Pheidole pallidula graben sich in den Wassertank

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Pheidole pallidula graben sich in den Wassertank

Beitragvon KFD » 17. Nov 2011 13:11

Grüße,

meine noch recht kleine, ca. 50-60 Tiere, Pheidole pallidula Kolonie hat in den letzten Tagen eine etwas merkwürde "freizeit" Beschäftigung.
vorweg, sie leben in einem Gasbetonstein und fühlen sich dort wohl auch recht wohl, es wird gefressen, sich um die (sehr zahlreiche) Brut gekümmert und alles scheint bestens zu sein.
Durch einen kleinen Konstruktionsfehler meinerseits haben die Tiere allerdings nicht den von mir erdachten Eingangsbereich übernommen, sondern nehmen eine Einkerbung in der Nähe des Wassertanks im Stein als Ein/Ausgang.

Der Wassertank selbst ist ca. 10 cm lang, 5 breit und 2 cm tief. Da dies der erste Eigenbau ist, war ich mir nicht sicher ob der Tank so ausreicht, deswegen hab ich 4 Extralöcher in den Tank gebohrt die jeweils nochmal ca. 3-4 cm in den Stein gehen.

Nun beobachte ich aber tagtäglich wie die Tiere sich an einem der Löcher zu schaffen machen und es immer tiefer graben. Jeden morgen sehe ich wie um das Loch selbst Aushub bzw. Betonstückchen sich anhäufen.

Jetzt die Frage, kann ich etwas dagegen unternehmen? Muss ich etwas dagegen unternehmen?
Ich hatte in einigen Haltungsberichten gelesen, dass man den Wassertank auch mit Seramis befüllen kann, aber dadurch dann die Gefahr besteht, dass die Tiere ertrinken, sollten sie sich bei der Bewässerung im Seramis aufhalten, zudem würde das die Grabetätigkeit ja auch nicht unterbinden sondern nur "verdecken".

Persönlich sehe ich die Gefahr, dass die Tiere auf kurz oder lang anfangen ihre eigenen Kammern inmitten des Steins zu graben und ich nichts mehr mitbekomme (auch wenn es in dem momentanen Grabetempo sicher noch sehr sehr lange dauern wird)
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Re: Pheidole pallidula graben sich in den Wassertank

Beitragvon Erne » 18. Nov 2011 12:57

Graben/knabbern ist mit ein „Markenzeichen“ von Pheidole pallidula.
Dort wo es feuchter ist finden sie sich schnell ein und versuchen ihr Glück.
Genau betrachtet lässt sich nichts dagegen machen, alles was nicht hart genug ist wird früher oder später durch geknabbert.
Ytong ist nicht hart genug, wie von Dir angesprochen ist später damit zu rechnen, dass sie ihre eigenen Gänge anlegen.
So lange der Nestblock in einer Anlage steht ist das kein Problem, einfach graben/knabbern lassen.
Bei einem kleinen Volk, falls die Konstruktion es zulässt, helfen Wattestopfen in den Löchern.
Später, mit vielen Arbeiterinnen, pflücken sie allerdings auch die Watte auseinander.

Grüße Wolfgang
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