Mögliche Hilfestellung bei Beginn mit Pheidologeton diversus

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

Beitragvon TheSummiter » 29. Jan 2006 14:48

@ Darkness
Die Frage ist nicht ob meine Kolo über 2000Tiere wächst, sondern nur in welcher Zeitspanne. Ich möchte mir in nächster Zeit auch noch Camponotus ligniperda , Crematogaster scutellaris und evtl noch ne 4te Königin Pheidologeton diversus holen wenns meine Finanzen zulassen :-D

ohrene hat glaube ich 1-3 Königinnenund so ca 150worker denke ich,
mal sehn wie es bei ihm läuft!
aber is bis dahin ja noch paar Monate Zeit :-)
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Beitragvon Darkness » 29. Jan 2006 16:16

@ TheSummiter
Du hast ja noch was ganz schönes vor, wenn du dir zusätzlich Camponotus ligniperda und Crematogaster scutellaris holen willst. Ich darf eben, wegen meinem Vater nicht mehr als zwei Kolonie in Formicarien halten. Der kann nämlich Ameisen nicht so gut leiden und sagt sie würden mir im Zimmer zuviel Platz wegnehmen..... :(
Ich will mir dann im März Pheidole pallidula zulegen. An Messor Barbarus habe ich aber auch schon gedacht.
Jedenfalls besitze ich bei Pheidologeton diversus nur eine Königin. Und die ist von meinem Kollegen. Deshalb wird es bei mir sicher auch ne ziemlich lange Zeit dauern bis die Kolonie die richtige Grösse erreicht hat.
Mit dem zulegen einer zwieten habe ich es nicht so eilig. Ich warte noch ein bisschen, vielleicht dann im Sommer.
Mfg Darkness
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Beitragvon skateduffy » 26. Mär 2006 16:35

Hallo Darkness,

Ich habe da me eine Frage, warum benutzt du ein Sand-Lehm Gemisch, wenn du dich für einen Ytong entscheidest. Die Gefahr das die Ameisen innerhalb des Ytongs Nester aus Sand Lehm anlegen bzw. sich komplett im Farmbereich vergraben, ist doch dann sehr hoch oder?

Ich würde Wüsten- oder Aquariensand nehmen.

Mfg Kevin
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Beitragvon Darkness » 26. Mär 2006 17:58

@ skateduffy

Dieser Gefahr war mir durchaus bewusst. Es hätte ja auch gut möglich sein können das sie unter meinen Aquariumstein gezogen wären, anstatt des Ytongs, aber ich lasse meinen Ameisen meistens die feie Wahl.
Obwohl die oberste Schicht wie beschrieben aus einem Lehm-Sand Gemisch bestand, war das von mir so gewollt, dass sie zum Teil Stücke dieses Gemisches abtrugen und sich damit im anfänglich etwas zu grossen Ytong-Stein einnisteten. Da ich zusätzlich neben der Roten Folie eine gesamt abdunkelung in Form eines zugeschnittenen Holzbrettes nahm war der Ytong-Stei ganz abgedunkelt und die Ameisen kamen auch nicht auf die Idee mit ein paar Lehm-Sand Körnern die Glasscheibe abzudecken.
Zusätzlich hatte der Ytong-Stein (natürlich bewusst) die höchste Temperatur und war auch zu etwa der Hälfte auch gut befeuchtet. Der Boden war nur in der Nähe des Ytong-Steines feucht, der andere Teil war trocken. Es war also so gedacht das sich Pheidologeton diversus entweder im Ytong-Stein oder im Boden davor festsetzten würde. Dazu kommt noch das etwa 2/3 des Steines unter der Erde lag.
Davor hatte ich noch etwas mit Erwärmung und Feuchtigkeit des Ytong-Steines gespielt bis dieser den Kriterien der Kolonie entsprach.
Diese Voraussetzungen haben genügt damit sie umzogen.
Selbstverständlich kann man du wie du ja gesagt hast auch Wüsten oder Aquarium Sand nehmen, trotzdem wende ich diesen Untergrund nur sehr selten an.
Wenn ich Zeit finde, hoffentlich nächste Woche) werde ich sowieso die Kolonie in ein Erdnest entlassen und zwar in das hoffentlich endgültige. Da werde ich auch den Threat hier Aktualisieren. :wink:

