Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem sein

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Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem sein

Beitragvon Martin S. » 4. Feb 2005 12:59

Liebe Ameisenfreunde,

Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem darstellen,
Es gibt einige Beispiele dafür. Deshalb ist darauf zu achten, dass keine Exoten, egal ob Ameisen, andere Insekten, Fische sowie Säugetiere usw. aus Ländern außerhalb Europas hier nicht freigesetzt werden dürfen.

Aus diesem Grund haben wir auf freiwilliger Basis die Risikoklassen (unter Download) eingeführt.
Bei Arten, die wir unter Risikoklasse 2 oder 3 eingestuft haben, genügt eine Unterschrift des Erwerbers auf dem Risikoklassenformular. Andere Arten, die in Verdacht stehen, sehr dominant zu sein und demzufolge Schäden an Flora und Fauna verursachen könnten, werden von uns natürlich auch nur an Institute oder Forschungseinrichtungen abgegeben.

Man darf hier aber auch nicht übertreiben, so wie man es hier lesen kann.
Zitat:
"Forscher warnen vor Panikmache

Professor Ragnar Kinzelbach von der Uni Rostock warnt jedoch vor Panikmache. Die mitteleuropäische Flora und Fauna sei seit jeher ein Einwanderungsbereich und habe sich im Gegensatz zu tropischen Ökosystemen und zur Tier- und Pflanzenwelt von Inseln als sehr robust erwiesen. Und nach Aussage von Professor Josef Reichholf von der Zoologischen Staatssammlung in München sind die Schäden durch eingewanderte Tierarten im Vergleich zu denen von einheimischen wie Rehen oder Wildschweinen sogar verhältnismäßig gering.E

Quelle: Gregor Haake, ddp" (SPIEGEL Online, Wissenschaft, 20.12.2004)

Ich bitte um Verständnis für diesen Aufwand.

Gruß Martin
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Beitragvon chrischan » 23. Apr 2005 18:56

Warum stellen Blattschneiderameisen und Weberameisen keine gefahr da?
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Beitragvon CannonFodder » 23. Apr 2005 19:28

Die würden bei uns nicht überleben, da sie aus tropischen Genbieten stammen und hier das Klima nicht aushalten würden. Beim ersten Frost würden die wahrscheinlich krepieren.... Balttschneiderameisen könnten wahrscheinlich mit uunseren Laubbäumen auch nichts anfangen...
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Beitragvon sobek » 23. Apr 2005 20:42

Blattschneider stellen auch gefahren da! genau wie jede exotische ameise!
Nicht die meisen selber sonder die krankheiten die sie mit bringen sind gefährlich. ;)
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Beitragvon CannonFodder » 23. Apr 2005 20:46

Stimmt. Aber es ging eher um die Gefahr für das Ökosystem. Na gut... Das kann natürlich auch durch Krankheiten getroffen werden. Aber schlimmer sind doch imemrnoch Ameisen, die sich hier auch dauerhaft ansiedeln könnten. Z.b. wenn die dann keine natürlichen Feinde hier haben und sich deshalb ausbreiten und einheimische Arten verdrängen. Darum gehts doch meine ich eher. Oder? :-k
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Beitragvon nr.103683 » 24. Apr 2005 07:59

Ich denke,ja.zBdie argentinische ameise hat sich ja auch hier ausgebreitet und hat das ökosystem unter kontrolle.wie viele andere invasive arten.
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Beitragvon chrischan » 24. Apr 2005 18:21

Es könnte aber ja trotzdem vorkommen das sich eine Kolonie aus welchen gründen auch immer, sich bei uns heimisch fühlt und die Temperaturen überleben weil wir wissen ja Ameisen sind nicht so leicht unterzukriegen. :roll:
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Beitragvon sobek » 24. Apr 2005 19:41

doch, mit den falschen temperaturen ;) Aber schauen wir z.B mal nach Amerika, die uns allen bekannte Feuerameise ist (so vermutet man) eine uns bekannte Myrmica die Mutiert ist............
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Beitragvon gonzobey » 24. Apr 2005 20:30

Beim Transport meiner Weberameisen zur Grünen Woche 2003 im Januar, da konnte ich live miterleben, dass die Arbeiterinnen regelrecht erstarrt sind beim kurzen Transport vom Auto bis in die Halle. Demzufolge ist eine Besiedelung des Ökosystems bei den derzeitigen Temperaturen undenkbar. Das ist ein Grund wieso Martin hier gerade die Weberameisen so hervorhebt.

