Fachbegriffe und andere Begriff gibt es reichlich in den Ameisenforen.
Exotische Arten, Exotische Ameisen sind das nicht auch Begriffe die von Ameisenhaltern ins Leben gerufen wurden?
Ich denke die Begriffe wurden eher von einer gewissen Gruppe von Gegner der Haltung eingeführt und weiterverbreitet. Ich meine, dass man im Eusozial auch mal eine Diskussion dazu hatte, kann den Thread aber nicht mehr finden.
Einsteiger, Anfänger kommen in die Foren, auf der Suche nach Informationen bezüglich Unterbringung, Klima, Futter,
Entwicklungszeiten, mögliche Arbeiterinnenanzahl, Ruhepausen und so weiter.
Konfrontiert werden sie mit claustrale Gründung, monogyn, Habitat, thermophil, Diapause, um nur ein paar zu nennen.
Begriffe die sie erst nachsuchen müssen bevor sie damit was anfangen können, was zudem auch nicht ihr Anliegen ist.
Exotische Arten, Exotische Ameisen, Begriffe die sich über Jahre in den Foren etabliert haben, deren Bedeutung, ohne viel Mühe, heraus zu finden ist.
Ob es mehr Transparenz bringt, diese Begriffe weiter zu unterteilen, kann jeder für sich selbst überlegen.
Also ich habe schon oft die Frage gestellt bekommen, warum man gewissen Südeuropäische Arten als Exoten bezeichnet, so exotisch seien die ja schließlich nicht und das ist ein berechtigter Einwand. Was ist bitte an Messor barbarus, Pheidole pallidula usw. exotisch? Die werden mittlerweile so oft hier gehalten, dass sie nichts außergewöhnliches mehr sind. Und aus fernen Ländern kommen sie in der Regel auch nicht.
Und ja, auch wenn der Mittelmeerraum geografisch nah ist, ist er klimatisch doch sehr unterschiedlich zu Mitteleuropa.
So unterschiedlich aber auch wieder nicht. Selbst an der spanischen Südküste wirds mal ordentlich kühl (5°C sind da gelegentlich durchaus drin) und die Luftfeuchtigkeit rangiert auch bei eher "normalen" Werten (nicht permanente 95-100% wie auf den Phillippinen oder den Wäldern Südamerikas). Wäre nicht der Winter mit Temperaturen von bis zu -35°C kämen die meisten mediterranen Ameisen hier ziemlich gut zurecht.
Gehen wir noch weiter, also auf das Wort ungewöhnlich, so sind Arten, die hier nicht vorkommen, doch schon ungewöhnlich, weil sie normalerweise eben nicht auf der Straße über den Weg laufen. Ergo sind auch Ameisen aus Frankreich insofern Exoten, so sie hier nicht vorkommen.
Wenn "ungewöhnliche" Ameisen exotisch sind, dann wären aber auch einheimische Arten wie Colobopsis truncatus, Messor ibericus, Polyergus rufesecens und Ponera coartica exotisch. Die sehen weitaus fremdartiger aus als mediterrane Camponotus (die unseren einheimischen Arten sogar von der Färbung her sehr ähneln und sich eigentlich nur die schmaleren Köpfe der Minors unterscheiden), auch gibt es bei uns einige "pseudo-einheimische" Arten, die mittlerweile zum Normalbild gehören, aber definitiv aus anderen Teilen der Welt stammen (Tetramorium stammt aus Indien, Solenopsis fugax wahrscheinlich aus Südeuropa).
Ich störe mich sogar gar nicht an dem Begriff semi-exotisch, nur frage ich mich, inwiefern er die Kommunikation erleichtert!?
Wäre da nicht der Begriff "europäische Exoten" passender? Immerhin weiß man dann, welche Exoten gemeint sind.
Hier ist das Problem wiederum, dass die Arten nicht mehr im Sinne des Wortes exotisch, also ungewöhnlich sind. Nicht nur gehören Camponotus oder Lasius bei uns zum gewöhnlichen Bild und sind nicht so einfach optisch von den Südländern zu unterscheiden, auch gehört beispielsweise Messor barabarus mittlerweile zu den am häufigst gehaltenen Ameisen in Zentraleuropa, das macht sie alles andere als exotisch - genauso wie Rotwangenschmuckschildkröten bei uns von den meisten Menschen nicht mehr als exotisch betrachtet werden (zweithäufigstes freilebendes Reptil im Ruhrgebiet und so).
