von Erne » 8. Sep 2010 07:07
Weite Wege für Ameisen um an ihr Futter zu kommen, habe ich doch gerade irgendwo gelesen?
Im Prinzip ist das in Ordnung, in der Natur müssen sie auch weite Wege laufen, selbst kleine Kolonien.
In der Haltung funktioniert das bei kleinen Kolonien nur selten bis gar nicht.
Sie finden das Futter einfach nicht.
Die Ursachen dafür könnten darin liegen, das Schläuche, Rohrverbindungen, Löcher hoch in der Glaswand, unnatürliches Gelände, für wenige Ameisen derartig abweisend sind, das sie weite Wege nicht laufen.
Das Futter muss ja nicht unbedingt ins Nest gestopft werden, dennoch nah ans Nest, Nesteingang, um sicher zu stellen, das sie es auch finden bevor es vertrocknet/verdirbt.
Bei Camponotus herculeanus brauchst Du Dir jetzt keine großen Sorgen machen über Fütterungen.
Die sind schon in der Vorbereitung auf ihre Winterruhe, nehmen kaum noch Insekten.
Gelegentlich etwas Honig- oder Zuckerwasser mehr wird kaum genommen.
Und das nahe beim Nest, ist die einigste Möglichkeit bei kleinen Kolonien, sicherzustellen dass es gefunden wird bevor es verdirbt.
Später mit mehr Arbeiterinnen kann die Entfernung vergrößert werden.
Ist auch angebracht um Ameisen zu Aktivitäten zu verleiten und Laufwege, die sie aus der Natur kennen, ansatzweise auch in der Haltung anzubieten.
Grüße