Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Tipps und Ideen zum Formicarienbau

Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon Dieb » 24. Mai 2011 11:38

Wirklich fein eingerichtet :D
Bin geneigt mir auch so etwas hinzustellen :D

Rumgesaut haben sie ja schon ganz schön in dem Fressnapf ^^
Was denkst du, wie viele Ameisen zur Zeit in deiner Anlage wohnen?
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon netNormaler » 24. Mai 2011 12:38

Dieb hat geschrieben:Was denkst du, wie viele Ameisen zur Zeit in deiner Anlage wohnen?

Kann ich natürlich nicht genau sagen, aber ich schätze mal 300-400 Individuen.
Bis zu 110 waren manchmal schon gleichzeitig im "Freien"!
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Die "Talkum-Insel": Fazit

Beitragvon netNormaler » 27. Mai 2011 07:46

So, damit wird es Zeit für ein Fazit:

Die "Talkum-Arena" in dieser Form ist praktisch, schön und sicher.

Man hat einen guten und einfachen Zugriff auf alle Bereiche der Arena, das Füttern und Reinigen ist leicht zu erledigen. Auch Inventar kann "im laufenden Betrieb" einfach verschoben oder hinzugefügt/entfernt werden.

Zugriffe beschädigen nicht so leicht den Ausbruchschutz (ist mir noch kein einziges Mal passiert).
Der Ausbruchschutz hält; es hat in den beiden Saisonen bis jetzt NICHT EINEN Ausbruch aus der Arena gegeben.

Das Beobachten der Ameisen ist bequem, man kann auch eine Lupe bis zu 2 cm direkt vor die Ameisen hinhalten, wenn man will.

Da die Arena so offen ist, empfiehlt es sich, sie in einem Raum mit wenig Zugluft zu verwenden; bei mir steht sie im Gästezimmer und erfreut/erstaunt regelmäßig die Gäste!

Dass die Arena nach oben so offen ist, kann ein Nachteil sein, wenn man viele Spinnen im Haus hat oder die neugierige Katze freien Zugang hat; beides hat mir aber bis jetzt nicht die geringsten Probleme bereitet.

Auch die Einwinterung ist das letzte Jahr einfach verlaufen:
Die Ameisen haben sich im Herbst von alleine ins Nest verkrochen, dieses habe ich dann ausgestöpselt und in meine Einwinterungsbox gegeben (die Einwinterungsbox werde ich bei Gelegenheit mal präsentieren).
Die Arena blieb inzwischen im Gästezimmer.

Ich hoffe, dass die Einwinterung dieses Jahr auch wieder so einfach verläuft; diese Arena ist definitiv nicht zum Einwintern in der allgemein zugänglichen Tiefgarage meines Wohnhauses geeignet!

Soviel zu mir; Kommentare, Fragen und Anregungen erwünscht!

Grüße
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon Michanto » 27. Mai 2011 16:51

Moin netNormaler,

deine offene Ameisenauslauffläche gefällt mir so gut, das ich das in der Nächsten Saison auch mal versuchen werde.
Meine Arena ist jetzt zwar auch schon offen aber mit ca. 60 cm hohen wänden. Zum Ausbruchschutz nutze ich nur das Paraffinöl und das mit einem 100%igen erfolg.

Mal schauen ob ich das auch umsetzen kann ;)

Gruss
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon netNormaler » 31. Mai 2011 12:24

Michanto hat geschrieben:Zum Ausbruchschutz nutze ich nur das Paraffinöl und das mit einem 100%igen erfolg.
Zum Thema Paraffinöl kann ich nicht viel sagen, habe es selbst nicht probiert, und die Arena bewusst "Talkum-Insel" genannt, weil hier die Vorzüge von Talkum gut ausgenutzt werden.
Paraffinöl soll nicht so praktisch zum Auftragen sein, und nicht ganz so sicher;
ein Freund jedenfalls hat das gleich wieder aufgegeben und ist erfolgreich auf Talkum umgestiegen.

Padde hat geschrieben:Hat von euch schonmal jmd eine Insel statt mit wasser mit Paraffinöl gefüllt?
Mein Gott, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, welchen Sinn das ergeben sollte, außer dass man die Ameisen nicht nur ersäuft, sondern vielleicht gleich vergiftet...!

Zum Thema Ausbruchschutz:
Nett finde ich die Grundidee in folgendem Thread: http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=135&t=16030
Ziel ist, die Talkumschicht vor ungewolltem Anstoßen halterseits zu schützen.
Auch wenn ich das nicht für besonders notwendig oder wichtig halte, weil die Talkumschicht in dieser Arena gut hält und man praktisch nie anstößt, finde ich, es ist ein edles Ziel; werde mir zu dem Thema auch noch Gedanken machen...
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon netNormaler » 7. Mär 2013 11:47

Hallo an alle,

Die Winterruhe neigt sich wieder mal dem Ende zu. Zeit, mal wieder über das Konzept Talkum-Arena zu sprechen.

Gibt es bereits Erfahrungen eurerseits? Hat es jemand inzwischen selbst mal ausprobiert?

Meine Talkum-Arena geht jetzt erfolgreich in die dritte Saison.
Nur ein Problem hatte ich letztes Jahr:
Die Arbeiterinnen leiteten Wasser vom Spender in den Bodengrund und machten damit meine Sand-Lehmmischung grabefähig! Sie gruben Löcher in den Berg meiner Arena, welcher sonst nur mit großen Steinen, Silikon und Styropor gemacht und innen hohl ist!
Das war natürlich ein Problem. Ameisen verschwanden dauernd im Berg und kamen an den verschiedensten anderen Stellen wieder heraus. Plötzlich war meine Arena durchlöchert wie schweizer Käse und es entstanden dauernd neue winzige Eingänge, auch durch das Styropor hindurch!

