Diskussion zum Haltungsbericht von Temnothorax unifasciatus

Hier kann diskutiert und gefragt werden.

Diskussion zum Haltungsbericht von Temnothorax unifasciatus

Beitragvon Muurahainen » 2. Aug 2008 00:02

Hier is Platz für Fragen, Kritik, usw. zu meinem Haltungsbericht.
Hoffe auf rege Teilnahme! :D

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Beitragvon Felix » 2. Aug 2008 09:47

Hi. Also wegen den Ausbrüchen muss ich dir sagen, dass das einzige was meine Temnothorax nylanderli in ihrer Anlage halten konnte ein großer Wassergraben war bzw. ist. Ich hatte versucht sie in einer Acrylbox mit Korknest für kleine Arten zu halten. Da kahmen sie ganz ohne Schwierigkeiten raus. Ich hab versucht die undichte Stelle am Deckel nachzubessern, aber das führte dazu, dass es nun so luftdicht war, dass alles in Null komma nix schimmelte. Es blieb mir nichts anderes übrig, als sie mitsamt der Box (jetzt mit offenem Deckel) auf eine Insel zu setzten.
Wünsch dir trotzdem noch viel Glück. Vielleicht schaffst du's ja auch anders!

LG Felix
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Beitragvon shar » 2. Aug 2008 12:11

Servus.

Bisher hindert meine Temnothorax unifasciatus ein dicker Streifen Paraffinöl daran, daß sie ausbrechen, wobei bei der Alten Anlage einmal eine rausgekommen ist, wobei da der Streifen sehr dünn war und ich ihn nur sehr dünn aufgetragen hatte, so wie es bei Lasius niger normal reicht.
Im neuen provisorischen Becken hab ich einen richtig dicken Streifen und bisher wird dieser von den Ameisen gemieden.

Auch wird der Platz, den die Kolonie zur Verfügung hat, das Maß der Ausbruchversuche beeinflussen!

Und gleich vorweg, den das hab ich die letzten Tage schon durch gemacht, nur weil sie thermophil sind heist das nicht, daß die hohe Temperaturen aushalten. Die sind da sogar recht empfindlich dahingehend, empfindlich insofern, daß die zwar vielleicht KURZE hohe Temperaturen verkraften aber wenn das länger anhält (2Std oder mehr - kann aber auch noch weniger sein) die dadurch sofort eingehen!
Direkte Sonneneinstrahlung auf jeden Fall vermeiden!

Aus eigener bisher kurzen aber intensiven Erfahrung mit dieser Gattung/Art kann ich dir sagen, daß es ab 29°C kritisch wird.
Ebenso verkraften sie wohl auch keine zu hohen Werte bei der Luftfeuchtigkeit! Entsprechend das Nest lieber zu trocken als zu feucht halten - Arena sowieso trocken halten.
Wasser natürlich immer Anbieten.

Umgezogen sind meine auch sehr sehr schnell.

Ansonsten wünsch ich dir viel Glück bei den Kleinen - ich finde sie absolut klasse und bin völlig hin und weg von denen!


Grüßle ~Shar~
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Beitragvon Muurahainen » 3. Aug 2008 09:24

Danke für eure Tips! Hab jetzt auf die Kante des Beckens Speiseöl aufgetragen (hinke mit meinem Haltungsbericht etwas hinterher!). Seitdem gibt es keinen Ausbruch mehr!
Shar,weil du schreibst der Platz den die Kolonie zur Verfügung hat beeinflusst das Maß der Ausbruchsversuche (was klar ist), wie groß ist dein Formicarium? Gut, dass du mir Tips in bezug auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit geben hast können, im Internet findet man net viel drüber!
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Beitragvon shar » 3. Aug 2008 09:42

Servus.

Die alte kleine Anlage dir vorübergehend als Behausung dienen sollte, bestand aus einigen Schläuchen, Gesamtlänge vielleicht 60cm, dem kleinen Nest und zwei Verrero-Rocher-Schachteln als Arena.
Dort ist mir mal eine ausgebüchst bzw. war gerade dabei.

Jetzt, da bei mir einige der Arbeiterinnen und Brut verstorben ist (warum ist noch nicht 100%ig klar, wobei ich es schonmal soweit hinbekommen habe, daß die Sterberate deutlich zurück gegangen ist), sind sie in einem schnell und nur provisorisch eingerichteten Aquarium mit den Maßen 400x250x250mm.

Was wohl auch wichtig für die Kleinen ist, ist ein Temperaturgefälle zw. Tag und Nacht von ca. 10°C; ist teilweise nur schwer zu realisieren.


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Beitragvon shar » 7. Aug 2008 21:44

Servus.

Zu deiner Frage - an was das genau liegt weis ich nicht - ich verwende Paraffinöl und es sind mehr als eine Arbeiterinnen damit schon in Berührung gekommen, da sie eine Zeit hatten, wo sie verstärkt den Ausbruchschutz ausgekundschaftet haben und da konnte ich keine Beobachtung von der du berichtest machen.

