Camponotus rufoglaucus feae von suckgasse

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Camponotus rufoglaucus feae von suckgasse

Beitragvon suckgasse » 9. Apr 2013 18:59

Hallo zusammen!

Man mag es kaum glauben, aber heute war endlich der Tag gekommen und ich habe meine 1. eigene Kolonie bei mir einziehen lassen: eine Camponotus rufoglaucus feae!
:sign_welcome:

Nach monatelangem Warten, bedingt durch einen Auslandsaufenthalt und ein wenig Nachlässigkeit nach meiner Rückkehr, bin ich heute zu einem Ameisenhändler bei mir um die Ecke gefahren.
So hatten die Kleinen keinen Stress beim Transport und ich konnte sie gleich in Augenschein vor Ort nehmen. Ich entschied mich schließlich für eine gut 16 Individuen + Königin starke Kolonie, da ich einerseits nicht unbedingt die heikle Gründungsphase gleich zum Einstieg haben wollte, jedoch andererseits die Kolonie von Beginn an verfolgen will. Man kann sagen ein Kompromiss :wink:

Jetzt ein paar Daten und Fakten zu dieser Art, kopiert aus dem Antstore:

Name: Camponotus rufoglaucus feae
Heimat: Kanarische Inseln
Unterkaste: Major - Minorarbeiterinnen
Aussehen der Königin: 13 mm Farbe: schwarz, Gaster leicht Weiß/Silbern gestreift
Aussehen der Arbeiterin: 6-10mm Farbe: schwarz, Gaster leicht Weiß/Silbern gestreift
Aussehen der Soldaten: ---
Nestbau: Nisten gerne unter Steinen auch reine Erdnester in Zypressenwäldern wie auch im offenen Gelände.
Nahrung: Insekten und Honig
Temperatur: 22-28°C; keine Winterruhe.
Luftfeuchtigkeit: Subtropisches Klima
Formicarien: Größe: M - L; Insel, normale Ameisenfarm u. Arena, Becken
Durchgang: 8-10 mm ausreichend, besser 26 mm
Plattenabstand 10 mm ausreichend, besser 15 mm
Bodenbeschaffenheit: Sand/Lehm, Humus
Bepflanzung: Äste, Wurzeln, mediterrane Bepflanzung
Formicarienzubehör: Lampe, Wärmestrahler
Haltungsklasse: 1
Risikoklasse: 1
Gefahren: Nicht bekannt
Versandinfo: Kein Versand bei Nachttemperaturen unter 8°C oder Tagestemperaturen von über 30°C
Besonderheit: Gehört zu den größten Arten aus dem Mittelmeerraum und gründet claustral.
Menge: eine begattete Königin und Arbeiterinnen (siehe Auswahl); Brut (je nach Jahreszeit und Entwicklung unterschiedlich)


Ich werde sie noch ein wenig in der kleinen Plastikbox einschließlich Reagenzglas lassen und mich in der Zwischenzeit um die Einrichtung der Arena und Farm kümmern.
Bewohnen werden sie für den Anfang ein 20x30 Becken und eine kleine Farm.
Fotos dazu folgen in ein paar Tagen wenn ich mit dem Einrichten fertig bin.


Hier noch ein paar Schnappschüsse der Kolonie.
Brut ist wie man auf den Bildern sehen kann reichlich und in allen Stadien vorhanden! :wink:

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Link zum Diskussionsthread: http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=143&t=18542

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal :wink:
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Re: Camponotus rufoglaucus feae von suckgasse

Beitragvon suckgasse » 17. Apr 2013 20:34

Willkommen zum 1. Update meiner jungen Camponotus rufoclaucus feae Kolonie :sign_welcome:

Sie haben sich doch recht gut eingelebt bei mir und entwickeln sich prächtig.
Gestern habe ich mal wieder genauer unter die rote Folie geguckt und habe 19 Arbeiterinnen + Königin zählen können.
Kann mich also nicht beschweren, es geht voran! :wink:

3b1fbc10.xl.jpg
Es geht voran!