Fachbegriffe und andere Begriff gibt es reichlich in den Ameisenforen.
Exotische Arten, Exotische Ameisen sind das nicht auch Begriffe die von Ameisenhaltern ins Leben gerufen wurden?
Zumindest an der Pseudodefinition nach der alle nicht-einheimischen Arten Exoten seien sind mit Sicherheit gewisse Leute nicht ganz unschuldig.
Exotische Arten, Exotische Ameisen, Begriffe die sich über Jahre in den Foren etabliert haben, deren Bedeutung, ohne viel Mühe, heraus zu finden ist.
Ob es mehr Transparenz bringt, diese Begriffe weiter zu unterteilen, kann jeder für sich selbst überlegen.
So "ohne viel Mühe" ist das nun auch wieder nicht, wäre das so eindeutig würde hier ja nicht diskutiert werden.
Es geht viel einfacher, einheimischen Arten , ausländische Arten .
Kommt zu den ausländischen Arten noch das Land, ist das eine für jeden verständliche Angabe.
Diese Unterscheidung bringt dem Anfänger aber noch viel weniger. Atta und Oecephylla sind genauso ausländische Ameisen wie Crematogaster scutellaris und Messor barbarus, haben aber völlig andere Haltungsanforderungen. Klar gibt es auch Ameisen aus wirklich fernen Ländern, die sehr anspruchslos sind und mit den klimatischen Grundbedingungen hier gut zurecht kommen (die sind dann aber meist auch optisch nicht sooo ungewöhnlich, z.B. Camponotus nicobarensis), in der großen Mehrheit der Fälle benötigen Ameisen aus anderen Teilen der Welt aber schon eher spezielle Haltungsbedingungen (gerade was die Luftfeuchtigkeit angeht), die mit einem gewissen Aufwand verbunden und für Anfänger schwer herzustellen sind.
Ich werde mich hier nicht im Einzelnen in die Diskussion einmischen, habe sie auch nicht genau gelesen.
Die Problematik ist uralt, ob es um Fachbegriffe oder Trivialnamen für Organismen geht. Vor 15 Jahren habe ich mich damit in der Zeitschrift der DASW auseinandergesetzt:
Buschinger, A. (2003): Wider den Unsinn “deutscher” Artnamen . - Ameisenschutz aktuell 17, 84-86.
Die Zeitschrift ist wenig verbreitet, ich bin der Autor, Mitglied der DASW, und so habe ich das Recht, den Beitrag hier einzukopieren.
ArtnamenS.1-019a.jpg ArtnamenS2-019.jpg ArtnamenS3-020.jpg
Es gab eine einzige Zuschrift , von einem Mitglied, mit dem Vorschlag (sinngemäß), es mögen sich doch einfach 4-5 Fachleute zusammensetzen und für die Ameisen verbindliche deutsche Namen schaffen.
In meiner Antwort habe ich (ebenfalls sinngemäß) darauf hingewiesen, dass ein solches Vorgehen bedeuten würde, dass diese Fachleute ihre knappe Zeit einsetzen müssten, dass Fahrt- und Unterbringungskosten entstehen (wer soll die tragen?), dass es im deutschsprachigen Raum schwer sein dürfte, genügend Fachleute zu rekrutieren, die auch willens wären, sich zu beteiligen, usw..
Zudem sind deutsche oder anderssprachige Trivialnamen in keiner Weise „geschützt“, anders als die wissenschaftlichen Gattungs- und Artnamen, die einem gewissen Schutz unterliegen durch die Int. Regeln für die Zool. Nomenklatur, und das weltweit! Kein einziger, ob Wissenschaftler oder Laie, wäre verpflichtet, die so geschaffenen Trivialnamen zu verwenden. (Beispiele und weitere Argumente sind dem gedruckten Text zu entnehmen).
Der ganze Aufwand wäre schlicht vergeblich!
Ganz ähnlich sieht es mit Fachbegriffen aus, nur dass für diese noch nicht einmal ein verbindliches Regelwerk existiert wie die Internationalen Nomenklaturregeln. Auch im Bereich der Fachterminologie stößt man auf Versuche, die oft auf der lateinischen oder griechischen Sprache basierenden Begriffe in die jeweilige Muttersprache zu „übersetzen“. Oder auch, einen Fachbegriff zu ersetzen, an dem man irgend etwas auszusetzen hat.
