Fütterungsexperimente ?

Hier kann alles zum Thema Ameisen diskutiert und gefragt werden.

Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Creature » 3. Nov 2008 09:58

Moin Moin leutz hier is ma wieder der Maddin ^^

ich werde mir ja im Frühjahr meine erste ameisenkolonie zulegen (wenn genug geld vorhande ist Camponotus ligniperda ansonsten Raptiformica sanguinea).

Nun habe ich mir schon viele viele dinge ausgedacht , experimente die ich mit den krabblern machen möchte.

Z.B. sieht man ja immerwieder in Tierdokus wie man im zoo Affen besonderes Essen vorsetzt , z.B. gefrohrene Melonen an denen die sich erstmal versuchen müssen. Also herausfinden wie sie an ihre nahrung kommen. Dies führt zu interessanten verhaltensweisen.

Sowas wollte ich später auch mit den Ameisen machen z.B. besonders verpackte honiglösungen etc. und wollte mal nachhorschen ob jemand sowas schonmal gemacht hat?

Konnte bisher in keinem Haltungsbericht derartiges finden , wiederrum habe ich natürlich nicht jeden Haltungsbericht gelesen der hier im Forum ist.

Kleine idee wäre z.B. einen Wattebausch mit Honiglösung ins Formicarium zu hängen der vielleicht ein bischen tropft diese könnte ja die Ameisen dazu führen eine "leiter" zu bauen.

Was haltet ihr davon?

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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Chemitech » 3. Nov 2008 18:22

Es wird so nicht möglich sein.

Zur gefrorenen Wassermelone: Ich gehe ehr davon aus, dass es ehr schädlich ist, wenn die Ants längere zeit auf eis sitzen um etwas abzuknabbern. Vermutlich würden sie erfrieren.

Zur Leiter: Das wird leider daran scheitern, dass die Ants nicht auf die Idee kommen zu klettern. Sie werden höchstens unten am Tropfen bzw. der lache warten.

Man könnte halt nur Lebendfutter anbieten, was sie dann jagen müssen.
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon klasi » 3. Nov 2008 18:24

Hallo,

ich denke das es nur ein Beispiel war mit der gefroreren Wassermelone.

Vielleicht könnte man Blattschneider Ameisen eine lebende Pflanze/Baum anbieten.

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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Creature » 3. Nov 2008 18:53

Jupp das war nur ein beispiel wie die herausforderungen für affen bieten im zoo. ich werde keine melone zu den ameisen reinwerfen xD bei den affen wars eine komplette eingefrohrene melone. Durch ihre größe konnten die den kiefer nicht weit genug öffnen um reinzubeißen daher mussten die experimentieren
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon klasi » 3. Nov 2008 19:29

oder einfach warten... ;)
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Acid150 » 3. Nov 2008 23:52

Was hätte es für einen sinn Blattschneidern eine lebende Pflanze anzubieten? Klar das wäre natürlicher aber im grunde würden sie das selbe tun wie mit einzelnen Blättern da gibts keinen unterschied!
Zu dem Wattebausch mit Honig.....würd ich nicht machen wenns tropft, nicht das da welche Kleben bleiben!?

Mfg Acid!
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon klasi » 4. Nov 2008 18:22

Hallo,

ja das sie an sich genau das gleiche tun würden ist klar nur würde ich es mal interessant finden, zu sehen wie die Arbeiterinnen die Blätter einfach fallen lassen und erst dann zum Pilz bringen.

Außerdem könnte eine Pflanze natürlich mitwachsen und man bräuchte sie vielleicht nicht so oft zu füttern.

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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Chemitech » 4. Nov 2008 18:41

Da muss man schon einen Baum nehmen, so ein Zimmer tauglicher Baum ist in 2-3 Tagen kahl gefressen
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon klasi » 4. Nov 2008 19:03

Hallo,

das kommt wiederum auf die Koloniegröße an...

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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Acid150 » 4. Nov 2008 21:44

Aber fallen lassen tun sie die Blätter auch nicht.... sie schneiden direkt an der Pflanze die stückchen ab und Transportieren sie zum Nest!

Mfg Acid!
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Erne » 5. Nov 2008 12:08

Kleinere Kolonien suchen ihr Futter in unmittelbarer Nähe ihres Nestes.
Blattstücke von Minibäumen fallen lassen, die wenigen Arbeiterinnen würden die nicht immer wiederfinden.
Kleine Stücke die sie schneiden nehmen sie gleich mit.
Bei großen Kolonien schafft es eine Pflanze oder Minibaum nicht dagegen anzuwachsen.
Weiter einzurechnen ist das gute Licht das Platzen brauchen um überhaupt zu wachsen und
die Energiepreise steigen ständig.

