Kleine Gartenrunde

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Re: Kleine Gartenrunde

Beitragvon Markus » 4. Aug 2019 11:53

Märzupdate zwoter Teil:
13.03. war es dann zum Ersten ans Einrichten.
Die Farbe war mittlerweile trotz der niedrigen Temperaturen getrocknet und ich konnte die Töpfe einstellen.
Ausgelegt war die Treppe mit Teichfolie, damit das Wasser im Zweifelsfalle von oben nach unten laufen kann.
Bei den Töpfen im Vertikalsystem wurde das mittels entsprechender Bohrungen geregelt:
Dateianhänge
CIMG2936.JPG
Einige Töpfe waren ja schon voll, für die Restlichen musste ich noch Kompost vorbereiten...
CIMG2937.JPG
...die Petersilie von letzten Jahr...
CIMG2938.JPG
...wuchs zwar noch, war aber nicht mehr so freudig wie letztes Jahr. Etwas später stellte sich heraus, dass sie bereits in der Generativen Phase war und sich jetzt auf die Blüte konzentrierte.
CIMG2939.JPG
Auf dieser Seite waren ja noch die Erdbeeren übrig...
CIMG2941.JPG
...und oben Schnittlauch.
CIMG2944.JPG
Zuguterletzt noch ein Topf mit dem Holunder, wo ich zusätzlich die Brimbeere umgesiedelt hatte.

Soweit für diese Woche, ich hoffe, es hat euch gefallen! :)
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Re: Kleine Gartenrunde

Beitragvon Markus » 11. Aug 2019 09:17

Mitte April:
Tja, dieser April brachte so seine Kapriolen mit.
Während schon die ersten Hummeln flogen, fing es auf einmal an zu schneien.
Dateianhänge
CIMG3154.JPG
Der morgendliche Blick war für Uhrzeit und Bewölkung deutlich heller:
CIMG3152.JPG
Der Hochkasten war mit Schnee bedeckt, während schon eine Königin, die sich zunächst von mir unbemerkt dort angesiedelt hatte, darin saß.
Womöglich zum Glück konnte sie in der Zwischenzeit noch nicht ausgeflogen sein, denn es war bis zum Schnee a zu dunkel und b zu kalt gewesen.
CIMG3153.JPG
Der alte Kasten war zwar nicht besetzt, aber zumindest schön bezuckert.
CIMG3155.JPG
Auch das Teichleben war für diesen Augenblick eingefrohren.
Zum Glück nur metaphorisch, wirklich gefrohren hatte es natürlich nicht.
CIMG3160.JPG
Kleiner Spoiler: den Frühlingsblühern hier machte das nicht wirklich etwas aus.
CIMG3162.JPG
Auch das Vogelhaus mit dem Gründach war zugeschneit.
Interessanterweise sind das für das Moos gute Bedingungen, es wächst gerne in feuchten Begebenheiten und der schmelzende Schnee bietet Wasser über einen längeren Zeitraum.
CIMG3164.JPG
Wenige Stunden später war der ganze Zauber vergessen...
CIMG3165.JPG
...vom Schnee nichts geblieben.
CIMG3166.JPG
Und siehe da, der Rhabarber zeigte sich in seiner jugendlichen Frische! ;)
CIMG3172.JPG
Das Moos auf dem Gründach war hier wieder in Richtung Ruhezustand...
CIMG3173.JPG
...dafür strahlten die verschiedenen Sedum-Arten...
CIMG3174.JPG
...wieder in bunten Farben!

Soviel zu den April-Kapriolen. :)
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Re: Kleine Gartenrunde

Beitragvon Markus » 16. Aug 2019 10:14

Etwas später im April:
OK, es ist nicht mein Garten, den man hier "sehen" kann, sondern der meiner Großmutter, aber das zu Sehende spielt sich ja weitestgehend im ganzen Land gleich ab! ;)
Die Mauerbienen waren los und ich versuche, sogut ich kann, den Tieren nicht nur Futter, sondern auch Nistmöglichkeiten zu bieten (falls ich das hier nicht schon gezeigt habe! ^^).

