Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon pascal991 » 9. Jul 2020 22:50

Guten Abend zusammen,

ich habe mir Ende letzten Jahres eine Kolonie Camponotus nicobarensis gegönnt, nachdem ich meine letzte Kolonie Messor barbarus aus Platzgründen abgeben musste (über 5k Tiere in einem nicht erweiterbaren Aquarium)

Leider kommen die nicos und ich nicht auf einen grünen Zweig. Gekauft wurde die 'Kolonie mit einer Königin und 10 Arbeiterinnen hier im Shop.

Kurz nach der Ankunft ist leider die Hälfte der Arbeiterinnen verstorben. Seitdem entwickelt sich die Kolonie auch nicht wirklich. 7 Monate nach Ankunft habe ich eine Königin und 10 Arbeiterinnen. Davon sind 2 Majore 3 "normale" und 5 Pygmäen. Die Eier werden regelmäßig von der Kolonie gefressen, obwohl jeden Tag frisches Wasser, frische Heimchen und frisches Zuckerwasser zur Verfügung steht.

Die Tiere leben in einer 20x20 Arena mit einem 20x20 inlay und Korknest, allesamt auf dem Antstore. Die Damen hausen in einem dunklen Kallax Regal in meinem Arbeitszimmer. Aufgrund zweier Rechner herrscht eine Temperatur von 25-28°C. Es ist hier nie sonderlich laut, außer Tastaturgeräusche und ab und zu mal telefonieren. Ich vermeide es jeden Tag rein zu schauen, aber im Vergleich zu meiner Messor Kolonie "zieren" sich die Campo Damen sich zu entwickeln.

Hat jemand eine Idee?
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon pascal991 » 17. Jul 2020 17:28

So, leider wieder 4 verstorbene Arbeiterinnen und die Brut wieder gefressen. Zu essen gab es: Zuckerwasser - Kein Interesse, Heimchen - kein Interesse, Fliegen - kein Interesse, Maden - kein Interesse. Habs mal mit Quetschobst versucht - kein Interesse. Die Gaster sind leer, ich vermute das etwas fehlt, aber bisher auch noch keine Kolonie gehabt die so anspruchsvoll war.
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon Kendoras » 24. Jul 2020 22:07

Guten Abend "pascal991",

die Königin wurde gepusht - ist sehr wahr. - nicht begattet.
Ameisensammler (Verkäufer an die Shops) kennen manchmal keine Grenzen.

Sym.:
I.) Regelmäßiges Eier legen - und fressen - ist recht typisch dafür.

II.) Wichtigster Punkt: 2 Major, 3 Media, 5 Pygmäen(eher Minor).

III.) Alter der Kolonie spricht auch dafür, dass sie nicht potent ist.

Schade! - Ich würde direkte Rücksprache mit dem Verkäufer halten und diese 3 Punkte nennen.

Nach Möglichkeit bitte mal ein Bild posten.

VG
EVM
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon Abmeise » 25. Jul 2020 13:46

Hallo, gepusht ist möglich. Erklärt aber nicht das Sterben der Arbeiterinnen. Ich rate, es ist die Luftfeuchtigkeit. Du solltest sie erhöhen. Kleine Kolonien schaffen es oftmals nicht Defizite selbst auszugleichen. Sie wollen aber, der Stress lässt sie Sterben, vielleicht. Denke dein Setup ist auch zu groß. Die Wege sind zu lang. Überführe sie in ein RG mit Wassertank und lege dieses abgedunkelt in die Arena. Mein Rat an dich, Wünsche Dir viel Erfolg.
Gruß
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon Serafine » 25. Jul 2020 14:19

Würde mal ein abgedunkeltes RG anbieten und schauen ob sie dort einziehen. Reagenzgläser sind für Jungkolonien oft immernoch der geeignetste Nistplatz.
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon pascal991 » 2. Aug 2020 12:37

Hi, danke für die antworten. Die Ameisen hab ich aus dem Antstore, ich habe den Verkauf mal angeschrieben.

Im Schnitt vergehen ca 5-10 Tage bis die Eier gefressen werden.

Die Damen sind damals selber vom Abgedunkelten Reagenzglas ist das Korknest gezogen. Sie haben jederzeit auch die Möglichkeit unter dem Dunklen Totholz sich zu verziehen.

IMG_20200802_115742.jpg

IMG_20200802_115747.jpg

IMG_20200802_115750.jpg


Hab nochmal mit alternativen quellen versucht für Kohlendydrate, aber hier wird nichts genommen.
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon Kendoras » 3. Aug 2020 20:32

Schönes Becken.
Ich gehe davon aus, dass der Nestbereich ansonsten abgedunkelt wird und eine regelmäßige Futterannahme beobachtet werden kann - oder?