Zu fressen bekommen sie von mir reichlich Proteine.
Wenn es die Natur schon erlaubt Fliegen, Mücken oder kleine Käfer.
Sonst müssen kleine Heuschrecken aus der Dose herhalten.
Wird soweit alles brav angenommen, kann mich nicht über ihren Hunger beschweren.
Natürlich biete ich alles tot an und schneide die Futtertiere auf, sodass sie sich nicht sonderlich viel Mühe geben müssen.
Bei einer noch jungen Kolonie wie dieser wohl auch gut und wichtig.

Ich habe mich dazu entschieden Futtertiere aus der Natur grob auf Milben zu untersuchen, sie aber generell nicht abzubrühen.
Ich hoffe, dass ich mit dieser Entscheidung gut fahren werde und mir keinen großen Befall ins Haus hole.

Heute habe ich sie in ihr neues Zuhause umgesetzt, ein 30x20 Becken, das klassisch wüstenähnlich eingerichtet ist und für die Anfangsphase seinen Dienst wohl erfüllen wird.
Ich habe mich nach Überlegung gegen eine Farm entschieden.
Wieso genau kann ich gar nicht begründen, vielleicht habe ich in Sachen Sicherheit und Einblick bei Ytong ein besseres Gefühl #-o

3d5dd6a4.xl.jpg
neues Becken

3ce1a5b3.xl.jpg
und nochmal


Der Ytong ist schon fertig bearbeitet und verfügt über 3 Kammern.
Die Glasplatte ist ebenfalls fertig, muss sie nur noch mit Heißkleber drauf befestigen, finde allerdings die Heißklebepistole nicht mehr #-o
Naja, ich hoffe spätestens morgen ist sie aufgetaucht und ich kann meiner Kolonie und euch ihr neues Reich vorstellen, das sie hoffentlich artig annehmen werden.
Das Nest wird hochkant in das Becken gestellt werden und von oben bewässert.
In Sachen Bewässerung werde ich es ruhig angehen lassen, da sie ja aus Nordafrika von den Kanarischen Inseln kommen und ich mit einem relativ trockenen Nest besser fahren werde.

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal :wink:
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Re: Camponotus rufoglaucus feae von suckgasse

Beitragvon suckgasse » 16. Mär 2014 15:24

Auch hier möchte ich zuerst um Verzeihung für die lange Abwesenheit hier im Forum bitten.
Diverse Faktoren hatten hierbei eine Rolle gespielt, meist war es einfach die fehlende Lust zu schreiben.

Im Gegensatz zu meiner Lasius niger Kolonie sind die Camponotus weiterhin bester Gesundheit und entwickeln sich stetig weiter.

Ich hatte anfangs überlegt sie in ein Ytong-Nest einziehen zu lassen.
Diese Idee verwarf ich dann jedoch bald darauf wieder und entschließ mich für ein Erd- bzw. Sandnest.

4c0c54cc.xl.jpg


Wieso dieses Umdenken?
Wie bereits in der Artenbeschreibung zu lesen ist, liebt diese Art zu graben.
Deswegen entschließ ich mich dafür, ihnen einen naturnaheren Lebensraum zu geben, anstatt sie in einem Ytong hausen zu lassen.
Dort hätte ich natürlich mehr Einblick gehabt, aber es war mir wichtiger, den Bedürfnissen dieser Art gerecht zu werden.

Also schloss ich das Becken an eine Box gefüllt mit Sand und Seramis an, die ich über einen Schlauch bewässern kann.
Ich hatte bereits in einem anderen Thread im Forum in die Runde gefragt, ob dieses System denn aufgehen könnte, da es keine klassische Farm ist, sondern deutliche breiter.
Bisher kann ich keine Probleme vermelden, sie sind recht schnell in die Box eingezogen und haben es sich gemütlich gemacht.

e949beac.xl.jpg


Die Königin habe ich seitdem nie wieder gesehen, war aber auch abzusehen :P
Ich habe meine Lampe auf den Verbindungsschlauch zwischen Arena und Farm ausgerichtet, in dem die Arbeiterinnen sich meistens aufhalten und mir immer wieder Brut präsentieren.
Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass sie total auf Rotlicht abfahren, nachdem ich die herkömmliche Birne durch eine Rotlichbirne austauschte.
Der Verbindungsschlauch war nach ein paar Stunden VOLL, fast die gesamte Kolonie hatte sich im Schlauch niedergelassen und genoss das wärmende Licht.