DENKBAR wäre jedoch schon, dass sich das Klima hier so verändert, dass die Temperaturen nicht optimal aber so hoch sind, dass sie überleben könnten. Prinzipiell sollte man also stets sehr genau darauf achten, dass seine Pfleglinge sicher aufbewahrt sind. Welche Ausbruchssicherung ein jeder wählt ist geschmackssache, was ich favorisiere wisst ihr ja. Man sollte diesen Punkt jedoch nie unterschätzen und die Ausbruchssicherung auch regelmäßig kontrollieren. Macht Euch schlau, wie man seine Ameisen am besten absichert und handelt verantwortungsbewußt - im Sinne unserer Natur und der Ameisen!

Viele Grüsse
Bianca :wink:
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Re: Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem sein

Beitragvon Bytewars » 29. Jul 2009 17:53

Ja oder sowas wie hier passiert,wo böswillige atta Ameisen einem Hobby Gartenlandschaftsbauern alle Wildrosen wegfressen.
Ich weiß sowas darf nicht passieren,aber ich endschuldige mich gleich im vorraus.Finde es schon amüsant wenn ich mir vorstelle wie sie diesen sehr exakten Garten einfach so mal umgestaltet haben. :lol: Besonders gut gefiehl mir die stelle an den er sein Gift geholt hat und sie damit einsprühte,reaktion der Ameisen kurzes taumeln,aber dann unbeirt weiter Garten umstalten.Aber wie gesagt sowas sollte eigentlich nicht passieren. :lol:



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Re: Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem sein

Beitragvon Kendoras » 29. Jul 2009 21:02

Ja, vielleicht sollte man sich näher mit der Materie befassen.
Es wurden lediglich ein, zwei Rosen angeschnitten, mehr nicht.
Der Halter hat einen Schlauch in den Garten gelegt.
Ein Thema von 2005 neu hoch zu holen kann man als "pushen" abstempeln.
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Re: Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem sein

Beitragvon Bytewars » 30. Jul 2009 23:55

ich hielt es für passend und bin leider nicht seid 2005 angemeldet,also bitte ich um verzeihung das ich nicht wusste das das thema schon abgehackt ist.
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Re: Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem sein

Beitragvon rohan » 31. Jul 2009 00:09

auch wenn das thema anscheinend schon alt ist hab letztens das gefunden


Tropische Ameisen werden zur Gefahr

Von ALEXANDRA KLAUS, 05.08.06, 07:15h

Nach dem Fund von Kolonien tropischer
Blattschneider-Ameisen in einem Garten in Holweide verdichten sich die
Hinweise, dass die Insekten einem Züchter abhanden gekommen sind, der
im Nachbarhaus des Rentners Karl Ditz wohnt.