Ein Stück Feuerholz zweckentfremdet, das lässt auch meine Großmutter zu, kann auf kleinstem Raum Platz für viele Nester bieten.
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CIMG3318.JPG
Auf dem ersten Bild kann man das "alte" Nest neben dem Neuen sehen.
Hier habe ich noch den Fehler gemacht, in den Schnitt zu bohren, was relativ schnell zu Rissbildung führt und das Nest nach wenigen Jahren unbrauchbar macht.
Eigentlich kann man so ein Nest nur zur Verrottung freigeben oder es verbrennen - ich habe dann nur immer Angst, versehentlich Bienen mitzuverbrennen (und glaube nicht, dass da noch viel brennt).
Jedenfalls bohre ich mittlerweile durch die Rinde, so wie es ein Holzschädling machen würde, der ja in der Natur die Nistgänge vorbohrt.

Hier sind es relativ gleichförmige Größen, aber gerade für kleinere, seltenere Solitärbienen kann es sich lohnen, eine gewisse Variation einzubauen!
CIMG3334.JPG
Einmal den Nektar ausgespien gehen die Tiere wieder heraus, drehen sich dort und gehen mit dem Hinterteil wieder rein, um die Pollen abzustreifen (und nach getaner Arbeit ein Ei drauf zu legen).
CIMG3336.JPG
Hier konnte man etwas sehen (keine Angst, nach den Fotos wurde der Klotz zurückgestellt und die Arbeit durch die Tiere fortgesetzt)...
CIMG3338.JPG
Schön zu sehen, dass hier auf das Futter ein Ei abgelegt wurde, die nächste Generation für das nächste Jahr.
CIMG3341.JPG
Was man auf diesem Bild oben unter dem Dach erkennen kann, ist ein Hummelnistkasten unter dem Dach vor der Leiter.
Ich habe ihn schon vor einigen Jahren aufgehängt, hier habe ich seinen Vorbau ausgetauscht.
Leider ist es aber zwei Jahre in Folge der jeweiligen Königin nicht gelungen, eine Kolonie zu gründen...

Woran so etwas liegt, kann man schwer sagen: Fressfeinde, Parasiten, Hunger oder Durst können so etwas verursachen.
In diesem Falle schließe ich letzteres durch das üppige Futterangebot in dieser Zeit jedoch aus, für wahrscheinlich halte ich, dass das Tier einem Auto auf der Umgehungsstraße zum Opfer fiel...
Alles in Allem ist es wie bei unseren Ameisen: die Gründung ist eine der kritischsten Phasen in der Entwicklung einer Kolonie.
Wolhl den Ameisen, die teilsweise Jahrzehnte leben, wenn sie erforgreich gegründet haben.

Soweit mein Senf für heute! ;D
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Re: Kleine Gartenrunde

Beitragvon Markus » 18. Aug 2019 13:59

Weiter geht es mit dem zweiten Drittel des Aprils:
Dateianhänge
CIMG3374.JPG
Hier sind die glänzendschwarzen Holzameisen unterwegs auf neuen Wegen, da eine Umbaumaßnahme die Futterquellen für sie verschoben haben.
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Dabei dienen Elemente wie Zäune oder hier die Tropfbewässerung...
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...entweder zum Schutz oder als Wegmarke.
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Damit es sie nicht ins Haus treibt, bekamen sie Zuckerwasser.
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Das war...
CIMG3384.JPG
...auch sehr beliebt...
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...beliebt!
CIMG3390.JPG
Weiter geht die Straße...
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...an dem Kräuterbeet vorbei zur Hecke.
CIMG3417.JPG
Wo auch schon der Rhabarber sprießt.
Ich finde es jedes Mal beeindruckend, welche Wuchskraft die Pflanzen an den Tag legen!
CIMG3419.JPG
Zurück zum kleinen "Nutzgarten".
CIMG3436.JPG
Sowohl bei den zukünftigen Tomaten, als auch bei der Minzepflanze war die Bewässerung bereit zum Einsatz.
CIMG3421.JPG
Und die Töpfe, sowohl in der Horizontalen...
CIMG3427.JPG
...als auch in der Vertikalen bereit zum Einsatz.
CIMG3431.JPG
Zuletzt noch etwas zum Wassersammeln.
Eine Wanne mit Abdeckung rechts und die Brimbeere in dem Pott links zum Abschluss.