Mfg Darkness
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Beitragvon skateduffy » 27. Mär 2006 07:17

Danke Darkness für deine Hilfe. Werde glaube auch ein wenig Sand nehmen, den Rest feiner Kies. Somit können die Tiere bei Bedarf ummodelieren. Wie soll das Erdnest aussehen, in Form zweier Glasplatten oder Erdhaufen?
Mfg Kevin
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Beitragvon Darkness » 27. Mär 2006 18:19

@ skateduffy

Kein Problem. :wink:
Wie hast du das gemeint mit "in Form zweier Glasplatten". Etwa eine Farm ? Ich würde meine Ameisen grundsätzlich nicht in eine Farm stellen. Man kann sie zwar äusserst gut beobachten aber ich denke meine Kolonie sollte genug Platz vorfinden um sich auszubreiten. Ich habe vor etwas mehr las die hälfte des Formicariums mit Sand-Lehm Gemisch zu füllen.
Danach werde ich eine Verbindungsröhre in ihr "altes" etwas kleineres Formicarium einfügen.
Den Boden des neuen Formicariums werde ich so zu beeinflussen versuchen, dass die Ameisen umziehen sollten. Wäre das selbst nach drei Wochen noch nicht der Fall, habe ich mir überlegt die Erde unmittelbar vor dem Ytong Stein zu entfernen.
Eine dünne Plexiglasscheibe wurde von mir bereits auf die Grösse des Ytongs zurechtgebastelt.
Ich stelle mir das nun so vor, das ich zuerst den Raum etwas abdunkle, nur um nicht noch mehr Stress zu machen.
Des Weiteren werde ich den Eingang von dem Ytong-Steine mit Watte ausstopfen, sodass die Ameisen sobald sie in Alarmbereitschaft treten nicht mehr aus dem Ytong-Stein kommen. Danach ziehe ich den Ytong-Stein von der Glasscheibe etwas weg. Das sollte klappen da ich ja die Erde davor entfernt habe.
Sobald das geschehen ist werde ich die vorgefertigte Platte vor den Ytong-Stein schieben. Danach hilft mir mein Freund die Platte die sich ja jetzt vor dem Stein befindet sollte, gut an den Ytong zu drücken und den Stein mitsamt der Platte abzuheben.
Anschliessend wird der Stein in das Erdnest gelegt wobei der Wattebausch vom Eingangsloch entfernt wird. Vorerst werde ich die Verbindungen der Beiden Formicarien trennen und versuchen die übrig gebliebenen Ameisen des „alten“ Formicariums in das neue einzuquartieren.
Wenn alles geklappt hat werde ich später sofern sie begonnen haben sich einzugraben die Verbindung wieder öffnen und das alte Formicarium als Jagtfläche nutzen.
Na ja, bis hierhin war alles nur Theorie, bin gespannt ob es auch in der Praxis so läuft. :grin:
Falls jemand noch andere brauchbare Vorschläge für die Umsiedlung hätte wäre ich erfreut diese zu hören. :D
Bei meinen anderen Arten musste ich nämlich erst einmal eine Umsiedlung vornehmen welche ziemlich leicht war, da die Ameisen freiwillig ins Erdnest wechselten.
(Habe eben ein bisschen mit Licht, Wärme, Feuchtigkeit an dem neuen Ort experimentiert und den Ytong-Sein etwas vernachlässigt.)

Mfg Darkness
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Beitragvon skateduffy » 27. Mär 2006 21:09

Hey Darkness,
Ja, genau so hatte ich das gemeint. Klingt echt gut was du vorhast. Bin mal gespannt und hoffe, dass du es schaffst Fotos einzustellen. Was mein neues Formicarium für Pheidologeton Diversus anbetrifft, werde ich immer unsicherer. Erst wollte ich nur einen großen Ytong nutzen, später habe ich meine Meinung geändert und wollte wenigstens zu dem Aquariensand Sand-Lehm hinzugeben, dass bei Bedarf wenigstens etwas gegraben werden kann. Momentan habe ich die Auffassung das Formicarium teils mit Ytong und teils mit Sand-Lehm aufzufüllen. Die Ameisen hätten dann die Wahl. Ich weis auch nicht....Lege halt ziemlich werd auf Beobachtungen, was die Kammern anbetrifft und das würde ich mir durch ein Erdnest vermasseln.
Was deine Kolonie anbetrifft, denke ich das diese von selber umziehen. Die Idee mit dem Ytong umsetzen ist auch sehr gut und ziemlich stressfrei. Du solltest in das Erdnest kleine Voreingänge einarbeiten, um ein schnelleres Verstecken bzw. Eingraben zu ermöglichen. Aber das weist du ja sicherlich selber.

