Formicarium in Grundschule

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Formicarium in Grundschule

Beitragvon dasnaddel » 11. Sep 2008 22:43

Hallo,

ich würde gerne mit einer Grundschulklasse Ameisen als Klassentiere halten. Um Aufschreien zumindest teilweise vorzubeugen: Selbstverständlich bin ich die verantwortliche Person für die Haltung. Ich habe auch schon ein bißchen im Forum gestöbert,und würde im Moment zur Haltung von Myrmica rubra tendieren (Anfängerart, nicht invasiv, interessant wegen der Blattlaushaltung). Unser Projekt soll die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse begleiten, und sie sollen sich auch mit allem um die Ameise herum befassen (natürlicher Lebensraum, Lebensweise, Tierart,...), es geht also um ganzheitliches Lernen. Dementsprechend sollen sie sich vor der Anschaffung auch mit der Haltung vertraut machen und über die Pflege Gedanken machen. Fragen,die sich bei mir jetzt im Moment zum Beispiel stellen sind :
Ist Myrmica rubra für mein Vorhaben tatsächlich die geeignete Art , oder wird das Volk eventuell zu groß? In einem anderen thread habe ich nun gelesen, das bei der Art eventuell auch wenig zu sehen ist, sie sind ja auch eher dämmerungsaktiv,oder? Aber die exotischeren Arten sind nicht für Anfänger geeignet, wenn ich das richtig verstanden habe. Vorteil da wäre natürlich definitv,das wahrscheinlich die Winterruhe wegfallen würde.
Und was für ein Formicarium würdet ihr wählen? Langfristig würde ich gerne mehrere Haltungsformen miteinander verbinden, aber mit was fange ich am besten an? Und meint ihr, ich kann einen Teil unserer Ameisenbehausungen auch mit den Kinder zusammen bauen?
Ich möchte gerne alles richtig machen,und würde mich freuen, hier im Forum ganz viele Tips und vielleicht auch den einen oder anderen festen Ansprechpartner zu finden.
Vielen Dank schon mal vorweg und herzliche Grüße,
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon RazorCOP » 11. Sep 2008 22:56

Also erstmal: cool

wenn ich son Lehrer in der Grundschule gehabt hätte. ;)

Also ich würd erstmal aus Erfahrung zu Lasius niger als Einsterigerart tendieren

http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=137&t=8047

Da ist der einzigste Nachteil, dass sie in vier Jahren shcon eine beachtliche Größe haben (nach 4 jahren ein paar taused), also dass man die Anlage verggrößern...
Bei Lasius niger ist (ausser vielleicht die ersten 3-4 Wochen) einem eigentlich nie langweilig. Da ist immer irgendetwas los.
Ne, von exotischen Arten würde ich auf jeden Fall abraten!
Wo soll das Formicarium denn dann stehen? Im Klassenzimmer ist vielleicht etwas zu gefährlich...in der pause...wen mal kein lehrer da ist.
Vielleicht eher im Nachbarraum.
Winterruhe ist bei Lasius niger Anfang Oktober bis März bei 4-10°C. Also lohnt es sich dises Jahr nicht mehr so sehr, sie sich noch anzuschaffen.
Also das ist dir (ihnen ;)) überlassen. Entweder Ytong oder Farm. Bei Ytong muss man die Kammern vorfertigen, d.h. dass die kinder da auch mithelfen können. Allerdings kann man da halt nich sehen, wie die Ameisen graben. Das ist bei der Farm anders. Das ist ein schales Gefäß mit Sand drin, wo sie drin graben.
Aber einfach nochmal etwas länger im Forum rum stöbern oder bei Ameisenwiki
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Also mich können sie immer fragen; bin zwar erst im ersten Jahr Ameisenhalter. Aber etwas Erfahrung hab ich schon. Bin auch jeden Tag nach Schule on!

Ich wünsche Viel Glück!
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon shar » 11. Sep 2008 23:08

Servus.

Geht man davon aus, daß die Kolonie solange lebt und gehalten wird, ist Lasius niger nicht wirklich zu empfehlen, da sie, zumindest mal in der Natur auf gute 50.000 Individuen kommen können. In dem Fall empfiehlt sich Formica fusca eher mit einer Koloniegröße von ca. 2.000 Arbeiterinnen.
Oder wenn ~2.000 nicht reichen dann Formica sanguinea (zu diesen gäbe es aber wieder etwas spz. zu beachten), die mit bis zu ca. 7.500 auch noch ansatzweise überschaubar bleiben.
Auch sind sie Größer als Lasius niger und damit wohl auch interessanter zum Anschauen als Außenstehender.