Ameisen selber sind in erster Linie daran interessiert, mit wenig Aufwand an das benötigte Futter zu kommen.
Für mich stellt sich grundlegend die Frage, wo liegt der Sinn für Fütterungsexperimente?
Sehe da 2 Ansatzmöglichkeiten.
Einmal für den Halter um an mehr Beobachtungsmöglichkeiten zu kommen.
Eine Fragestellung könnte sein, wie findet die von mir gehaltene Art ihr Futter?
Als Versuchsaufbau dazu denkbar, Zuckerwasser mit verschiedenen Geruchsstoffen anzubieten, die aus verschiedenen Fruchtsäften oder Honigzusatz bestehen könnten.
Versuchsverfeinerung unterschiedliche Konzentrationen der so aufbereiteten Zuckerlösungen anbieten.
Selbst Zucker oder Honig, verschieden stark verdünnt angeboten, gibt schon einen interessanten Beobachtungsansatz.
Wie reagieren sie auf Futtergaben wenn diese in unterschiedlichen Entfernungen zum Nest angeboten werden.
Wie sieht es mit der Futterreichung selber aus, gibt es da Gefäße, Materialien die von den Ameisen gemieden werden?
Was passiert wenn das Futter plötzlich an einem anderen Ort steht?
Für mich besonders interessant, Futter für kurze Zeit und immer zur gleichen Zeit am selben Ort anbieten, um festzustellen ob Ameisen ein Zeitgefühl entwickeln.

Zweite Ansatzmöglichkeit, für mich besonders wichtig.
Müssen Ameisen beschäftigt werden?
Bei größeren Kolonien die ihr Futter einfach nur vorgesetzt bekommen, ist sehr schnell
zu beobachten das große Teile der Arbeiterinnen nur noch herumlungern.
Gibt es dadurch negative Auswirkungen auf Entwicklung und Verhalten unserer Ameisen?
In der Natur müssen sie weite Wege laufen um Futter zu finden, oftmals auch ohne Erfolg.
Verbringen viel Zeit mit der Nahrungsbeschaffung.
Was ist machbar und wie muss oder könnte eine sinnvolle Beschäftigung für unsere Ameisen aussehen?
Müssen ja nicht immer lange Schläuche oder Rohre sein.
Manche Arten z. B. klettern gerne, Futter verstecken, Futter so anbieten das Ameisen ran kommen sie es nicht als Ganzes abtransportieren können,
sind weitere Möglichkeiten.

Nebenbei ergeben sich mit etwas Geschick und Ideen viele Aktivitäten bei den Ameisen, die bestimmt nicht immer so erwartet werden.

Grüße
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Creature » 5. Nov 2008 13:14

Wie gesagt ich weiß noch garnicht genau wie ich experimentieren würde , ich wollte zum einen eure Meinung hören und zum andern eure ideen.

Die aussagen von Erne gerade waren sehr inspierend. Wenn ich jetzt z.B. feststelle dass die ameisen auf eine honiglösung mit einem bestimmten zusätzlichen Stoff versehen (z.B. apfelsaft etc.) "abfahren" würde ich diese lösung z.B. ein bischen verbuddeln etc. um zu prüfen ob sie wirklich einen geruchssin besitzen der ausgeprägt genug ist um das essen unter dem lockeren boden aufzuspüren
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon shar » 10. Nov 2008 21:09

Servus.

Erne hat geschrieben:Für mich besonders interessant, Futter für kurze Zeit und immer zur gleichen Zeit am selben Ort anbieten, um festzustellen ob Ameisen ein Zeitgefühl entwickeln.

Hast du dazu bereits Versuche bzw. Beobachtungen machen können?
Würde mich auch sehr interessieren.

Daß diverse Ameisen-Arten durchaus gewohnt sind, immer an selben Orten Nahrung zu finden (z.b. Pflanzenlausfarmen), ist ja nix neues, aber das mit der Zeit wäre, auch wenn ich denke, daß sie keine Zeitgefühl haben/entwickeln werden, doch sehr interessant.


Grüßle ~Shar~
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Re: Fütterungsexperimente ?

Beitragvon Erne » 11. Nov 2008 22:01

Ob sie zu bestimmten Zeiten an eine Futterquelle kommen, habe ich nicht ausprobiert.
Das sie ein Zeitgefühl haben könnten, leite ich aus Beobachtungen ab.
Beispiele:
Meine substitutus, ca. 1 Stunde bevor das Licht ausgeht verschließen die Eingänge an ihren Hügel oder bei warmen Temperaturen machen sie diese richtig auf, damit die Jungköniginnen raus können.
Auch die erscheinen dann ca. eine Stunde vorm Feierabend.
Weiter beobachtet bei Pheidole pallidula, jeden Abend ca. 2 Stunden vorm Licht aus setzte der Schwarmflug ein.
Von den Bienen ist es bekannt das sie eine Futterquelle mit der Tageszeit koordinieren können.
Denkbar das einige Ameisenarten es auch hinbekommen.

Grüße
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