Ich persönlich finde das Foto schön, da man hier ein gutes Beispiel einer gepushten Camponotus nicobarensis sieht.
Ich lasse gerade mehrere gründen und die Arbeiterinnen sind irr-witzig klein (vgl. Formica fusca Pygmäen).

Die gezeigten Arbeiterinnen sind bei dir deutlich größer. Sowas kommt garantiert nicht so schnell vor.
Möchte aber auch anmerken, dass ein Teil (5 Arbeiterinnen) eine ähnliche Größe aufweisen.

Würde die Gyne nicht regelmäßig ihre eigenen Eier fressen, würde ich sonst eher auf eine nicht optimale Haltung schließen.
Hier sprechen aber 2 Merkmale für eine gepushte Kolonie.
- regelmäßiges Eierfressen
- ungewöhnlich große Arbeiterinnen (Min. 2 Stk).
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon pascal991 » 6. Aug 2020 18:19

Hallo Kendoras,

danke für die Antwort. Leider sieht Antstore das anders. Würde es eine unbegattete Königin sein, würden nur Männchen aus den Eiern Schlüpfen. Hatte hier auf etwas mehr entgegenkommen gehofft.

Ich lasse die verbleibenden Tiere in ein Reagenzglas ziehen (Hoffe das klappt) und packe sie in einen Karton. Mal schauen ob sie wirklich noch mal neu Gründen, habe aber nach 8 Monaten keine Hoffnung mehr.
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon Kendoras » 7. Aug 2020 00:34

Es sind aber keine Männchen aus den Eiern geschlüpft, da es noch nie(!) "Eier" gab, die sich überhaupt zur Larve (bzw. -> Puppe) entwickelt haben.

Es kann also gar kein Männchen schlüpfen.

Es sind lediglich Arbeiterinnen aus bereits vorhanden Puppen geschlüpft.

Die Königin frisst permanent ihre eigenen Eier - diese entwickeln sich nicht zur Larve( bzw.-> Puppe).
Es kann also gar kein Männchen schlüpfen.

Es sind lediglich Arbeiterinnen aus bereits vorhanden Puppen geschlüpft.
Oder etwa nicht?

2 Major-Arbeiterinnen (o. Maxima) bei unter 10 Arbeiterinnen ist ebenfalls keine Standart-Strategie
von Camponotus nicobarensis. Regelfall 50 Arbeiterinnen+.

Aber gut. Würde der Mangel bei einem Kühlschrank auftreten, Mangel melden nach Kenntnisnahme, Ersatz ... ( lassen wir das einfach mal so stehen. )

Deine Vorgehensweise ist richtig. Reduziere die Haltung auf ein Minimum.
Reagenzglas in eine Box, Zuckerwasser. Die Wahrscheinlichkeit dass das noch was wird ist äußerst gering.

Gäbe natürlich noch die Variante, dass die Kolonie irgendwo ausgegraben worden ist
-> Stein hoch, abgegrast,
-> Loch gebuddelt
-> usw

und nur ein Teil entnommen worden ist. Die Königin könnte genauso eine "Ditsche" haben.
Ist aber sehr unwahrscheinlich, weil sie selber immer wieder die Eier frisst.
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Re: Camponotus nicobarensis Startschwierigkeiten

Beitragvon pascal991 » 3. Sep 2020 18:49

Hallo zusammen,

ich habe die Königin + Ameisen in ein Reagenzglas umziehen lassen. Diese befinden sich nun in einer kleinen Holzbox in unserer Abstellkammer. Hier sind immer um die 25°C, dunkel und keine Störgeräusche. Die Eier wurden bisher 2 mal aufgefressen. Seit letzter Woche sind wieder Eier vorhanden, habe aber kaum Hoffnung, dass hier noch sich etwas raus entwickelt.

Parallel habe ich mir in einem anderen Store neue nicorabensis bestellt. Leider ist das Vertrauen hier beim Antstore nicht mehr so gegeben. Hier wurden 2 Königinnen + 5 Arbeiterinnen geliefert. Mittlerweile sind es rund 10 Arbeiterinnen + neue Brut, die jetzt schon größer ist, als die der alten Kolonie.

Anmerkung: sie befinden sich in der selben Arena und Bedingungen in der auch die alten Ameisen waren.

Sieht also fast so aus, als ob die Königin wirklich nur Windeier produziert und gepusht wurde. Hier hätte ich vom "bekanntesten" Handel für Ameisen in Deutschland etwas anderes erwartet, bzw. etwas mehr entgegenkommen.
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