Welche Becken/Nester etc. richtet sich dann nach der gewählten Gattung/Art.

Es ist jedoch dringend angeraten sich umfangreichst darüber zu informieren, da eine Haltung in der Schule so seine Probleme mir sich ziehen. Ein Beispiel von vielen: Wer kümmert sich um die Ameisen in der Ferienzeit, immer und zuverlässig?

Würde mal einige Tage investieren und mich mal mal ausgiebig informieren. Anschließend kann man dann weitere Fragen klären, Anregungen vorbringen und ein Konzept ausarbeiten.

Von Exoten kann ich gerade in so einem Fall auch nur abraten, bliebe dann aber die ausgedehnte Winterruhe der einheimischen Arten.
Eine gewisse Winterruhe/-starre hat man aber im Grunde bei jeder Gattung/Art, bei manchen halt ausgeprägter als bei anderen.

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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon The_Paranoid » 12. Sep 2008 00:10

erstmal :sign_welcome:

Ameisen im Klassenzimmer ... natürlich eine gute Idee, die aber reichlich Bedenken mit sich zieht.

Zum Thema exotisch oder einheimisch muss ich mich den beiden anschließen. Exoten haben nix im Klassenzimmer zu suchen. Gerade in der Grundschule kann doch schnell was zu Bruch gehen und die Meisen suchen sich nen neuens Klassenzimmer. Davon mal ganz abgesehen will man den Kindern doch die Schönheit der heimischen Natur zeigen.

Welche Art? Naja, Lasius niger oder Formica fusca ist auf jeden Fall ne gute Wahl. Falls die Kolonie nicht zu groß sein sollte würde ich auch eher zu F. fusca tendieren. Sind auch etwas größer(die Ameisen, nicht die Kolonie) als Lasius niger und damit vermutlich auch interessanter für die Kinder? Wobei gerade das Gewusel von Lasius niger sehr faszinierend ist. Kann hier keine endgültige Wahl treffen. Beide Arten haben ihre Reize ...
Myrmica rubra? Nunja, bin bei der Art ein bisschen skeptisch... ist es doch die einheimische Art bei deren Haltung ich auf die meisten Probleme gestossen bin. Sind zwar sehr interessante Ameisen, aber was ich so erlebt hab doch um einiges empfindlicher als F. fusca oder Lasius niger. Hinzu kommt, dass sie sehr viel eher anfangen Geschlechtstiere zu produzieren. Ich persönlich halte das für eine Sache die diese Art zusätzlich interessanter macht ... gibt da aber geteilte Meinungen zu.
Dämmerungsaktiv? Bei mir sind sie eigentlich rund um die Uhr aktiv

Ein Teil des Formicariums mit den Kindern zusammen bauen? Fällt wohl komplett flach. Glaube nicht, dass Grundschulkinder in der Lage sind YTong zu bearbeiten. Und eine andere Möglichkeit, dass die Kinder mit anpacken können fällt mir eigentlich nicht ein. Ausserdem: "zu viele Köche verderben den Brei"

Welche Haltungsform? Ich würde auf jeden Fall YTong empfehlen, da man hier die besten Beobachtungsmöglichkeiten hat. Eine Verbindung von Farm und YTong ist natürlich auch denkbar.

Davon mal abgesehen noch ein paar andere Sachen, die mir so durch den Kopf schwirren.
Große Kolonie: Kenn mich bei Grundschulkindern nicht so aus ... aber weiß nicht ob sie die Ausdauer haben eine kleine Kolonie zu beobachten. In dem Alter kann man 10 winzigen Ameisen die faul im Nest rumlungern nicht so viel abgewinnen. Wenn dann würde ich mit einer großen Kolonie anfangen, bei der es schon ordentlich wuselt.
Aber!! Falls die Kolonie die Klasse wirklich 4 Jahre begleiten soll, wäre wahrscheinlich eine kleine Kolonie besser, da man hier besser das Wachstum mitbekommen kann ... aber naja ... weiß halt nicht ob man die kleinen Racker(ausnahmsweise mal nicht die Ameisen gemeint) für eine kleine Kolonie begeistern kann ... ist zugegeben schon etwas langweilig wenn man sich nicht absolut dafür interessiert. Gewusel wäre eben besser um Interesse zu wecken ... vielleicht wäre ein Mittelweg mit 50 Arbeiterinnen oder so eine gute Idee? Kannst du vielleicht besser beurteilen ...