Ein Beispiel dazu sei kurz dargelegt:
Die amerikanische Myrmekologin Joan Herbers (zeitweilig Präsidentin der IUSSI; Int. Union for the Study of Social Insects) nahm Anstoß an den englischen Begriffen „Slavemaker Ants“, „Slave“ etc., sowie an dem altsprachlichen Terminus „Dulosis“, und auch an dem Trivialnamen „Black Ants“ dort für Serviformica fusca . Die sollen dort sogar als „Negro Ants“ bezeichnet werden.
Ihre Begründung war, dass sie unter ihren Studierenden (die u. a. mit Temnothorax duloticus und Protomognathus americanus arbeiteten, also Sklavenhalterameisen) Afroamerikaner vermisse. Sie führte das darauf zurück, dass solche Studierende sich durch diese „ Racially Loaded Mataphors “, also etwa „rassistisch belastete Metaphern“ abgestoßen fühlen könnten.
Das Ergebnis war die (in wissenschaftlichen Zeitschriften, auf Vorträgen etc.) vorgebrachte Alternative „ Piracy “, „ Pirate Ants “, und eine griechische Version „ Leistic Ants “ etc..
Es gab einige Diskussion in der Fachwelt; etwa ein halbes Dutzend Veröffentlichungen (aus ihrem Haus, aber auch aus Japan) verwendeten die neuen Termini, und das war‘s dann! (Wer sich also über Sklavenhalter-Ameisen im Internet vollständig informieren will, muss zusätzlich nach diesen Begriffen suchen).
Joan M. Herbers 2007: Watch Your Language! Racially Loaded Metaphors in Scientific Research. - BioScience, Vol. 57, Issue 2, 1 February 2007, Pages 104–105, > https://doi.org/10.1641/B570203 oder https://academic.oup.com/bioscience/article/57/2/104/228203
Ein weiterer Beitrag ist nicht mehr auffindbar, da das einst recht beliebte online-Journal „Notes from Underground “ inzwischen eingestellt wurde und die Beiträge nicht mehr gespeichert sind:
HERBERS, J.M. 2007: The loaded language of science. – Notes from Underground 12-1, <http://www.notesfromunderground. org/archive/april%202007/opinion/hebers/piracy.htm
Im Blog von Alex Wild kann man über diese Geschichte nachlesen:
http://www.myrmecos.net/2011/09/30/ „How should we talk about slave-raiding ants?“
Wer möchte, kann auch die 41 Kommentare dazu durchlesen.
Was will ich damit sagen?
Es ist für jeden, ob Laie oder Wissenschaftler, müßig, sich über Fachtermini den Kopf zu zerbrechen, oder sich gar zu zerstreiten; es bringt absolut nichts!
Wichtig sind jeweils die Zusammenhänge, und die jeweils darin gebräuchlichen Definitionen (die leider oft auch nicht sehr klar sind).
Man vergleiche das Sitzmöbel „Stuhl“ mit dem, was die Kanalisation zu schlucken hat. Wer die Definitionen vertauscht, sitzt am Ende in der Sch… :lol:
Danke.
A. Buschinger
Die ganze Diskussion hat doch wenig mit Deutschen Artnamen zu tun. Für jede Ameisenart gibt es einen eindeutigen Namen, aber für nicht einheimische Arten aus Europa gibt es keinen speziellen Begriff. Auch ist der Begriff Exot kein Fachbegriff, sondern stammt aus dem allgemeinen Sprachgebrauch. Und die Sprachexperten haben den Begriff klar definiert, sollte der von uns Laien der Linguistik also umgedeutet werden? Da wäre es besser, man führt einen neuen Begriff ein, den man klar definiert und abgrenzt.
Der Vollständigkeit halber will ich aber auch noch einen anderen Fall hier ansprechen. Als einige Gattungen (z. B. Teleutomyrmex) der Gattung Tetramorium (was nach gängigen wissenschaftlichen Standards völlig legitim war) zugeordnet wurden, hat sich eine kleine Gruppe Europäischer Myrmekologen dem dagegen gestellt und will, dass die alten Gattungsnamen weiterhin gültig sind. Das hat auch Alex Wild in seinem Blog behandelt: How Should Taxonomists Name Your Favorite Ants? (Auch sehr lesenswert vor allem die Kommentare :D ). Über "Camponotus ligniperdus" vs "Camponotus ligniperda" müssen wir ja glaube ich nicht mehr reden, oder?