Also in dem Sinne,
ich bin gespannt. Werde, wenn es soweit ist, einen Haltungsbericht eröffnen.
Mfg Kevin
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Beitragvon Darkness » 27. Mär 2006 22:02

@ skateduffy

Mit den Fotos muss ich dich leider enttäuschen. Hätte ich irgendeine Möglichkeit, sprich Digitalkamera usw. würde ich schon lange Bilder hineinstellen. Auch aus meinem Geldbeutel spricht gähnende Leere. :wink:
Fürchte ich muss einfach alles versuchen genau zu umschreiben.
Ich finde es positiv wenn du dir schon vor dem Kauf genügend Gedanken über die Planung der Umgebung machst. Auch dein Interesse Ameisen zu beobachten ist durchaus verständlich und nachvollziehbar.
Ich selbst versuche auch die Startphase der Kolonien bis zu einer gewissen Phase mitzuverfolgen. Bei vielen Ameisen, darunter auch Pheidologeton diversus, oder beim Züchten einer Kolonie durch das Einfangen derer Königin beim "Hochzeitsflug" ist die Startphase recht heikel und kann über das weiterleben des Superorgansismus entscheidend sein.
Man kann natürlich auch Erdnester gestalten von welchen man einigermassen gute Beobachtungen schliessen kann. Zum Beispiel ein Stück des Ytong-Steines ohne Gänge nahe einer Wand des Formicariums stellen, den Rest mit Lehm-Sand Mischung auffüllen. Da die Zusammensetzung der anderen Erde nach dem Ytong-Stein beispielsweise aus Vogelsand besteht ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass die Ameisen dort hin ziehen. Aber eigentlich ist das ein ähnliches "Ameisenfarm" verfahren und schränkt sie in ihrer Platzfreiheit ein.
Wenn du aber auf Sicherheit setzten möchtest was deine Beobachtungen angeht, würde ich ein Ytong-Stein Nest empfehlen von welchem du auch ein paar Kammern mit Sand-Lehm Gemisch ausstreichst, sodass sie freie Wahl haben und die zusätzliche Möglichkeit der Nestgestaltung. Den Rest würde ich als unterste Schicht eine solche Erdzusammensetztung wählen durch welche sie sich nicht weitergraben werden.
Als obere 1-2 cm dünne Schicht kannst du dann immer noch baubares Material und für sie gute Erde hinzulegen. So ist die Schanze gross das sie in den Ytong-Stein ziehen aber sich trotzdem den Umliegenden Materialien bedienen können.
Später kannst du sie bei Bedarf ja immer noch umsiedeln.
Noch eine Anmerkung wegen dem Löcher vorbereiten: Normal mache ich es so das ich einer Kolonie die ich umsiedle einen Grösseren Flacheren Stein ins Formicarium stelle unter welchem ich ein wenig Erde entferne und die restliche etwas lockere. Mit anderen Worten gesagt... ich fertige ihnen einen kleinen ausbaufähigen Unterschlupf, an einer von mir als gut befundenen Stelle des Formicariums.
Bin auch schon auf deinen Haltungsbericht gespannt, sobald sie bei dir eintreffen. :D
Darkness
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Beitragvon skateduffy » 28. Mär 2006 08:34

Danke für deinen Tip. Mein Nest wird so gestaltet sein:
In einem Aquarium 50x30x30 werde ich ringsrum Ytong mit vorgefertigten Gängen und Kammern anlegen. In der Mitte bleib dann ein Holraum, der mit Sand Lehm aufgefüllt wird. Das Formicarium wird also aus einem Riesen-Ytong Nest und einem kaum kleineren Sand-Lehm Nest bestehen. Beide Nester sind durch vorgefertigte Öffnungen mit einander verbunden. Darauf kommt eine Glasplatte die mit Aquariensand und anderen Utensilien bestückt wird. Diese obere Etage bildet die Futterarena und ist durch Schläuche bzw. Röhren mit der Unteren Etage und den Nestern verbunden. Ringsrum wird dann die untere Etage mit roter Folie abgedunkelt. Ich hoffe das wird interessant und habe auch eine solche Nestvariante noch nicht gesehen.
Mein größter Wunsch ist dann, das die Tiere erst den Ytong besiedeln, damit ich sie beobachten kann und sich erst später in das Erdnest expansieren.
Was hälst du davon?
Mfg Kevin
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@skateduffy