Weiterer Punkt: Ausbruchsicherheit ... Grundschule? Heißt für mich, dass auf jeden Fall ein Deckel drauf muss. Dieser darf von den Kindern nicht geöffnet werden können. Oder seh ich das zu streng?

Generell würde ich mir überlegen, ob ich nicht eine Kolonie erstmal ein Jahr zu Hause halte, Erfahrungen sammel und dann in der Schule etwas aufbaue.
Wenn ich da so an meine Anfänge denke ... da hatte ich schon bisschen mit dem Ausbruchsschutz zu kämpfen, bis ich gelernt hab wie man den richtig aufträgt und keine Ameisen mehr abgehauen sind ... auch Bewässerung des Nests ist eine Sache, die dir im Forum niemand erklären kann ... lesen ist nie verkehrt ... aber letztendlich ist das eine Sache bei der man selbst Erfahrung sammeln muss.

Ich persönlich würde das lieber erstmal zu Hause ausprobieren und wenn ich mir sicher bin, dann in der Schule. Schließlich sind Ameisen keine Tiere, die jeder Mensch bei sich willkommen heißt, sondern du musst wohl mit einigen schiefen Blicken rechnen... erst recht, wenn etwas schief geht.

Sorry für den langen Text... is schon spät :sleep:
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon Acid » 12. Sep 2008 11:27

Hallo Dasnaddel!

Erstmal herzlich willkommen im Forum! :) Deine Idee finde ich sehr gut! Ich studiere seit dem 1.9. selber Grundschulpaedagogik (Pabo) in den Niederlanden, und da wir von Anfang an Praktium in einer Grundschule machen ist mir diese Idee, eine Ameisenkolonie als mehrjaehriges Klassenprojekt im Klassenzimmer grosszuziehen, auch schon gekommen.

Welche Probleme bei verschiedenen Arten aufkommen koennten wurde ja bereits gesagt, also zum Beispiel die riesige Koloniegroesse bei Lasius niger. In der Hinsicht ist Formica fusca vermutlich eine gute Wahl. Zwar habe ich mit dieser Art noch keine grossartigen Erfahrungen gemacht was die Aktivitaet angeht (Habe bisher nur eine fusca Gyne mit 7 Puppen), habe aber gehoert dass sie sehr interessant sein sollen. Dazu kommt noch dass die Kolonie nur bis ca 2500 Arbeiterinnen stark wird und die Art meiner Meinung nach fuer Anfaenger sehr gut geeignet ist.

Eine zweite Art die mir fuer die Haltung im Klassenzimmer spontan einfallen wuerde ist Themnothorax nylanderi. Man kann sie auf kleinstem Raum halten und die Kolonien bleiben mit 200 Individuen sehr klein. Solch eine Kolonie kann man dann als Lehrer vor den Ferien auch leicht mit nach Hause nehmen. ^^ Allerdings sind Themnothorax nylanderi natuerlich sehr sehr klein und von daher vielleicht nicht so spannend zu beobachten wie Formica fusca.

Es waere schoen wenn du uns mitteilst ob und fuer welche Art du dich entscheidest und wie es dann so laeuft! :D

PS Momentan sitze ich mal wieder in der Uni in Holland, daher wieder ue, oe, ae, usw :grin:
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon klasi » 12. Sep 2008 14:16

Hallo,

welche Kolonie mir auch noch einfallen würde wäre Pheidole pallidula.
Sie sind meiner Meinung nach sehr interessant für die Schüler da sie eine richtige Soldatenkaste besitzt.

Die Arbeiteiterinnen an sich sind auch sehr klein undso mit brauchen sie am Anfang auch nicht viel Platz
jedoch werden sie schon zahlreich aber wenn man einer größeren Kolonie (1000+) wenig Proteine anbietet vermehren sie sich auch nicht so extrem.

