Als ich neulich die Tiere in einem meiner größeren Becken füttern wollte bemerkte ich, wie so oft, dass sich Tiere die sonst friedlich nebeneinander leben um Essen stritten.
Es ist nicht das erste mal. Immer wenn ich etwas frischtotes in das Becken tue, dann eilen gleich Diacamma hin und schnappen es sich, wenn dies aber andere Ameisen merken, dann wird sogleich gezerrt und umhergetragen.
Die Ameisne veruschen sich dauernd zu beklauen. Haben Harpegnathos mal ein Futtertier erjagd kommen auch glich die Diacamma an und versuchen, vergebens, zu klauen.
Ich wollte vorbeugen, indem ich einfach genug f Lebendfutter für alle in das Becken setze, aber Heimchen fressen einfach alles was ihnen unterkommt, vermehren sich und zerstören mehr als sie gefressen werden. Rosenkäfer werden kaum gefressen und Schaben sind sowieso Überlebenskünstler, das einzige was gefressen wird sind die Schaben-Eier, was mir nicht sehr gefällt.
Die besten Erfahrungen habe ich tatsächlich mit Fruchtfliegen und Bohnenkäfern gemacht, aber der Anteil der gefressenen Tiere ist in Relationne zu denen die aus dem Becken entkommen einfach zu klein.
Außerdem reichen diese Tiere den meisten Ameisne nicht.
Deswegen wollte ich fragen ob hier vielleicht jemand schon Erfahrungen gemacht hat mit Futtertieren die hier natürlich vorkommen, wie Grashüpfern, den kleinen hiesigen schwarzen Heimchen etc.
Also Tieren, die mir nicht das Becken leerfressen und ohne riesigen Aufwand züchtbar sind.
Springschwänze, Fruchtfliegen und Milben sind natürlich in dem Becken vorhanden, wie in jedem Becken.
Das Problem bei den Einheimischen Arten ist, dass sie sich nur schlecht vermehren (daher werden auch keine einheimischen Heuschrecken als Futtertiere gezüchtet).
Terflys könntest du mal probieren zu züchten, wobei du da auch immer wieder die flugfähigen aussortieren musst, sonst ist deine Zucht dann bald auch nur noch mit flugfähigen Fliegen voll.
Ofenfische wären auch eine Möglichkeit (habe damit aber keine Erfahrungen), die benötigen allerdings 35-40°C zur Fortpflanzung.
Du könntest auch eine andere Art von Grillen probieren, Heimchen sind ja die schnellsten und hupffreudigsten von allen, Steppengrillen verhalten sich dagegen relativ ruhig
Wie züchtet man Heimchen eigentlich am besten? Und: Was fressen sie?
Man kennt ja schon diese fast flugunfähigen Stubenfliegen, letzte Woche hab ich die auch als Fruchtfliegen gefunden "Drosophila groß flugunfähig". Mal eine Box mitgenommen und werd mal schauen. Jemand Erfahrung damit?
Oh ja :) sehr gute Erfahrungen sogar.
Diese wurden sowie bei meinen Lasius niger und Lasius flavus allem anderen vorgezogen und gleich in Massen eingetragen und an die Larven verfüttert (als ganzes oder klein gerupft) :D
Das einzige Problem ist, dass sie schnell sterben (naja zumindest einige der die ich immer gekauft habe. Eine Box hatte mal fast 5 Wochen lang lebende, hingegen andere nach einer Woche alle tot sind... wobei das mittlerweile sowieso egal ist ^^ halten meist eh nur 4-5 Tage bei mir :D dann muss Nachschub herangeholt werden :mrgreen:
Neben Mehlwürmern (Puppen und Käfern) der Hauptlieferant für Proteine bei meinen Kolonien.
Anbei lassen sich Mehlwürmer sehr leicht züchten, brauchen nicht viel Platz, nicht viel Futter und Lärm machen sie auch nicht ;-) und streng riechen tun sie ebenfalls nicht wirklich.
@Sojave, ja, damit habe ich Erfahrungen gemacht. Es sind sehr ergiebige und in der Zucht nicht sehr teure Futtertiere. Nach einigen Generationen soll wohl aber die Flugunfähigkeit schwinden.
Sie werden auch von überraschend vielen Ameisen gefressen (egal ob lebend oder tot).
Natürlich zieht der Zuchtansatz viele Milben an, diese sind aber denke ich kaum Insektenparasiten sondern ernähren sich vom stark zuckerhaltigem Zuchtbrei.
@Hurry, Heimchen züchten ist im kleinem Maße nicht sehr schwer. Genaues solltest du aber über Google selber suchen, da gibt es recht viele Anleitungen.
Ich kann dir aber verraten, dass du vergessen kannst die Tiere in deinem Zimmer zu züchten. Die adulten Tiere sind sehr laut. Zwar sind die als Mittelmeergrillen verkauften Tiere etwas leiser, jedoch immernoch zu laut um sie in seinem eigenem Zimmer zu züchten.