Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

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Re: Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

Beitragvon 42521 » 7. Jan 2019 01:14

Hallo Leute,
ich habe nun seit ca. 8 Monaten eine kleine Kolonie von Camponotus Nicobarensis (ca. 14 Minor-Arbeiter+Königin) und eine ebenfalls kleine Kolonie von Pheidole Spathifera (ca. 8 Arbeiterinnen+12 Soldaten+Königin) seit ungefähr 4 Monaten. Die c.n. halte ich in "AMEISENFARM | Basismodel ohne Ameisenkönigin "Uluru" (Größe S)" und die p.s. in einem ähnlichen Modell besserer Qualität mit einem Schwamm zur Feuchtigkeitsbewahrung im Nest. Mein Problem ist nur dass bei den p.s viele der kleinen Arbeiter an der Umwelt verstorben sind, kurz gesagt einige sind am Ausbruchsschutz verendet, andere in der Tränke ertrunken etc. - größtenteils habe ich also Soldaten. Ist das ein Problem und balanciert sich das mit der Zeit wieder aus? Sie sind auch nicht sehr aktiv, weder tags noch bei Nacht. Hat da jemand Erfahrungen und kann da ein paar Tipps geben?:)
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Re: Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

Beitragvon HarryAnt » 7. Jan 2019 10:03

Sind den noch normale Arbeiterinnen vorhanden? Ohne diese ist es kritisch.

Und gibt es Brut?


Wichtig wäre auch den Ausbruchschutz und die Tränke zu ändern.
Bei der Tränke z.B. Watte, Stahlwolle oder kleine Steinchen entsprechend anbringen, eben so dass kein "offener Wasserzugang" mehr möglich ist. Auch ein kleines RG mit Watte als Alternative funktioniert gut.

Kohlehydrate wie Honig nicht mehr direkt anbieten sondern nur noch als Gemisch in Form von Honig- oder Zuckerwasser in einer Tränke oder in einem RG mit Watte.

Der Ausbruchschutz (ich nehme an Öl oder Lack) darf nur ganz hauchdünn aufgetragen sein oder du verzichtest erst mal ganz darauf wenn die Anlage an sich mit einem dichten Deckel ausgestattet ist.

An Insekten kann ich dir die kleinen Fruchtfliegen empfehlen.
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Re: Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

Beitragvon Serafine » 7. Jan 2019 10:19

HarryAnt hat geschrieben:Sind den noch normale Arbeiterinnen vorhanden? Ohne diese ist es kritisch.

Majore können auch Brut aufziehen. Hab erst kürzlich eine Studie gelesen (da ging es um Rückkopplungsmechanismen, spez. Pheromone der Majore, die die Aufzucht neuer Majore unterdrücken) und dort wurden Nester zusammengestellt, die ausschließlich Majore und Larven beinhalteten, das lief ohne Probleme.

Flüssiges am besten in einem kleinen RGs (so 1x5cm) mit Watte, keine offenen Stellen, Pheidole können auch in Honigwasser oder Zuckerwasser ertrinken.

Als Ausbruchsschutz eignet sich Lack sehr gut, da können keine Arbeiterinnen drin kleben bleiben und man kann auch beim auftragen nicht wirklich was falsch machen (bei zuviel Öl hat man halt auch die Gefahr dass kleine Arbeiterinnen kleben bleiben und sterben).

Pheidole (v.a. die Majore) mögen es sehr gern wenn die Beute noch etwas zuckt, am besten die Fruchtfliegen nicht komplett töten, nur sicherstellen dass sie nicht mehr davonfliegen. Evtl. lohnen sich auch Stubenfliegen, mit denen ist das deutlich einfacher (Fruchtfliegen sind so fragil, die tötet man oft direkt wenn man sie mit der Pinzette packt).
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Re: Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

Beitragvon 42521 » 7. Jan 2019 17:14

Danke schonmal für eure bisherigen Vorschläge, aber ich habe gestern Abend in meiner Müdigkeit ganz vergessen alle Probleme zu erwähnen welche ich eigentlich beschreiben wollte^^
also:
bei den camponotus nicobarensis frage ich mich nur wann die ersten Major Arbeiter auftauchen werden - ich habe sie nun schon eine ganze Weile und sie mir wegen dieser besonderen Kaste an Arbeitern zugelegt.. damit möchte ich nicht sagen dass ich ungeduldig wäre, ich frage mich lediglich wann es ungefähr soweit sein wird. Hat da jemand schon welche gehabt oder kennt sich im Kasten-Bereich aus und kann mir sagen ab wann in der Regel Major Arbeiter gezüchtet werden :) es waren vor einer Weile ungefähr 14 Arbeiter, dann sind viele geschlüpft und wir waren bei ca. 22 - anschließend sind leider einige an Alter gestorben schätze ich und es waren wieder 15. Jetzt gerade konnte ich 15 zählen + min. 15 Puppen, einige Larven und ein paar Eier. Insgesamt wachsen Ameisen ja nur während des Larvenstadiums soweit ich weiß und unter den aktuellen Larven/Puppen ist mir auch noch keine mit besonderer Größe/Farbe/Form aufgefallen. Ich meine 1 von 10 Arbeitern sollte in der Regel eine Majore sein bei größeren Kolonien, da weiß ich leider nicht wie es da mit kleineren Gründerkolonien aussieht.. Dazu eine kleine Zwischenfrage: größtenteils füttere ich Zuckerwasser und tote Schokoschaben - ab welche Größe sollte diese Kolonie diese auch lebend zur Strecke bringen können und wie lang ist bei den c.n. ca. die Dauer von Puppe bis zur fertigen Ameise?