Beitragvon Necturus » 28. Mär 2006 13:59

Hey skateduffy,
ich beschäftige mich grade auch mit der Ausstattung meines Beckens und habe mir ähnliche Gedanken gemacht,dachte ich teile dir mal mit was mir so durch den Kopf ging. Vielfach wird erwähnt, das Pheidologeton gerne gräbt, aber die Vorteile eines Ytong Nestes sind ja klar. Was ich für eine große Gefahr bei Erdnestern halte, ist das diese wenn sie zu trocken oder nass sind schnell mal einstürzen und die Kolonie mitnehmen. Ich glaube Herr Katylla selber hatte an anderer Stelle vorgeschlagen, die Kammern des Ytong-Nestes mit Erde/Sandgemisch zu füllen, damit die Ameisen ein bischen "kreativ mitgestalten" können - wenn dann dort etwas einstürzt,sollten sich die Ameisen noch recht leicht befreien können. Am Anfang benutze ich einen mittelgroßen Ytongstein mit einer verschlossenen Bohrung an der Seite für spätere Nestmodule, so kann ich passend zur jeweiligen Koloniegröße das Nest erweitern. Am hinteren Seitenrand des Beckens lasse ich eine Bohrung anbringen, um später das "Nest-Becken" mit anderen Becken verbinden kann.
Villeicht taugts ja als Denkanstoß
Gruß

Necturus m.
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Beitragvon skateduffy » 28. Mär 2006 15:03

Hey Necturus,
Das ein Nest von Pheidologeton diversus einstürtzt glaube ich nicht, gerade deshalb weil sie so gute Gräber sind. Außerdem können diese Erdnester in einem Formicarium ja nicht so groß werden, so dass die Statik kein größeres Gewicht halten muss. Große Erschütterungen innerhalb der Wohnung wird es auch nicht geben. Mit der zu großer Nässe hast du allerdings recht. Man muss halt wirklich darauf achten, das Nest nicht zu überschwemmen, aber bevor das passiert werden die Tiere das Nest verlassen und daran wirst du merken, dass es einsturzgefährdet ist. Das mit dem Sand im Ytong finde ich für die Ameisen gut, jedoch würde ein solches Vorgehen die Vorteile eines Ytong zerstören und man kann gleich ein Erdnest anlegen. Die Gefahr ist dann nämlich sehr hoch, dass die Tiere die Scheibe am Ytong mit dem Boden bebaut lassen. Also ich werde wie gesagt anfangs einen reinen Ytong benutzen und dann später (nachdem ich wesentliche Strukturen der Art beobachten konnte) so etwas wie eine Schiebetür zu dem Erdnest öffnen. Ich werdet schon sehen...:)Freu mich schon selber. Morgen fang ich mit dem Bau an. Werde ca. eine Woche brauchen. Den Bau werde ich sicher dokumentieren und den Vorgang dann später mit Bildern für euch einstellen.

Danke nochma für deine Anregungen
mfg Kevin
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Beitragvon Darkness » 28. Mär 2006 16:18

