Kolonie Wachstum

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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon Hindenburg » 10. Jan 2019 19:09

Guten tag

Und zwar will ich mir eine lasius flavus kolonie zu legen mit diesem formicarium

https://www.antstore.net/shop/de/Ameise ... -1318.html

Meine Frage ist kann man die kolonie größe irgendwie steuern oder muss man irgendwann so viel Platz schaffen bis sie ausgewachsen ist ?
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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon HarryAnt » 10. Jan 2019 21:35

Wenn du sie richtig halten willst solltest du Ihnen auch langfristig genug Platz (Nestvolumen und Arena-Auslauf) bieten und sie nicht z.B. durch Nahrungsknappheit begrenzen

Du hast aber genug Zeit für schrittweise Erweiterungen.
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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon Serafine » 10. Jan 2019 21:48

Das sollte für 1-2 Jahre reichen, je nachdem wie gut sie sich vermehren. Über längere Zeit (10+ Jahre) können Lasius flavus aber sehr sehr groß werden (ca. 250.000 Arbeiterinnen scheint der Durchschnitt für ältere gut laufende Kolonien in freier Wildbahn zu sein), das braucht dann schon deutlich mehr Platz.
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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon Hindenburg » 11. Jan 2019 09:04

:grin: danke für dir schnellen antworten
Also heisst es im UmkehrSchluss wer in den Genuss einer ameisen kolonie kommen möchte muss gegebenenfalls damit rechnen dass diese eine Riesen größe erreicht und man temporär expandieren muss :group:
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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon HarryAnt » 11. Jan 2019 09:45

Richtig, aber in der Regel weiß man ja was einen erwartet und ungefähr wie lange es dauert, wenn man sich vorher etwas über die Art die man anschaffen will informiert.

Am Anfang, mal von der Gründung ausgehend, hat man Zeit ohne Ende und alles geht ganz langsam und man kann jede Entwicklung (ersten Eier --> erste Arbeiterin --> erste Erkundung & Nahrungsaufnahme ...) in aller Ruhe auf sich zukommen lassen - gerade Anfänger sind da oft zu ungeduldig.

Dann geht die Entwicklung, gerade bei größer werdenden Arten immer schneller & schneller #-o
Aber natürlich trotzdem nicht von heute auf Morgen und man immer genug Zeit zu reagieren.

Im Notfall bzw. wenn man überfordert ist kann man heimische Arten je nachdem auch in die Natur entlassen oder man gibt die Kolonie an einen anderen Halter ab.
Manche Halter führen auch regelmäßig Arbeiterinnen-Entnahme durch :(
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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon Hindenburg » 11. Jan 2019 10:05

=D> =D>
Danke sehr für die hilfreichen Beiträge

Jetzt noch eine kleine Frage wenn irgendwann mal daß schwärmen anfängt einfach den Deckel zu Lassen ? :catch:
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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon HarryAnt » 11. Jan 2019 12:44

Ja - einfach beobachten, das regelt sich dann von alleine.
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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon HabneMeise » 17. Jan 2019 21:47

Bei den Lasius Flavus ist das sicher noch überschaubar mit dem Wachstum.
Ich musste heute einen kleinen Teil meiner Tetramorium bic. ins Nirvana schicken um noch die Überhand zu behalten.
Die ersten 2-3 Monate ist gar nicht so viel passiert und dann klebte die ganze Farm voller Eier.
Heute wanderte dann ein Strom von Ameisen aus dem Nest der nicht mehr Enden wollte.Spannend zu beobachten alle mal aber
man muss sie immer im Auge behalten die Schlingel.Ab einer gewissen zeit hat man das Gefühl die werden alle paar Sekunden geklont :)
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Re: Kolonie Wachstum

Beitragvon Serafine » 18. Jan 2019 14:57

Hindenburg hat geschrieben::grin: danke für dir schnellen antworten
Also heisst es im UmkehrSchluss wer in den Genuss einer ameisen kolonie kommen möchte muss gegebenenfalls damit rechnen dass diese eine Riesen größe erreicht und man temporär expandieren muss :group:

Nicht alle Ameisenkolonien wachsen auf 10.000+ Arbeiterinnen an, es gibt auch Spezies deren Kolonien sehr überschaubar bleiben.

Die kleinsten Kolonien hier dürften Temnothorax-Spezies haben (z.B. Temnothorax nylanderi), die kommen selten auf über 200 Ameisen. Das sind sehr ruhige entspannte Ameisen, die oft in hohlen Eicheln, leeren Schneckenhäusern, (in der Haltung auch gerne in Hygrometern) und anderen kleinen Hohlräumen nisten. Das dürfte so ziemlich die einzige Gruppe einheimischer Ameisen sein, die sich dauerhaft in einem 40x30-Becken halten lässt und nie mehr Platz braucht (eventuell lässt sich Ponera coarctata auf ähnlich wenig Raum halten, aber die scheinen mir aufgrund ihrer speziellen Ernährung und ihrer unterirdischen Lebensweise weder einfach noch interessant zu halten zu sein).

Formica fusca bleibt mit ca. 2000 Arbeiterinnen (in der Haltung können es unter guten Bedingungen auch mal 6000 werden) auch im moderaten Bereich - Nestplatz brauchen die nicht viel, allerdings sind Formica sehr agil und lauffreudig, d.h. sie brauchen mehrere Becken (das können auch kleinere Becken/Plastikboxen sein), um ihren Laufdrang ausleben zu können. Für Catagylphis gilt dasselbe, die brauchen aber zusätzlich eine Wärmematte.

Bei Camponotus gibt es von Spezies mit maximal ein paar Hundert bis Tausend Arbeiterinnen (C. turkestanus, japonicus, raufoglaucus feae) bis zu Arten mit Megakolonien (C. ligniperda, herculeanus, barbaricus, cruentatus, nicobarensis) so ziemlich alles.

Auch in anderen Ameisengruppen gibt es Arten mit moderaten Koloniegrößen, die sich einigermaßen gut unterbringen lassen (einige Ponerinen-Arten, Harpegnathos, Myrmecia, etc.) - einfach mal umschauen und einen Überlick veerschaffen, eigentlich gibt es für jeden Bedarf eine passende Ameisenart.
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