von passalidius » 29. Dez 2005 17:06
Hallo,
dass sich Kondenswasser bildet hat nicht unbedingt mit der Wassermenge zu tun, die man in sein Formikar eingibt, sondern mit nicht zirkulierender Kaltluft! Das Wasser schlägt sich also immer an den kältesten Stellen nieder.
Dieses Phänomen ist auch in Formikarien zu beobachten, die im Kühlschrank zur Überwinterung eingelagert sind.
Hier schlägt sich bereits nach wenigen Stunden Kondenswasser am Deckel nieder und es scheint, als würden die Ytong-Nester und der Gipsboden dann nahezu austrocknen.
Nun denn - Kondenswasser ist nicht weiter schlimm, wenn man seine Behälter regelmässig (mind. 1 X in 2 Wochen) kontrolliert und das niedergeschlagene Kondenswasser wieder zurück auf den Gibsboden oder das Nest befördert, also einfach den Deckel schräg halten und mit dem abfliessenden Wasser erneut den Überwinterungsbehälter oder lokal die notwendigen Neststellen beträufeln.
Oder etwas anders gesagt: Das zu überwinternte Formikar einfach soweit schräg stellen, dass sich am Deckel bildendes Kondenswasser wieder zurück fliessen kann!
Das hilft schon, ich mache es auch so.
Man muss bei der Überwinterung eher darauf achten, dass die Belüftungsöffnungen nicht zu gross sind, denn allzu leicht entweicht durch zu grosse Öffnungen zuviel an Luftfeuchtigkeit und schon bald wäre das Formikar dadurch staubtrocken!
Also lieber Kondenswasser akzeptieren, als die Überwinterungsbehältnisse durch einen Fehler ganz austrocknen zu lassen!
passalidius