Ein Experte hält die Anpassung der Insekten an kälteres Klima für möglich und warnt vor der Ausbreitung.Nach
dem Fund von Kolonien tropischer Blattschneider-Ameisen in einem Garten
in Holweide (der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete) verdichten sich
die Hinweise, dass die Insekten einem Züchter abhanden gekommen sind,
der im Nachbarhaus des Rentners Karl Ditz wohnt. Bislang versuchten
Experten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vergeblich, in
die Wohnung zu gelangen. Die Bewohner öffneten nicht oder verweigerten
den Zutritt. „Wir müssen da rein, um die Ameisen zu bekämpfen“, sagt
Dr. Reiner Schrage, Fachbereichsleiter Pflanzengesundheitsdienst der
Landwirtschaftskammer.
Die Annahme, dass die Ameisen aus dem
Haus mit verwahrlostem Garten kommen, stützt außer den dorthin
führenden Ameisenstraßen auch ein langer Eintrag im Internetforum http://www.ameisenhaltung.de
Sowohl die Landwirtschaftskammer als auch andere Forumsteilnehmer, die
den „Kölner Stadt-Anzeiger“ informierten, schreiben diesen Eintrag dem
in Holweide lebenden Rolf A. zu. Unter dem Nickname „Pruvex“ schreibt
der Autor des Forumseintrags, der als Wohnort Köln angibt, am 16. Juni:
„Also, ich hatte die Kolonie in einem großen Aquarium und war so mutig,
sie frei laufen zu lassen, weil ich dachte, sie müssen ja bei ihrem
Pilz bleiben. Irgendwann fand ich im Laufe von circa zwei Monaten
mehrere Königinnen im Haus . . . leider fing ich diese nicht, sondern
wollte beobachten, was passiert.“ Weiterhin schildert „Pruvex“, wie die
Ameisen in einem Badezimmer, wo er Ägyptische Flughunde halte, einen
neuen Staat bildeten und dann über Nacht mit ihrem Ernährungs-Pilz
verschwanden. Am Ende des Eintrags bittet „Pruvex“ einigermaßen
verzweifelt um Hilfe: „Ich weiß, dass das nicht die beste Idee war und
weiß, dass es wahrscheinlich schwierig wird, das in den Griff zu
bekommen . . . Ich suche Rat und Hilfe und nicht nach jemandem, der mir
meine Fehler vorwirft, die sind mir mittlerweile selber klar.“
Nach
dem Fund der Ameisenkolonie geben sich Fachleute und Medienvertreter
bei Karl Ditz, dessen Gartenpflanzen teilweise kahl gefressen sind, die
Klinke in die Hand. Denn die Entdeckung gilt als Sensation, weil die
ungewöhnlich kräftigen tropischen Insekten in hiesigen Gefilden
eigentlich nicht vorkommen. Sie können sich nach Auskunft der
Landwirtschaftskammer explosionsartig vermehren, riesige Kolonien von
mehreren Millionen Exemplaren bilden und enormen Schaden anrichten.
Einer
der führenden deutschen Experten auf diesem Gebiet, der Zoologe Prof.
Dr. Alfred Buschinger, hat jetzt die Art eindeutig als
Blattschneider-Ameise der Gattung Acromyrmex bestimmt, die nur in
Südamerika vorkommt. In einer Stellungnahme für die
Landwirtschaftskammer NRW warnt der Experte vor einer weiteren
Ausbreitung der Ameisen. Denn anders als bisher angenommen, müsse man
damit rechnen, dass sich die fremde tropische Art auch an kühleres
Klima anpassen und sich somit weiter ausbreiten könne. „Da in Köln über
wiederholtes Auftreten geflügelter Geschlechtstiere berichtet wurde,
könnten bereits weitere Kolonien gegründet worden sein“, heißt es in
dem Schreiben. Der Zoologe hält eine Bekämpfung für äußerst schwierig.
Buschinger empfiehlt, die Hohlräume, in denen die Ameisen nisten, zu
öffnen und dort reichlich Insektizid einzusprühen.
Dies
allerdings ist nicht möglich, solange die Fachleute keinen Zutritt zu
der Wohnung erhalten. Nur von außen begutachteten Experten das Gelände
mit dem verwilderten Garten. Schrage will nach der Inaugenscheinnahme
auch dazu beitragen, dass ein generelles Tierhaltungsverbot für Rolf
A., der Reptilien und Ägyptische Flughunde hält, ausgesprochen wird.
Für eine Stellungnahme war Rolf A. nicht erreichbar.
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Re: Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem sein

Beitragvon Kendoras » 31. Jul 2009 00:12

Vielleicht die Quelle noch angeben....
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Re: Exoten können ein Risiko fürs Ökosystem sein

Beitragvon rohan » 31. Jul 2009 01:25

ähhhmmmmm weiß ich jetzt gar nicht mehr so auf die schnelle ich habs mir damals rauskopiert. sorry
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