Ameisengrösse

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Ameisengrösse

Beitragvon Christian161080 » 19. Jul 2010 21:07

Habe mal eine Frage zur Ameisengrösse.
Ich halte eine Lasius niger Kolonie die so ca. 15-20 Arbeiterinnen hat. Von der Grösse her finde ich sie recht klein. Wenn ich draussen im Garten oder an den Mülltonnen die Ameisen sehe, sind diese doch ein wenig grösser und breiter. Ich gehe davon aus das im Garten und an den Tonnen auch Lasius niger sind aber sicher bin ich mir nicht.
Falls ich recht habe, ist es normal das meine Kolonie kleinere arbeiterinnen hat oder liegt sowas irgendwie an der Nahrung die sie bekommen?
Oder kann ich einfach davon ausgehen das die Ameisen draussen eine andere art sind?
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Re: Ameisengrösse

Beitragvon baumarkthammer » 19. Jul 2010 21:15

Es kann sich bei der von dir beobachteten Art um Formica fusca handeln, diese sehen aus wie eine sehr große Ausgabe von Lasius niger.
Allerdings ist bei 20 Arbeiterinnen noch nicht die maximale Größe der Arbeiterinnen erreicht, also es kann sein, dass du zwar die selben Tiere hast, allerdings deine noch nicht so gut die Brut versorgen können was zur Folge hat, dass es am Anfang halt kleinere Tiere -auch Pygmäen genannt- gibt.
Aber sehr viel größer werden die Lasius Arten nicht mehr in Vergleich von einer kleinen und einer großen Kolonie.
Es kann gut sein, dass du eine andere Art beobachtet hast, dies ist für den Laien sehr schwer zu unterscheiden.
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Re: Ameisengrösse

Beitragvon Christian161080 » 19. Jul 2010 21:26

ok, danke dir für die info.
Habe heute im Garten eine Gyne gefangen und bin mal gespannt was dabei raus kommt. Würde auch ein Foto reinstellen aber leider habe ich keine Kamera die erkennbare Fotos anfertigt.

draussen die Ameisen sehen auch vom körperbau her rundlich aus
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Re: Ameisengrösse

Beitragvon Dieb » 19. Jul 2010 22:40

Hi,

Soweit ich weiß gibt es selbst bei Lasius niger in fortgeschrittenen Kolonien kleine und große Arbeiterinnen. Die Größenuntschschiede sind zwar wirklich nicht sehr gewaltig, dennoch erkennbar.
(Nur mal so am Rande)
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Re: Ameisengrösse

Beitragvon Stiko » 21. Jul 2010 08:14

Also ich habe das Phönomäen erst bei den Pheidole beobachtet, aber ich bin mir relativ sicher, das die Ameisen klein auf die Welt kommen und noch geringfügig wachsen.
Bei den Soldaten sieht man es am extremsten. Wenn die Arbeiter kommen sind die noch relativ Farblos. Später bekommen die mehr Farbe und werden um geschätzte 30% grösser.
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Re: Ameisengrösse

Beitragvon Markus » 21. Jul 2010 12:50

Imagos wachsen nicht mehr, vielleicht ein kleines Bisschen während des Aushärtens...

Aber bei einer kleinen Kolonie ist es völlig normal (wir reden von Lasius niger), dass auch kleinere Arbeiterinnen produziert werden, von den Zwergarbeiterinnen am Anfang an werden die zwar Schritt für Schritt größer, aber eben nicht direkt so groß, wie es in den großen, etablierten Kolonien draußen zu sehen ist.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es was genetisches ist, wie bei den besagten Zwergarbeiterinnen, oder am Futter liegt, kann ich nicht genau sagen, aber es scheint wohl eine Kombination von beidem zu sein, mit einer starken Betonung auf dem Genetischen...

Ist ja auch irgendwie logisch: in der Natur kann eine kleine Kolonie nicht so viel Futter heranschaffen, wie nötig ist, also wird versucht, kleinere Arbeiterinnen zu produzieren, dafür aber mehr, weil es zunächst von Vorteil ist, als Kolonie zu wachsen (mehr Arbeiterinnen können mehr Futter besorgen, Kolonie wächst schneller, etc.).
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Re: Ameisengrösse

Beitragvon Krabbeltierfan » 21. Jul 2010 13:20

Zu der Größe von Imagos kann man sagen, dass diese eigentlich nicht wachsen sollten. Sie kommen in voller Größe "auf die Welt". (Wobei naja, als Larve und Puppe lebten sie ja auch schon :wink: ) Es ist evtl. eine optische Täuschung, beim Trocknen an sich sollte auch kein Wachstum mehr möglich sein.

Aber, so habe ich das mal gelesen, gibt es Nachweise bei Myrmica rubra, wonach die Größe der Imagos je nach Jahreszeit variiert. Dies ist evtl. als Anpassung an die Nahrungssituation zu sehen. So, oder so ähnlich, kann das ja auch durchaus bei anderen Arten "praktiziert" werden. Besonders auffällig ist das bei Formica sanguinea, wo es doch schon beträchtliche Unterschiede gibt. Aber ob das nun schon Polymorphismus ist(Was einige so schildern), oder einfach nur unterschiedliche Nahrungsversorgung, weiß ich nicht.
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