Pheidologeton diversus kann in einem Kiesboden mit Sandanteil graben. Und das ohne Probleme - so lange eine Gewisse Feuchtigkeit im Substrat vorhanden ist!
Ich würde von Anfang an eine Pheidologeton-Anlage aufbauen. Für den Anfang reicht ein mittelgroßes Glasbecken. Allerdings darf keine Bohrung fehlen, wo man jeder Zeit mit Hilfe Schlauch und Muffen bzw. Verschraubungen weitere Glasbecken verbinden kann.
Pheidologeton reagiert nämlich auf Umsiedlungen in andere Becken (durch z.b. Ytongnest rausheben und in das andere Becken gesetzt, oder makavere Aktionen) sehr negativ in Hinsicht auf großes Arbeitersterben! Ganz klar, der reine Stressfaktor ist daran schuld ...
Diese Sache mit der Temperatur im Bodenbereich ... muss ich etwas kritisieren. Ich verlegte einst ein 2,5m langes, 25watt starkes Heizkabel im Kies-Sandboden. Die Kolonie lebte Anfangs sehr lange in einem gewöhnlichen Reagenzglas, aber dann, alls der Platz zu eng wurde begannen sie unter dem RG zu graben. Und zwar gruben sie so, sodass sie das Heizkabel aushoben, sprich sie legten das Kabel frei. Das geniale dabei war, dass die Kabel in den Kammern waren, dass heißt die Ameisen "verlegten" mehr oder weniger eine Heizung durch ihr Nest
Wie gesagt, diese Wärme tat ihnen sehr gut, und die Kolonie entwickelte sich zu diesem Zeitpunkt auf die 800er zu! Die Brut wurde allerdings im RG gelagert, wo es wohl nicht zu heiß und doch warm aber auch feucht genug wegen dem Wassertank war.
Ich weiß ... in der Natur kommt die Wärme von oben, von der Sonne
aber trotz alle dem, war es kein Fehler.
Pheidologeton diversus entwickelt sich am Besten, wenn konstante 70-80% Luftfeuchtigkeit und gute 25Crad Temperatur herrschen.
Allerdings kann man diese Art für eine Zeit lang bei 50-60% LF halten - allerdings würde ich davon abraten
Ich finde, dass Futterangebot sollte sehr Abwechslungsreich sein. Nicht immer nur Heimchen ... es gibt so viele Insekten zum verfüttern
Außerdem würde ich nie Körner verfüttern ... nur dann, wenn ich in Urlaub fahren würde, denn da können sie lange von einem Kornspeicher ihre Nahrung holen. Zuckerwasser ist immernoch das Beste
Was die Ausbruchsicherung angeht ... tja ... am Besten wäre, man nimmt einen Glasdeckel mit Edelstahlsiebe als Belüftungslöcher. Den Rand des Glasbeckens mit Paraffinöl bestreichen ...
Was die Beobachtungsnester angeht ... ich würde auch von Ytongnester abraten
Ich machte nicht wirklich gute Erfahrung damit!
Am Besten sind immer noch Reagenzgläser oder eben ein Substratnest.
Eine interessante Sache wäre, wenn man RG's (mit roter Folie überdeckt) mit große Wassertanks nah neben einander auf einer dünnen Kiessandschicht auflegt. Die Kolonie würde nach und nach, je nach Bedarf, ein neues RG mehr bewohnen. Und die Eingänge würden sie gewiss mit Kies-Sandbauten überdachen, sodass es eine Einheit wird
Naja, eine Idee meiner Seits
Tja, das waren meine Erfahrung die ich einst sammeln durfte!
Vielleicht hilft ja dieser Beitrag dem Einen oder Anderen ...
Viel Erfolg, den Pheidologeton Haltern




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