Außerdem muss man diese Art nicht so dringend mit Winterruhe halten wie z.B. Lasius Niger und wenn dann würden schon 2 Monate ausreichen.

mfg klasi

P.S. darf man fragen wo die Grundschule ist? Falls die bei mir in der nähe wäre;)

Edit Antstore - bitte darauf achten, dass Gattungsnamen groß- und Artnamen kleingeschrieben wird
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon The_Paranoid » 12. Sep 2008 14:20

klasi hat geschrieben:welche Kolonie mir auch noch einfallen würde wäre Pheidole Pallidula.


NEIN! Das ist definitiv keine Art die man in einer Schule halten sollte. In Südeuropa ist diese Art eine lästige Hausameise. Bei einem Ausbruch könnte sie sich in der Schule einnisten. Kammerjäger in der Grundschule? Da freut sich der Direktor ;)
Wie schon oben erwähnt würde ich nur einheimische Arten nehmen. Selbst wenn ich andere nicht einheimische Arten wie z.b. Messor barbarus trotzdem bedingt empfehlen würde, sehe ich P. pallidula als absolut nicht empfehlenswert an.
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon donbilbo » 12. Sep 2008 14:54

Was zum Teufel soll an Pheidole pallidula für Kinder interessant sein? Sollen sie mit einer Lupe am Formicarium stehen? Ich gehe in heutigen Grundschulklassen davon aus, dass die Kinder auch mal den Deckel abnehmen, im Formicarium rumstochern oder ähnliches. Also quasi all das machen, was der Lehrer ihnen verbietet. Jeh nach Budget würde ich ausschau halten nach einer bereits etwas grösseren einheimischen Camponotus Kolonie. Mindestens 50-100 Arbeiter stark, dann sind sie relativ robust, sehr gross und damit leicht zu erkennen und zeigen auch Aussenaktivität. Alternativ eine 1000+ Kolonie Polyrhachis dives. :twisted: :twisted: :twisted:
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon w-Baer » 12. Sep 2008 22:19

Camponotus spec. in der Grunschule... ist auf jeden Fall eine SEHR geile Ansichtsache.
Ich hätte mich damals nach dem ersten Blick ins Becken, sofort zur Ameisen AG angemeldet und wäre am Wochenende zur Pflege gekommen!! :grin:

Wirklich immer sehr beobachtenswert und wenns Futter gibt ist richtig Rambazamba.

Das soll keine Kaufempfehlung sein. Ich habe nur seit ein paar Tagen eine Camponotus ligniperda Kolonie, und da kriegt man schlicht und ergreifend richtig was fürs Auge geboten.
Zumal einige Kinder gerne kleine Insekten/Ameisen ärgern, sie sind halt klein, kaum zu erkennen, Camponotus flößt da schon etwas mehr Respekt ein und man kann sehr gut sehen wie sozial sie sind.
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon Felix » 13. Sep 2008 00:22

Ich würde auch sagen, dass Camponotus ligniperda eine geeignete Art wäre. Die Größe dieser Tiere ist schon beachtlich und die dadurch gebotenen, sehr detailreichen, Einsichten ins Leben einer Ameise sind schon sehr interessant. Der einzige Nachteil wäre die lange Entwicklungszeit und anfangs das daraus resultierende langsame Koloniewachstum. Wobei in einer Schule exotische Ameisen ohne Winterruhe wirklich auch in betracht gezogen werden sollten, da bei den einheimischen Arten durch die lange Winterruhe ne ganze Zeit tote Hose im Formicarium herrscht. Richtige Aktion gibts sonst nur von März/April bis September/Oktober. Und wenn es von (grob geschätzt) September bis März kein Formicarium im Klassenzimmer gibt (da es ja auch Kühlgestellt werden muss), werden sich in dieser Zeit (die sich ganz schön ziehen kann) wohl manche denken:" Ach, hätten wir doch nur ein Aquarium, wie die andere Klasse.". Das würde bei Exoten natürlich dann wegfallen! Allerdings müsste ihre Anschaffung vorher lieber dreimal überlegt sein und mann muss vorher überlegen was man mit ihnen macht wenn die Klasse mal von der Schule geht, oder die Kolonie einfach zu groß für ein Klassenzimmerformicarium wird usw... ist keine leichte Wahl....! ich wünsch dir viel Glück, da das auf jeden Fall ne klasse Idee ist. Ich wäre damals in der Grundschule froh drum gewesen!