Jedoch ist mir das gegenseitige gezerre auch schon zweimal aufgefallen. Was beim ersten Mal voraus ging weis ich nicht, beim zweiten Mal wurde eine im Vorfeld geschwächte Arebiterinnen, die kurz davor einen Pinsel mit der ich sie unsinniger Weise umsetzten wollte mit ihrem Giftstachel attackiert hat, wobei sie sich dabei auch noch in den Pinsel verbissen hatte und ein abstreifen der Arbeiterinnen so auch nicht wirklich möglich war.


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Beitragvon Muurahainen » 7. Aug 2008 21:53

Hey shar, mal ne andere Frage:
In was für einem Nest hältst du deine unifasciatus. Von meinem Korknest waren sie ja nicht sonderlich begeistert und unter dem Stein seh ich wenig von ihnen.
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Beitragvon shar » 7. Aug 2008 22:39

Servus.

Bekommen habe ich sie in einem RG, wie gewohnt.
Dieses habe ich dann an die Anlage mittels Schläuche aus dem Baumarkt angeschlossen, wobei die Anlage auch ein kleines Ytongnest, welches etwa 2/3 einer großen TicTacschachtel ausfüllte.
Dort sind sie auch gleich nach 2Std. eingezogen.
Diese Anlage und/oder der Standort und/oder andere/weitere Umstände führten dann fast zu einem Desaster, wo ich geschätzte etwa 25% der gesamten Kolonie (Brut war auch betroffen) verloren habe.
Da das sterben nach einem Standortwechsel und diversen anderen Versuchen bzw. Änderungen der Haltung nicht aufhörte, wusste ich mir nicht letztlich nicht mehr anders zu helfen und riss die Anlage ab und richtete in einem kleinen Aquarium eine provisorische und spartanisches Formicarium ein, wo ich auch wieder ein einfaches RG-Nest angeboten habe.
Um das Nest attraktiv zu gestalten habe ich es neben der roten Folie noch zusätzlich eingebuddelt, der Wattestopfen ist so gewählt, daß es tendenziell eher trocken im Nest ist und die vorgesehene Nestkammer habe ich mit einem weiteren Wattestopfen verschlossen, wobei ich einen Strohhalm, den ich teilweise flachgedrückt habe, um den Innendurchmesser zu verkleinern (es passen zwei Ameisen normal laufen durch) als Durchgang mit eingebaut habe.
Ich häng dir mal zum besseren Verständnis ein Bild mit an.

Ansonsten sollte ein kleines Gipsnest oder das Objektträger-Nest von Hr. Prof. Buschinger als mitunter beste Nestvariante zur Wahl stehen.
Auch geht ein Glasröhrchen im Durchmesser von ca. 3-4mm.

Wenn du Ytong willst, unbedingt sämtliche Poren am Boden verschließen!!!

Egal welches Nest du wählst, die Höhe der Kammer sollte bei ca. 3mm liegen (nein ist kein Scherz, Hr. Prof. Buschinger empfiehlt klar, daß die Kammer für diese Gattung etwa so hoch sein soll, daß die Arbeiterinnen die Decke mit ihren Fühlern erreichen können).
An Bodenfläche dürfte ca. 20x40mm mehr als ausreichend sein.

Anbei, diese Art nistet bevorzugt in Steinmauern - entsprechend sollte man das Nest und die Umgebung wählen.
Und wie gehabt, das Nest auf keinen Fall feucht halten, lieber zu trocken - Wasser aber unbedingt extra ausserhalb anbieten.

Welche Nestvariante ich beim bevorstehenden Bau des Formicariums (so wie es aussieht, hat die Kolonie die Kurve gekratzt und es scheint wieder bergauf zu gehen) nehme, steht noch nicht fest.
Entweder Objektträgernest, das Glasröhrchen oder ein kleines Gipsnest.


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Re: Diskussion zum Haltungsbericht von Temnothorax unifasciatus

Beitragvon klasi » 18. Jul 2009 13:40

Hey,

schön mal wieder was von deiner Kolonie zu hören. Mich würde mal interessieren, wie viel Futter deine Kolonie so in der Woche verbraucht?

lg,
Klasi
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Re: Diskussion zum Haltungsbericht von Temnothorax unifasciatus

Beitragvon Muurahainen » 18. Jul 2009 14:28

Servus klasi,
ist ganz unterschiedlich. Als sie noch Geschlechtstierlarven hatten, konnte ich jeden Tag ein Heimchen reinlegen und sofort wurde es von einem dutzend Arbeiterinnen von innen ausgehöhlt. Im Moment haben sie nur wenig Larven, was auch ihren Appetit etwas zügelt. Leg ihnen zur Zeit so jeden dritten Tag ein Heimchen/Heuschrecke ins Becken und ab und zu einige Obstfliegen (die gibts ja momentan massig aufn Komposthaufen :grin: )
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