Brauche Infos zu Messor Capitatus

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Brauche Infos zu Messor Capitatus

Beitragvon Silver_21 » 2. Jan 2006 00:34

Sehe zwar Bilder von der Gattung allerdings leider keine Beschreibung, ähnlich wie die anderen Messor arten????

Möchte mir die Ameisenart vertrauter machen, und bräuchte mehr infos, wenn es die gibt!

Unter Goggle und Antstore konnte ich nichts über Sie herausfinden..
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Beitragvon delirium » 2. Jan 2006 15:23

Verschoben in "Diskussion und Fragen allgemein".
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Beitragvon Acid150 » 2. Jan 2006 16:54

Hallo!


Messor capitatus vertritt Messor barbarus im Norden und im Gebirge
von Südeuropa. Sie ist glänzend schwarz gefärbt und hat noch etwas kräftigere Majorarbeiterinnen als M. barbarus, ist ihr aber sonst
sehr ähnlich. Messor capitatus verträgt es wesentlich kühler als letztere Art und ist bis zur Atlantikküste in Frankreich verbreitet (verträgt also
einen milden Winter). Ihre Kolonien können recht groß werden. Diese Art ist monogyn wie Messor barbarus. Sie sind in der Natur in trockenen,
steinigen Habitaten zu finden, welche häufig mit Gräsern, Thymian, Stechginster und Cistrose bewachsen sind, deren Samen sie auch als
Nahrung eintragen und zu "Ameisenbrot" verarbeiten. Sie hat sehr tiefliegende Nester in steinigem Boden und unterscheidet sich hierin von
ihrer "kleinen Schwester" Messor structur, welche ihre Nester häufig
flach im Boden und unter Steinplatten anlegt.

Im Terrarium sollte Messor capitatus ähnlich wie Messor barbarus gehalten werden, sie benötigt zur Haltung in den Sommermonaten eine Wärmequelle und mag es trocken. Als Futter kann man verschiedene Sämereien anbieten, eine junge Kolonie bevorzugt kleinere Samen, wie Nachtkerze, Lavendel, Cistrose oder Löwenzahn. Außerdem nehmen sie zwischendurch auch einmal Honig-/Zuckerwasser oder verschiedene Insekten. Durch ihre Samenspeicherung kann man sie auch schon mal eine Zeit alleine lassen (Urlaub), wenn nur für etwas Feuchtigkeit zum Trinken gesorgt ist.

Alles in allem - sie ist eine nicht zu schwer zu haltende große Ameise, die durch ihre ausgeprägte Kastenbildung, ihre Kornspeicher und dem Ameisenbrot besonders ins Auge fällt. Der Abtransport der Samen auf langen Straßen erinnert etwas an die Blattschneiderameisen in Amerika.

Zitat: von Gerhard

Mfg Acid
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Beitragvon uta » 2. Jan 2006 17:40

Hallo Silver_21,

herzlich Willkommen hier im Forum. Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass Du auch gerne telefonischen Kontakt mit uns aufnehmen kannst. Die Telefonnummer findest Du unter Impressum vom Shop :)

Viele Grüße
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Beitragvon Ratinger » 4. Feb 2006 20:56

Messor Capitatus ist auch mein Favorit
aber stimmt es das sie einen trockenen und einen feuchten Bereich im Nest brauchen? Ich weiß nich genau wie ich das in meiner Ameisenfarm machen soll.
Und stimme es das sie Stresempfindlich sind? Wie stark muss man darauf achten das sie keinem Stress ausgesetzt werden?