Wie immer hoffe ich, dass die Bilder euch gefallen! :)
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Re: Kleine Gartenrunde

Beitragvon Markus » 6. Okt 2019 13:17

Das Jahr nähert sich langsam dem Ende und die Natur geht auf ihren Ruhemodus zu.

Ich denke mal, da kann man sich schön zurücklehnen und eine kleine Gartenzeitreise durch den Rhabarber machen: :grin:
(In den kombinierten Bildern müsst ihr von oben nach unten und dann von links nach rechts schauen.)
Dateianhänge
1.JPG
Auf dem ersten Bild kann man die Entwicklung nach der Winterruhe von April bis Juni sehen.
Den Winter über sind keine Blätter vorhanden und die Pflanzen ruhen unter der Erde.
Dann im Frühjahr stoßen sie ihre beeindruckenden Blätter mit einer erstaunlichen Stärke aus dem Boden.
Auch für Ameisen bildet das damit schnell eine große Oberfläche zum Fouragieren, welche hier zu unterschiedlichen Tageszeiten von Arten der Gattung Myrmica, Formica und Lasius belaufen wurde mit jeweils veränderlicher Dominanz.
2.JPG
Ebenfalls noch im Juni wurden diese Bilder gemacht, die beeindruckend die unterschiedliche Wuchskraft nach dem Substrat zeigen.
Der Rhabarber, welcher auch auf dem ersten Bild dabei war, ist auf der rechten Seite zu sehen.
3.JPG
Ab Mitte Juni nahm die Wuchskraft der Pflanzen wieder ab, ab August trieben die Pflanzen ein zweites Mal nach.
Man sollte diesen zweiten Wuchs jedoch nicht mehr nutzen, da einerseits ab Mitte Juni der Gehalt an Oxalsäure und Anthrachinonen zunimmt,
andererseits lagert die Pflanze so noch Vorräte ein, die sie bei der Beendigung der Winterruhe für einen erneuten Austrieb im nächsten Jahr gut gebrauchen kann.
Auch gut zu sehen, ist die Trockenheitsbedingte Depression der Fauna, die auch den Rhabarber betraf, obwohl der von mir gegossen wurde.
Ihr müsst bedenken, dass Trockenheit für die Pflanzen nicht einfach nur einen Mangel an Wasser bedeutet, sondern auch die Verfügbarkeit von Nährstoffen reduziert.
Denn nicht nur sind getrocknete Salze für die Pflanzen unerreichbar, auch die Freisetzung beispielsweise von Stickstoff ist durch das geschwächte Bodenleben reduziert!
4.JPG
Das hier ist noch ein Beispiel für Bodenmüdigkeit:
die Pflanze links ist ein Ableger der Pflanze rechts und das Bild ist nur wenige Wochen nach der Trennung entstanden.
Komplett ist dieses Phänomen, welches auch bei bspw. Erdbeeren vorkommt, noch nicht erforscht.
Klar ist, dass es bei einigen Pflanzen durch Parasiten wie Nemathoden ausgelöst wird, die sich im Boden vermehren, aber dies kann nicht bei allen Pflanzenarten und auch nicht immer die einzige Erklärung sein.
5.JPG
Schließlich noch Ende August bis Ende September, geht die Wuchskraft Richtung Winterruhe deutlich Bergab.
6.JPG
Und das Bild ist von heute:
es geht auf den Winter zu!