Ich war überrascht im Buch "Die Ameisen Mitte- und Nordeuropas" von Seifert den Artnamen mit ligniperda zu lesen, da ich soweit ich das richtig gelesen habe, er sich speziell der Taxonomie widmet.
Ich bin mir jedoch nicht sicher von wann die Auflage konkret war und ob sich das evtl. überschnitten hat.
Ich war überrascht im Buch "Die Ameisen Mitte- und Nordeuropas" von Seifert den Artnamen mit ligniperda zu lesen, da ich soweit ich das richtig gelesen habe, er sich speziell der Taxonomie widmet.
Ich bin mir jedoch nicht sicher von wann die Auflage konkret war und ob sich das evtl. überschnitten hat.
Camponotus ligniperda ist auch korrekt, mittlerweile haben auch alle wichtigen Ameisenseiten (antwiki, antbase, antcat usw.) den Namen so drin stehen.
Ich weiß zwar nicht was die Diskussion um Trivialnamen genau mit der Definition des Wortes 'Exot' zu tun hat, aber na gut...
Bei trivialen Artnamen verhält es sich etwas anders als bei einem "allgemeingültigen" Wort wie Exot - Trivialnamen sind oft alt (und passen sich nicht immer an neue wissenschaftliche Erkenntnisse an, siehe Ochkatzerl/"Eichkatzen" in Österreich), immer nur lokal gültig und beziehen sich meist auf spezifische Eigenschaften einer Tierart. Ziel ist es ein bestimmes Tier wiederzuerkennen und da sind solche Beschreibungen wie "rote Feuerameise" (rot, sticht, brennt), "braunschwarze Rossameise" (riesig, braun-schwarz gefärbt) oder auch schwarze Gartenameise (schwarz, findet man in fast jedem Garten) sehr effektiv.
Logischweise verstehen Amerikaner unter 'pavement ants' ("Asphaltameisen") folglich etwas ganz anderes (in der Regel Tetramorium-Spezies, gelegentlich auch Lasius) als Australier (bei denen sind pavement ants üblicherweise kleine Iridomyrmex-Arten). Auch andere Namen stehen oft für andere Arten, z.B. red fire ants (in Europa Myrmica, in Amerika Solenopsis invicta/geminata und gelegentlich lokal auch Pogonomyrmex), sugar ants (in den USA alle kleinen Ameisen die öfters mal im Haus auftreten u.a. alles was dort unter "pavement ant" fällt wie Lasius, Tetramorium, etc., plus Tapinoma und Momomorium, in Australien feste Bezeichnung für Camponotus-Spezies, die in den USA wiederrum Carpenter ants genannt werden) und andere Trivialnamen wie crazy ants (je nach Gebiet Anopololepis, Paratrechina, Nylanderia oder noch ganz andere Arten, meist noch mit Namenszusatz (oft einer Farbe) z.B. als yellow crazy ants, black crazy ants, raspberry crazy ants).
Jeder Versuch diesen Kuddelmuddel zu entwirren und zu vereinheitlichen ist von vorn herein zum scheitern verurteilt, denn lokal funktionieren die Begriffe ja, und die breite Masse davon zu überzeugen lateinische Artnamen zu verwenden? Viel Spaß...
@Serafine: da hast du wohl recht, da sind wir etwas vom Thema abgeschweift. Aber nachdem Herr Buschinger das Thema eingestreut hatte, hat sich hier ebenfalls Diskussionsbedarf ergeben.
Am besten lösche ich wohl meinen Beitrag. Geht ja bis heute Abend noch. :roll:
Eingestellt um 17:23. Eine knappe Stunde später (18:17) die erste Antwort von Barristan.
In der Zeit hätte ich meinen eigenen Text nicht lesen, die Links nicht ansehen, und schon gar nicht den Inhalt verstehen und dann noch eine vernünftige Antwort formulieren können!
Bei diesem Eifer ist es klar, dass man den zweiten Teil, wo es nicht um die Trivialnamen geht, sondern um das Thema „Fachbegriffe“ , übersehen hat. Zitat: „Die ganze Diskussion hat doch wenig mit Deutschen Artnamen zu tun“ .