02bdbd3f.xl.jpg


Letzte Woche habe ich mal wieder die Farm über den integrierten Wasserschlauch bewässert und es ein bisschen zu gut gemeint.
Die untere Seramisschicht, die durch die Kolonie teilweise schon entfernt wurde, konnte das Gewicht des nun nassen Sandes nicht mehr komplett tragen und die Sandschicht sackte nach unten ein.
Jedoch konnte ich beobachten, dass keine Arbeiterinnen eingeschlossen oder verschüttet worden waren.
Seitdem bauen sie fleißig das Nest um und tragen Sandteile durch die Gegend.
Sie haben nun auch das erste Mal direkt an der Plexiglasscheibe gegraben, was mir vorher verwehrt geblieben war.

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Die größe der Kolonie kann ich nur sehr grob abschätzen, den Tribut muss man dem naturraheren Lebensraum zollen.
Solange sie sich jedoch so gut weiterentwickeln, nehme ich das gerne in Kauf und erfreue mich an ihren Grabmaßnahmen.

Über den Winter fütterte ich sie hauptsächlich mit Mehl- und Buffalowürmern, die ich eingefroren im Tiefkühlfach aufbewahre und vor dem Verfüttern mit heißen Wasser "auftaue".
Scheinen ihnen gut zu schmecken, obwohl ich davon überzeugt bin, dass Paarflügler weiterhin auf der Liste ganz weit oben stehen.

Bis zum nächsten Update :wink:
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Re: Camponotus rufoglaucus feae von suckgasse

Beitragvon suckgasse » 30. Jun 2014 20:20

Hallo zusammen :wink:

Die Kolonie entwickelt sich wirklich prächtig und erfreut sich an den sommerlichen Temperaturen in letzter Zeit.
Hier im ausgebauten Dachboden, wo sie untergebracht sind, staut sich die Hitze teilweise beachtlich und die Arena wird auf 30°C erwärmt.

Meiner Art, die ja hauptsächlich von den Kanarischen Inseln stammt, macht das freilich nichts aus, im Gegenteil: Sie ziehen Unmengen an Brut heran und dementsprechend ist auch ihr Hunger.

Mit dem Sommer sind jetzt auch wieder die so geschätzten Paarflügler aller Art unterwegs und können der Kolonie serviert werden.
Hauptsächlich Stubenfliegen, aber auch größere Brummer wie z. B. eine mächtige Pferdebremse, die binnen weniger Stunden komplett ausgehöhlt war.

K1024_IMG_1204.JPG
mit bereits ausgehöhlter Pferdebremse


Die Koloniegröße schätze ich auf mehr als 300 Individuen, ein genauer Blick ins innere der Farm würde mich schon sehr interessieren :P

K1024_IMG_1205.JPG
gierig am Zuckerwasser


Bald wird auch die Farm ausgedient haben und es muss eine größere Behausung angegliedert werden.

Mal sehen was der Sommer noch so bringt; in diesem Sinne: bis zum nächsten Mal!
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Re: Camponotus rufoglaucus feae von suckgasse

Beitragvon moscher » 1. Jul 2014 23:47

Mensch Klasse das sie so gut gedeihen, weiter so:-)
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Re: Camponotus rufoglaucus feae von suckgasse

Beitragvon suckgasse » 27. Aug 2015 20:01

Hallo zusammen,

leider wurde die Kolonie bereits letztes Jahr von Milben befallen, die das Ende besiegelt haben.

Alles in allem ist das eine sehr schöne Art, die sich relativ schnell entwickelt und man viel Spaß mit haben kann

- closed -
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