Zuchtprojekt Pheidole pieli

Hier kann diskutiert und gefragt werden.

Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Wulf » 16. Aug 2012 16:55

Hallo Liebe Ameisenhalter

Gestern bekam ich meine "kleine" Kolonie Pheidole pieli (3 Gynen, etwa 400 Arbeiterinnen +- 30)
Neben den 3 Gynen waren 7 geflügelte Junggynen da.
Ich sortierte eine der begatteten Gynen mit 4 Soldaten und 8 Arbeiterinnen sowie einen gewisser Teil der Brut aus.
Diese Teilkolonie lebt jetzt in einem RG.
Wenn ich es schaffen sollte diese Teilkolonie groß zu ziehen und diese dann auch Geschlechtstiere produziert, möchte ich diese Geschlechtstiere gerne verpaaren.
Könnte ich damit Erfolg haben oder wäre das unmöglich?
Was haltet ihr davon?

Ich freue mich über Antworten.
MfG. Benjamin
Wulf
 

Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Erne » 16. Aug 2012 19:37

Hallo Benjamin,
bist schon einen Schritt zu weit gegangen, die Trennung war nicht nötig.
Bei passenden Haltungsbedingungen und guter Pflege nimmt die Arbeiterinnenanzahl bei dieser Art stark zu.
Sie ziehen dann reichlich Geschlechtstiere auf, Jungköniginnen und Männchen.
Bei 2 Völkern ist es nicht immer einfach zur gleichen Zeit Jungköniginnen und Männchen zu haben.
In einem Volk gibt es keine zeitlichen Probleme.

Soweit mir bekannt müssen Geschlechtstiere dieser Art für eine Begattung fliegen, daran wird aus meiner Sicht eine Zucht scheitern.

Vielleicht findest Du ja einen Weg, es hinzubekommen, von mir alle Daumen gedrückt.
Halte uns auf dem Laufenden.

Grüße Wolfgang
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Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Wulf » 17. Aug 2012 07:19

Hallo Erne.
Danke für deine Antwort.

Es mag schwierig sein mit zwei Völkern gleichzeitig Geschlechtstiere zu haben aber das sich die Geschlechtstiere aus einer Kolonie verpaaren mit dem gleichen Geruch ist möglich aber ebenso unmöglich (50% es klappt 50% es klappt nicht)

Das Hauptproblem stellen die Männchen da. Sie sterben schneller als die unbegatteten Gynen.

Das Geschlechtstiere fliegen MÜSSEN ist mir zwar bekannt, aber ich halte nichts davon. Selbst Lasius niger verpaart sich wenn es nicht anders geht auf dem Boden (eigene Erfahrung).

MfG.
Wulf
 

Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon MrIglo » 17. Aug 2012 07:49

Hi,

na bei 50/50 bis du aber optimistisch :mrgreen:

elbst Lasius niger verpaart sich wenn es nicht anders geht auf dem Boden (eigene Erfahrung)

Verstehe ich das richtig? Du hast eine Lasius niger Kolonie deren Geschlechtstiere sich auf dem Boden verpaaren?
Durch wen wurde die Art bestimmt?

LG
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Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Wulf » 17. Aug 2012 08:14

Hallo MrIglo
Ja ich bin vielleicht ETWAS Optimistisch aber ich denke es könnte klappen.

Nein, ich habe keine Kolonie mit Geschlechtstieren. (keine Lasius niger Kolonie mit Geschlechtstieren!)
Die Geschlechtstiere wurden aus verschiedenen Kolonien entnommen.
War vor Jahren.
Die Tiere setzte ich alle in eine Farm (etwa 15-18 Männ[s]chen und drei Gynen)
Zum fliegen hatten sie nicht wirklich Platz.
Nach Tagen waren zwei der Gynen tot und auch alle Männ[s]chen. Dazu gesagt, die Farm war mit einer Arene per Schlauch verbunden.
Allerdings war eine dritte Gyne nicht zu finden. Dann bemerkte ich, dass in der Arena Flügel lagen. Lange Rede - die Gyne hatte sich unter dem Stein der Arena eingenistet und hatte schon ein paar Eier gelegt. Ich ließ sie dort weiter hausen.

Bestimmung gemacht von mir. Die Foren kannte ich zu dem Zeitpunkt leider nicht so gut, dass ich etwas hätte fragen können. Und wenn es keine Lasius niger waren, dann waren sie ihnen doch sehr ähnlich. Hatte zu diesem Zeitpunkt eine kleine Lasius niger Kolonie von Antstore an der ich mich orientiert habe.

MfG.
Wulf
 

Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon MrIglo » 17. Aug 2012 08:27

Hi,
ach so, ich habe mich schon gewundert.

Wie kannst du sicher sein, dass die Eier befruchtet waren? Sind Arbeiterinnen geschlüpft?
Wie kannst du sicher sein, dass nicht eine Gyne schon vorher begattet war?