Bei den Pheidole Spathifera ist mein Problem wie beschrieben ein Überbestand an Soldaten und nur wenigen Arbeitern. Dazu verlassen sie weder tags noch nachts das Nest zur Nahrungsbeschaffung. Zuckerwasser wird ignoriert und Honigwasser ebenfalls. Tote Schaben wurden vor ca. 3 Monaten noch angenommen im Moment jedoch nicht. Gestern Abend ist mir dann ein kleines Insekt ins Zimmer geflogen, das habe ich gefangen und vor den Nesteingang gelegt. Als ich dann heute morgen wieder reingeschaut habe wurde es bereits komplett ins Nest gezogen bis zur Königin und zerteilt. Soll ich es mal mit einer Schabe vor dem Nest versuchen? :?: Hat da jemand eine Idee was man noch anbieten könnte oder wie man die Aktivität bei der Futteraufnahme irgendwie verbessern könnte? Ich habe es auch schon mal mit Körnern sowie Nüssen (Bio-Wallnüssen) versucht aber diese wurden ebenfalls ignoriert..

Vielen Dank an alle die sich all das durchgelesen haben und jetzt auch noch dazu bereit/in der Lage wären eine Antwort zu verfassen!:) Vielen Dank schon einmal an alle die sich die Zeit nehmen und einen schönen Abend + Start ins neue Jahr ! :D
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Re: Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

Beitragvon HarryAnt » 7. Jan 2019 17:30

Deine C. nicobarensis ist noch eine sehr kleine Kolonie. Es dauert einfach etwas bis du Majore haben wirst, wie lange genau kann dir niemand sagen. Nur Geduld :D
Auch sind die Übergänge zwischen den Kasten fließend, d.h. du wirst im Laufe der Zeit einfach etwas größere Arbeiterinnen bekommen und keine separate Kaste wie bei deinen Pheidolen --> Soldaten.

Irgendwann gibt es dann auch noch Geschlechtstiere.

Lebendfütterung würde ich ca. versuchen ab 3-stelligen Arbeiterinnenzahlen, du kannst vorher aber bereits z.B. mal eine betäubte bzw. angequetschte Schabe anbieten die nicht mehr groß wegrennen bzw. zappeln kann.

Entwicklungszeit grob 1 Monat vom Ei bis zur Arbeiterin, hängt etwas von deiner Nesttemperatur ab.

Für deine Pheidole kann ich dir wie gesagt Fruchtfliegen (gibt z.B. kleine Dosen nicht fliegende Fruchtfliegen im Zooladen, ca. 3 €) sehr empfehlen und darauf achten, dass die es keine unnötigen Verluste der tollpatschigen Arbeiterinnen mehr gibt :wink:
Der Bedarf an Zuckerwasser ist in diesem Stadium noch sehr gering - keine Sorge.

Für die nicobarensis gibt es auch sehr viele Haltungsberichte, oft mit viel Bildern, Videos und guten Informationen zu der Haltung - einfach mal in Google "camponotus nicobarensis haltungsbericht" suchen.
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Re: Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

Beitragvon 42521 » 7. Jan 2019 17:38

Vielen Dank @HarrAnt,
das werde ich alles mal versuchen. Von den c.n. hatte ich mir schon mehrere Haltungsberichte durchgelesen, da habe ich auch nichts betreffendes finden können :/
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Re: Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

Beitragvon Serafine » 7. Jan 2019 18:37

Meine Camponotus barbaricus hatten mit ca. 80 Arbeiterinnen die ersten richtigen Majore (entsprachen in der Körperlänge den mittelgroßen Arbeiterinnen aber halt mit den typischen dicken Köpfen), so mit ein paar hundert kamen dann auch noch die richtig monströsen Majore dazu (die selben dicken Köpfe, aber halt nochmal ein ganzes Stück größer). Mittlerweile haben sie alle Größen und Formen, wobei die ganz großen Majore natürlich noch immer verhältnismäßig selten sind (und es wohl auch immer bleiben werden).

Wann C. nicobarensis ihre ersten Majore bekommen kann ich nicht sagen, würde aber tippen grob zwischen 40 und 100 Arbeiterinnen sollten die ersten auftauchen. Die Uluru-Box wird übrigens nicht lange reichen, C. nicobarensis wachsen ziemlich schnell und die Kolonien werden SEHR groß. Auch glaube ich nicht dass die kleinen Kammern dieser Farm für C. nicobarensis Majore geeignet sind.
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Re: Camponotus Nicobarensis/Pheidole Spathifera

Beitragvon 42521 » 8. Jan 2019 00:52

ja das stimmt. die uluru farm habe ich mir damals gekauft da die nicobarensis einen langsamen Start haben, sobald sie bei ca. 40-50 sind wollte ich zu einem größeren Formicarium mit externer Arena wechseln :)
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