Dann geht es nahtlos ins OT über, mit der Myrmicinen-Revision von Ward et al. 2015:
Diese Revision ist von 4 (vier!) Amerikanern verfasst:
The evolution of myrmicine ants: phylogeny and biogeography of a hyperdiverse ant clade (Hymenoptera: Formicidae), - Systematic Entomology (2015), 40, 61–81
P H I L I P S . W A R D 1, S EÁ N G . B R A DY2, B R I A N L . F I S H E R3 and T E D R . S C H U LT Z 2
1Department of Entomology and Nematology, University of California, Davis, CA, U.S.A., 2Department of Entomology, National Museum of Natural History, Smithsonian Institution, Washington, DC, U.S.A. and 3Department of Entomology, California Academy of Sciences, San Francisco, CA, U.S.A.
Die „Gegendarstellung“ hat eine (laut Barristan „kleine“) Gruppe von 22 (zweiundzwanzig!) international bekannten, überwiegend europäischen Wissenschaftlern verfasst (federführend B. Seifert; übrige Autoren nach Alphabet geordnet):
http://www.researchgate.net/publication/299132526_Banning_paraphylies_and_executing_Linnaean_taxonomy_is_discordant_and_reduces_the_evolutionary_and_semantic_information_content_of_biological_nomenclature
Seifert-et-al..jpg Muss ich mehr über den Kenntnisstand und die Urteilsfähigkeit dieses Users sagen?
Es geht lustig weiter im OT, mit Camponotus ligniperda/us . Aber natürlich: „America first“ :roll:
Barristan: „Camponotus ligniperda ist auch korrekt, mittlerweile haben auch alle wichtigen Ameisenseiten (antwiki, antbase, antcat usw.) den Namen so drin stehen.“ - Europäische Wissenschaftler sind dem Herrn Barristan zu blöd. (Seifert 2007 entstand in der Zeit, als die Wissenschaftler noch über die Frage diskutierten. Sie ist objektiv nicht lösbar. „ ligniperda “ wird allmählich durchgedrückt).
Auch Serafine bleibt bei den Trivialnamen und folgt dem messianischen „Barristan“ im geflissentlichen Übersehen des Hauptpunktes meines Beitrags.
Mir scheint, es ist besser meinen Text zu löschen. So lange dieses Forum die Vormundschaft des Herrn Barristan akzeptiert, braucht es keinen fachkundigen Input.
A. Buschinger
Die Frage ist immernoch - was hat das mit der ursprünglichen Diskussion zu tun? Exot ist kein Fachterminus, im Gegenteil.
Ob etwas als exotisch empfunden wird oder nicht hängt in erster Linie vom Betrachter und dessen Erfahrungen ab, da unterscheidet sich das Wort sowohl von Trivialnamen (die dazu gedacht sind ein Tier möglichst einfach zu erkennen und benennen, das muss auch nur lokal begrenzt funktionieren) als auch wissenschaftlichen Fachbegriffen (die jeden, unabhängig von seiner geogpraphischen Position, auf dieselbe "Fachsprache" bringen sollen - etwa so wie Beamtendeutsch).
Dass man in der Wissenschaft verbindliche Fachtermini braucht ist klar, die braucht man aber auch in anderen Branchen wie der Elektrotechnik oder der Buchhaltung. Dass es in der Wissenschaft oft Uneinigkeit über die Definintion und was diese alles umfassen soll gibt, liegt daran dass es ja ein Grundprinzip der Wissenschaft ist gewonnene Erkenntnisse immer wieder in Frage zu stellen.
Das Gezerre um die Artnamen der parasitischen Tetramoriumspezies ist im übrigen an Lächerlichkeit kaum zu überbieten und ein Paradebeispiel für kleinkariertes Denken. Es ist schon bezeichnend, dass keiner der Beteiligten auf die Idee gekommen ist den Artnamen mit einem Präfix oder Suffix zu versehen um BEIDE Informationen - sowohl die Eigenschaft als parasitäre arbeiterlose Art die bei der Bezeichnung als Tetramorium verloren geht, als auch die Verwandschaftsbeziehung zu Tetramorium die bei der Anwendung eines VÖLLIG anderen Artnamens verloren geht - zu behalten.
Denn aus der Perspektive des Informationsgehalts sind BEIDE propagierten Lösungen schlecht, nur jede auf ihre eigene Art.