Lasius niger: Nest bei Abwesenheit

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Lasius niger: Nest bei Abwesenheit

Beitragvon Rhubarb » 20. Jun 2006 23:50

Hallo,

ich interessiere mich schon lange für Ameisen und bin heute endlich hier herein geraten... :wink:

Ich habe mir viel durchgelesen und anscheinend ist Lasius niger die beste Anfänger-Art. Jetzt habe ich mir überlegt, dass ich sie am liebsten in einem Aquarium auf einer Insel halten würde, um dort dann das Nest zu platzieren.
Leider ist es so, dass ich manchmal für einige Wochen nicht zuhasue sein kann und die Tiere dann solange ohne mich bzw. mit einem unerfahrenen Pfleger auskommen müssten.

Wie ich es mitbekommen habe, muss das Nest immer feucht gehalten werden. Futter und Wasser und alles muss auch da sein. Also welche Nestform ist dafür am besten?

Ytong oder eine Farm? Oder etwas ganz anderes?
Wie kann ich am besten dafür sorgen, dass die Ameisen gut versorgt sind, wenn ich weg muss?
Oder sollte ich dann besser gar keine halten?
Worauf muss ich achten?

Fragen über Fragen :?:

Danke schonmal für eure Antworten. Leider finde ich Foren immer etwas unübersichtlich, aber ich hoffe, ihr könnt mir helfen!
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Beitragvon loko23 » 21. Jun 2006 09:22

Ja des würd mich auch intressieren :roll: ,da ich in zwei Wochen für fünf Tage net daheim bin.

Ich glaub aber das die Ameisen schon zäh genug sind ein paar Tage ohne Wasser und Nahrung zu überleben...

mfg loko
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Beitragvon Bud Spencer » 21. Jun 2006 10:30

Das mit der Bewässerung sollte kein Problem sein: Einfach ein Reagenzglas nehmen, mit Wasser befüllen, Wattepfropfen drauf und fertig.
Ähnlich kann man es mit Honigwasser machen, wobei hier aber Schimmelgefahr besteht. Eine andere Möglichkeit wäre, wenn man einfach einen oder mehrere Tropfen Honig auf Alufolie anbietet. Honig alleine schimmelt nicht so leicht wie Honigwasser.
Insekten kann man auch im Vorraus anbieten.
Generell überleben die Tiere ohne Nahrung mindestens eine Woche. Ohne Wasser ist das nicht so. Am einfachsten ist es, wenn ein Bekannter ab und an ein Insekt ins Formicarium wirft, dann sollte es keine Probleme geben.
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Beitragvon loko23 » 21. Jun 2006 10:45

Wie meinst du das "Insekten im voraus..."?

Aber die gammeln doch auch nach 2-3 Tagen, oder?
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Beitragvon Bud Spencer » 21. Jun 2006 11:17

Wenn Du sie nicht in die feuchteste Ecke legst trocknen sie eher aus, als sie vergammeln. Ich habe in den Futterbereich einen Stein gelegt, unter den sie die Insekten schleppen und fressen. Klappt sehr gut, ich hatte noch nie vergammelte Insekten.
Mit im Vorraus meine ich, dass Du in paar mehr reinlegst.
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Beitragvon Rhubarb » 21. Jun 2006 18:02

Erstmal danke für die Antworten, aber das meinte ich leider nicht...

Ich meinte eher das Problem mit dem Befeuchten des Nestes. Muss man das nicht alle paar Tage machen? Gibt es dafür extra Geräte, die das dann machen? Auch zum Füttern? So ähnlich, wie es das auch für Fische gibt?
Ich hätte so gerne eine Kolonie, aber ich will ja auch, dass es ihnen bei mir gut geht und sie lange leben... :(

Welche Art Nest ist denn am empfehlenswertesten?
Ich habe mir gestern die Glas-Formicarien im Shop angeschaut. Mir gefällt das mit dem Balkon gut, aber auch das Doppelappartment. Hat jemand Erfahrungen? Muss ich etwas besonderes beachten? Sind im Doppelappartment rundherum Nestmöglichkeiten? Wie sieht das mit der erweiterung aus? Kann sich eine Kolonie in zwei Glaskästen aufteilen?

Wieder so viele Fragen... :roll:
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Beitragvon Psychopirat » 21. Jun 2006 19:03

Hallo,

mein Doppelapartment konnte ich heute in Empfang nehmen. Nein, einen Rundumblick hast du nicht, sondern nur auf 2 von 4 Seiten. Ich meine allerdings, dass es auch ein Panoramablick-Formicarium im Antstore gibt.

Worauf du achten solltest, ist, dass der Mittelraum leer bleibt. Ist anders in der Produktbeschreibung geschrieben. Kleb einfach rote Folie davor.

Umzug, Aufteilung? Auf jeden Fall wird die Kolonie überall rumlaufen. Die werden sich überall aufhalten, wo sie sich gerade wohl fühlen, vielleicht auch in einem anderen Becken anfangen zu graben. Langweilig wird es wohl in keinem von beiden Kästen.
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Beitragvon Rhubarb » 21. Jun 2006 20:37

Dank, Psychopirat! :D

Ich denke, ich werde mich dann für das Appartement mit Balkon (was für dämliche Namen :lol: ) entscheiden, das sieht total gut aus... *schwärm*


Ich suche nur die ganze Zeit nach einer Möglichkeit, meine Ameisen zu versorgen, obwohl ich nicht da bin :( Wäre sehr sehr dankbar für Antworten. Einen Apparat zur Fütterung habe ich ja gefunden, eine Tränke auch, aber wie kann ich den Boden feucht halten... :?:
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Beitragvon HeldGoP » 21. Jun 2006 21:11

hi,

du kannst zb einen glasfaserdocht nehmen, wenn du das eine ende in die farm hängst bzw mit gips im ytong befestigst, kannst du das andere ende in eine wasserflasche hängen. achte nur darauf das die ameisen nicht in die flasche können, wegen ertrinkungsgefahr.

den doch gibts im kerzelgeschäft für paa ct/meter.

und selbst ohne solch eine bewässerung halten es die ants ohne probleme längere zeit aus. wenn du ein abgedunkeltes rg mit wassertank in die arena legst können sie sich auch dahin zurückziehen wenn es im nest zu trocken ist.

wegen futter brauchst du dir auch keine sorgen machen, notfalls fressen sie halt die brut oder schwache arbeiter.

mfg
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Beitragvon Rhubarb » 21. Jun 2006 23:11

Danke, das beruhigt mich... :D

Bin trotzdem dankbar für weitere Tips und Erfahrungsberichte!
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Beitragvon Cephalothorax » 22. Jun 2006 15:41

Wenn du das Nest vorher nocheinmal richtig befeuchtest und nicht in die Sonne stellst, geht es auch völlig ohne für 5 Tage...
Würde ich nur vorher ausprobieren.

Meine Raptiformica "wässere" ich sowieso nur alle 5 Tage, wenn nicht länger!
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