LG Felix
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon klasi » 13. Sep 2008 08:24

Hallo,

wie sollte man eigentlich nicht das Formicarium z.B. in die Eingangshalle stellen?
Ich meine dann jede Klasse die Ameisen beobachten und in der Klasse könnte man sie ja sowieso nicht beim Unterricht beobachten.

Und was ist wenn aufeinmal immer mehr Klassen ebenfalls Ameisen halten wollten?

Ich fände es am besten eine schöne Kolonie in die Eingangshalle zu stellen damit jeder was davon hat.

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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon shar » 13. Sep 2008 08:47

Servus.
klasi hat geschrieben:welche Kolonie mir auch noch einfallen würde wäre Pheidole pallidula.

Yoa, soweit zum Thema "erfahrener" Halter (anderes Forum), ne :^o

Und zum Thema Eingangshalle, willst du dann da die ganze Zeit einen Lehrer abstellen, der drauf aufpasst oder vielleicht gleich ein Sicherheitsdienst?
Weis auch nicht, warum man in so einem Fall was eigenes muss. Wenn eine Klasse oder eigentlich besser gesagt ein Lehrer Ameisen in der Schule hält, meist du wirklich, der lässt nicht auch Schüler anderer Klasse sich die Ameisen mal anschauen?
Und da Lehrer ja i.d.R. noch länger als bis Schulschluss in der Schule sind (oder bei Ganztags entsprechend lange Pausen gibt) wird es, denke ich, zu keinem Problem kommen, mal die Gelegenheit zu haben sich die Tierchen anzuschauen. Sprich, egal wo die Ameisen stehen, wird jeder der sich Interessiert was davon haben.
und in der Klasse könnte man sie ja sowieso nicht beim Unterricht beobachten.

In der Eingangshalle dann aber normal genauso wenig. :wink:


Weis jemand hier, wie groß eine Kolonie Camponotus ligniperda werden kann? Wäre ja kein unbeachtlicher Faktor, wenn man sie in die engere Wahl nimmt, da sie ja allein durch die Größe schon mehr Platz und Auslauf brauchen.


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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon klasi » 13. Sep 2008 11:04

Hallo,

ich sage ja nur wie es bei uns früher gewesen wäre. Und in der Eingangshalle kann man sich die Ameisen ja die ganze Pause anschauen.

Ein anderer Lehrer hatte nähmlich auch vor eine Kolonie in der Eingangshalle auszustellen.
Bei uns in der Stadt würde das auch mit Sicherheit nicht funktionieren eine Kolonie in der Grundschule auszustellen und dann in einem Klassenzimmer. Es waren dort ca. 300 Schüler auf der Schule und wenn die alle den Lehrer in der Pause fragen würden ob sie die Ameisen sehen dürften.

Das würde auf dauer ganz schön nerven.

Also meiner Meinung nach wäre es in einer Eingangshalle am besten natürlich in einer abschließbaren Vitrine damit auch nichts passieren kann.

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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon w-Baer » 14. Sep 2008 02:00

klasi hat geschrieben:ich sage ja nur wie es bei uns früher gewesen wäre.
mfg klasi

DAMALS.... als Du jung warst? :lol:

Ich schätze im Klassenzimmer ist sowas besser aufgehoben. Es gibt immer Spinner die gerne mal nen Spass machen wollen oder ihre Lupe testen möchten.
Die sollten schon unter 'ständiger' Aufsicht sein.
...und ich glaube ja, hier gehts um ne Lehrerin, die ihren Schülern ein paar Werte beibringen und was bieten will und nicht ein Schauobjekt für die Schule.

...aber, hat sie es sich schon anders überlegt? Keine Antwort bisher....
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Re: Formicarium in Grundschule

Beitragvon klasi » 14. Sep 2008 08:47

Hallo,

ja damals.

Die Grundschule ist schon ein bisschen her, ich bin jetzt in der 8. Klasse.

Naja ob man das Formicarium und die Klasse stellt oder für die ganze Schule bereitstellt hängt meiner Meinung nach von der Anzahl an der Schüler ab.

Bei uns gab es 2 Grundschulen, eine hatte nicht einmal 80 Schüler das war super.
Die andere ist eine riesige Schule mit ca. 300 Schülern unter so einer Menge gibt es wohl wirklich den einen oder anderen Unruhestifter der Misst mit den Tieren anstellen würde.

Aber bei einer kleinen Schule sehe ich überhaupt kein Problem.

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