@ Skateduffy

Kling zwar interessant, habe aber noch einige Fragen an dich.
Zitat: "In einem Aquarium 50x30x30 werde ich Ringsrum Ytong mit vorgefertigten Gängen und Kammern anlegen."
Ich gehe davon aus, dass du einen grossen Ytong-Stein zuerst auf die Grösse deines Formicariums anpasst, welchen du dann im Verlauf so bearbeitest, sodass in der Mitte eine Arena entsteht. Ich hoffe, dass es bei euch noch etwas hohe Ytong-Blöcke gibt. Bei mir waren die grössten die ich gefunden hatte zwar sehr lang und auch etwa 40 cm breit, aber das Problem lag in der Höhe. Sie waren nur 15 cm hoch. Ich weiss nicht ob dir das genügt, andererseits haben sie ja viel Platz wenn das ganze Gebilde rundherum geht.
Deine Gestaltung scheint ja auch etwas Anstrengendes zu werden. :wink:
Meine Frage wäre wieso du noch extra eine Glasplatte als Abdeckung benutzt. Zitat: "Darauf kommt eine Glasplatte die mit Aquariensand und anderen Utensilien bestückt wird."
Ich würde Plexiglas empfehlen anstelle von Glas. Gründe... es ist leichter zurechtzuschneiden und billiger beim Preis. Ausserdem leitet es Wärme auch super an die Oberfläche weiter wie Glas.
So eine Abdeckung ist sicher etwas Gewagtes. Du solltest ja immer noch den Boden darunter gut befeuchten können.
Was mich auch noch wunder nimmt, Zitat: "Ringsrum wird dann die untere Etage mit roter Folie abgedunkelt."
Meinst du das jetzt im Bezug auf die Abdeckung, wenn ja, welche Gründe hast du diese abzudecken. (Vielleicht hab ich das jetzt ja falsch verstanden). Wenn du die untere Fläche der Platte mit roter Folie abdecken möchtest, hat das höchstens zur Folge, dass sich die Ameisen zuerst lieber in das von dir bereitgestellte Sand-Lehm Gemisch einnisten werden, als in irgendeinem Ytong-Stein. :?
Wie tief sollte denn diese untere Ebene werden?

Mfg Darkness
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Beitragvon skateduffy » 28. Mär 2006 20:34

Hey Darkness,
Also, ich muss da Einiges erklären. Ich nehme keinen großen Ytong, sondern einzelne Platten mit den Maßen 50x20x7,5. Diese lege ich innen an den Wänden des Aquariums entlang. 20 cm sind mir von der Höhe des Ytonges aber zu viel. 15 cm sind doch genau richtig, dafür haben sie ja genug Auslauf in die Länge. Dadurch bleibt in der Mitte des Aquariums ein Rechteck frei. Das fülle ich mit Sand/Lehm bis zu einer Höhe von 15 cm, so, dass der Boden mit dem Ytong eine Ebene bildet. Somit habe ich 2 Nester aufeinmal, ein großes Ytong und ein großes Sand Nest, welches aber erst zur Expansion bereit gestellt werden soll. Und genau aus diesem Grund kommt abschließend noch eine PVC Platte darauf (hatte nur schnell Glas geschrieben, damit es jeder versteht). Die Tiere können somit nicht von oben in das Erdnest sondern nur in den Ytong, da ich an den bestimmten Stellen in der PVC Platte Löcher bohre, welche genau über den Eingang des Ytong liegen. Auf die Platte kommt dann Wüstensand und somit habe ich eine Arena im 2. Stockwerk, von der gesamten Größe des Aquariums. Darunter, im ersten Stockwerk habe ich 2 kombinierte Nester in gesamter Größe des Aquariums. Auf halber höhe des Ytongs werden dann 1-2 Löcher gebohrt, welche dann in das Erdnest führen. Anfänglich werde ich jedoch diese durch eine Art Schiebetür geschlossen halten. Somit kann meine Kolonie nur den Ytong bewohnen und oberhalb die Arena nutzen. Wenn sie groß genug ist, und der Ytong ringsrum voll ist, werde ich die Schiebetüren öffnen und die Tiere können sich vom Ytong in das Nest graben. Ich hoffe, ich konnte dir das jetzt erklären und habe es nicht noch schwieriger gemacht...
Das komplette Nest (vorerst nur der Ytong) wird durch ein ausgeklügeltes Schlauchsystem befeuchtet. Das Sand/Lehm Nest in der Mitte des Beckens, kann dann später auch durch 2 Drenageschläuche befeuchtet werden (wie bei normalem Formicarium). Diese sind etwas höher und ragen durch eine Bohrung in der PVC Platte nach oben in die Arena. Dann noch ein Wattestöpsel darauf und ich kann bei Bedarf befeuchten. Die rote Folie soll dann von außen an die Aquarienwand, jedoch nur in Höhe des Ytonges (also 15 cm). Somit ist der Ytong Nestbereich abgedunkelt und die Tiere werden da hoffentlich schnell rein ziehen. Die Folie soll also ein Untertage simulieren.
Noch Fragen... Wenn ja, die Fotos vom Bau und dem entgültigen Formicarium werden den Rest klären.