Aufgrund deiner Beobachtung die gängige Meinung infrage zu stellen:
Das Geschlechtstiere fliegen MÜSSEN ist mir zwar bekannt aber ich halte nichts davon.

Ich weiß ja nicht :roll:

Vielleicht solltest du dir lieber Gedanken machen wie du ihnen Platz zum Fliegen bieten kannst :wink:

LG
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Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Wulf » 17. Aug 2012 09:32

Es sind Arbeiterinnen geschlüpft, die kurzer Hand leider getötet wurden.
Meine erste Kolonie Lasius niger von Antstore lebte in dem Becken. Ich wusste noch nicht soviel, also auch nicht, dass sie sich gegenseitig töten würden. Naja, wie es so ist, tötet die größere Kolonie die kleinere Kolonie.

Sicher kann ich mir natürlich nicht 100% sein, aber ich habe Gynen und Männ[s]chen aus der Kolonie genommen, also sie sind nicht draussen rum gelaufen, sondern waren im Nest selber noch drinne.
Dennoch sollte sie im Nest schon begattet worden sein, ist es entweder ein Zeichen, dass Lasius niger keinen Schwarmflug braucht und sich sogar schon im Nest paart oder ganz einfach das Lasius niger begattete Gynen aufnimmt ,was meines Wissens beides eher unwahrscheinlich ist.

Damit sie sich verpaaren, werde ich alles versuchen und dazu zählt auch, dass ich ihnen Platz zum Fliegen gebe. Ich habe nur gesagt dass ich davon nicht soviel halte.
MfG. Benjamin
PS:
Dass sie Geschlechtstiere gleichzeitig aufziehen, denke ich ist recht wahrscheinlich, weil die Temperaturen bei beiden Kolonien die gleichen sind, folglich also auch die Luftfeuchtigkeit. Der Unterschied ist nur, dass die eine kleiner und die andere größer ist und füttern werde ich beide gleich viel. Da beide Kolonien dann genau gleich gehalten werden, denke ich, dass sie Geschlechtstiere nächstes Jahr auch gleichzeitig aufziehen.
Wulf
 

Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Fiiiume » 17. Aug 2012 10:49

Was auf jeden Fall mal klar ist, ist, dass nicht jede Paarung in der Luft stattfindet, bestes Beispiel
sind die Treiberameisen.

Hab soeben mal etwas in Google rumgesucht und auch was gefunden, wo etwas über Waldameisen, deren
Paarung und sonstiges beschrieben ist.
Dort steht auch drin, dass die Paarung lediglich am Boden und nicht in der Luft stattfindet.

Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar
Das wäre der Link.
Einfach mal runterscrollen bis Fortpflanzung kommt.

MfG
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Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Erne » 17. Aug 2012 11:52

Ja so unterschiedliches Paarungsverhalten ist bei verschiedenen Arten zu beobachten.
Leider lässt sich ein beobachtetes Paarungsverhalten nicht auf jede andere Art übertragen.

Nicht verallgemeinern, das bringt nicht voran.
Wir diskutieren hier über Pheidole pieli.

Grüße Wolfgang
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Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Fiiiume » 17. Aug 2012 12:02

Das war eher weniger als Verallgemeinerung gedacht, sondern eher, da noch niemand
zumindest von uns hier, so wie´s rüberkommt keiner das Paarungsverhalten beobachten konnte
bzw. hat, es denkbar wäre, dass Pheidole-Arten sich auch auf dem Bodenpaaren, auszuschließen ist es
ja von daher mal nicht.

MfG
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Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Erne » 17. Aug 2012 15:54

Sorry dann habe ich Deinen Hinweis mit den Treiberameisen und Waldameisen falsch verstanden.

Als Ergänzung, von der Gattung Pheidole habe ich im Laufe der Zeit 7 verschiedene Arten gehalten,
trotzt Geschlechtstieren beiderlei Geschlechts war kein Paarungsversuch auf dem Boden zu beobachten.
Versuche abzufliegen bei allen Arten.

Grüße Wolfgang
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Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Wulf » 17. Aug 2012 20:32

Hallo
Konnte gerade etwas interessantes sehen. Sämtliche Myrmica[Mymrica] (gut Tausend stk.) flogen nicht ab, sondern begatteten am Boden. Im Becher versuchten sie abzuheben, aber dennoch paarten sie sich.
Pheidole pieli Gynen sind klein und die Männchen auch.
Ich habe eine Idee, wie ich ihnen dennoch Platz zum Fliegen geben kann - zumindest um sie anzuregen.
MfG.


Edit Uta
Wulf
 

Re: Zuchtprojekt Pheidole pieli

Beitragvon Erne » 17. Aug 2012 20:55

Benjamin,

was für ein Glück, Myrmica spec. bei der Paarung zu beobachten.
Myrmica rubra z. B., lassen sich wegen diesem Verhalten züchten.
Selbst wenn sie von ihren Nestern abfliegen, sind sie später bei der Paarung am Boden zu beobachten.

Grüße Wolfgang
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