Warum sind manche Arten anspruchsvoller als andere?

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Warum sind manche Arten anspruchsvoller als andere?

Beitragvon Corvin » 27. Jun 2006 18:41

Hi!
Ich hab mir letztens ne Kolonie Myrmicia rubra zugelegt und spiele jetzt schon mit dem Gedanken mir zusätzlich noch eine exotische Art zu holen, wo ich besonderen Wert auf die Ausbildung von Soldaten setzen würde und das besondere Aussehen(vielleicht auch etwas größer als Myrmicia rubras).

Was jetzt den Titel des Threads betrifft:
Man hört immer wieder es gäbe Anfängerarten etc.; man solle mit einer solchen anfangen um Erfahrungen zu sammeln.
Obwohl sich das jetzt für erfahrene Ameisenhalter etwas naiv anhören mag, weiß ich nicht was so schwer daran sein soll eine exotische Art zu halten
Man muss ihnen doch nur das geeignete Umfeld bieten (Luftfeuchtigkeit/Temperatur/Licht/Erde,Lehm) und sie oft genug füttern etc.
Was kann denn wenn man keine Erfahrung(bzw. sehr wenig), aber einen Perfektionsfimmel hat groß falsch machen, wenn man sich eine exotische Art zulegt?

Zusätzlich würde ich gerne auf folgenden Kriterien basierend Empfehlungen von euch sammeln welche Art ich mir zulegen sollte:
-aggressiv
-relativ groß
-interessantes Aussehen (klar, Subjektiv - egal)
-nicht zu langsam im Kolonienwachstum
-Soldaten
-keine Pilzzucht ( ;-) )
-Keine unbedingt notwendige Bepflanzung
-nicht notwendigerweise exotisch, aber wenn mit den meißten Punkten vereinbar keine oder geringe winterruhe. (ließe sich vernachlässigen)

Ich weiß, dass man sich da auch selbst schlau machen kann, und das habe ich auch. Deshalb tendiere ich auch zu Pheidole spec. .
Ich habe allerdings gehört dass sie sehr klein sind und würde mich auch in diesem Fall über Größenangaben freuen. [Wenn man die in Videos sieht, was ja generell für alle Ants gilt, denkt man immer die wären so groß wie Schmeißfliegen]
Was mich dazu bewegt das hier im Forum zu fragen ist die Erfahrung der einzelnen User, die mir sehr viel detailliertere Ratschläge geben können, als jeder Verkaufstext.

Ich bedanke mich und
freue mich auf eure Ant-worten ;-)

Gruß,
Corvin
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Beitragvon delirium » 1. Jul 2006 17:54

"Nur die passenden Bedingungen bieten".
Ja, dort fängt es eben schon an. Denkst du wirklich, es sei so einfach, Temperatur und Luftfeuchte in einem geringem Tolleranzbereich zu halten? Du hast gerade erst mit dem Ameisenhalten angefangen, oder?
Tu dir bitte den Gefallen und verfalle nicht in eine Art Sammelwut, die dich mehr und mehr Ameisen halten lässt. Glaub mir, es ist nicht alles so einfach, wie man denken könnte.

Auf deine Frage nach eine Art deiner Beschreibung würde ich dir zu Pheidologeton raten. Jedoch gilt auch hier, dass diese Art (besonders in der Anfangsphase) nicht leicht zu halten ist.
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Beitragvon Gaster » 1. Jul 2006 18:00

Ich schlage dir vor, kaufe dir ein Hygrometer und baue dies in dein jetziges Formikarium ein. Dann kannst du ja mal ein paar Versuche durchführen, wie oder ob du die Luftfeuchtigkeit in einem bestimmten Bereich halten kannst oder ob du sie, so wie du willst, verändern kannst.
Wenn du es schaffst, ok, dann bist du eine Ausnahme ;), aber ich schätze mal ohne irgendeine praktische Erfahrung wirst du das nicht hinbekommen.


MfG Jan
Gaster
 


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