Ich hoffe, es hat euch gefallen und
wünsche einen guten Start in die Woche
Markus
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Re: Kleine Gartenrunde

Beitragvon Markus » 2. Nov 2019 00:41

Guten Abend oder guten Morgen zusammen,

jenachdem wie man die Uhrzeit deuten will! ;)

Aber gut, nachdem die Sortierung und Bearbeitung der Bilder so lange gedauert hat, möchte ich sie auch noch einstellen;
ihr erinnert euch an die Kartoffel?

Was ist wohl daraus geworden...


PS.: Falls ihr euch für die BBCH-Skala interessiert, speziell für die Kartoffel findet man einen interessanten Artikel mit dem Titel
"Phänologische Entwicklungsstadien der Kartoffel", vielleicht lest ihr es euch gerne mal als PDF durch!? :)
Dateianhänge
CIMG6651.JPG
18.08.
Hier sind die Blüten geöffnet, ein weiterer Schritt in der Entwicklung und ein gutes Zeichen für die BBCH-Skala.
In diesem Zusammenhang finde ich immer wieder interessant, wie ähnlich sich die Blüten der Nachtschattengewächse sind.
Falls ich das noch nicht erwähnt habe: Kartoffel, Tomate, Schwarzer Nachtschatten, Paprika, Chili, Tabak - die gehören da mit dazu.
CIMG6672.JPG
25.08.:
Die Blüten verwelken.
Im Kontext einer Nutzpflanze ist das durchaus nichts Schlechtes, wenn man beachtet, dass es ein Indikator ist, dass die Entwicklung der Knolle
(noch unsichtbar), weiterläuft.
CIMG6696.JPG
01.09.:
Hier haben sie die Fruchtentwicklung direkt übersprungen.
Ich kann da allerdings nicht genau sagen, ob es daran liegt, dass es so eine Sorte ist, das ist ja öfters beschrieben,
oder ob die Pflanzen einfach zu nah verwandt waren, um aus Blüten auch Nachkommen zu zeugen.
Jedenfalls würde die Fruchtentwicklung ungefähr den Punkt markieren, an dem die Krautentwicklung zurück geht und
von der Knollenentwicklung "überholt" wird.
CIMG6760.JPG
11.09.:
An diesem Tag war eindeutig der Rückgang des Krautwachstums zu erkennen, nur nicht bei allen Pflanzen gleichermaßen-
aber ich bitte, nicht zu vergessen, dass die Pflanzen eigentlich viel zu spät gesetzt wurden.
Das bringt natürlich auch ihre innere Uhr durcheinander.
CIMG6785.JPG
22.09.:
OK, hier ist der Krautrückgang, denke ich, doch ganz gut zu sehen.
CIMG6803.JPG
03.10.:
Hier ist das oberirdische Absterben wohl ganz gut versinnbildlicht.
CIMG6867.JPG
13.10.:
Da die Pflanzen sich bis dato nur teilweise rückgebildet hatten, habe ich hier beschlossen, den Topf hereinzuholen.
Natürlich hängt das auch damit zusammen, dass ich sie, wie gesagt, zu spät gesetzt habe (sie waren einfach gekeimt),
aber auf Kartoffelmatsch nach einem Frosteinbruch konnte ich dann doch verzichten!

26.10.:
Auf diesem Bild sind zwei Termine zu sehen, da ich zusätzlich noch am Boden kratzte (um die Feuchtigkeit zu erkennen),
fand ich knapp zwei Wochen später zufälig die erste Kartoffel (knapp einen Zentimeter unter Erdniveau).
Gleichzeitig habe ich probeweise mit gekeimten Kompostkartoffeln einen Veredelungsversuch mit Tomaten gemacht.