Das wird ne größere Bau-Aktion! :roll:
Mfg Kevin
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Beitragvon Darkness » 28. Mär 2006 22:04

@ skateduffy

Tja, dann ist ja alles klar. :grin:
Hab es wohl zu Beginn etwas falsch aufgefasst. Bin ja schon gespannt wie das alles dann auf deinen Bildern aussehen wird.
Auch die Idee mit den zwei kombinierten Nestern ist auch super. Da stehen keine Wünsche offen.
Möchte hier nur noch einfügen, (Wahrscheinlich weisst das ja schon), dass es überaus nützlich sein kann schon vor dem Eintreffen der Ameisen alles mit der Regulierung der Luftfeuchtigkeit und Temperatur richtig eingestellt zu haben. Ich gehe ja davon aus das du eine Wärmelampe as zusätzliche Wärmequelle anbringst da es diese Art ja gerne Warm mag.
Das geht ja am besten mit einer Zeitschaltuhr, falls du mal weg musst oder so. Da ist es immer sehr nützlich diese richtig eingestellt zu haben und sicher zu sein das die gewünschten Werte an Temperatur + Luftfeuchtigkeit eingehalten werden. :wink:
Viel Spass beim basteln.... :D

Mfg Darkness
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Beitragvon Darkness » 2. Apr 2006 11:51

Hallo Leute ! :D

Heute war es soweit, ich habe nun beschlossen meine Pheidologeton diversus in ein Erdnest umzusiedeln.
Zuerst habe ich das neue Nest, in welches sie einziehen sollten auf Herz und Nieren geprüft. :)
Die Zeitschaltuhr habe ich gleich belassen, jedoch in ihrem alten Nest etwas reduziert, das heisst es wird alles etwa um 1-2 Grad gesenkt, während das neue Nest volles Programm hat. Zusätzlich habe ich noch ein paar schöne Steine Holzstücke angebracht, was das ganze für die Ameisen lukrativer machen sollte.
Unter einem etwas grösseren flachen Stein habe ich einen Hohlraum angefertigt und die darunter liegende Schicht zusätzlich etwas gelockert.
Nach jetzt schon zwei Tagen Tests habe ich gemerkt, dass ich anfangs eine wenig zuviel Wasser verwendet hatte, sodass die Luftfeuchtigkeit bei geschlossenem Deckel etwas zu hoch war. :roll:
Jetzt ist das Problem behoben und ich habe ein Spalt gefertigt durch welchen die Luft entweichen kann, aber für die Ameisen nicht zu durchdringen ist.
Im nächsten Schritt wurde ein Verbindungsschlauch angebracht welcher vom alten ins neue Nest führte, diesen hatte ich erst mal rundherum abgedunkelt, man kann ja nie wissen.
Sobald der Umzug allerdings erfolg haben sollte wird die Abdunkelung wieder entfernt.
Ich habe schon ein paar Heimchen in das neue Nest gelegt und gespannt gewartet.
Eine halbe Stunde verging und die normalerweise so gefrässigen Ameisen zeigten kein Interesse, jedoch war der Schlauch schon entdeckt worden.
Somit war ich aber in guter Zuversicht und ging was Essen.
Nachdem ich wieder präsent war hatten schon 2-3 Arbeiterinnen das neue Formicarium erreicht und gingen auf die Heimchen los ohne die Umgebung ausführlich unter die Lupe zu nehmen.
Keine 2 Minuten später waren Soldaten und viele Arbeiterinnen bereits im neuen Formicarium und daran die Heimchen für den Transport durch den Verbindungsschlauch passend zurechtzuschneiden. :wink:
3 Stunden nachdem das letzte Heimchen die Verbindungsröhre verlassen hatte, gab es aber trotzdem noch eine Vielzahl an Arbeiterinnen die das neue Gelände erkundeten.
Im Moment warte ich noch was sich tut. Positiv ist es jedenfalls, dass sie Interesse an ihrem späteren Heim zeigen.
Sobald sie mit dem Umzug beginnen werde ich das euch nicht vorenthalten. :grin:

Mfg Darkness
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