Dieses Jahr habe ich das meiste der abdeckenden Sand-Lehmmischung abgekratzt und durch Moltofill Fugenfüller auf Gipsbasis ersetzt.
Ich hoffe, das verhindert solche ungewollten Szenarien in Zukunft.

Was sagt ihr dazu? Ist Gips dann endlich sicher?

Danke im Voraus für eure Antworten
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon MrIglo » 7. Mär 2013 14:03

Hi, ich nutze seit Jahren ähnliche Styropor- Konstruktionen für meine Arenen:
viewtopic.php?f=135&t=16030&hilit=+extraflacher+ausbruchsschutz
(Der Ausbruchsschutz könnte dich auch interessiere, den ich dort verwende ;))

Um das Styropor bissfest zu bekommen ist normale Wandfarbe sehr gut geeignet:
https://www.google.de/#hl=de&sugexp=ekw ... 2&bih=1008

Das Styropor vorher etwas mit Schleifpapier aufrauen, falls es sehr glatt ist, mehrere Schichten auftragen, trocknet innerhalb von einigen Minuten, ein Föhn hilft zusätzlich. Das Bindemittel in der Farbe wird bombenfest, stabiler als jeder Gips und wasserfest.

LG
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon netNormaler » 7. Mär 2013 14:23

Hallo MrIglo,

Deinen Ausbruchschutz-Thread kenne ich und finde ich toll! Hat es sich bewährt? Ist die Arena erfolgreich in Betrieb?
Muss sagen dass eine dicke Schicht Talkum als alleiniger Ausbruchschutz so gut funktioniert und hält, dass ich mir nichts besseres vorstellen kann.

Dein Tip, wie man Styropor bissfest bekommt, ist super.
Aber glaubst du, dass vorerst eine Schicht Gips darüber reicht, wie ich jetzt hätte?

Mir kommt sowieso vor, dass alle Lösungen nur solange bissfest bleiben, bis sie nass werden.
Deshalb stelle ich diese Saison den Wasserspender nicht mehr auf den Bodengrund sondern auf einen Stein oder auf die Tonplatte mit den Pflanzen...
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon MrIglo » 7. Mär 2013 14:42

Ja die Arena ist in betrieb, obwohl sie runtergefallen ist und mal im Regen stand. Da kam noch nie eine Ameise raus. Unter anderem halte ich darin Pheidole pallidula, die angeblich überall rauskommen. :wink:

Aber glaubst du, dass vorerst eine Schicht Gips darüber reicht, wie ich jetzt hätte?

Die Festigkeit hängt vom Wasseranteil in der Mischung ab:
Bild
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Weiß ja jetzt nicht wie du gemischt hast.

Nasser Gips wird weich, Gips ist etwas wasserlöslich. Weiß ja nicht wie nass es da ist, nimm Aquariensilikon im Extremfall ;)

Wobei ich glaube alleine die Tatsache dass Wasser Ausläuft, da stimmt schon was nicht.

Was spricht dagegen ganz normal ein Reagenzglas zu werwenden?
Wasser rein, Watteklumpen rein drücken, läuft nie aus. Versunstet auch nicht viel, hält fast ewig^^

LG
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Gips als Bodengrund in der "Talkum-Insel"

Beitragvon netNormaler » 7. Mär 2013 22:24

Wow, ich bin beeindruckt!

Also erstens mal Gratulation zu deiner offensichtlich unzerstörbaren und komplett ausbruchssicheren Arena. Regen? Das wäre für meine Arena eine Katastrophe (und das gilt sicher nicht nur für meine). Aber wenn es in meinem Gästezimmer mal regnet, habe ich sicher andere Probleme als die Ameisen ;-)

Dann bin ich von deinem Wissen über Gips beeindruckt. Dass es wasserlöslich ist, war klar. Aber dass die Härte nach dem trocknen von der Wassermenge vorher abhängt, ist mir völlig neu. Ich dachte immer, einmal trocken wäre das Material immer gleich, egal wie es vorher war.
Gehe ich dann richtig in der Annahme, dass meine Gipsschicht bei einem Verhältnis Wasser 1 : Moltofill 2 Teile jetzt so ungefähr mittelmäßig hart sein müsste? Glaubst du das wird genügen?

Zum Thema Wasserstelle: Wieder das gute alte Reagenzglas zu nehmen, ist eigentlich eine gute Idee! Sieht nur nicht so toll aus wie der aufrechte Spender und braucht wegen der Lage sehr viel Platz.
Bietet sich aber als Lösung an, wenn ich mal wieder länger weg bin.
Den einen "Wasserschaden" haben die Tierchen nämlich klammheimlich verursacht, als ich mal 10 Tage im Urlaub war! #-o
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon MrIglo » 7. Mär 2013 23:05

Hi,
schön wenn es dir gefällt.
Ist Moltofill Gips? Da habe ich meine Zweifel.

LG
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Re: Eine neue Art der Arena: Die "Talkum-Insel"

Beitragvon netNormaler » 8. Mär 2013 10:47

"Moltofill innen" ... "universell einsetzbar" ... "auf Naturgipsbasis" ... "hydratisch abbindend".

Siehe auch Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar

Mehr weiß ich auch nicht darüber, es ist halt auch bei Modellbauern beliebt: "Der grösste Nachteil von Gips: Die kurze Verarbeitungszeit. Deswegen verwenden viele Modellbauer Moltofill (ein Kunstharzzement, wie Gips auch auf Mineralienbasis). Dieser hat eine längere Verarbeitungszeit...".
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