Beide gehören, wie oben erwähnt, zu den Nachtschattengewächsen.
Sie sind dadurch veredelungskompatibel und auch wenn viele Versuche keinen Mehrertrag versprechen,
möchte ich doch etwas experimentieren! ^^
CIMG6870.JPG
01.11.:
Und jetzt geht es um die Wurst; Erntezeit.
Da das Kraut einfach nicht zurückgehen wollte, ich aber keinen neuen Austrieb wollte, ging es jetzt nach draußen.
In der Praxis würde ein zu später Erntetermin außerdem unförmige Kartoffeln bedeuten, bzw. das Risiko,
aber hier ist das weniger relevant...
CIMG6872.JPG
Den Pott umgeworfen fand ich eine Überraschung, die für mich mehr Arbeit, besser noch: Sorgsamkeit bedeutete:
Engerlinge des Rosenkäfers, mit denen ich schon Erfahrungen hatte.
CIMG6873.JPG
Diese (und ich weiß, dass das subjektiv ist) hässlichen großen Dinger werden mal schöne grüne und glänzende Käfer.
Man erkennt sie übrigens recht gut am hier sichtbaren Verhalten: auf dem Boden krabbeln sie mit dem Rücken herum.
Sie sind übrigens Nützlinge - fressen keine lebenden Pflanzen, sondern abgestorbenes Material.
Damit machen sie Kompost schön fein! :D
CIMG6877.JPG
Also hieß es:
vorsichtig die Erde aufnehmen, sieben, aussortieren, keine Larve verletzen, hantieren...
CIMG6878.JPG
Während ein paar Tiere im Pott verblieben, ich ließ das alte Kraut darin, als Futter,
sortierte ich den Großteil aus, da sie dort durchaus nicht mehr lange optimale Bedingungen haben werden.
Diese zwei Massen waren im Boden (plus etwa fünf Tiere, die darin verblieben) und fanden ein neues Zuhause im Kompost.
Übrigens keine Angst; sie haben sich sehr schnell vergraben und sollten sich mittlerweile gut verteilt haben.
Im Letzten Jahr kamen nach einer ähnlichen Aktion etliche Käfer aus dem Substrat gekrabbelt.
CIMG6882.JPG
Zwei kamen nicht in die Pflanzenrestverwertung, sondern wieder auf den Pott.
Und wanden sich wie kleine Finger flugs in den Boden.
CIMG6885.JPG
Wie man sehen kann, hatte ich das Kraut wieder eingesetzt und den feinen Boden ausgebracht.
Das macht ein Landwirt natürlich nicht, da ist eine längere Anbaupause von mehreren Jahren angebracht.

Das Problem sind hier nicht nur Nährstoffe, die die Kartoffeln aufzehren, sondern auch Krankheiten und Schädlinge.
In diesem Falle gibt es aber weder Kartoffelkäfer, noch Pilze wie Phytophthora in der Umgebung,
da hier kaum noch private Kartoffelgärten existieren.

Gerade letztere Krankheit hat vor langer Zeit (neben anderen politischen Faktoren) bspw. in Irland eine Hungersnot erzeugt,
wegen derer viele nach Amerika ausgewandert sind.

Aber da möchte ich jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen.

Ich finde jedoch immer wieder interessant, wie viele Faktoren die Erzeuger unserer Lebensmittel zu beachten haben,
dass der dümmste Bauer die dichsten Kartoffeln hätte, stimmt wohl keineswegs!
CIMG6886.JPG
Zuletzt noch die Ernte.
Für die kleine Fläche bin ich recht zufrieden.
Bei einigen war die Schale noch nicht soweit und eventuell sind sie auch etwas stippig.
Beides sollte für den Verzehr kein Problem sein, aber dieser Haufen zeigt doch ein Problem auf:
Für den Handel würde nur eine kleine Menge wirklich gebraucht werden,
zu viele sind zu klein, einige sind unförmig, andere eben nicht so schön von der Schale her.

Sie sind nicht krank, nicht ungesund und qualitativ absolut brauchbar, aber der Konsument entscheidet eben.
Sie würden liegen bleiben, obschon völlig essbare Lebensmittel.

Ich finde es interessant, was der Verbraucher manchmal mit seiner Entscheidung an der Theke bewirkt.
Vielleicht ein Denkanstoß,


dennoch schönes Wochenende
und ich hoffe, es hat gefallen
Markus
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