, der mit watte gefüllt ist für eine gute idee, die gefahr der schimmelbildung sollte aber nicht ausser acht gelassen werden oder was meint ihr?
könnte man nicht unten in die farm einen kleinen zurechtgeschnittenen schwamm legen, der dann nicht schimmeln kann?
diesen könnte man dann leichter über einen strohhalm bewässern, da sich das wasser im schwamm leichter verteilt als in erde oder lehm, was eine lösung für das problem von Patman wäre. über den schwamm, dann erst eine schicht , die das wasser asuch gut speichern kann und die nässe dann vom schwam bekommt, darauf dann das normale sand lehm gemisch.
hab die idee noch nicht umgesetzt, halte sie aber für gut, oder was meint ihr?
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Beitragvon PoWa » 17. Jul 2006 22:21

man sollte sowieso als unterste schicht granulat nehmen, das die feuchtigkeit aufsaugt.

ich glaub der schwamm ist da überflüssig, was meint der rest?
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Beitragvon PatmaN » 18. Jul 2006 05:37

Jup, dafür nutzt man das Granulat (Sermais etc.). Bin der Meinung das steht auch so in der Anleitung der Ant-Farmen.

Mit der Watte im Strohhalm und dem Schimmel muss ich mal gucken. Da die Watte ständig komplett mit Wasser vollgesogen ist, kann ich mir nicht vorstellen das da Schimmel entsteht..
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Beitragvon PatmaN » 18. Jul 2006 05:44

Jup, dafür nutzt man das Granulat (Sermais etc.). Bin der Meinung das steht auch so in der Anleitung der Ant-Farmen.

Mit der Watte im Strohhalm und dem Schimmel muss ich mal gucken. Da die Watte ständig komplett mit Wasser vollgesogen ist, kann ich mir nicht vorstellen das da Schimmel entsteht..
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Beitragvon NiceGuy » 18. Jul 2006 15:55

alles klar danke für die antworten, werde es dann mal mit watte im halm bis seramis verwsuchen und dann nochmal berichten
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