Und brauchen sie mehr Platz als Lasius Niger?
momentan besteht mein Formicarium aus Der Farm und eine 50 nal 30cm großen Arena, ich spiele mit dem Gedanken Schläuche durch das ganze Zimmer zu legen damit sie auch Auslauf haben :)
aber ich mag es nicht wenn eine riesen Kolonie in einem kleinen Becken rumwuselt und wenn das Becken so voll ist das man vor lauter Ameisen den Boden nicht mehr sieht, ich mag es eher natürlich .
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Beitragvon TheSummiter » 4. Feb 2006 21:25

Also so schnell geht das ja auch nicht das plötzlich der ganze Boden voll ist. für mindestens nen Jahr aber eher 2-3Jahre reicht die 30*50cm Arena denke ich völlig aus. Ich habe mir auch eine Queen gefangen letztesJahr im August und habe die jetzt aus der Winterruhe genommen und erstmal in nem 20*30cm Becken. Ich werde dann auch ein schlauchsystem bauen was ich auch sehr interessant finde.
Was das Nest angeht habe ich einen Ytong der einen Wassertank hat und ein Teil des kleinen Ytongnestes bleibt etwas trockener, werde aber später noch ein besseres Nest bauen was zweigeteilt sein soll und mit schläuchen verbunden ist, damit ein Teil feucht und ein Teil feucht gehalten werden kann. Ich hoffe ich konnte dir helfen...sonst halt nochmal nachfragen :-)
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Beitragvon gerhard » 4. Feb 2006 23:31

Hallo Ratinger,

Es ist schon richtig, dass Messor capitatus ein Becken mit möglichst trockenen - und feuchtem Teil haben sollte, obwohl das eigentlich für fast alle Ameisenarten paßt. In einem zu feuchtem Behälter können die Samen keimen, welche die Messor in ihren Vorratskammern haben.

Es ist auch so, dass alle Messorarten etwas schreckhaft sind. Wenn man den Nestbereich mit etwas roter Folie abdeckt/abklebt reicht das aber schon aus.

Natürlich sollte eine große Kolonie genügend Platz und Auslauf haben, aber das kann man auch mit mehreren Becken mit Schlauchverbindungen erreichen. Das beste, was man den Tieren antun kann, ist dass man sie natürlich/artgerecht hält, dann hat man auch selber später Freude daran, wenn man sieht, dass sie sich gut entwickeln.
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Beitragvon Ratinger » 7. Feb 2006 18:20

Vielen dank für die Antworten :)
Ich werde mich bemühen die kleinen so Artgerecht wie möglich zu halten.
Eine rote Folie ist bereits an der Farm angebracht und ich freue mich jetzt
schon neue Arenen zu gestalten :)

Allerdings noch eine Frage: Ich habe die Farm 40x27cm
oben 4cm Luft, unten 2cm Tongranulat in der mitte ein Schlauch, der oben durch Watte verschlossen, bis zum Tongranulat geht. Jetzt weiß ich aber nicht
wieviel Wasser ich (pro Tag, Woche ...) ich den Schlauch gießen soll ???
Ich gebe das Wasser mit einer Spritze in den Schlauch!

Und noch eine Frage: Sind Messor Capitatus immer aktiv? oder nur Tagaktiv?
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Beitragvon Ratinger » 6. Mär 2006 16:31

Am 16. Februar hat meine M.Capitatus Königin ihr erstes Ei gelegt,
die Tage darauf folgten weitere (mittlerweile 11stück)
aber bis heute is noch keine Larve geschlüpft :(
Ich habe leider keine genauen Angaben gefunden, aber ich denke das die Entwicklubgsdauer vom Ei zur Larve keine 15 Tage beträgt.
Die Temperatur im Zimmer in dem das RG liegt beträgt 20°C
und es ist genug Wasser im Tank.

Was soll ich tun?
oder nur Gedult haben?
Kann jemand mit Erfahrung schreiben wie lang die Entwicklung der ersten Eier normalerweise dauert?

ich hoffe auf Antwort
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Beitragvon Krümel » 6. Mär 2006 18:24

Nicht verzagen, ich würde nicht gleich daran denken das etwas schief läuft, 1. könnte es daran liegen das die Temperatur nicht so optimal ist (Die optimaltemperatur bei Messor capitatus sollte 25°C nicht unter- bzw. 29°C nicht überschreiten),
2.würde ich sie regelmäßig füttern, das kann nie schaden, und ansonsten Geduld haben.
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